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Mitbring-Party

Am Samstag waren wir zu einem 30-jährigen Geburtstag eingeladen. Das Geburtstagskind ist eine junge Frau, die diesen Tag gern mit Familie und Freunden feiern wollte. Die sie finanziell nicht sehr gut dasteht, hatte sie die Gäste gebeten, einen Beitrag für das Buffet zu leisten. Jeder bekam einen Wunsch, was es sein sollte, aber nur das Grundart, z.B. Nachtisch oder Nudelsalat (ich hatte damals meinen 40-jährigen Geburtstag auf die gleiche Weise gefeiert). Die Gastgeberin hatte für Getränke und Musik gesorgt, sowie auch warme Braten für das Buffet bereitgestellt. Bernd und ich hatten den Auftrag, einen Nudelsalat und ein Dessert mitzubringen. Ausserdem gab es noch ein Geldgeschenk.

Als alle Gäste eingetroffen waren wurde sichtbar, dass Unmengen an essbaren Köstlichkeiten zusammengekommen ware. Es war abzusehen, dass es auf keinen Fall möglich war, an diesem Abend alles zu vertilgen. Nachdem alle Gäste so ziemlich gesättigt waren, stellten wir fest, dass aus unserer Riesenschüssel Nudelsalat maximal 2 Portionen entnommen worden waren. Die Schale mit der Beeren-Mascarpone-Creme war ebenfalls fast unberührt.

Gern wollten wir natürlich unsere Gerätschaften wieder mit nach Hause nehmen als wir die Feier nachts verliessen. Wir bekamen also unsere Mitbringsel fast unberührt wieder mit. Nun gut – auf diese Weise hatten wir gestern was zu essen. Und den Nachtisch, für den ich mühsam 600 g TK-Mischbeeren durch ein Sieb gestrichen hatte damit die Kerne nicht die Creme gelangen, haben wir inzwischen auch vernichtet, nämlich aufgegessen, d.h. das Meiste davon habe ich gegessen.

Ein historischer Tag

Der 31. August ist für Bernd und mich wohl ein Schicksalstag, natürlich im positiven Sinn: Heute vor 10 Jahren haben wir uns kennengelernt und heute haben wir endlich das Elbe-Penthouse übernommen. Jetzt sind wir Spiesser.

Als Überraschung für unser 10-jähriges erhielt ich von Bernd als Morgengabe das Bild „Langer goldener Tag“ von Alice Dalton Brown. Ich war zu Tränen gerührt.

Mein lieber Schatz, ich danke dir für 10 wunderbare Jahre.

Die Bilder von Alice Dalten Brown zeigen das, wovon ich träume, nämlich ein Haus am Meer. Das ist es nun nicht geworden, aber ein Penthouse an der Elbe ist auch nicht zu verachten. Wir freuen uns wahnsinnig darauf, in Kürze dort einziehen zu können.

gähn

Nachdem ich schon die zweite Nacht hintereinander schlecht geschlafen habe, sitze ich hier heute Nachmittag und gähne fast ununterbrochen. Wahrscheinlich werde ich gleich auf dem Sofa vor dem Fernseher schon einschlafen (was bietet das TV-Programm heute Abend eigentlch?) und dann um 9 ins Bett gehen.

Ohne uns


Hier in Hamburg ist an diesem Wochenende das Alstervergnügen, das Strassenfest rund um die Binnenalster, auf dem Bernd und ich uns vor 10 Jahren kennengelernt haben. Seit dem haben wir wohl keine dieser Veranstaltungen versäumt. Jeden Abend sind wir zum Feuerwerk an die Binnenalster gegangen.

