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Birdwatching


Seit einer Woche steht das Futterhäuschen wieder auf der Terrasse – und die Katzen haben Stubenarrest. Na ja, 1 x am Tag dürfen sie raus wenn wir im Wintergarten unseren Espresso oder ein sonstiges koffeinhaltiges Heißgetränk genießen.

Langweilig wird es Glinda und Elphie nicht. Sie beobachten die Vögel, die sich Futter holen oder in der Vogeltränke ein Schlückchen nehmen. Dann geben sie Geräusche von sich, die sich anhören, als würden sie kleffen. Und natürlich schlagen die Schwänze ganz aufgeregt. Dieses Kleffen machen Katzen, wenn sie eine potentielle Beute sehen, aber nicht herankommen. Man lernt ja so einiges, wenn man Katzen, oder auch andere Haustiere, hält.

Katze im Karton


Katzen lieben Kartons. Sobald eine neue Sendung angekommen ist, wir sie eingehnd beschnuppet und inspiziert, erstmal äußerlich. Sobald der Karton geöffnet wurde, steigt eine Katze in den Karton hinein, egal, ob der Inhalt schon entfernt wurde oder noch drin ist. Meistens ist es so, dass die Katzen das Interesse am Karton nach wenigen Tagen verlieren – bis ein neuer Karton da ist.

Wusstet ihr, das Amazon von Katzen gegründet wurde? Nein? Weil sie dann oft einen neuen Karton zur Verfügung haben.

Elphie hat einen neuen Lieblingskarton. Sie benutzt ihn sehr gern als Schlafstatt. Das Katzenbett steht im Wohnzimmer herum (was tut man nicht alles für sein Haustier), auch wenn es nicht sehr aufgeräumt aussieht. Aber für unsere beiden Katzen tun wir fast alles.

Wir wissen gar nicht mehr, was uns in dem Karton geliefert worden ist. Egal, hauptsache die Katze hat Spaß damit. Und das hat Elphie, sonst würde sie nicht da liegen und grinsen.

Kuschelkatzen


Katzen schlafen ja etwa 13 – 16 Stunden am Tag. Ich könnte stundenlang dabei zuschauen. Na ja, irgendwann muss ich ja auch mal schlafen. Da Schatz an seinen Arbeitstagen schon recht früh aufstehen muss, für andere Menschen ist das noch mitten in der Nacht, geht bei uns spätestens um halbzehn abends das Licht aus. Und dann ist wirklich „Ruhe im Karton“, die beiden Süßen stören uns nicht, sie sind sooooo pflegeleicht.

Platz da!


Ich will hier jetzt entspannt liegen, meine Ruhe haben und schlafen!

Glinda liegt und schläft sehr gern bei mir am Computer. Sie springt auf den Tisch, schmeißt sich dahin, ohne Rücksicht auf Verluste. Der Monitor wird mit den Hinterbeinen weggeschoben, und dann erwartet sie ein paar Knuddels bevor ihr die Augen zufallen. Ich habe hier zum Glück viel Platz auf dem Tisch.

So süß!


All die Katzenhaare, die durch die Wohnung fliegen, sich zu Büscheln auf dem Boden zusammenrotten und dann durch leichten Zugwind durch die Wohnung wuseln, sind vergessen, wenn sich Glinda zu mir legt und sich knuddeln lässt. Manchmal reicht das Vorbeigehen schon, um einen leichten Wind zu erzeugen, und schon sammeln sich noch mehr Haare an einem Büschel. Der Akkusauger ist mehrmals am Tag im Dienst und versucht, der Haarflut Herr zu werden, vergebens.

Ich schrieb ja vor ein paar Tagen schon über Katzenhaare, ob es sinnvoll wäre, für das Bett eine Tagesdecke anzuschaffen. Aber die müsste ja auch täglich enthaart werden. Katzenhaare haben die Eigenschaft, sich an Kleidung und andere Textilien zu heften. Ausschütteln aus dem Fenster, lieber auf der Terrasse, wäre wenig hilfreich. Und das Ding täglich in den Wäschetrockner zu stecken und durchzulüften, wäre mit der Zeit zu teuer.

