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Wintervorhersage

Seit heute ist unser Wagen mit Winterbereifung ausgerüstet. Und jetzt sieht unser schnuckeliges Auto total hässlich aus mit den schwarzen Stahlfelgen. Bernd meint, er würde mich nun nicht mehr vom Büro abholen. Da ja aber heute Nacht die Sommerzeit beendet wird, ist es ja schon dunkel, wenn ich Feierabend habe. Um die Sache optisch aufzubrezeln, sind bereits Radzierblenden bestellt – damit Bernd auch bei Tageslicht fahren mag.

Da wir ja nun Winterreifen haben, vermute ich, dass wir einen sehr milden Winter bekommen. Meine These stützt sich aber nicht nur auf die Anschaffung von Winterreifen sondern auch auf die Tatsache, dass Kastanienbäume und Eichen in diesem Herbst sehr wenig Früchte hervorgebracht haben.

Nicht nur das Auto ist jetzt für den Winter gerüstet. Heute mussten auch die nicht winterharten Pflanzen zurück in das warme Nest: Olivenbäumchen, Bougainvillia und Wandelröschen.

Am aufendigsten war es, die Bougainvillia für die Wohnung herzurichten. Aufgrund des warmen Sommers hat sie sehr stark ausgetrieben und musste jetzt zurechtgestutzt werden. Ausserdem bekam die Wurzel eine Behandlung, sie wurde um ca. 2/3 verkleinert. Anschliessend kam die Pflanze mit neuer Erde in ihren Topf zurück und steht jetzt im Wohnzimmer am Fenster – nicht der ideale Platz zum Überwintern mediterraner Pflanzen, aber in den vergangenen Jahren hat ihr das nicht geschadet.

Auch das Wandelröschen war im Sommer sehr gross geworden. Es bekam die gleiche Behandlung wie die Bougainvillia, was aber nicht so auwendig war, da die Pflanze erheblich kleiner ist. Sie hat hat jetzt einen Platz auf der Fensterbank im Schlafzimmer.

Beide Pflanzen werden demnächst ihre Blätter abwerfen, was in unserer kleinen Wohnung nicht sehr angenehm ist. Den nächsten Winter werden sie dann hoffentlich im Wintergarten vom Elbe Penthouse einen besseren Platz haben.

Herbstlicher Abend mit Minuspunkten


Es ist nicht mehr von der Hand zu weisen: Der Herbst hat endgültig Einzug gehalten. Morgens, wenn wir aufstehen, ist die Sonne noch nicht aufgegangen. Das Laub der Bäume hat sich in den letzten beiden Wochen rasend schnell verfärbt. Regen und Wind sorgen dafür, dass reichlich gelbe Blätter zu Boden fallen. Herbst und Winter sind nicht meine Jahreszeiten, aber ich muss halt mit den Verhältnissen leben, so wie sie sind. Man könnte auf die Kanaren ziehen, für mich eine sehr reizvolle Vorstellung, aber noch muss ich ein paar Jährchen arbeiten.

Die Grillsaison ist nun endgültig vorbei. Eine Alternative für gemütliche Abende zu dieser Jahreszeit ist das Fondue. Und so haben wir das Winterhalbjahr gestern Abend mit den Hasen mit einem Fondueessen eingeläutet. An Gesprächsthemen mangelt es uns nie. Haus- bzw. Wohnungsbau, Auto, Winterreifen, die Bloggergemeinde und noch vieles mehr liessen die Zeit wie im Fluge vergehen – wie immer, wenn wir zusammen sind. Leider gibt es nun einen Minuspunkt auf ihrer Liste: Der Nachtisch, den ich vorbereitet hatte, war missglückt. Er war eher zum Anschauen (serviert in einer ausghölten Ananas) als zum Essen. Die Ananascreme hatte einen bitteren Geschmack angenommen – und ich weiss nicht warum. Das Rezept wird also nicht im Rezepteblock veröffentlicht und aus meinem Rezeptefundus wird es entfernt.

Eintausend Fotos


Seit ca. 6 Monaten besitzen wir eine neue Kamera und wir sind immer noch sehr zufrieden *dreimalaufholzklopf*.

