Ich kann gar nicht so viel Wein trinken wie ich Scheisse sehe und lese!
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Ich hab mal umgeschaltet

Ich bin ja bekennender Instagramnutzer, auch wenn ich da nicht wirklich aktiv bin im Sinne von mich selbst in Szene zu setzen oder die Leute zu informieren, was ich plane und was ich mache und was ich vor 2 Jahren getan habe. Ich bin da eher der stille Gucker.
Bei Instagram ist es ja so, dass mir Themen vorgeschlagen werden, wenn ich mal interesshalber z.B. Garteninhalte angeklickt habe. Dann werden mir dauernd Nutzer vorgeschlagen, die Gartenfotos oder Gartentipps veröffenlicht haben, besonders, wenn ich noch einem Foto ein „like“ verpasst oder einen Kommentar dazu geschrieben habe. Algorithmus nennt man das wohl.
Bei Instagram gibt es auch viele Menschen, die sich politisch engagieren und mit denen ich einer Meinung bin. Sie verbreiten Erkenntnisse von Instutionen, die sich mit der Politik der Alternative für Dumme (AfD) und der Regierung auseinandersetzen. Wenn ich dem, was ich da lese, zustimmen kann, verbreite ich das weiter, meistens über die sogenannte „Story“. Inhalte einer Story sind 24 Stunden zu sehen. Viel kann man ja als einzelner Bürger nicht tun, um meine Mitmenschen vor der AfD und vor der CDU zu warnen. Die Stories sind meine Möglichkeiten, zu versuchen, die Leute aufzurütteln. Einige derer, die mir auf Instagram folgen, verbreiten das dann weiter, d.h. der Kreis wird immer etwas grösser. Ob es die Leute erreicht, die es erreichen soll, weiss man natürlich nicht.
Inzwischen wurde mir das einfach zuviel, was Instagram mir da anbietet. Und da dachte ich, ich such mir ein anderes Angebot. Katzen, ja, Katzen gehen immer. Seit gestern hab ich verstärkt auf Katzenfotos und -videos umgeschaltet und „geliked“. Und siehe da, mir wird nun viel Katzeninhalt angzeigt. Es ist ja so beruhigend, süsse Katzen anzuschauen. Das beruhigt und senkt sicher auch den Blutdruck. Politik regt einen derzeit nur auf.
Verpflichtendes Dienstjahr für Rentner?
Der Präsident des Deutschen Insituts für Wirschaftsforschung fordert ein verpflichtendes Dienstjahr für Rentner. Der Mann hat nicht mehr alle Latten am Zaun, der ist „betupft“. Was soll der Scheiss? Ich habe bereits 18 Monate verpflichtenden Wehrdienst geleistet. Ich zahle Steuern auf meine Rente, werde zu Krankenkassen- und Pflegekassenbeiträgen veranlagt. Wer weiss, was noch auf mich zukommt.
Aber jetzt das? Hallo Herr Fratzscher, geht’s noch?! Er verlangt mehr Solidarität der Alten mit den Jungen! Soll ich als Rentner meinen pflegebedürftigen Mitrentnern das Essen im Pflegeheim servieren? Soll ich als „Opticker“ die Strassen sauber halten? Ich bin 1967 mit der Ausbildung zum Reedereikaufmann in das Berufsleben eingestiegen und mit 65 Jahren 2015 „verrentet“ worden, d.h. ich habe 48(!) Jahre gearbeitet, davon 1-1/2 Jahre „gedient“, und in die Sozialkassen eingezahlt.
Herr Fratzscher, was haben sie geleistet? Sie wurden 1971 geboren und beendeten ihr Studium 1996, da waren sie bereits 25 Jahre alt und haben bis dahin ihren Eltern, die nicht gerade mittellos waren und/oder dem Staat auf der Tasche gelegen. Und Sie Nichtsnutz, der keine Ahnung davon hat, wie ich in den 50er/60er Jahren, den Nachkriegsjahren, aufgewachsen bin, wollen heute den Rentnern verpflichtende Zusatzarbeit aufbrummen? Das ist ein Skandal! Und damit treiben sie die Rentner in die Arme der AfD!
Musik am Hafen

Gestern Abend war das siebte Konzert der Reihe Musik am Hafen in der kleinen Stadt an der Elbe. Da die Hafenterrassen fast vor unserer Haustürliegen und Schatz diese Woche noch Urlaub hat, entschlossen wir uns, die paar Schritte runter zum Hafen zu gehen und mal zu gucken und zu hören. Eigentlich hatten wir beide keine rechte Lust. Aber wir wollten uns auch nicht ärgern, zu Hause geblieben zu sein wenn mitreissende Klänge in unsere Wohnung schweben würden.
Kurz vor dem Start um 19 Uhr machten wir uns auf den Weg. Die Sitzterrassen waren schon proppevoll. Stehplätze findet man immer, und es steht sich auch viel angenehmer als auf den harten Stufen zu sitzen. Angekündigt war die Band „Caramel Club“ mit erstklassiger Cover-Musik. Covern kann man natürlich alles. Vielleicht ist ja was für unseren Musikgeschmack dabei.