Bernd hat vor ein paar Monaten eine Tierhaarrolle entdeckt. Das Ding ist wirklich gut. Das Sofa, die Stühle, Gartenstuhlauflagen, lassen sich damit sehr gut enthaaren. Und natürlich auch die Bettdecke.

Seit die Katze das Bett zum Ruhen, und auch zum Toben, entdeckt haben, wird also an jedem Abend vor dem Schlafengehen die Bettdecke enthaart. Das Ergebnis ist beachtlich.

Warum Katzenhaare in der Masse immer grau sind, ist mir ein Rätsel. Auch die Haare, die wir aus der Katzenbürste klauben, sind immer grau. Sehr merkwürdig.

Eine Tagesdecke?


Früher war es üblich, dass die Betten tagsüber mit einer Tagesdecke abgedeckt wurden. Ich habe mir damals keine Gedanken darüber gemacht, warum das so war, aber das gehörte so, so meine Wahrnehming. Aber warum? Man hat doch nicht im Schlafzimmer gewohnt. Die Plumeaus und Pfühle mussten nicht versteckt werden. Es wurden ja auch keine Gäste im Schlafzimmer empfangen. Aber das möchte ich jetzt nicht weiter eruieren (ach was bin ich heute gebildet).

Seit ein paar Tagen haben die Katzen unser Bett als Schlafstatt entdeckt. Mal zu zweit, mal allein. Sieht ja auch süß auch, wenn da so ein Fellknäul auf dem Bett ruht. Der Nachteil: Unsere 2 haaren. Sie haaren wie verrückt. Und der Bezug ist gierig danach, Katzenhaare zu speichern. Vor dem Schlafengehen wird also jedes Mal die Bettdecke enthaart. Dafür haben wir eine sehr effektive Rolle. Das Ding ist wirklich toll.

Nun hatte ich die Idee, das Schlafengehen zu vereinfachen. Einfach eine Tagesdecke, möglichst ein Motiv mit Schiffen (nicht eine Tagesdecke zum Einschiffen), darüber legen. Mein Mann rollte mit den Augen als ich ihm dem Vorschlag unterbreitete. Der war ich nicht wirklich ernst gemeint, also der Vorschlag. Meinen Mann nehme ich schon ernst.

Meine Großeltern hatten einen Kater, schwarz mit einem weißen Lätzchen und weißen Pfoten. Petschi hieß der. Und im Schlafzimmer meiner Großeltern gab es auch eine Tagesdecke, irgendwas mit Ranken und Blümchen, wir hatten ja nichts. Aber Petschi scherte sich einen Dreck um die Tagesdecke. Er lag nicht auf der Decke. Er kroch lieber unter die Decke und lag dann direkt auf dem Federbett. Über der Tagesdedecke wölbte sich dann eine Beule weil der Kater nämlich unter der Decke lag.

Also such ich gar nicht erst nach einer Tagesdecke mit einem maritimen Motiv. Die Katze tut eh was sie will, ob mit oder ohne Tagesdecke.

Aufmerksamkeit erregen


Glinda weiß, wie sie Aufmerksamkeit bekommt, und natürlich eine große Prise Knuddels. Erst wirft sich sich auf den Tisch zwischen Tastatur und Monitor. Dann muss ich erstmal schützend meine Hände über die Tastatur halten. Das Emailprogramm steht inzwischen eh auf einem unbedeutenden Account. Glinda hat es nämlich schon geschafft, Emails unwiderruflich zu löschen, die waren nämlich auch nicht mehr im Papierkorb. Am besten ist es, wenn ich den Monitor auch sofort ausschalte. Dann besteht nicht die Gefahr, dass alle Einstellungen verändert werden, die ich erst nach mühsamer Suche, wie ich das machen muss, wieder in den Originalzustand setzen kann.