Heute hatte ich die Kamera mit in die Firma genommen. Laut Wetterbericht sollte es ein vorerst letzter schöner Herbsttag werden, was auch eingetroffen ist. Ich wollte in der Mittagspause einen Spaziergang um die Binnenalster machen um ein paar Fotos zu schiessen. Ein normaler Rundgang dauert bie mir ca. 30 Minuten. Heute wurde fast eine Stunde daraus.

Beim Sichten der Fotos bemerkte ich, dass ich heute Mittag das eintausendste Foto mit dieser Kamera geschossen habe. Wieviel davon Ausschuss gewesen ist, weiss ich nicht. Vielleicht 10 Prozent – keine Ahnung.

Von den vielen Aufnahmen, die ich heute gemacht habe, wird es demnächst ein kleines Special geben unter dem Namen „Alsterblicke“.

Die Reifenfrage

Morgens, wenn wir aufstehen, ist es noch nicht so richtig hell und abends wird es schon früh dunkel. Der erste Herbststurm zog über das Land hinweg. Und ich überlege seit Tagen, ob ich die Heizung anstellen soll oder noch nicht. Es ist unübersehbar, dass der Winter vor der Tür steht.

Zurzeit ist Hochsaison für Reifenwerbung, nämlich für Winterreifen. Bislang hatten wir noch keine Winterreifen für unseren Wagen. Aufgrund der neuen gesetzlichen Vorschriften ist es wohl angebracht, dass wir welche anschaffen. Ein Bussgeld, oder schlimmer noch, der Verlust des Versicherungsschutzes, wäre höchst ärgerlich.

Die Frage ist, ob wir Winterreifen kaufen, die auf die vorhandenen Felgen passen. Das scheint eine teure Tasse Tee zu werden. Einige Anbieter haben passende Reifen scheinbar gar nicht im Programm. Die Alternative wäre, Kompletträder zu kaufen, also Felgen mit passenden Reifen. Dann könnten wir eine kleinere Radgrösse nehmen und demzufolge wären die Reifen preiswertr. Wahrscheinlich wird das im Endeffekt genau so teuer wie passende Reifen, hätte aber den Vorteil, dass die Alufelgen im Winter geschont werden würden.

Da online nicht so viel über Reifen zu erfahren ist, werde ich in der kommenden Woche mal ein wenig rumtelefonieren und mich erkundigen.

50 Fragen zu meiner Person

Ich will mal nicht so sein und die mir bei Queer Moments angetragenen Fragen beantworten:

1.) Trägst Du Unterwäsche?
Bis auf seltene Ausnahmen ja

2.) Weißt Du, wie man die BH-Größe misst?
Nein – auch wenn ich mal verheiratet war

3.) Was ist Deine Lieblingseissorte?
Vanille

4.) Duschen oder baden?
Beides – alles zu seiner Zeit

5.) Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang
Sonnenuntergang – weil ich da noch wach bin

6.) Welche 3 Dinge hast Du immer bei Dir, wenn Du unterwegs bist?
Geld – Handy – Schlüssel

7.) Donald Duck oder Micky Maus?
Donald Duck

8.) Welche Zahnpasta benutzt Du?
Perladent

9.) Rechts- oder Linkshänder?
Rechtshänder

10.) Singst Du unter der Dusche?
Nein

11.) Redest Du mit Deinen Haustieren?
Wenn ich eins hätte bestimmt

12.) Kennst Du die richtigen Namen Deiner Email-Freunde?
Ja

13.) Hattest Du mal ein pinkfarbenes Kleidungsstück?
Ja

14.) Beisst Du Dir in die Lippe, wenn Du nervös bist?
Nein

15.) Frühaufsteher oder Nachteule?
Frühaufsteher und Nachteule

16.) Kannst Du einen BH mit nur einer Hand öffnen?
Nein (siehe 2.)

17.) Gummibärchen oder Kaugummi?
Egal

18.) Wie alt bist Du?
56

19.) Und wie alt möchtest Du sein?
30

20.) Loft, Villa, Bauernhaus oder einfach nur Wohnung?
Penthouse

21.) Was isst Du am liebsten auf der Pizza?
Alles, was aus dem Meer kommt

22.) Wie trinkst Du Deinen Kaffee?
Aus einer Tasse

23.) Hast Du schon mal für andere gekocht?
Mit Vergnügen

24.) Hast Du schon mal Austern gegessen?
Ja sicher – und sie haben mir auch geschmeckt

