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Der lange Samstag

Früher gab es den „Langen Samstag“ im Einzelhandel einmal im Monat. Da waren die Geschäfte bis 18 Uhr, vielleicht auch länger, geöffnet, statt um 13 Uhr, spätestens um 14 Uhr die Schotten dichtzumachen. Montag bis Freitag schlossen sich die Tore um 18 Uhr. Heute ist das Geschichte. Das kann sich niemand mehr vorstellen. Der lange Samstag ist genauso lang wie die anderen Wochentage, es gibt keinen Unterschied mehr, jedenfalls in den grösseren Städten.

Hier in der kleinen Stadt an der Elbe, die nun durch die Eisberge auf der Elbe auch in China und Neuseeland bekannt ist, ticken die Uhren anders. Da kocht jeder sein eigenes Süppchen. Es gibt Geschäfte, die schliessen samstags am frühen Nachmittag, andere später. Nur der Lebensmittelmarkt hat länger auf. Ich weiss nicht, wann da die Pforten geschlossen werden. So spät haben wir keine Lust, unsere Einkäufe zu erledigen.

Ich meine aber ganz etwas anderes wenn ich vom langen Samstag rede. Es ist der Samstag, an dem mein Schatz Dienst hat, jede zweite Woche. Die Schicht beginnt um 10:30 Uhr und endet um 19:15 Uhr. Das ist für mich soooooo ein langer Tag bis ich meinen Liebsten wieder in die Arme schliessen kann, nämlich so kurz vor 20 Uhr.

Ca. eine Stunde habe ich zurzeit zusätzlich zu überwinden. Ich fühle mich unsicher, die Beine könnten versagen und ich muss mich irgendwo für ein paar Minuten anlehnen. Deshalb gehe ich im Moment nicht allein raus. Samstags ist Wochenmarkt – fällt flach. Einkäufe im Lebensmittelmarkt – fallen flach. Alles, was wir benötigen, kaufen wir gemeinsam ein oder Schatz hält kurz auf dem Heimweg an und kauft Notwendigkeiten ein.

Was macht der Haushälter denn so während der Zeit? Er hält Haus, aus Gründen derzeit mit Pausen. Spülmaschine ausräumen, Müll runterbringen, sludern in’t Treppenhus mit der Nachbarin, Wein aus dem Keller holen, das Abendessen vorbereiten, Katzen füttern, Katzen begöschen, hier ein wenig wischen, dort mal eben mit dem Handdyson Katzenhaare aufsaugen. Wir haben zwar Helene Wischer, aber für den kleinen Dreck reicht der Handdyson. Die Katzen haben wieder Hunger.

Der aktuelle körperliche Zustand verlangt nach Pausen wenn der Rücken schmerzt und und die Beine mich nicht mehr tragen wollen. Wobei heute ein recht positiver Tag ist. Konnte einmal sogar auf den Lift verzichten.

Wenn Schatz seine Pause hat, whatsappen wir ca. 30 Minuten: Was machen die Katzen? Was gibt es neues? Hast du schon …? Und nach der Pause schau ich auf die Uhr: Immer noch fast 5 Stunden bis ich den Schlüssel im Schloss der Wohnungstür höre! Verdammt. Na, dann erstmal einen Espresso trinken, noch einen danach. Lohnt ja nicht, für ein Tässchen den Kaffeeautomat anzustellen.

Dann geht es ins Bad, Haare kürzen, Bart kürzen, Maniküre, Pediküre, man kennt das, und frau auch. Danach geht es in die Wanne. Welchen Badezusatz nehme ich heute? Ach, ich nehme wieder den gegen Muskelschmerzen.

Die Katzen haben wieder Hunger.

Immer noch 3 Stunden bis der Gatte nach Hause kommt. Was jetzt? Ach, ich könnte ja mal was im Blog schreiben, ein paar Kommentare beantworten, das Internet leerlesen. Rückengymnastik darf ich nicht vergessen. Ein paar Hundert Schritte auf dem walking pad für die Kondition, so ca. 20 Minuten. Ich schaue auf die Uhr …..

Die Katzen haben Hunger.