Unser 10-jähriges, das datumstechnisch auf den nächsten Freitag fällt, wäre ja eigentlich ein Anlass, auch in diesem Jahr dem Alstervergnügen einen Besuch abzustatten. Nur – uns fehlt der Antrieb. Wir sind zurzeit an jedem Wochenende wegen des Elbe-Penthouse unterwegs. Dazu kommen noch einige andere Verpflichtungen. Da haben wir uns gesagt, dass es in diesem Jahr keinen Backfisch gibt und das Alstervergnügen ohne uns stattfinden muss – auch wenn ich DER Feuerwerksfreak schlechthin bin.

Neue Erfahrung

Krankenkassenbezahltes Ohrensäubern war mal wieder angesagt. Das zeichnete sich schon länger ab, aber bislang trat der akute Verstopfungszustand nur morgens beim Aufwachen auf. Sobald ich eine senkrechte Position eingenommen hatte, löste sich die Verstopfung insoweit, dass das innere Ohr wieder frei war. Trotzdem konnte ich spüren, dass da was sass.

Heute Morgen war die Ohrenverstopfung stärker als sonst und verschwand auch nicht gleich nach dem Aufstehen, ein Zeichen, endlich einen HNO aufzusuchen um Abhilfe zu schaffen.

Ich hatte mir bereits seit längerem einen neuen Doc ausgeguckt. Ich rief dort noch vor 9 Uhr an um zu erfahren, wann denn heute der beste Termin sei. Die Sprechstundenhilfe bedeutete mir, sofort zu erscheinen, was mir aufgrund der ruhigen Geschäftssituation recht war.

In der Praxis angekommen fand ich ein leeres Wartezimmer vor, was für mich total neu war. Ich sollte aber trotzdem Platz nehmen und einen Moment warten. Nach ein paar Minuten erschien der Doc. Er entschuldigte sich, dass ich warten musste, er hätte noch Papierkram zu erledigen gehabt. Nachdem ich auf dem Behandlungsstuhl platz genommen hatte, unterhielten wir uns erst mal ein paar Minuten über Verwaltungsaufwand, Krankenkassen, Gesundheitsreform und dergleichen. Dann begann er ein wenig von sich zu erzählen, also von seiner beruflichen Vergangenheit, was ich sehr sympatisch fand. Dann erst fragte er mich nach meinen Beschwerden, die kurz und knapp erklärt waren.

Statt das Ohr zu spülen und auf diese Weise den Propf herauszubekommen, wurde der abgesaugt. Nach längstens 3 Minuten war der Fall erledigt. Dann erzählte der Doc mir, warum das Ohr in Abständen verstopft ist. Ich wusste schon von vorherigen Behandlungen, dass ich eine Art Knick im Gehörgang habe. Er erklärte mir anhand eines Modells erstmals, warum dort ein Knick ist und wodurch der verursacht wurde. Das jetzt genauer auszuführen würde etwas zu weit führen. Nur soviel sei gesagt: Kaltes Wasser im Ohr in meiner Jugend soll der Auslöser gewesen sein. Ich kann das gut nachvollziehen, bin dich doch eine Wasserratte und in jungen Jahren zur Sommerzeit oft in der Ostsee gewesen. Und wer die Ostsee kennt weiss, dass diese nicht gerade warm ist.

Insektentennis

Unter der gleichen Überschrift habe ich fast auf den Tag genauf vor 3 Jahren in meinem alten Weblog über die E-Klatsch geschrieben. Nun ist sie leider kaputt. Sie funktionierte bislang immer noch mit den seinerzeit mitgelieferten Batterien. Leider sind diese ausgelaufen und haben die Kontakte zerstört.

Eine neue E-Klatsch ist bereits bestellt. Wir warten jetzt sehnsüchtig auf ihre Ankunft, gestaltet sich doch die Mückenjagd mir ihr sehr viel einfacher und treffsicherer als mit Tüchern und dergleichen mehr.

Das Teil ist wirklich genial. Die Trefferquote liegt bei nahezu 100 Prozent. Begibt man sich mit anderen Mitteln auf die Jagd, entwischen die ungeliebten Gäste in den meisten Fällen. Im Fluge verliert sich ihre Spur und man muss erst mal mehrere Minuten warten, bis sich das Objekt der Begierde zum Töten wieder irgendwo niederlässt. Das verlängert die Jagdzeit bis zum Schlafengehen – oder auch danach – nicht unerheblich. Und um die Nachtruhe lassen wir uns nicht gerne bringen.