25.) Weißt Du Geburtstag und Alter Deiner Eltern?
Natürlich

26.) Titel Deines Lieblingsbuches?
Ich habe keinen Lieblingstitel

27.) Sind Deine Füße gleich groß?
Ich hab bisher keinen Unterschied bemerkt

28.) Magst Du Knoblauch?
Liebend gern

29.) Kannst Du mit Deinen Augen einzeln blinzeln?
Jo

30.) Liest Du Tabellen?
Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt

31.) Was wäre das erste, was Du tun würdest, wenn Du einen Millionenjackpot im Lotto gewinnst?
Den Kredit für das Penthouse auflösen

32.) Pepsi oder Coca Cola?
Das ist mir ziemlich egal

33.) Wann hast Du das letzte Mal gelacht?
Heute – als ich bei Queer Moments meinen Namen entdeckte

34.) Schau nach rechts, was siehst Du?
Das Wohnzimmer durch die offene Tür

35.) Und links?
Einen halbnackten Kerl auf einem Pferd

36.) Bist du ordentlich?
Nicht ganz

37.) Kaust Du auf Bleistiften oder Kulis rum?
Nein

38.) Wenn auf einer Tür steht ‘ziehen’, drückst Du trotzdem?
Manchmal

39.) Wenn Du einen Tag in Deinem Leben wiederholen könntest, welcher wäre das dann?
Der Tag, an dem mein Sohn geboren wurde

40.) Tequila, Mojito, Caipirinha oder alkoholfrei?
Caipi

41.) Pommes oder Bratkartoffeln?
Egal

42.) Hast Du schon mal eine Waffe abgefeuert?
Ja

43.) Winnie the Pooh, Tigger, Kanga, Roo, Piglet, Eeyore, Rabbit oder Owl?
Nichts davon

44.) Warst Du schonmal in Disneyland, -world oder -resort?
Ja – in Orlando und in Paris

45.) Was ist Dein größtes Ziel?
Ein sorgenfreies Leben

46.) Schlagsahne oder Caramelsirup?
Caramelsirup

47.) Riechst Du an anderen Menschen?
Nur an meinem Mann

48.) Isst Du Hauptgericht und Beilagen abwechselnd oder nacheinander?
Abwechselnd

49.) Deine Lieblingsserie im TV?
Da gibt’s mehrere

50.) Spielst Du ein Instrument?
Flöte *hihi*

Der Segen eines modernen Telefons

Unser Telefon hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel, erweist sich aber immer wieder als Glückskauf. Wahrscheinlich gehört diese Funktion aber heute schon zum Standard:
Im Display des Telefons wird die Nummer des Anrufers angzeigt bzw sogar der Name, wenn wir den Teilnehmer abgespeichert haben. Manchmal steht dort auch „Nummer unterdrück“ oder „Anruf“.

Im Lauf der Zeit haben wir gelernt, die Bedeutung der Anzeige zu verstehen. Es hat sich herausgstellt, dass hinter „Nummer unterdrückt“ oder „Anruf“ in mehr als 90 Prozent aller Fälle ein Callcenter steckt. Wenn eine von beiden Anzeigen erscheint, nehmen wir den Hörer erst gar nicht mehr auf. Wir haben nämlich keine Lust, uns mit irgendwelchen Umfrage- oder Werbeanrufen abzusabbeln.

Der neueste Trend ist wohl eine automatische Telefonumfrage, wie es vor ein paar Minuten geschah. „Nummer unterdrückt“ erschien im Display, also ging ich nicht ran. Die Maschine muss ich die Ansage auf dem AB in ruhe angehört haben, bevor sie mit der Umfrage begann, die wir über den Lautsprecher mithören konnten. Der AB wurde also aufgefordert, zur Beantworung einer Frage eine Taste zu drücken, was er natürlich nicht konnte. Die Frage wurde wiederholt. Als wieder kein Impuls ausglöst wurde, verabschiedete sich die Maschine höflich. Grinsend sassen wir daneben. War ja nicht unser Geld, was da zum Fenster rausgeworfen wurde.

Sollte hier Jemand lesen, der die Rufnummernanzeige unterdrück hat – sprecht einfach auf den AB. Wenn wir zu Hause sind, nehmen wir ab wenn wir wir wissen, wer da gerade anruft.