Wenn ich jetzt auf die Uhr schau, kann ich in ca. einer Stunde damit beginnen, das Essen langsam zu erwärmen. Es gibt eine griechische Fleischpfanne, da ist Ouzo dran! Dazu Reis, also Reis kochen. Und dann dauert es nicht mehr lange und mein Schatz ist endlich zu Hause.

Tja, so sieht mein langer Samstag aus. Hört sich an, als sei ich dauerbeschäftigt. Aber die Zeit, bis endlich die Wohnungstür aufgeht, ist sooooooo lang. Und der Abend ist auch nur kurz. Wir essen, reden, trinken Wein, reden. Nochmal kurz ins Netzt? Ein Digestif dazu? Jo. Und dann ist es 22 Uhr. Ein paar Seiten noch lesen, Licht aus. Gute Nacht! Küsschen und Kuscheln, die Augen fallen langsam zu.

Ein langer Vormittag

Puh, das war lang: Um 09:40 Uhr war der Termin für das Anestäsiegespräch, ca. eine Stunde musste ich warten, bis ich dran war. Das Gespräch war sehr ausführlich. Die Ärtzin ist den Anamesebogen, den vor vorher ausfüllen musste, akkurat durchgegangen und hat alle Punkte noch mal mit mit besprochen. Aber ok, so muss das eben bei eine Anesthäsie.

Mein Schatz hat seinen freien Tag, bzw. den halben davon, geopfert und ist mir nach Bergedorf zur Praxis-Klinik gefahren und hat im Wartezimmer ausgeharrt. Als ich nach dem Gespräch ins Wartezimmer kam, schaute er erleichtert auf. Aber damit war das noch nicht erledigt. Es musste noch ein EGK gemacht und Blut abgezapft werden. Also wieder warten. Als das erledigt war, hiess es wieder warten, nämlich auf ein abschliessendes Gespräch mit der Narkoseärztin über das EKG. Es gibt eine leichte Auffälligkeit, aber nicht besorgniserregend. Dann konnten wir endlich die Heimfahrt antreten.

Mit dem Wocheneinkauf, den wir auf dem Heimweg erledigten, waren wir ca. 4 Stunden unterwegs. Auf das Frühstück haben wir heute verzichtet. Stattdessen gab es erstmal einen Kaffee für meinen Schatz und einen Espresso für mich, dazu etwas Gebäck. Zum Kochen haben heute auch keine Lust, was wir schon befürchtet hatten. Es gibt nachher Ofenkäse und Brot zum Aufdippen, und natürlich Wein dazu.

Im Anamesebogen wird ja immer gefragt, ob man Alkohol trinkt. Ich hab „ja“ angekreuzt und „Wein am Wochenende“ dazugeschrieben. Die Ärztin war zufrieden damit, Wein am Wochenende sei ok. Sie will versuchen, am 27.2. bei mir die Anesthäsie vorzunehmen, sich reinmogeln, wie sie sagte. Und sie erwähnte, dass sie immer sehr gern mit Dr. Klase arbeitet und sich auch von ihm operieren lassen würde.

Zum Abschluss bekam ich noch auf den Weg: Ich soll mir bitte bis zur OP keine Erkältung aufhalsen, dann müsste man verschieben. Ich will das ja auch endlich erledigt haben.

OP-Fahrplan

Am 6.2. habe ich den Termin für das Anästhesiegespräch in der Praxis-Klinik Bergedorf. Dann wird mir erklärt, wie das gemacht wird. Ausserdem wird ein EKG gemacht und mir ein wenig Blut abgezapft.

Am 16.2. ist das Vorgespräch in der Praxis des operierenden Chirurgen. Er wird mich genau informieren, wie die OP ablaufen wird und mich über die Risiken informieren.

Am 27.2. findet die OP statt. Schon jetzt ist klar, dass ich 6 Stunden vorher nichts essen und nichts trinken darf, nicht mal Wasser. Ich muss mit einem Aufenthalt im Krankenhaus von 3 – 5 Tagen rechnen. Der 27.2. ist ein Freitag. Wenn alles gut geht, darf ich Montag nach Hause.

Ich hoffe, dass ich dann wieder wie ein junger Gott umherspringen kann, so wie das 2011 auch der Fall war. Aber noch muss ich mich gedulden. Ich wage es nicht, allein einkaufen zu gehen. In der Wohnung schleiche ich rum, kann auch Haushaltsdinge machen und die Katzen versorgen, also füttern, den Zengarten pflegen und natürlich knuddeln.