Als das erste Lied erklang, schauten Bernd und ich uns an und zuckten mit den Schultern. Beim dritten Lied sagte Bernd, er würde sich noch zwei Stücke anhören. Das, was da auf der Bühne am Wasser gespielt wurde, nahm uns nicht mit. OK, natürlich lässt sich über Musikgeschmack streiten. Wenn aber Band und Frontsängerin und Sänger eher lustlos agieren und krampfhaft versuchen, das zahlreich erschienene Publikum mitzureissen, ist jede Mühe umsonst.

Wir verliessen unseren Stehplatz um noch ein paar Schritte weiter an die Elbe zu gehen und uns dort mit unserem Freund Holger zu unterhalten. Noch vor der Pause machten wir uns auf den Heimweig.
Heute morgen unterhielt ich mich mit einem Mitturner bei der Rückengymnastik, den wir gestern Abend mit seiner Frau getroffen hatten. Auch er war der Meinung, dass der Funke nicht übersprang.
1000 Menschen, soviele haben dort Platz, mögen anderer Meinung gewesen sein und haben ausgeharrt. Wir waren froh, dass wir nur einen Steinwurf entfernt wohnen und schnell wieder zu Hause sind.
Grillwetter

Diese Woche hat der Gatte noch Urlaub, d.h. wir können die Tage planen, ohne darauf Rücksicht nehmen zu müssen, ob er morgen in aller Früher wieder das Haus verlassen muss. Es ist einfach toll, so in den Tag hineinzuleben.
Gestern haben wir gegrillt. Nach dem Buchungsmarathon von vorgestern und gestern brauchten wir Entspannung. Bernd ist der Grillanzünder, will sagen, er ist dafür zuständig, dass die Kohle Glut entwickelt. Er hat ein neues Produkt dafür eingesetzt. Wie man sieht, hätten wir Rauchzeichen machen können. Ich glaube, man nimmt dafür ein nasses oder feuchtes Tuch. Wir kennen aber nicht das Rauchzeichenalphabet.
Durch die Rauchentwicklung sind vermutlich alle Spinnen in Büschen, Ecken und Spalten an einer Rauchvergiftung gestorben. Heute Morgen gab es nämlich keine neuen Spinnfäden quer über der Terrasse, in die man morgens hineingeraten könnte.
Wir sind ja noch „richtige“ Griller, d.h. es muss ordentlich rauchen und Feuer muss aus der Glut schlagen wenn in Stück Fleisch auf den Rost gelegt wird und das Öl hineintropft. Ein Gasgrill hat sicher auch Vorteile, z.B. dass der schnell Einsatzbereit ist. Aber wir schauen sehr gern dem Rauch zu. Dazu trinken wir schon mal den einen oder anderen Schluck Wein und naschen vom Salat.
Es gibt ja auch Feinschmecker, die auf dem Grill tolle Gerichte zaubern. Wir waren schon mal eingeladen, wo das der Fall war. Das Fleisch war superzart und schmackhaft. Aber mit dem ursprünglichen grillen hat das nach unserer Meinung nichts mehr zu tun. Wir legen Fleischstücke unserer Wahl auf den Rost, lassen die Flammen züngeln und es uns schmecken.
Dazugebucht

Gestern hatten wir unsere für das nächste Jahr geplante Mittelmeerkreuzfahrt umgebucht. Aus Sommersonne wurde Winterwonderland in Norwegen mit der Aussicht auf Nordlicht 2027.
Mein lieber Mann war sehr besorgt um mich, dass ich ein Jahr Meer aussetzen müsste und hat mir heute eine kleine Kreuzfahrt im nächsten Jahr über meinen Geburtstag vorgeschlagen. Vor 5 Jahren wollten wir ja über meinen 70. Geburtstag eine Kreuzfahrt machen, doch dann kam Corona und alles ging auf Null.
Heute haben wir also eine Reise für das nächste Jahr gebucht. Madeira ist dabei, die Blumeninsel. Ausserdem Lanzarote, die Insel mit der Mondlandschaft, auf der ich vor vielen Jahren, in einem anderen Leben, mal Urlaub gemacht habe, und dich mich sehr begeistert hat. Auf dieser Reise werden wir das in diesem Jahr indienstgestellte Schiff „Mein Schiff Relax“ kennenlernen.
Ich weiss, dass mein Schatz eher die nordeuropäischen Gefilde liebt. Es ist also ein doppeltes Zugeständnis für mich, eine zusätzliche Kreuzfahrt und eine Gegend, die ihm nicht so richtig liegt.
Mein Schatz, ich hab dich ganz doll lieb!
Krasser Unterschied

