Archiv der Kategorie: Allgemein

Drängeln an der Kasse

Ich mag es nicht, wenn fremde Menschen mir sehr nahe kommen, mich eventuell noch berühren. Inderaktuellensituation mag ich das schon gar nicht und ist ein absolutes Unding. Wovon rede ich:

Brav habe ich meine Ware auf das Laufbank gelegt und den Warentrenner hinter der Ware platziert. Ich warte, dass es weitergeht. Und was passiert?: Von hinter mir legt jemand seine Ware auf das Band, schiebt sie, möglichst noch vornübergebeugt, sehr nah an meinen Warentrenner heran und macht schreckliche Verrenkungen um an den nächsten Warentrenner heranzukommen. Es könnte ja dadurch etwas schneller gehen. Dabei bleibt es nicht aus, dass es zu kurzen Berührungen kommt. Jedes Mal, wenn sowas geschieht, bitte ich die hinter mir agierenden Kunden, doch bitte Abstand zu halten, und das mach ich nicht nur inderaktuellensituation.

Heute passierte die oben beschriebene Aktivität. Ich bat die Dame, doch bitte Abstand zu halten. Sie entschuldigte sich zwar, gleichzeitig musste ich mir anhören, sie wäre bereits zweimal geimpft worden. Mir fiel dazu keine bessere Erwiderung ein als zu sagen: Das weiß ich ja nicht.

Auf dem Heimweg dachte ich noch über die eben gemachte Erfahrung nach und schüttelte innerlich mit dem Kopf. Und wie das oft so ist, fiel mir auch eine viel bessere Antwort ein: Das ist kein Grund hier rumzudrängeln.

Der Neue


Der alte Grill hat viele Jahre gute Dienste geleistet. Mit der Zeit wurde er ziemlich unansehnlich. Es gäbe die Möglichkeit, einzelne Teile zu ersetzen, was dann aber auch ziemlich teuer geworden wäre. Außerdem war der sehr unhandlich zu transportieren. Er war schwer und hatte keine Rollen. Beim Angrillen im April war dann die einhellige Meinung: Ein neuer Grill muss her.

Für mich war ganz klar, dass es ein Edelstahlgrill werden müsste und Rollen zum Transportieren sollte er haben. Wer uns kennt weiß, dass wir auch auf die Optik achten. Ein Grill soll in erster Linie seine Arbeit machen, aber für uns muss er auch schick anzuschauen sein. Ziemlich schnell wurde ich im Internet fündig während der Gatte meinte, er würde nochmal schauen. Es blieb dann aber bei dem Grill, den ich gefunden hatte, dem Holzkohlegrill Premio II von Schickling, ein Schmuckstück.

Der Grill kam in Einzelteilen gut verpackt als Baukasten. Alle Teile waren mit einer Schutzfolie versehen, eine sehr gute Aufbauanleitung war auch beigefügt. In Anbetracht des zu erwartenden Grillwetters am Sonntag, bauten mein Schatz und ich das neue Teil in der vorigen Woche zusammen. Perfekt!


Gestern war dann die Grillpremiere. Als der Premio II da so jungfräulich auf der Terrasse stand, fanden wir beide es sehr schade, dass er so nie wieder aussehen würde. Ich war drauf und dran, den alten Grill wieder aus dem Keller zu holen, der war ja eh schon eingesaut. Natürlich kam das nicht in Frage. Beherzt schütte Bernd die Holzkohle hinein, er ist für das Anheizen zuständig. Unser alter Grill war ein Säulengrill mit Schornsteineffekt, die Kohle war immer sehr schnell arbeitsbereit. Der Premio II ist hat aber keine geschlossene Kohlemulde, da kommt von unten genügend Luft ran. Nachdem die gewürzten Fetapakete fertig waren, war auch die Kohle für das erste Stück Fleisch fertig.

Der schönste Grill nützt aber nichts, wenn das Ergebnis dessen, was er tun soll, nicht gut ist. Aber das war es. Wir waren überrascht, wie toll das Fleisch geworden war, auch die Wurst, die wir uns für den Schluss aufgehoben hatten, war super. Vielleicht liegt es daran, dass die Ascheauffangschale, ebenfalls aus Edelstahl, die Hitze gut reflektiert. Wir sind angemessen begeistert vom neuen Grill.

Das Ärgernis kommt dann immer am Tag darauf, nämlich dann, wenn man den Grill reinigen muss, was beim Premio II ziemlich einfach ist. Die Restasche vom Kohlebleck nahm ich mit einer Kehrschaufel auf. Auf der Ascheauffangschale lagen nur sehr wenige Rückstände, die ich mit dem Handbesen zusammenfegen konnte und dann in einer Mülltüte entsorgte. Der Grillrost besteht aus 3 einzelnen Teilen, die man bequem in die Spüle legen und dort bearbeiten kann. Danach kommen sie in die Spülmaschine.

