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Auftakt

Traditionell läutet das Strassenfest an der Langen Reihe die Saison der Hamburger Strassenfeste ein. Und traditionell wird dieses Strassenfest vom Regen begleitet. Wer also, wie z.B. in diesem Jahr Sabine, Ende April der schönsten Stadt der Welt einen Besuch abstatten will, sollte sich rechtzeitig im Veranstaltungskalender informieren, wann das Lange-Reihe-Fest stattfindet. An diesem Wochenende sollte man tunlichst einen Besuch in Hamburg vermeiden. Und so haben wir auch gestern einigen lieben Leuten geraten, lieber zu Hause in Wismar oder in Big Aspe zu bleiben.

Aber was macht der schwule Hamburger wenn Lange-Reihe-Fest ist und es regnet? Er geht trotzdem. So auch wir, man könnte ja was versäumen. Und so machten wir uns gegen 18.00 Uhr auf den Weg.

Gleich am Anfang der Strasse war die „schwule Ecke“ mit drei Bierständen von schwulen Bars und einer kleinen Bühne, auf der gerade der Stargast des Abends, Peter Sebastian, deutsche Schlager zum Besten gab, gefolgt von einer Transenshow. Zum Glück konnten wir die Shows von unserem Platz beim „Willi’s“ nur hören.

Nach zwei Stunden und drei Alsterwasser war uns es uns trotz der warmen Atmosphäre zu kalt und wir machten uns auf den Heimweg. Während unseres Weges über das Strassenfest stellten wir fest, dass nur wenige Besucher dort waren, obwohl der Regen mittlerweile aufgehört hatte. Die meisten Besucher hatten sich tatsächlich rund um die drei schwulen Bierstände aufgehalten.

Ich wollte nur mal eben …

.. den Spülkasten für das WC austauschen. Der alte Kasten war seit längerem undicht. Ich hatte zwar schon mal eine Dichtung erneuert, was aber nicht erfolgreich war. Da Wasser nun mal teuer ist und wegen der Abwassergebühren doppelt bezahl werden muss, musste ein neuer Spülkasten her. Vom Vermieter bekam ich grünes Licht für die Aktion.

Im Baumarkt meines Vertrauens wurden wir fündig, sogar vermieterfreundlich zu einem Preis von Eur 14,99. Optisch gefiel uns das Ding auch, und so landete es im Einkaufswagen und wenige Augenblicke später wir damit an der Kasse.

Heute Morgen wollte ich die Spülkästen austauschen. Erst mal das Wasser abgestellt, dann den alten Kasten entleert und abmontiert. Bis hier ging alles problemlos und schnell, ist ja alles genormt – dachte ich. Und dann begannen auch schon die Schwierigkeiten:
Die Position des Wassereinlaufs am neuen Kasten war wenige Milimeter anders als am alten. Das alte Zulaufröhrchen passte nicht mehr. Das dem neuen Kasten beigelegte Röhrchen hätte gekürzt und gebogen werden müssen. Wer schon mal Kupfer gebogen hat weiss, dass das nur bedingt machbar ist und sehr schnell bricht. Ein Flexschlauch musste her
Der alte Wasserablauf passte auch nicht mehr. Die neue Verbindung zwischen Kasten und WC musste angepasst werden, und zwar mittels einer feinen Säge, die ich nicht besass.
Einzig die Aufhängung war identisch und ich musste keine neuen Löcher bohren.

Also machten wir uns auf zu OBI, eine Säge und einen Flexschlauch zu kaufen. Zurück daheim war der Kasten auch recht schnell aufgehängt. Es sieht zwar mit dem Metallschlauch nicht mehr so schick aus wie vorher. Auch der Wasserkasten ist nicht ganz so toll, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber was soll’s – wir werden hier ja nicht mehr so lange wohnen.