Storno – aus gesundheitlichen Gründen


Die letzten Tage waren sehr quälend für mich. Wir haben uns am Wochenende dazu entschlossen die anstehende Reise zu stornieren und wenn möglich, die OP vorzuziehen.

Ich werde jetzt am 27.2. operiert. Ich hätte auch einen Termin am 17.2. haben können, aber in dem riesigen Krankenhaus UKAE. Das kleine Krankenhaus in Bergedorf kenne ich bereits von drei Aufenthalten, es hat mir sehr gut gefallen. Ausserdem ist es besser erreichbar.

Meinen Arzt hatte ich nochmal gefragt, ob wir die Reise am 27.3. antreten könnten. Seine Antwort, Zitat: „wäre m. E. zu kurzfristig und daher riskant bzgl. der Heilung.“ Die Flugdauer nach Teneriffa beträgt ca. 5 Stunden. Langes Sitzen nach einer Bandscheiben OP ist sowieso nicht angesagt. Also wird das wieder nichts mit einer Geburtstagsreise für mich.

Unter den gegebenen Umständen, mit einer OP danach, wäre die Reise für mich äussserst unbequem und quälend gewesen. Die Entscheidung der Stornierung war für mich nicht einfach, ich musste aber einsehen, dass es so besser ist.

Auf den Tisch

Kürzlich war ich ja wegen diverser Probleme mit meinem Fahrgestell zum MRT. Die Nachbesprechung bei meinem Neurochirurgen war heute. Anhand der vorliegenden Aufnahmen konnte er mir genau sagen, wo ich Schmerzen habe. Ich konnte nur bestätigen, dass es so ist.

Es ist also so, dass ich einen Bandscheibenvorfall und eine Spinalkanalstenose habe. Dadurch werden die Schmerzen in meinen Beinen und der zeitweise Kontrollverlust derselben verursacht. Kurz stehenbleiben oder hinsetzen, dann geht es wieder. Aber ich fühle mich unsicher, allein unterwegs zu sein. Deshalb hat mich heute auch mein Schatz begleitet.

Am 14.4. komme ich also auf den Tisch, nämlich auf den OP-Tisch. Ich habe mich wieder für die Praxisklinik Bergerdorf entschieden. Die OP wird ca. 90 Minuten dauern. Dann 3 – 5 Tage Krankenhausaufenthalt, nach einer angemessenen Heilungszeit bekomme ich Physio. Bis zur OP halte ich mich mit starken Schmerzmitteln über Wasser.

Um nicht total meine Kondition zu verlieren, werde ich mir ein „Gehband“ bestellen. Dadrauf kann ich meine „Spaziergänge“ in der Wohnung bzw. am PC machen. Ich habe die Sicherheit, dass ich mich schnell setzen kann, sollte ich für ein paar Minuten innrhalten müssen. Es kam schon vor, dass ich mich auf der Strasse für ein paar Momente an einen Laternenpfahl lehnen musste. Da ich nach der OP nur in Abständen kurze Zeit sitzen darf, ist das walking pad auch dann sehr hilfreich. Ich erinnere mich, dass ich nach der OP vor 15 Jahren hier in der Wohnung wie ein Tiger im Käfig umhergegangen bin.

Seit der OP 2011 geniesst Dr. Klase mein vollstes Vertrauen. Ich hatte ihn auch um Rat zu anderen Fachärzten gefragt, er hat immer einen Treffer gelandet.

Flaute

Draussen bläst zwar ein kräftiger Ostwind. Er würde die Segel blähen und dafür sorgen, dass die Segelschiff kräftig Fahrt aufnehmen. Fahrt nimmt nur das Ende des Jahres auf. Ansonsten herrscht hier Flaute.

Vielleicht liegt mein allgemeines Desinteresse daran, weile meine Erkältung noch nicht ganz überstanden ist. Ich komme zwar nachts ohne Hustenblocker aus, tagsüber nehme ich aber immer noch Hustenlöser. So wirklich lösen tut sich allerdings nicht. Nur manchmal erkingt kurz ein erlösendes Grollen aus den tiefsten Tiefen.