Natürlich haben die anderen Teile des Grill jetzt Gebrauchsspuren. Aber ein Grill ist ein Gebrauchsgegenstand und kein Dekoartikel, auch wenn der Premio II ein schickes Teil ist. Leider ist die Wettervorhersage für die nächste Zeit nicht wirklich grilltauglich.

1. Dose

Heute habe ich meine erste Anticoronaimpfung bekommen. Nach dem Pieks muss man ja 15 Minuten warten bevor man gehen darf. Damit will man eventuellen Unpässlichkeiten vorbeugen. Unpässlich war ich nicht, aber es war schon merkwürdig.

Als ich da so saß und auf eventuelle Unpässlichkeiten wartete, spürte ich plötzlich ganz was anderes: Wenn ich meinen Kopf oder meine Arme bewegte, konnte ich Stimmen hören und Bilder sehen. Auch die Bewegung meiner Augen beeinflussten das, was ich bemerkte. Plötzlich konnte ich meinen Lieblingsradiosender hören, nicht aus irgendeinem Lautsprecher im Warteraum, nein, das Radio war in mir drin. Eine andere Bewegung meiner Körperteile startete plötzlich einen Browser vor meinen Augen und ich konnte im Internet surfen und Blogs lesen. Es war ein heilloses Durcheinander in mir.

Auf dem Heimweg setzten sich diese Wahrnehmungen fort und ich versuchte, mich sehr kontrolliert vorwärts zu bewegen. Die erstaunten Blicke der Passanten, die mir begegneten, versuchte ich zu ignorieren. Zum Glück war ich zu Fuß unterwegs. Hätte ich einen Wagen gehabt, unser Impfzentrum liegt ca. 30 Gehminuten von unserer Wohnung entfert, hätte es leicht zu einem Unfall kommen können.

Zum Glück ist jetzt Wochenende und ich kann versuchen, meine Bewegungen in den Griff zu bekommen, vielleicht kann ich damit auch alles ausschalten, wie soll ich sonst schlafen? Ich vermute, man hat mir einen Chip von Bill Gates eingespritzt, der sogleich seinen vorgesehenen Platz in meinem Gehirn gefunden hat.

Im Juni bekomme ich die 2. Impfung. Wer weiß, was ich da gespritzt bekomme. Vielleicht den zentrifugierten Extrakt enführter und in tiefen Gewölben unter der Erde gefangengehaltener Kinder und ich werden dann ein Teil der Weltherrschaft.

Die Zeiten ändern sich

Früher, als ich in den 60er Jahren des vorigen Jahrunderts in der Ausbildung war, hatte ich u.a. die Aufgabe, die eingehende Post zu öffnen und zu sortieren. Und da kam was zusammen, 2 x am Tag leerte unser Bote das Postfach.

Neben der normalen Schiffs- und Geschäftspost fanden sich immer wieder Briefe von Menschen an, die angeblich irgendwo im finstersten Afrika wohnten und zu einem dubiosen Vermögen gekommen sind, welches sie nun aus Afrika herausbekommen wollten. Die Leute hatten angeblich geerbt und/oder waren sterbenskrank, jedenfalls versuchten sie, die Firma, in der ich tätig war, dazu zubewegen, Kontakt aufzunehmen damit das Vermögen, meist im hohen 6-stelligen Bereich, außer landes gebracht werden konnte, nicht ohne einen erheblichen Anteil an dem Vermögen dem Empfänger des Schreibens zu versprechen. Ich hatte die Genehmigung, Ansinnen dieser Art im Ablagefach 17 (Papierkorb) zu entsorgen.

Viele Jahre später hatte ich einen Computer und eine Emailadresse. Und sie da, statt das Vermögen in Briefen anzubieten, geschah das jetzt per Email. Lange habe ich sowas nicht mehr bekommen. Heute erreichte mich die nachfolgende Nachricht über Instagram. Auf Gottes Segen verzichte ich gern. Soll die Dame doch sehen, wo sie mit dem Geld abbleibt.

Ich habe übrigens mal darüber gelesen, dass man bei einer Kontaktaufnahme geben wird, ein Konto einzurichten und darauf eine nicht unerhebliche Summe einzuzahlen, natürlich mit einer Vollmacht für den Erblasser. Dann soll man sich ein Flugticket kaufen um persönlich vor Ort das Geschäft abzuwickeln. In Afrika ist natürlich niemand anzutreffen und das vorher eingezahlte Geld ist auch futsch. Wer aus so einen Schmarrn reinfällt, allein aus Geldgier, ist selbst schuld.