Die E-Klatsch kann man hier bestellen.

Mount Gay Rum

Morgen kommt Geburstagsbesuch. Bernds Mutter und meine Eltern werden zum Nachmittagskaffee und Abendessen erwartet. Das Hauptgericht des Abendessens werden wir karibisch gestalten, nämlich karibisches Huhn. Dazu gehört natürlich echter Rum aus der Karibik. Ein kleiner Schuss komm an das Huhn. Und vor dem Essen wollen wir einen Aperetif reichen, dessen Hauptbestandteil auch der Rum ist.

Während unseres gestrigen Besuches in unserer zukünftigen Heimat suchten wir den Familiensupermarkt auf um dort schon mal die Zutaten zu kaufen. Zum Schluss landeten wir in der Spirituosenabteilung. Die Auswahl an Rumsorten war nicht besonders gross. So recht kenne ich mich auf dem Gebiet auch nicht aus. Aber eine Flasche fiel uns sofort ins Auge: Mount Gay Rum steht auf dem Etikett.

Egal wie der Inhalt der Flasche schmeck, es war sofort klar, dass es nur dieser Rum sein konnte – wenn auch die Bedeutung des Wortes Gay eine ganz andere ist. Es ist nämlich der Name des Herrn, der im Jahr 1663 auf Barbados ein Anwesen kaufte, zu dem eine sogenannte Brennblase zur Rumherstellung gehörte.

Laut schriftlicher Aufzeichnungen begann die Rumherstellung unter dieser Bezeichnung offiziell im Jahre 1703. Damit soll Mount Gay der älteste offizielle Rumproduzent der Welt sein. Und angeblich soll es auch der beste Rum sein, den es gibt. Aber das ist sicher auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Ich trinke ab und zu sehr gern mal ein Gläschen Rum. Ich bin gespannt, ob mir Mount Gay Rum geschmacklich so gut gefällt wie der Name.

Jagdszenen

Ich weiss nicht mehr, wie viele es waren. Jedenfalls haben wir gestern Abend geschlagene zwei Stunden damit verbracht, Mücken zu jagen.

Gegen 22.30 Uhr sind wir schlafen gegangen, jedenfalls hatten wir das vor. Licht aus, Nest gebaut, Augen zu. Kurz darauf „bssssssssss“. Licht an und mit der E-Klatsch bewaffnet lagen wir im Bett, in der Hoffnung, das Vieh irgendwo zu entdecken und zu grillen. Natürlich liess sich die Mücke minutenlang nicht sehen – und zu hören war sie auch nicht. Da half nur durchhalten und aufpassen. Endlich wurde sie gesichtet und erwischt. Licht aus, Nest neu gebaut, Augen zu.

Da, wieder „bsssssssss“! Die gleiche Prozdur wiederholte sich. Wie schon eingangs erwähnt, ich weiss nicht mehr, wie oft wir auf dem Bett rumgeturnt sind um so einen Störenfried zur Strecke zu bringen.

Nach zwei Stunden war endlich Ruhe – oder wir waren inzwischen so müde, dass wir dann gleich eingeschlafen sind und nichts mehr gehört haben. Gestochen worden sind wir während der Nacht aber nicht. Wir haben sie wohl doch alle erwischt.

Merkwürdig ist nur, dass wir den ganzen Abend keine Mücke entdeckt hatten. Hausen die hinter dem Kleiderschrank oder unter dem Bett? Zum Glück hatte ich ja heute einen freien Tag, deshalb liess mich die nächtliche Jagd relativ kalt. Da ich morgen wieder arbeiten muss hoffe ich, dass wir heute Abend unsere Ruhe haben werden.