Heute hat sich Glinda auf meinen Schoß gelegt, wie sie es noch nie gemacht hat. Die Stellung ist zwar nicht ungewöhnlich, manchmal schläft sie so hinter dem Monitor. Ich habe hier zum Glück genügend Platz, um Tastatur und Monitor, den Ansprüchen der Katzen entsprechend, hin- und herzuschieben. Dass Glinda sich aber so bei mir hinlegt und ihre Knuddeleinheiten einfordert, das ist nun ganz neu. Während ich dann über ihren Bauch schubberte, schnurrte sie genießerisch.

Von einer Sekunde auf die andere war der Spaß vorbei. Glinda wühlte sich in Position um auf den Boden zu springen und verschwand irgendwo in den Tiefen der Wohnung.

Kuschelkatze


Ein Jahr sind Elphie und Glinda jetzt bei uns. In dieser Zeit haben sie ihr Verhalten ständig verändert.

Elphie kommt morgens ins Bett wenn Bernd schon früh die Wohnung verlässt und zur Arbeit fährt. Sie kuschelt sich dann an meinen Arm oder an meine Beine. Während des Tages hält sie Distanz, legt sich aber gern auf den Rücken damit man sie kräftig durchknuddeln kann.

Glinda sucht tagsüber körperliche Nähe. Wenn ich am Arbeitsplatz sitze und das Internet leerlese, legt sie sich auf den Tisch, möglichst auf die Tastatur. Ihre Vorderpfoten stützt sie dann auf meinem Bauch ab und ich bekomme dann eine Milchtrittmassage. Durch das dünne T-Shirt piekt das dann auf der empfindlichen Haut. Aber ich lass sie machen, das ist so süß.

Seit neuestem legt sie sich danach auf meinen Schoß, rollt sich ein und schläft. Tja, da kann man nichts machen, ruhende Katzen soll man ja nicht stören, selbst wenn die Erde im Chaos versinkt. Ralph Ruthe hat das genial dargestellt.

Kuschelbauch


Jeden Morgen die gleiche Aktion: Glinda vereinnahmt mich mit Haut und Haaren. Sie springt auf den Arbeitstisch, verschiebt den Monitor, legt sich auf die Tastatur, wälzt sich auf den Rücken damit sich sie knuddeln kann, kneift mit ihren kleinen scharfen Zähnen in meinen Daumen, kuschelt sich an meinen Bauch. Das Ergebnis dieser Kuschelsession ist dann ein behaartes Shirt.

Wenn sie genug bekuschelt wurde, haut sie entweder einfach ab oder sie legt sich hier auf den Tisch, fällt einfach um und schläft. Heute ist sie vom Arbeitstisch gesprungen und liegt jetzt wohl im Wohnzimmer oder auf dem Küchenschrank.

Vorher hat sie noch ein Geschenk ins Bett gelegt.

Mutig und neugierig


Unsere Nachbarn sind im Urlaub und ich habe die wichtige Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Pflanzen auf der Dachterrasse genügend Wasser bekommen. Jeweils morgens und abends muss ich dafür kurz auf eine Taste des Bewässerungssystems drücken. Die Wohnungstüren beider Wohnungen liegen nicht nebeneinander sondern befinden sich genau gegenüber.

Wenn ich dann kurz unsere Wohnung verlasse, lass beide Wohnungstüren ganz weit offen, während ich kurz auf die Dachterrasse gehe und die Bewässerung starte. Als ich vor ein paar Tagen die Terrasse verliess und die Wohnung betrat, stand Glinda im Treppenhaus und schaute in die fremde Wohnung. Am nächsten Tag hatte sie es sogar gewagt, ein paar Schritte in die Wohnung hineinzugehen. Am 3. Tag nahm ich mein Handy mit rüber und machte ein Foto.

Heute war Elphie Glinda in die Wohnung gefolgt. Die Nachbarn kommen morgen aus dem Urlaub zurück. Könnte sonst sein, dass die 2 demnächst die ganze Wohnung inspizieren.