Hallo !
Ich heiße Frau CHUDEJOVA.
Ich bin deutscher Staatsangehörigkeit und wohne in Frankreich.
Ich musste humanitären Unternehmen eine Vielzahl von Geschenken machen, aber ich glaube, dass die Führer von Verbänden reicher werden, ohne den Armen zu helfen, als sie brauchen, aber meine Mission ist es, den Armen zu helfen, vor meinem Tod die Gnade Gottes zu haben. Leider kann ich es wegen Kehlkopfkrebs nicht mehr alleine machen. Ich kann wegen meiner sehr kritischen Gesundheit nicht lange überleben. Meine Mission ist es, Menschen zu helfen, die im Gegenzug mit meinem Vermögen von 483.000 Euro den Armen helfen können. Wenn ich auf Ihr Profil gestoßen bin, weiß ich, dass es kein Zufall ist, es ist Gottes Plan.
Bitte kontaktieren Sie mich unter dieser E-Mail für eine ehrliche und faire Diskussion, die es mir ermöglichen kann, weitere Details anzugeben.
Hier ist meine E-Mail: mariechudejova4@gmail.com

Bitte schreibe mir.
Gott segne dich!

Erfahrungen mit dem Duschbrocken


Seit Anfang März duschte ich mit Toni Zitroni, ein leckerer kleiner Brocken. Anfangs war es gewöhnungsbedürftig, mit Duschsseife statt mit Duschgel zu duschen. Manchmal muss ich immer noch überlegen, wie ich das jetzt bewerkstelligen soll. Jahrzehntelanger Gebrauch von Duschgel lässt sich nicht von gleich auf jetzt wegwaschen.

Es ist erstaunlich, wieviel Schaum der Duschbrocken entwickelt. Ich reibe ihn nicht über Haar und Haut sondern zwischen den Händen. Mit dem reichlichen Schaum wasche ich mich dann hier und dort und auch da, geht wunderbar. Haare und Gesicht wasche ich zum Schluss, es brennt etwas wenn der Schaum in die Augen läuft.

Ich war gespannt, wie lange der Duschbrocken hält. Es sind bei mir etwa 6 Wochen bei 1 x täglich duschen. Ein Duschbrocken kostet knapp 8 Euro + Versandkosten. Für 55 Cent bekommt man eine Flasche Duschgel in den üblichen Drogeriemärkten. Wenn man was besseres haben möchte, zahlt man auch mehr. Ich habe mich allerdings nie darum gekümmert, wie lange so ein Fläschchen hält.

Von Toni Zitroni war ich ja angemessen begeistert, deshalb orderte ich gleich einen Toni nach. Um Versandkosten zu sparen, bestellte ich gleich Frieda Früchtchen mit. Nachdem der erste Toni den Weg aller Seifen gegangen ist, nämlich durch den Abfluss in die Kläranlage, dusche ich jetzt mit Frieda. Der Duft ist auch sehr angenehm fruchtig, hat was von Multivitaminsaft, also auch sehr appetitlich. Farblich passt Frieda perfekt in unser Badezimmer.

Toni Zitroni war ja eine Sonderedition, deshalb hatte ich ja, zusammen mit Frieda Früchtchen, noch einen nachbestellt. Wenn der sich dem Ende zuneigt, werde ich vermutlich mal Maxi Minz testen. Die der Form des Duschbrockens angepasste Seifendose ist für den häuslichen Gebrauch überflüssig, deshalb hatte ich sie auch nicht mitbestellt.

Der Isemarkt

Es verschlug mich heute in den Hamburger Stadteil Eppendorf. Unweit des Ortes, wo ich meinen Termin hatte, findet Dienstag und Freitag der Isemarkt statt, ein Wochenmarkt. Ich habe schon viel darüber gelesen, dass das angeblich Hamburgs schönster Wochenmarkt ist. Nach meinem Termin hatte ich noch Zeit und schaute mit den Isemarkt an.

Wahrlich, das ist ein toller Wochenmarkt, bei Regenwetter sogar geschützt weil er unter der stählernen Hochbahnbrücke der U-Bahn-Linie U3 stattfindet, und das auf einer Länge von ca. 600 Metern. Wenn man die Marktstände, heute sind das meistens Marktwagen, mit 2 multipliziert, hat man 1.200 Meter mit Angeboten. Wieso mal 2? Weil man durch eine Gasse geht, an der links und rechts die Waren feilgeboten werden.