Zweisamkeit mit Cabrio, Kuchen, Pflanzen und einer Exministerin


Eine Familie zu haben ist schön.
Mit der Familie zusammen zu sein ist schön (jedenfalls bei uns ist es so).
Freunde zu haben ist schön.
Mit Freunden was zu unternehmen ist schön.
Gäste zu haben ist schön.
Zu Gast sein zu dürfen ist schön.

Wunderbar ist es, wenn man allein zu zweit mit seinem Partner was unternimmt. Wenn dazu das Wetter toll ist, man mit offenem Verdeck durch die Gegend fahren kann, ohne Zeitdruck – gibt es was schöneres? Vielleicht. Aber für uns war heute ein so wunderbarer Tag.

Mittags machten wir uns auf den Weg über die A1 in Richtung Ostsee. Unser Ziel war das Palmenhaus-Café in Sierhagen in der Nähe von Neustadt/Holstein. Ich hatte vor mehr als einem Jahr durch Zufall davon in einer Sendung des N3-Fernsehens erfahren. Seither war es ein Wunsch von mir, das Café zu besuchen, das wegen seiner hausgmachten Torten und Kuchen viel gerühmt wird, u.a. von der Zeitschrift „Der Feinschmecker“.

Es war nicht ganz einfach, die kleine Ortschaft zu finden. In unserem Navisystem ist sie nämlich nicht enthalten. Zum Glück hatte ich mir die Wegbeschreibung ausgedruckt, die leider nicht ganz eindeutig ist. Nachdem wir zuerst die falsche Autobahnabfahrt genommen hatten, zwei mal am Hansapark vorbeigefahren und dann wieder auf die Autobahn gefahren sind, diese an einer anderen Abfahrt verlassen hatten, kamen wir endlich in die gewünschte Richtung. Doch bevor wir in Sierhagen ankamen, landeten wir erst mal auf Gut Hasselburg.

Sind wir hier richtig? Vor dem Torhaus stellten wir den Wagen ab und schauten uns um. Nein, vom Palmenhaus war nichts zu entdecken. Trotzdem war es schön, hier kurz angehalten zu haben und diese alte Gutshofanlage ein wenig zu besichtigen.

Über eine äusserst enge und kurvenreiche Strasse machten wir uns weiter auf die Suche. Endlich waren wir in Sierhagen. Ein Hinweisschild leitete uns zum Parkplatz. Wenig später standen wir vor dem langersehnten Palmenhaus-Café. Die Aussenplätze waren bei dem schönen Wetter alle belegt. Deshalb suchten wir uns einen Platz im Palmenhaus, das durch die grossen Fenster lichtdurchflutet ist.

Die Kuchenauswahl war schnell getroffen: Für Bernd ein Stück Eierlikörtorte, für mich ein Stück Himbeer-Käsesahne-Torte, dazu jeweils ein Kännchen Schokolade mit Sahne. Wir bekamen grosse Augen als der Kuchen serviert wurde. Es lagen nämlich riesige Stücke auf dem Teller. Sowas gibt’s es sonst wohl kaum. Nicht nur optisch, nein, auch geschmacklich war der Kuchen ein Genuss. Leider waren unsere Mägen ziemlich voll nachdem wir die Leckerei verzehrt hatten. Viellicht hätten wir sonst noch einen Eisbecher bestellt.

Direkt neben dem Café befindet sich die Gärtnerei von Gut Sierhagen. Ich bin ja nicht nur begeisterter Kuchenfan sondern auch sehr interessiert an allem, was mit Gärten und Pflanzen zu tun hat. War ja klar, wie Bernd richtig vermutete, dass ich mich da noch umsehen wollte.


In zwei Gewächshäusern werden Pflanzen und Geschenkartikel angeboten. Der Aussenbereich macht einen sehr urwüchsigen Eindruck, nicht alles so akkurat wie im Gartencenter, was im ersten Moment etwas unordentlichen aussieht. Auch die Pflanzen sehen nicht so frisch und stark aus wie im Gartencenter. Allerdings muss man sein Wahrnehmungsvermögen etwas umstellen, weg vom Gartencenter, weg von schneller Aufzucht. Wenn man hier länger verweilt merkt man, dass es hier wunderbar duftet, sieht man, dass hier Kräuter angeboten werden, die es im Gartencenter in dieser Vielfalt nicht gibt. Es ist eben noch – oder wieder so? – wie es früher war.

