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Wachrütteln …

… soll eine Kampagne von Michael Stich und seiner Stiftung. Es geht hier darum, dass schwangere, mit HIV infizierte Frauen, das Virus auf das Kind übertragen, was bei rechtzeitiger Diagnose verhindert werden kann.

Um wachzurütteln muss man oft provokante Wege beschreiten. So hat die Stiftung ein Plakat entwerfen lassen und öffentlich aufgehängt, auf dem eine Mutter ihr Neugeborenes statt in einem Kinderwagen in einem Sarg schaukelt, mit der Überschrift: Ganz die Mama – HIV-positiv.

In Bremen sorgte dieses Plakat für Aufruhr. Bremer Bürgerinnen beschwerten sich massiv über das Plakat. Die Landesbeauftragte für Frauen in Bremen, Frau Hauffe, veranlasste, dass die Plakate wieder entfernt werden müssen. In einem Telefoninterview, dass über einen Radiosender teilweise veröffentlicht wurde und das ich hören konnte, gab Frau Hauffe u.a. diesen Satz von sich: Die Zielgruppe für HIV-Prävention sind homosexuelle Männer (diese Aussage mag die Dame so nicht wörtlich gemacht haben, sie entspricht aber inhaltlich in etwa dem, wie ich es gehört habe).

Frau Hauffe, ihnen sollte bekannt sein, dass sich Frauen auch bei Männern anstecken können, die nicht homosexuell sind, sowie an infizierten Drogenbestecken. Ausserdem, Frau Hauffe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau von einem homosexuellen Mann schwanger wird, äusserst gering. Und drittens, Frau Hauffe, wir Schwulen sind nicht an allem schuld und fühlen uns, jedenfalls ich mich, durch Ihre Aussage diskriminiert, besonders auch deshalb, weil Ihre Aussage am Thema vorbei geht. Es geht hier nicht um Schwule sondern um werdendes Leben, dass es gilt zu retten!

Frau Hauffe, lassen sie die Plakate wieder aufhängen und retten sie damit das Leben unseres Nachwuchses. Und wenn damit das Leben nur von einem einzigen Kind gerettet werden konnte, hat die Kampagne ihren Zweck erfüllt.

Die Michael-Stich-Stiftung hat zu diesem Fall eine Presseerklärung veröffentlicht.

Mittags im Park


Die Sonne scheint vom blauen Himmel. Ein kühler Wind sorgt dafür, dass es nicht allzu heiss wird. Ein Tag, sich ein mal ein Eis zu gönnen. Ich weiss, wo die Kugel 10 Cent billger ist als an der Alster und wo in der Mittagspause keine Schlange von 20 Metern darauf wartet, endlich die kühlende Leckerei in den Händen zu halten: Am Eingang von Planten un Blomen.

Der Weg dorthin ist recht schön. Er führt unter schattenspendenden Bäumen entlang bis zur Lombardsbrücke, die die Binnen- von der Aussenalster trennt. Dann wieder durch einen kleinen Park bis zu einer Strassenkreuzung. Auf der anderen Seite geht es wieder in einen Park. Der Strassenlärm dringt nur gedämpft an mein Ohr. Am Ende des Parks geht es mittels einer Fussgängerbrücke über eine vielbefahrene Strasse. Und dann ist dort auch schon die Eisbude.

Mit dem dritten Park, also der zwischen der Kreuzung und der Brücke, hat es etwas auf sich: Seit zig Jahren dient dieser Bereich, bei Insidern BAT-Park genannt, für den schnellen Sex zwischen Männern, also als cruising area. Die Randvegetation ist nämlich ziemlich dicht, so dass man bei seinen Unternehmungen nicht unbedingt beobachtet werden kann. Andererseits ist es so licht, dass man sich dort aufhalten kann um gewollt gesehen zu werden, mit anderen Worten, um interessierte Interessenten anzulocken.

Nun könnte der geneigte Leser denken, ich würde absichtlich diesen Weg zur Eisbude meines Vertrauens benutzen. Nein, so ist es nicht. Es ist eben der kürzeste und aufgrund der Vegetation auch der schönste Weg. Nebenbei bekommt man ungebetene – oder doch erwartete? – Einblicke in das Balzverhalten sexsuchender Männer. Auch in einer Partnerschaft lebende Anzugträger habe ich dort in der Mittagspause schon gesehen.

Auf dem Rückweg ins Büro setzte ich mich in eben diesem Bereich auf eine Bank um in Ruhe mein Eis auszulöffeln. Prompt erschien jemand, der sich neben mich setzte, den ich aber ignorierte. Aus den Augenwinkeln konnte ich erkennen, dass er sich irgendwie schräg mir zugewandt platziert hatte. Ich löffelte mein Eis aus und ging weiter meines Weges ins Büro.