Zum Osterausklang

Das Frühstücksei von Loriot

Er: Berta!
Sie: Ja …
Er: Das Ei ist hart!
Sie: (schweigt)
Er: Das Ei ist hart!!!
Sie: Ich habe es gehört …
Er: Wie lange hat das Ei denn gekocht?
Sie: Zu viele Eier sind gar nicht gesund!
Er: Ich meine, wie lange dieses Ei gekocht hat …?
Sie: Du willst es doch immer viereinhalb Minuten haben…
Er: Das weiß ich …
Sie: Was fragst du denn dann?
Er: Weil dieses Ei nicht viereinhalb Minuten gekocht haben kann!
Sie: Ich koche es aber jeden Morgen viereinhalb Minuten.
Er: Wieso ist es dann mal zu hart und mal zu weich?
Sie: Ich weiß es nicht … ich bin kein Huhn!
Er: Ach! … Und woher weißt du, wann das Ei gut ist?
Sie: Ich nehme es nach viereinhalb Minuten heraus, mein Gott!
Er: Nach der Uhr oder wie?
Sie: Nach Gefühl … eine Hausfrau hat das im Gefühl …
Er: Im Gefühl? Was hast du im Gefühl?
Sie: Ich habe es im Gefühl, wann das Ei weich ist …
Er: Aber es ist hart … vielleicht stimmt da mit deinem Gefühl was nicht …
Sie: Mit meinem Gefühl stimmt was nicht? Ich stehe den ganzen Tag in der Küche, mache die Wäsche, bring deine Sachen in Ordnung, mache die Wohnung gemütlich, ärgere mich mit den Kindern rum und du sagst, mit meinem Gefühl stimmt was nicht?
Er: Jaja … jaja … jaja … wenn ein Ei nach Gefühl kocht, kocht es eben nur zufällig genau viereinhalb Minuten.
Sie: Es kann dir doch ganz egal sein, ob das Ei zufällig viereinhalb Minuten kocht … Hauptsache, es kocht viereinhalb Minuten!
Er: Ich hätte nur gern ein weiches Ei und nicht ein zufällig weiches Ei! Es ist mir egal, wie lange es kocht!
Sie: Aha! Das ist dir egal … es ist dir also egal, ob ich viereinhalb Minuten in der Küche schufte!
Er: Nein – nein …
Sie: Aber es ist nicht egal … das Ei muss nämlich viereinhalb Minuten kochen …
Er: Das habe ich doch gesagt …
Sie: Aber eben hast du doch gesagt, es ist dir egal!
Er: Ich hätte nur gern ein weiches Ei …
Sie: Gott, was sind Männer primitiv!
Er: (düster vor sich hin) Ich bringe sie um … morgen bringe ich sie um!

Spielereien


Die neue Kamera bietet Aufnahmemodi für viele Gelegenheiten und Lichtverhältnisse sowie ein paar technische Spielereien, die ganz gezielt eingesetzt werden können. Wie man auf den obigen Fotos sehen kann ist es möglich, Schwarzweissaufnahmen zu machen, jedoch eine Farbe hervorzuheben.

Ich habe während der Osterfeiertage reichlich Gelegenheit, mich mit der Ausstattung der Kamera zu beschäftigen. Hoffentlich behalte ich das auch alles. Ich kann ja nicht immer 50 DIN A4-Seiten mit rumschleppen um jedes Mal, wenn ich fotografieren will, in das Handbuch zu schauen.

Osterfeuer


Osterfeuer sind eine schöne Tradtion (sicher schlagen Umweltschützer die Hände über dem Kopf zusammen). Ich liebe es, wenn es hier in der grossen Stadt Hamburg nach Rauch, nach verbranntem Holz riecht. Von allen Seiten kriecht der Geruch in die grosse Stadt. Wenn es nicht zu windig wird, und danach sieht es im Moment nicht aus, wird morgen noch morgen früh, am Ostersonntag, die Luft rauchgeschwängert sein.

