Archiv der Kategorie: gay

Prinzipien

In Kalifornien ist eine 14-jährige von der Schule verwiesen worden. Das passiert wohl gelegentlich und ist kaum eine Meldung in den Medien wert. In diesem Fall ist es aber von besonderer Bedeutung: Die Mutter der Schülerin ist lesbisch! Die Schule schrieb einen Brief an die Mutter: „Ihre Familie entspricht nicht den Zulassungsbedinungen unser Schule“ heisst es unter anderem. Müssig zu sagen, dass es sich um eine „christliche“ Schule handelt. Sie richtet sich wohl streng nach den homophoben Ansichten ihres Terminators, ein scheinbar kranker Schauspieler aus Österreich, der es zum Gouverneur gebracht hat. Seine Filme sollten aus allen Sendern verbannt werden!

Ist die Alster schwul?

Im Allgmeinen gilt Köln als die Schwulenhochburg Deutschlands, also sozusagen als schwule Hauptstadt. Aber was ist schon Köln gegen Hamburg? Es mag ja sein, dass in Köln mehr Schwule leben als in Hamburg, Köln hat den grössten …….. CSD Deutschlands, Köln hat einen Dom an dem man schlangestehen muss, um eingelassen zu werden. Aber sonst hat Köln nicht viel zu bieten, wie wir uns selbst vor ein paar Jahren anlässlich des CSD überzeugen konnten.

Aber Hamburg ist die geilste Stadt überhaupt. Hamburg hat nämlich einen zu einem See aufgestauten Fluss, die Alster, und die ist ganz eindeutig schwul. Die Alster grüsst nämlich im Sonnenschein mit einer Regenbogenflagge, wie das obige Bild beweist.

Unverbesserlich und nichts dazugelernt

Bei meinen Irrfahrten durch das www habe ich das private Weblog von Elisabeth gefunden. Von dort gelangte ich auf eine Seite Kreuz.net, die, laut Impressum, von einer Gruppe internationaler Katholiken betrieben wird. Wie es scheint handelt es sich um eine Gruppe erzkonservativer Katholiken denn es wird dort unter anderem mit äusserster Intoleranz über uns Schwule, die als Homos bezeichnet werden, berichtet. Es ist gar von Krankheit und Geistesgesörtheit die Rede. Die Mitglieder lassen sich über Sinn und Unsinn der weltweiten CSD-Veranstaltungen aus und sinnieren über einen eventuellen Boykott von Firmen, die Schwule in der Werbung als Zielgruppe entdeckt haben.

Aufmüpfig, wie ich manchmal bin, habe ich durch einige Kommentare meinen Gedanken freien Lauf gelassen und eine kleine Diskussion ausgelöst. Was heisst Diskussion, nein, es sind einseitige Aussagen und Meinungen unverbesserlicher katholischer Fundamentalisten, die uns Schwule und Lesben am liebsten in der Hölle brennen sehen würden.

Ich kann nur allen Lesern der obigen Zeilen empfehlen, die genannte Seite so weit es geht bekannt zu machen damit alle Welt sieht, dass unser Kampf gegen Intoleranz und Akzeptanz noch lange nicht gewonnen ist.

Werden wir verfolgt?

Ich krieg‘ „so’n Hals“ wenn ich das lese (Link bei Spiegel-Online nicht mehr vorhanden). Leute, tut alles, um so offen wie möglich mit eurer Sexualität umzugehen damit möglichst viele von uns gespeichert werden. Wählt am 18. September nicht diese konservativen Miesmacher, die kein Verständnis haben für uns, die immer noch denken, wir seien Krimininelle oder kranke Kinderschänder. Es kann nicht sein, dass wir einen Rückfall in die 80er Jahre und davor erleben. Sonst fahren wir bald mit dem Rosa Winkel am Auto statt mit der Regenbogenflagge.

Diese Geschichte zeigt wieder mal, dass der CSD nichts von seiner Aktualität verloren hat. Wir müssen offensichtlich immer noch für unsere Akzeptanz und Rechte kämpfen. Scheinbar nützt es nichts, dass wir schwule Bürgermeister, Bürgermeister im Range eines Ministerpräsidenten, schwule Senatoren und schwule Parteivorsitzende haben. Warum machen diese Leute nicht ihren Mund auf und verdammen öffentlich, was einige Innenminister, denen die Polizei ja unterstellt ist, angeordnet haben bzw. dulden? Diese unerhörte Praxis gehört verdammt und sofort verboten!!!

CSD in Lübeck

In Lübeck fand heute der 4. CSD statt. Mit Peter, Frank, Detlef und Frederic hatten wir uns verabredet, daran teilzunehmen. Gemeinsam schlossen wir uns der kleinen Parade an und marschierten durch die Stadt. Mit drei TRucks und ein paar Fussgruppen war die Parade eher spärlich. Allerdings hatten sich tatsächlich ziemlich viele Schwule und Lesben der Parade angeschlossen, was ich gar nicht erwartet hätte.