Noch drei Tage bis zum Heiligen Abend. Was dann passiert, sagt ein kleines plattdeutsches Weihnachtsgedicht. Ich erinnere mich daran, dass mein Opa mütterlicherseits das immer mal wieder beim gemütlichen Beisammensein nach dem traditionellen Karpfenessen reingeworfen hat:

An Wiehnachten obend dor geiht dat von boben
dor bimmeln de Glocken dor danzen de Poppen
dor piepen de Müs in Grotvadder sien Hüs.

Man muss wohl seine Phantasie ein wenig bemühen, um herauszufinden, was denn „da oben“ los ist und was da passiert. Und dann tanzen auch noch die Puppen. Ist schon etwas gruselig.

Bulletin

Der Husten hört sich aber schon viel besser an! – Logisch, ich hab ja auch eine Woche geübt.

Ich gehe ja nicht gern zum Arzt, lieber versuch ich erstmal, mich selbst zu behandeln mit freiverkäuflichen Medikamenten: Hustenstiller für nachts, Hustenlöser für tagsüber, Zwiebel-Honigsaft, inhalieren.

Der Hustenstiller brachte überhaupt nichts, mehrere schlaflose Nächte machten mich kaputt. Der Hustenlöser brachte auch nicht das erhoffte Ergebnis. Angesichts des bevorstehenden Wochenendes suchte ich gestern morgen dann doch die Hausarztpraxis auf.

Acht Ärztinnen und Ärzte sind dort tätig. Für geplante jährliche Untersuchungen habe ich „meine“ feste Ärztin. Wenn man aber morgens ohne Termin kommt, weiss man nie, wer einen untersuchen wird. Und man muss mit einer langen Wartezeit rechnen.

Gestern sass ich da ca. zwei Stunden bevor ich aufgerufen wurde. Mein Kindle ist ja immer dabei, also war das kein Ding. Ich schilderte der Ärztin mein Problem und was ich bisher versuchte, dagegen getan zu haben. Die Lunge wurde abehört, alles gut. Tagsüber soll ich weiterhin den Hustenlöser nehmen und inhalieren. Für nachts bekam ein Rezept für einen stärkeren Hustenstiller. Keine 10 Minuten später verliess ich das Behandlungszimmer. In der Apotheke nebenan löste ich das Rezept ein.

Tagsüber hüstelte ich weiter so vor mich hin. Vor dem Schlafengehen nahm ich den Hustenstiller, mit Vorfreude auf eine ungestörte Nacht.

Erst lag ich noch ohne Hustenreiz eine Weile wach. Doch plötzlich kriegte ich einen starken Hustenfall. Mein Schatz neben mir, der schon eingeschlafen war, schreckte hoch. Nachdem sich alles beruhigt hatte, schlief ich wieder ein. Doch die Nacht war nicht so ungestört wie erhofft. Mehrmals wurde ich vom Hustenreiz geweckt, schlief dann aber auch immer wieder ein.

Heute also Hustenlöser und inhalieren. Leider muss ich auf die Teilnahme an der Demo für den Erhalt unseres Krankenhauses verzichten.

Unpässlich

Unpässlich trifft es nicht wirklich, es ist schon etwas mehr als das. Was ist hier los?:

Beim Gatten begann es am Freitag der vorletzten Woche: Halskratzen und Husten. Samstag war er noch zur Arbeit, am Sonntag war es schon abzusehen, dass er Montag nicht arbeiten würde. Sein Arbeitgeber verlangt eine Krankschreibung vom ersten Tag, also suchte mein Schatz die Hausarztpraxis auf. Ergebnis: Krankgeschrieben bis Mittwoch gleich am Thresen, ohne einen Arzt konsultiert zu haben. Mittwoch war es nicht besser, eine Verlängerung würde notwendig sein, also wieder zur Hausarztpraxis. Dieses Mal war eine Vorstellung bei einem der Ärzte aus dem Team notwendig: Krankgeschrieben bis Freitag.