Vor vielen Jahren, Oliver war noch im Kindergarten, sind wir am Abend des Ostersamstag mit einem Frachtschiff nach Stenungsund in Schweden eingelaufen. Einige Meilen fuhren wir durch die Schären. Es war dunkel, kein Wind, das Schiff, die MS Heike Lehmann glitt langsum durch das ruhige Wasser – und um uns herum brannten überall die Osterfeuer.

Am nächsten Tag waren für Oliver an Bord Ostereier versteckt. Das hatte die Ostermöwe gemacht, an Bord gibt es nämlich keinen Osterhasen. Wie soll der denn dahin kommen?

Nochmal Glück gehabt

Morgen früh um fünf Uhr beginnt auf Radio Hamburg die Übertragung der Top 817. Die Top 20 sind noch geheim. Diese Titel werden erst Montag Abend während der Sendung veröffentlicht. Alle anderen Titel sind bereits auf der Homepage des Senders veröffentlicht.

Meine Befürchtungen haben sich nicht bestätigt: Grup Tekkan mit einem der schlimmsten Songs aller Zeiten, „Wo bist du mein Sonnenlicht“, landete nicht unter den ersten 20 sondern auf Platz 105, was für meinen Geschmack noch viel zu weit vorn ist.

Freie Tage?

Fast eine Woche hat sich nichts getan bei Queerbeet. Aufgrund sehr arbeitsintensiver Tage im Büro war ich einfach nicht in der Lage, abends noch zu schreiben.

Meine neue Kamera ist inzwischen angekommen. Ich habe zwar schon ein paar Probefotos gemacht, hatte aber noch nicht den drive, mich so richtig mit der Technik der Kamera zu beschäftigen. Vielleicht kann ich mich in den nächsten Tagen ja dazu aufraffen.

So ganz werde ich auch die kommenden Tage nicht unbeschwert geniessen können. Die Osterfeiertage werden in einigen europäischen Ländern anders gehalten als bei uns in Deutschland. So wird z.B. in Holland heute gearbeitet, in Spanien wird Montag schon wieder gearbeitet. Und da unsere Schiffe europaweit im Einsatz sind, erwarte ich doch den einen oder anderen Anruf. Allein der Gedanke daran, dass ein Anfruf auf der Geschäftsleitung oder auf dem Handy kommen könnte, lässt mich nicht so richtig entspannen. Gestern hatte ich mir gewünscht, für meinen Beruf sämtliche Feiertage zu streichen. Das würde das Leben in der Schifffahrt wesentlich vereinfachen.

Das Wetter trägt auch nicht dazu bei, mich positiv zu beeinflussen. Es ist dunkel, grau und kalt und es regnet, keine Chance, in der Sonne sitzend ein wenig Energie zu tanken.

Allerdings freu ich mich auf Montag. Wir werden dann Oliver treffen und ihm endlich mal unsere zukünftige Heimat zeigen.

Blitztour

Geiz ist geil – kann aber auch teuer werden.

Anlässlich der Neueröffnung eines einschlägig bekannten Elektro- und Unterhaltungsmarktes wurden DVDs zum Sonderpreis angeboten. Ursprünglich hatten wir gar keine Lust, durch die halbe Stadt dort raus zu fahren. Doch im Laufe des Tages fühlte ich mich „unterbeschäftigt“ und so machten wir uns doch noch auf den Weg. Da ich kein Lust zum Fahren hatte, setzte Bernd sich ans Steuer.

Wegen Bauarbeiten war eine Kreuzung in unserer Nähe gesperrt und wir mussten deshalb einen Umweg machen. Später hatten wir auf einer 3-spurigen Strasse eine Schnecke auf der linke Spur vor uns. Bei nächster Gelegenheit überholte Bernd – und dann blitzte es. Erlaubt sind an dieser Stelle 50 km/h, unsere Geschwindigkeit betrug knapp unter 70 km/h. Kennt einer der Leser den Bussgeldkatalog?

Der Weg war jedenfalls nicht ganz umsonst. Wir fanden drei DVDs und eine CD. Mal sehen, wie teuer das geworden ist, wenn der Bussgeldbescheid kommt.