Da ich eine Frage zum Lavendel auf unserem Balkon hatte, begab ich mich in eins der Gewächshäuser um eine dort tätige Dame um einen Rat zu bitten. Neben mir stand eine Dame, die mir irgendwie bekannt vorkam. He, das ist doch die, wie heisst sie noch, unsere ehemalige Verbraucherschutzministerin! So sehr ich mich auch anstrengte, ich kam nicht auf ihren Namen. Da sie gerade ihre Einkäufe bezahlte, was etwas Zeit in Anspruch nahm, ging ich raus zu Bernd um ihm zu erzählen, wer da drin steht. Er hatte es bereits registriert, kam aber auch nicht auf ihren Namen. Ich ging wieder hinein. In dem Moment nahm Frau Künast einen Topf mit Basilikum und stellte ihn zu den anderen Waren. Und in dem Moment wurde mir bewusst, in was für einer Gärtnerei ich mich befand: Ich habe noch nie einen so intensiv riechenden Basilikum bemerkt. Hier wird alles noch so angebaut, wie man es früher gemacht hat und nicht auf die Schnelle in Substrat hochgezogen.

Das nahm ich zum Anlass, eine kleine Bemerkung in den Raum zu werfen. Und schon waren wir drei, Frau Künast, die Mitarbeiterin der Gärtnerei und ich, in ein kleines Gespräch verwickelt. Ich bedauerte sehr, dass mir der Name immer noch nicht eingefallen war. Wenige Augenblicke später war unsere Exministerin mit ihren Einkäufen verschwunden und ich bekam eine Beratung bezüglich unseres Lavendels, woraufhin ich natürlich noch eine Lavendelpflanze kaufte.

Wir machten uns langsam auch auf den Heimweg. Über Neustadt nach Haffkrug, auf der Strandstrasse entlang nach Scharbeutz, was mit enem Cabrio doppelt so viel Spass macht als mit einem geschlossenen Auto. Dann nach Timmendorfer Strand und weiter nach Niendorf/Ostsee.

In Niendorf zeigte ich Bernd die kleine Siedlung, in der ich in den 60ern zusammen mit meiner Cousine bei unserer Grossmutter viele Ferientage verbrachte. Sie hatte sich dort ein kleines Ferienhaus gekauft. Es steht immer noch so da wie damals. Nach dem Tod von Oma hat die Familie es verkauft. Erinnerungen an die damalige Zeit wurden wach, von denen ich Bernd während der Weiterfahrt über die Landstrasse nach Warnsdorf, am Hemmelsdorfer See entlang zum Waldhusener Forst bei Lübeck erzählte. Kurz darauf saugte uns die Autobahn Richtung Hamburg auf.

Usprünglich hatte ich geplant, heute etwas aus unserem neuen Kochbuch zu kochen bzw. zu backen („Backen mit Olivenöl). Da das Wetter aber so spätsommerlich schön war, hatten wir uns entschlossen, noch mal zu grillen. Wer weiss – vielleicht war es das letzte Mal in diesem Jahr. In den nächsten Monaten werde ich noch genügend Gelegenheiten haben, neue Rezepte auszuprobieren.

Zweisam klang dieser wunderbare Tag vor dem Fernseher auf dem Sofa aus, wo mir alsbald die Augen zufielen.

Ein runder Abend

Es ist immer spannend, wenn man Jemanden kennen lernt, mit dem man zwar schon mal telefonischen Kontakt hatte, den man aber im „real life“ noch nie getroffen hat. Na, ganz so war es ja nicht – hatten wir Tim doch schon anlässlich des Feuerwerks an der Alster getroffen. Unser erster Eindruck vom Mittwoch Abend wurde heute positiv vertieft: Tim ist ein ganz Netter.

Das spätsommerliche Wetter machte es möglich, dass wir auf unserem Balkon noch mal grillen konnten. Aufgrund des stürmischen Ostwindes war es leider unmöglich, mittels Öllampen und Teelichtern für eine gemütliche Atmosphäre zu sorgen. Eine Windboe machte den Versuch zunichte und wir sassen wieder im Dunkeln. Nachdem der letzte Bissen verzehrt war, mussten wir unser Treffen im Wohnzimmer fortsetzen weil der starke Wind uns ein wenig frösteln liess. Nach 6 Stunden und 3 Flaschen Wein waren wir uns einig: Wir treffen uns wieder – und dann ist Christoph hoffentlich auch dabei!