Währenddessen ging mir durch den Kopf, was für arme Seelen es doch sind, die sich ihren Sex im Park suchen bzw. suchen müssen. Meistens sind es ältere Männer, so wie ich und älter. Und ich dachte so für mich: Hoffentlich komme ich nie nie in die Situation, mich in Parks rumtreiben zu müssen um mit heruntergelassener Hose mit fremden Männern meine Lust zu befriedigen.

Dima Bilan – Suchanfragen

Dima Bilan muss durch den ESC von heute auf morgen ein ungeheures Interesse erweckt haben. Allein am heutigen Tag bis 19.00 Uhr sind auf meinem Blog 73 Anfragen über diverse Suchmaschinen nach Dima Bilan eingegangen, hauptsächlich über Google.

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Scheinbar hat er eine grosse Fangemeinde. Und natürlich gibt es auch Bilder von ihm im Internet, die ihn fast ganz nackt zeigen. Man sieht zwar nicht alles, aber er versteckt auch nicht alles: hier.

Wie es aussieht, ist er untenrum rasiert, zumindest sind die Haare gestutzt. Dies ist zurzeit ein Thema beim Tellerdreher.

Geschmacksfrage

Der 53. Eurovison Song Contest ist vorbei, für Deutschland wird er in die Geschichte eingehen als der, mit dem Deutschland auf den letzten Platz verwiesen wurde. Viele Weblogs, überwiegend schwule Weblogs, beschäftigen sich mit dem ESC an sich und mit den No Angels. Sie hier alle aufzuführen würde den Rahmen sprengen.

Interessant finde ich die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, ausgewiesen durch private Abstimmungen oder Kommentare. Das Musikangebot ist bei so vielen Teilnehmern natürlich sehr vielfältig. Und es gibt kaum ein Land, dass nicht von irgendwem bevorzugt worden ist und von dem andere sagen, dass es der Beitrag total daneben war.

Natürlich wird auch wieder über die Stimmvergabepraxis diskutiert. Wie jeder weiss, sieht es immer so aus, als würden Länder aus gleichen Regionen sich gegenseitig die Stimmen zuschieben. Ich habe zwei Weblogs entdeckt, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben. Es sind dies Oskar Welzl und Stefan Niggemeier. Wie es scheint, ist die Sache mit den Gefälligkeitspunkten damit weitgehend vom Tisch.

Mögen manche Leute über uns lächeln und überhaupt gar kein Verständnis dafür haben, dass Deutschland sich noch am ESC beteiligt – der Eurovision Song Contest ist eine Veranstaltung, auf die ich mich jedes Jahr wieder freue. Das ist eben auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

six oder one?

Bei meinen Runden durch das www schau ich mir auch gern auch Männer an, mal mehr – mal weniger bekleidet. Da bleibt es nicht aus, dass mich auch Männer auf den Bildschirm geraten, die ich nicht so attraktiv finde. Bei anderen dagegen läuft mir doch schon mal das Wasser im Mund zusammen. Allerdings kann dem besten und schönsten Mann, den ich nämlich hier zu Hause habe, keiner das Wasser reichen.

Wenn ich mir so die verschiedenen Typen ansehe, komme ich immer wieder zu dem Ergebnis, dass für mich Männer mit einem sixpack total unattraktiv sind, da kann das dazugehörige Gesicht noch so interessant sein. Wenn ich mir vorstelle, dass meine Hand über diese Gnuppel streicht – da werde ich ja seekrank. Diese Unebenheiten auf einem Männerkörper sind nicht mein Schönheitsideal.

Aber wenn meine Augen ein onepack erblicken, schön eben und ohne störendes Kopfsteinpflaster, dann finde ich das sehr erotisch. Die Hand könnte über die Rundungen hinweggleiten, ohne dass sie an Ecken und Kanten hängenbleibt, einfach lecker!

Wer mag kann ja mal seine kundtun, was er – natürlich auch sie – lieber mag.

Dumm f***t gut

Aus dem Profil eines Suchenden in einem schwulen Kontakt- und Kommunikationsforum:

„Wenn du was Wissen willst denn Frag einfach“
und
„Ich Lese gerne und fahr viel mit inliner durch die gegend,sonst tue ich noch Tauchen.“

Die Schreibweise wurde im Original aus dem Profil entnommen. Der Typ muss es wohl besonders gut können.

albern

Auf persönlichen Webseiten sowie in einschlägigen Foren sieht man immer wieder männliche Wesen oder solche, die es sein wollen, die sich – nach meinem Geschmack – in völlig albernen Posen präsentieren: Sie ziehen sich das T-Shirt über den Kopf zürück, dass es sozusagen mit dem Nacken gehalten wird und ihre Hühnerbrust freigelegt ist.

Ich weiss nicht, was die daran finden. Wie gesagt, ich finde es albern und total uncool und unsexy. Mich turnt sowas eher ab, da kann der Kerl, der da drin steckt, noch so gut aussehen. Aber es muss ja wohl Typen geben, die auf sowas stehen.