Ich hatte die Hoffnung, dass ich verschont bleiben würde … Na ja, hoffen kann man ja, aber es klappte nicht. Donnerstag fing es bei mir mit leichtem Halskratzen an. Freitag kam ein leichter Husten dazu und ich fühlte mich schlapp. Wir erledigten noch unseren Wocheneinkauf und dann war ich froh, nichts mehr machen zu müssen. Gestern, Samstag, drömelte ich so vor mich hin. Mir war kalt, aber Fieber hatte ich nicht. Heute morgen hatte ich eine ganz kratzige Stimme. Ich gurgelte mit Schwedenbitter, was ganz angenehm war.

Morgen Vormittag habe ich einen langersehnten Termin beim Orthopäden. Abhängig davon, wie es mir morgen geht, werde ich den wahrnehmen oder eben nicht. Freitag habe ich einen Termin für ein MRT, das ist mir wichtig. Bis dahin will ich soweit fit sein, dass ich in der Röhre keinen Hustanfall bekomme.

Mein Schatz hüstelt auch immer noch so vor sich hin. Er entscheidet morgen früh, wenn er aufstehen muss um zur Arbeit zu fahren, ob er sich nochmal abmeldet. Mal gucken, wie es mit uns beiden weitergeht in dieser Woche.

Irgendwann im November


Ich erinnere mich nicht an das Datum, es ist auch nicht wirklich wichtig, ich weiss nur, dass unsere Hochzeit, die 2. Trauung, im November stattfand. Ich weiss nicht mal, in welchem Jahr das gewesen ist, wie gesagt, es war irgendwann im November.

Heute dachte ich, ich könnte ja mal im Blog nachgucken. Und da wurde ich natürlich fündig: Gestern war es, am 17. November anno 2017. Das ist jetzt auch schon wieder 8 Jahre her.

Unser Hochzeitstag bleibt aber der 19. September 2014, als das noch „Verpartnerung“ hiess. Den Tag haben wir mit Familie und Freunden gefeiert. Dieses Datum steht auch in unseren Eheringen, dieses Datum ist auch präsent und im Kopf festgetackert. Seit diesem Tag sind wir auch mit allen Rechten und Pflichten verbunden. Mit der Eheschliessung hat sich daran nichts geändert. Aber wir wollten dann, als es möglich war und seitdem auch für gleichgeschlechtliche Paar Ehe heisst, alles perfekt haben. Nur das Datum weiss ich nie, nur, dass es irgendwann im November war.

Zeit spielt keine Rolle

Wir lieben unsere Wochenenden und freien Tage. Leider ist nur jedes 2. Wochenende in langes Wochenende denn mein Schatz muss an jedem 2. Samstag arbeiten. Dann hat er eine „Mittelschicht“. Sie beginnt um 10:30 Uhr und endet um 19:15 Uhr. Während er sonst schon um 15 Uhr zu Hause ist, kommt er an diesen Samstagen erst gegen 20 Uhr heim.

Aber wir können an besagten Samstagen auch ausschlafen. Allein schon das Gefühl, wenn wir uns abends zur Ruhe legen, am nächsten Morgen nicht vom Wecker geweckt zu werden, ist toll und lässt einen entspannter schlafen.

Egal ob langes Wochenende oder freier Tag, wir geniessen das Zusammensein und ohne die Uhr im Nacken das in den Tag Heineinleben.

Aufstehen? Wenn wir ausgeschlafen haben, meist so umrum 7 Uhr. Wir sind beide Frühaufsteher. Frühstück? Dann, wann wir Appetit haben. Mittagessen? Gibt es bei uns nicht. Kaffeetafel? Gibt es auch nicht, aber warmes Essen. Abendbrot? Gibt es auch nicht, weil wir noch satt sind.

Von Kindesbeinen an lebt der Mensch nach der Uhr: Kindergarten, Schule, Beruf – immer muss man püntklich sein. Als Rentner geniesse ich es, mich morgens nochmal umzudrehen bevor ich aufstehe. Manchmal kommt eine Katze auf das Bett und döst noch eine Weile mit mir zusammen. Solange sie dort liegt, kann ich sie doch nicht stören und aufstehen! Katzen entschleunigen ganz ungemein!

Gut, mein Schatz ist ja noch auf die Uhr angewiesen. Aber genau deshalb geniessen wir die freien Tage, an denen die Zeit für uns keine Rolle spielt.