Während des kurzen Stopps auf dem Koberg zwecks einer kleinen Demonstration begann es zu regnen. Zum Glück blieb es bei leichtem Regen, sodass wir nicht durchnässt wurden. Erst später auf dem Strassenfest am Holstentor liess der Regen wieder nach. Wir stärkten uns bei Alsterwasser und ich brauchte zur Stärkung auch noch…. Kuchen! Da die Veranstaltung sehr übersichtlich ist, war ein Stand, an dem es lecker Kuchen gibt schnell gefunden. Es gab sogar eine richtige Kuchengabel aus Metall ohne Pfand. Ich wurde aber gebeten, die Kuchengabel nach dem Genuss der Torte zurück zu geben, was ich natürlich auch getan habe. Der Pappteller wurde im Abfallkorb am Würstchenstand versenkt. Ja, so ist das eben auf dem CSD in Lübeck, da gibt es noch Kuchengabeln aus Metall, die man vertrauensvoll ausgehändigt bekommt.

Bei den Getränken ist das anders. Ein Plastikbecher für das Bier kostet 1 Euro Pfand. Zusätzlich gibt es noch eine Pfandmarke, damit man den Becher auch ja am richtigen Bierstand zurückgibt und sich das Geld nicht unerlaubter Weise an einem anderen Stand wiederholt. Verständlich bei 2 Bierständen, es könnte ja ein heilloses Durcheinander geben.

Gegen 18.00 Uhr hatten wir genug von dem provinzionellen Treiben und machten uns auf den Weg, unseren Hunger zu stillen. Ein Chinarestaurant in Lübeck bietet am Samstag ein chinesisches Buffett an. Dort füllten wir unsere Bäuche mit verschiedenen leckeren Gerichten, bevor wir uns auf den Heimweg nach Hamburg machten.

CSD-Parade

Zur diesjähren CSD-Parade, oder auch prideparade, trafen wir uns mit Holger und Gunnar in der Mönckebergstrasse am Bärentreff. Der Bärentreff ist kein schwules Szenelokal mitten in der Hamburger City sondern ein Geschäft für Gummibärchen, dass sich offentsichtlich eines regen Zuspruchs erfreut.

Die Wartezeit verkürzten wir uns mit Prosecco. Vor gelegentlichen kurzen Regenschauern fanden wir Schutz in einem Hauseingang neben dem Bärentreff.

Beim tradionellen Stopp der Parade auf der Mönckebergstrasse sollte der Rekord einer Massenumarmung in Kanada gebrochen werden. Der lag bei 5.116 Paaren. Offizielle Zähler entlang der Strasse zählten die Paare, die sich 10 Sekunden lang in die Arme fielen. Das Ergebnis: Der Rekord wurde gebrochen. 8.000 Paare lagen sich in den Armen. Die Aktion kommt jetzt ins Guinnesbuch der Rekorde – und wir haben zusammen mit Holger und Gunnar dazu beigetragen.

Ein gemeinsamer Bummel über das Strassenfest beendete das CSD-Treffen mit unseren Freunden.

Auftakt

Das CSD-Wochenende begann heute mit dem Strassenfest in der Langen Reihe. Wir trafen ein paar Freunde, die wir lange nicht gesehen haben und mit denen wir einen netten Abend verbrachten. Leider war es recht kalt und windig. Deshalb zogen wir uns mit Peter und Frank später in unsere Wohnung zurück. Da wir auf Gäste nun gar nicht eingerichtet waren, konnten wir nur zimmerwarmen Weisswein und zimmerwarmes Bier anbieten. Es war trotzdem ein netter Abend.

Brauchtum

Am Abend des letzten Apriltages gibt es allerlei Bräuche um den 1. Mai gebührend zu begrüssen. Unter anderem wird das Lied „Der Mai ist gekommen“ sehr gern gesungen. Um das ziemlich lauthals hinzubekommen, trinkt man vorher reichlich Maibowle. Vielerorts ist es auch üblich, in den Mai zu tanzen. Die Herren auf dem Foto hätten statt Maibowle lieber Cola trinken sollen. Es heisst doch: Eine Cola vor dem Tanz hebt die Stimmung und d…..ie Laune!

Auch wir werden heute mit lieben Gästen in den Mai feiern. Es gibt zwar Maibowle, es wird aber nicht gesungen und auch nicht getanzt. Und Cola haben wir auch nicht.

Wie Mütter so sind

Ein Freund von uns, dessen Familie in einer Norddeutschen Kleinstadt lebt, hat seit seinem Comingout ein Problem mit seiner Mutter. Nein, falsch, seine Mutter hat ein Problem mit ihm, nämlich damit, dass er schwul ist. Wenn H. meint, seine Mutter hätte sich langsam daran gewöhnt, dass sie von ihm keine Enkelkinder bekommt, kommt wieder eine Bemerkung ihrerseits, die H. völlig aus der Bahn wirft.

Den neuesten Knüller hat sie sich am vergangenen Wochenende geleistet: Ich finde, du wirst langsam mal wieder heterosexuell!

Tja, wer es noch nicht wusste, so einfach ist das: Hebel umlegen – heute bin ich schwul. Hebel zurück in die andere Stellung – heute bin ich heterosexuell. Damit sind doch die Probleme aller Mütter gelöst.