Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Ich wollte nur mal eben …

.. den Spülkasten für das WC austauschen. Der alte Kasten war seit längerem undicht. Ich hatte zwar schon mal eine Dichtung erneuert, was aber nicht erfolgreich war. Da Wasser nun mal teuer ist und wegen der Abwassergebühren doppelt bezahl werden muss, musste ein neuer Spülkasten her. Vom Vermieter bekam ich grünes Licht für die Aktion.

Im Baumarkt meines Vertrauens wurden wir fündig, sogar vermieterfreundlich zu einem Preis von Eur 14,99. Optisch gefiel uns das Ding auch, und so landete es im Einkaufswagen und wenige Augenblicke später wir damit an der Kasse.

Heute Morgen wollte ich die Spülkästen austauschen. Erst mal das Wasser abgestellt, dann den alten Kasten entleert und abmontiert. Bis hier ging alles problemlos und schnell, ist ja alles genormt – dachte ich. Und dann begannen auch schon die Schwierigkeiten:
Die Position des Wassereinlaufs am neuen Kasten war wenige Milimeter anders als am alten. Das alte Zulaufröhrchen passte nicht mehr. Das dem neuen Kasten beigelegte Röhrchen hätte gekürzt und gebogen werden müssen. Wer schon mal Kupfer gebogen hat weiss, dass das nur bedingt machbar ist und sehr schnell bricht. Ein Flexschlauch musste her
Der alte Wasserablauf passte auch nicht mehr. Die neue Verbindung zwischen Kasten und WC musste angepasst werden, und zwar mittels einer feinen Säge, die ich nicht besass.
Einzig die Aufhängung war identisch und ich musste keine neuen Löcher bohren.

Also machten wir uns auf zu OBI, eine Säge und einen Flexschlauch zu kaufen. Zurück daheim war der Kasten auch recht schnell aufgehängt. Es sieht zwar mit dem Metallschlauch nicht mehr so schick aus wie vorher. Auch der Wasserkasten ist nicht ganz so toll, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber was soll’s – wir werden hier ja nicht mehr so lange wohnen.

Ein Kreuz mit dem Kreuz

Wie bei SpiegelOnline berichtet wird, hat der Vatikan einen Schwulen- und Lesbengottesdienst in Augsburg untersagt, der dort seit 1999 anlässlich des CSD abgehalten wurde. Sterben denn die ewig Gestrigen nie aus? Werden denn die alten Männer im Vatikan nie ein wenig Akeptanz gegenüber Schwulen und Lesben zeigen?

Ich verstehe sowieso nicht, wie Männer, die im Zölibat leben, sich erdreisten können, über die Sexualität anderer Menschen zu entscheiden.

Eins zeigt dieses Verbot des Vatikans sehr deutlich: Die Aufgaben der weltweiten CSDs sind noch lange nicht beendet. Wir haben noch einen langen Weg vor uns bis wir so akzeptiert werden wie wir sind.

Das ging daneben

Seit voriger Woche war mir klar, dass ich mal wieder mein linkes Ohr vom HNO-Doc reinigen lassen müsste. Aber gab es da nicht was, womit man das selbst erledigen kann? Ich fragte also einen guten Freund, der Pharmazie studiert. Er riet mir, Wasserstoffperoxyd 3 % in mein Ohr zu träufeln. Nach 15 Minuten würde sich der unerwünschte Inhalt des Ohres aufgelöst haben und ein einfach herauslaufen. Ich besorgte mir also in der Apotheke besagte Flüssigkeit, dazu ein Pipettenfläschen, alles zusammen für Eur 3,20. Toll, schon mal 6,60 gespart bei Eur 10,00 Praxisgebühr.

Ich träufelte mir abends also eine Pipette von dem Zeug in den Gehörgang und legte mich auf’s Ohr, also auf das andere natürlich. Im verstopften Ohr begann es zu brodeln und zu knistern. Hoffnungsvoll wartete ich, bis die Geräusche verstummt waren und wendete dann meinen Kopf auf die andere Seite. Es kamen ein paar Tropfen Flüssigkeit zum Vorschein, aber eine Besserung des Zustands war nicht eingetreten. Nach zwei weiteren Versuchen gab ich auf.