Aus Gründen mussten wir für die gebuchte Kreuzfahrt im nächsten Jahr eine Umbuchung vornehmen. Eine Umbuchung ist zwar möglich, jedoch darf die neue Reise laut AGB nicht preiswerter sein als die ursprünglich gebuchte Reise. Nach diversen Suchen auf der HP von TUICruises und mehreren Wortnachrichten mit unserem Buchungsagenten fanden wir eine Kreuzfahrt, deren Preis knapp unter dem erforderlichen Betrag liegt.
Unser Buchungsagent war dann nach mehreren Gesprächen mit TUICruises in der Lage, ein Akzept zu bekommen.
Statt 10 Tage Mittelmeer im Sommer werden es jetzt 2 Wochen Norwegen im Winter, Anfang bis Mitte März 2027, wenn bei uns schon der Frühling dreut. Dann wird dort noch Schnee liegen, aber wir haben die Chance, auch mal Nordlichter zu sehen.
Bernd ist ja eh eher der Nordland-Typ, für mich wäre eine Sommerreise angenehmer. Aber Norwegen im Winter, mit Schnee und der Chance auf Nordlichter, ist auch für mich toll und eine ganz neue Erfahrung. Wir freuen uns beide sehr.
Dicke Winterjacken, die wir seit Jahren nicht gebraucht haben, hängen im Schrank. Aber ohne Frage sind noch ein paar mehr Winterklamotten notwendig für die Reise.
Der Deutsche und sein Auto
In der EU dürfen ab 2035 keine Autos mit einem Verbrennermotor mehr zugelassen werden – und das ist auch gut so! Ola Källenius, der Chef von Mercede-Benz kritisiert diese Entscheidung. Ich zitiere aus einem Bericht bei ntv:
„Sollten dann keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden dürfen, drohe der europäische Automarkt zu kollabieren.“
„Zugleich erwartet er eine hohe Nachfrage nach Verbrennern kurz vor dem Verbot. „Das nützt dem Klima gar nichts.“
„Wir müssen einen Realitätscheck machen. Sonst fahren wir mit Vollgas gegen die Wand.“
Dazu ist folgendes zu sagen:
In Norwegen sind bereits 97 (!) % aller Neuzulassungen E-Autos.
Obwohl immer mehr Autokonzerne von ursprünglich gesetzten Zielen, keine Verbrenner mehr zu produzieren, abrücken, spricht sich der Chef von Volvo dafür aus, das Verbrenner-Aus bis 2035 NICHT zurückzunehmen. Ich kann ihm da nur zustimmen.
Die Bemerkung von Ola Källenius, dass kurz vor dem Aus die Leute bei den Verbrennern noch mal kräftig zulangen, ist Unsinn. Wer würde sich denn noch so ein rückwärts gewandtes Auto zulegen? Wir nicht, wobei unser nächstes Auto auch ein E-Auto sein wird.
Der Deutsche Autofahrer ist nach meiner Meinung marktbestimmend. Er ist konservativ, würde am liebsten, wenn es denn noch erlaubt wäre, jeden Samstag seinen Wagen vor seiner Garage mit Schwamm und Seife waschen. Das Automatikgetriebe hat sich erst ganz langsam durchgesetzt, und zwar nur deshalb, weil Mercedes und VW kein Schaltgetriebe mehr anbieten. Geht doch, warum denn nicht mit dem E-Motor?
Wir können immer noch versuchen, was für das Klima zu tun, nämlich nur noch E-Autos anbieten und ein generelles Tempolimit auf Autobahnen von 130 km/h. Aber da hat wohl die Autolobby ihre Finger im Spiel, also beim Tempolimit.
Ich will mich bewegen

Also gmeint ist damit, dass ich draussen mal ein paar Schritte mach, so ca. 5.000 sollten das schon sein. Aber was will man machen, wenn die Katze sich angekuschelt hat und schläft? Dann kann ich doch nicht einfach aufstehen. Also heisst es warten, bis Glinda aufwacht oder den Schlafplatz wechselt.
Ich habe mir wirklich vorgenommen, öfter rauszugehen. Eigentlich sollte ich das jeden Tag machen. Gestern zeigte mein Schrittzähler 5276 Schritte an. Ich war unterwegs und habe mit meiner Kamera den digitalen Zoom ausprobiert. Die Fotos sind ganz ordentlich geworden. Wahrscheinlich würden sie dem Kennerblick von Birte nicht standhalten, auch ohne Zoom nicht. Ich teste weiter und mach mich dann mal auf den Weg an die Elbe. Glinda hat nämlich den Platz gewechselt.