Ich habe noch nie so eine Vielfalt an Angeboten gesehen wie auf dem Isemarkt. Fisch, Fleisch, Käse, Blumen, Kräuter, Gewürze, Obst, Gemüse – zum Teil sehr dekorativ arrangiert, der Isemarkt erinnert mich an Märkte, die ich im mediterranen Raum besucht habe. Sehr gern hätte ich das eine oder andere Stück Käse gekauft. Da ich aber noch einen weiteren Termin in der City von Hamburg hatte (Fadenex), wagte ich nicht, dort Käse zu kaufen. Wie man weiß, kann Käse sehr intensive Gerüche verursachen.

Der Isemarkt ist ein lohnendes Ziel für einen kleinen Besuch in Hamburg. Ich bin überzeugt, dass man dort immer was findet. Allein das Blumenangebot ist phantastisch. Ich habe dort sehr filigrane und gr0ße Sträuße gesehen – toll. Leider würde sowas von unseren Katzen auseinandergepflückt werden.

Vielleicht können wir uns ja mal aufraffen und den Isemarkt in Hamburg besuchen. Leider konnte ich keine Fotos machen. Der Markt lag größtenteils im Schatten und meine Hosentaschenkamera für gute Aufnahmen hatte ich nicht dabei.

Pausenchat


Wenn mein Schatz Pause hat, chatten wir eine Weile per WhatsApp. Belanglose Dinge, u.a. „Was machen die Katzen?“ – „Wie waren die Straßen?“ – „Kannst du auf dem Heimweg noch kurz was einkaufen?“ Ich benutze übrigens die Webversion von WhatsApp auf dem Rechner.

Heute hatte sich Glinda kurz vorher auf der Tastatur breitgemacht. Mehrmals hatte ich vorsichtig versucht, sie anders hinzulegen. Zwischen der Tastatur und dem Monitor ist reichlich Platz. Aber nein, sie hatte sich die Tastatur als Kissen auserkoren. Egal, wie ich Glinda hinlegte, sie war nicht dazu zu bewegen, mir die Tastatur zu überlassen.

Im vorigen Sommer hatte ich mir für den Gebrauch auf der Terrasse ein Blauzahnkeyboard gekauft. Der alte Mann mit seinen Wurstfingern hasst es, auf dem Tablet, schlimmer noch auf dem Handy, rumzutippen. Schließlich habe ich vor Generationen mal „zehnfingerblind“ gelernt und das funktioniert auf den elektronischen Geräten nicht. Schnell verband ich das Handy mit der Tastatur und konnte dann meinem Schatz die Pause verkürzen. Und Glinda konnte derweil ungestört weiterschlafen.

Regentropfen,

die an dein Fenster klopfen …
Kennt noch jemand diesen Schlager? Wenn man dem Text weiter folgt, hört sich das kuschelig und gemütlich an.

Bei uns im Norden klopft der Regen nicht ans Fenster. Meist prasseln die Tropfen gegen die Scheiben. Einen Tango kann man danach jedenfalls nicht tanzen. Kann von euch jemand Tango tanzen? Ich habe Tango in der Tanzschule gelernt, in den 60ern des vorigen Jahrhunderts. Vielleicht krieg ich die Schritte sogar noch hin.

Aber ich schweife ab, ich wollte nicht vom Tango erzählen, und vom Regen nur unterschwellig. Heute war nämlich der Fensterputzer da. Das erste Mal seit 14 Jahren haben wir einen Fensterputzer engagiert. 10 bodentiefe Glaselemente inkl. 2 Türen zur Terrasse kann man ja noch gut bewerkstelligen. Aber bei 6 bodentiefen Fenstern muss man sich, im wahrsten Sinn des Wortes, ganz schön weit aus dem Fenster lehnen um ein passables Ergebnis zu bekommen. Also blieb das Fensterputzen immer ein Stiefkind bei uns, es ist mühsam. Und aus dem Fenster fallen möchte man ja auch nicht. Also entschieden wir uns für einen Fensterputzer.

Der kam heute mit einem Helferlein. Und zackzack waren alle Fenster, insgesamt also 16, von innen und außen geputzt, in 40 Minuten! Aber wie das so ist wenn man Fenster putzt, die Hausfrau wird es kennen: Es regnet anschließend. Als Hausfrau kann man entscheiden, erstmal nur innen zu putzen, außen mach ich dann morgen oder übermorgen oder nächste Woche, wenn das Wetter besser ist. Aber der Fensterputzer war bestellt, der erscheint und putzt, ob es regnet oder schneit oder ob die Sonne scheint. Irgendwas ist ja immer.