Gestern Abend dann noch mal zwei Versuche mit dem Ergebnis, dass ich auf dem linken Ohr nun gar nichts mehr hören konnte. Das ist ein schrecklicher Zustand. Meine eigene Stimme dröhnte im Kopf wenn ich sprach. Ausserdem glaubt man gar nicht, welche Geräusche im Mund beim Essen entstehen, die man offensichtlich nur hört, wenn man sich die Ohren zuhält.

Genervt holte ich mir heute Morgen einen Termin beim HNO-Doc. Er bemerkte natürlich, dass ich Doktorspiele am Ohr vorgenommen hatte. Ich entschuldigte das mit den Worten, dass ich meiner Krankenkasse Geld sparen wollte.

Nach längstens drei Minuten war meine vorrübergehende Gehörbeeinträchtigung behoben. Der Doc erklärte mir, dass mein linkes Innenohr total unüblich nach oben gewachsen und ausserdem sehr eng sei. Es wäre sehr schwer für mich, da selbst handanlegen zu können. Fazit: Ich muss mit diesem Problem einmal jährlich meiner Krankenkasse zur Last fallen. Zehn Euro ärmer verliess ich die Praxis. Ein Rezept für Ohrentropfen hatte ich auch noch bekommen. Die Tropfen sollen meinem, durch die Eigenversuche lädierten, Gehörgang Linderung verschaffen. Für die Tropfen musste ich noch mal fünf Euro bezahlen. Mein Selbstheilungsversuch ist also in jeder Beziehung kläglich gescheitert.

Zum Osterausklang

Das Frühstücksei von Loriot

Er: Berta!
Sie: Ja …
Er: Das Ei ist hart!
Sie: (schweigt)
Er: Das Ei ist hart!!!
Sie: Ich habe es gehört …
Er: Wie lange hat das Ei denn gekocht?
Sie: Zu viele Eier sind gar nicht gesund!
Er: Ich meine, wie lange dieses Ei gekocht hat …?
Sie: Du willst es doch immer viereinhalb Minuten haben…
Er: Das weiß ich …
Sie: Was fragst du denn dann?
Er: Weil dieses Ei nicht viereinhalb Minuten gekocht haben kann!
Sie: Ich koche es aber jeden Morgen viereinhalb Minuten.
Er: Wieso ist es dann mal zu hart und mal zu weich?
Sie: Ich weiß es nicht … ich bin kein Huhn!
Er: Ach! … Und woher weißt du, wann das Ei gut ist?
Sie: Ich nehme es nach viereinhalb Minuten heraus, mein Gott!
Er: Nach der Uhr oder wie?
Sie: Nach Gefühl … eine Hausfrau hat das im Gefühl …
Er: Im Gefühl? Was hast du im Gefühl?
Sie: Ich habe es im Gefühl, wann das Ei weich ist …
Er: Aber es ist hart … vielleicht stimmt da mit deinem Gefühl was nicht …
Sie: Mit meinem Gefühl stimmt was nicht? Ich stehe den ganzen Tag in der Küche, mache die Wäsche, bring deine Sachen in Ordnung, mache die Wohnung gemütlich, ärgere mich mit den Kindern rum und du sagst, mit meinem Gefühl stimmt was nicht?
Er: Jaja … jaja … jaja … wenn ein Ei nach Gefühl kocht, kocht es eben nur zufällig genau viereinhalb Minuten.
Sie: Es kann dir doch ganz egal sein, ob das Ei zufällig viereinhalb Minuten kocht … Hauptsache, es kocht viereinhalb Minuten!
Er: Ich hätte nur gern ein weiches Ei und nicht ein zufällig weiches Ei! Es ist mir egal, wie lange es kocht!
Sie: Aha! Das ist dir egal … es ist dir also egal, ob ich viereinhalb Minuten in der Küche schufte!
Er: Nein – nein …
Sie: Aber es ist nicht egal … das Ei muss nämlich viereinhalb Minuten kochen …
Er: Das habe ich doch gesagt …
Sie: Aber eben hast du doch gesagt, es ist dir egal!
Er: Ich hätte nur gern ein weiches Ei …
Sie: Gott, was sind Männer primitiv!
Er: (düster vor sich hin) Ich bringe sie um … morgen bringe ich sie um!

Spielereien


Die neue Kamera bietet Aufnahmemodi für viele Gelegenheiten und Lichtverhältnisse sowie ein paar technische Spielereien, die ganz gezielt eingesetzt werden können. Wie man auf den obigen Fotos sehen kann ist es möglich, Schwarzweissaufnahmen zu machen, jedoch eine Farbe hervorzuheben.

Ich habe während der Osterfeiertage reichlich Gelegenheit, mich mit der Ausstattung der Kamera zu beschäftigen. Hoffentlich behalte ich das auch alles. Ich kann ja nicht immer 50 DIN A4-Seiten mit rumschleppen um jedes Mal, wenn ich fotografieren will, in das Handbuch zu schauen.

Osterfeuer


Osterfeuer sind eine schöne Tradtion (sicher schlagen Umweltschützer die Hände über dem Kopf zusammen). Ich liebe es, wenn es hier in der grossen Stadt Hamburg nach Rauch, nach verbranntem Holz riecht. Von allen Seiten kriecht der Geruch in die grosse Stadt. Wenn es nicht zu windig wird, und danach sieht es im Moment nicht aus, wird morgen noch morgen früh, am Ostersonntag, die Luft rauchgeschwängert sein.

Vor vielen Jahren, Oliver war noch im Kindergarten, sind wir am Abend des Ostersamstag mit einem Frachtschiff nach Stenungsund in Schweden eingelaufen. Einige Meilen fuhren wir durch die Schären. Es war dunkel, kein Wind, das Schiff, die MS Heike Lehmann glitt langsum durch das ruhige Wasser – und um uns herum brannten überall die Osterfeuer.

Am nächsten Tag waren für Oliver an Bord Ostereier versteckt. Das hatte die Ostermöwe gemacht, an Bord gibt es nämlich keinen Osterhasen. Wie soll der denn dahin kommen?

Nochmal Glück gehabt

Morgen früh um fünf Uhr beginnt auf Radio Hamburg die Übertragung der Top 817. Die Top 20 sind noch geheim. Diese Titel werden erst Montag Abend während der Sendung veröffentlicht. Alle anderen Titel sind bereits auf der Homepage des Senders veröffentlicht.

Meine Befürchtungen haben sich nicht bestätigt: Grup Tekkan mit einem der schlimmsten Songs aller Zeiten, „Wo bist du mein Sonnenlicht“, landete nicht unter den ersten 20 sondern auf Platz 105, was für meinen Geschmack noch viel zu weit vorn ist.

Freie Tage?

Fast eine Woche hat sich nichts getan bei Queerbeet. Aufgrund sehr arbeitsintensiver Tage im Büro war ich einfach nicht in der Lage, abends noch zu schreiben.

Meine neue Kamera ist inzwischen angekommen. Ich habe zwar schon ein paar Probefotos gemacht, hatte aber noch nicht den drive, mich so richtig mit der Technik der Kamera zu beschäftigen. Vielleicht kann ich mich in den nächsten Tagen ja dazu aufraffen.

So ganz werde ich auch die kommenden Tage nicht unbeschwert geniessen können. Die Osterfeiertage werden in einigen europäischen Ländern anders gehalten als bei uns in Deutschland. So wird z.B. in Holland heute gearbeitet, in Spanien wird Montag schon wieder gearbeitet. Und da unsere Schiffe europaweit im Einsatz sind, erwarte ich doch den einen oder anderen Anruf. Allein der Gedanke daran, dass ein Anfruf auf der Geschäftsleitung oder auf dem Handy kommen könnte, lässt mich nicht so richtig entspannen. Gestern hatte ich mir gewünscht, für meinen Beruf sämtliche Feiertage zu streichen. Das würde das Leben in der Schifffahrt wesentlich vereinfachen.

Das Wetter trägt auch nicht dazu bei, mich positiv zu beeinflussen. Es ist dunkel, grau und kalt und es regnet, keine Chance, in der Sonne sitzend ein wenig Energie zu tanken.

Allerdings freu ich mich auf Montag. Wir werden dann Oliver treffen und ihm endlich mal unsere zukünftige Heimat zeigen.