Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Vom Allerheiligen

Heute ist Allerheiligen, ein Feiertag, nein, wohl eher ein Gedenktag, der uns hier im Norden ziemlich fremd ist, sind wir doch überwiegend evangelischen Glaubens statt katholischens.

Traditionell, oder dem katholischen Ritual entsprechend, geht man an diesem Tag zu den Gräbern seiner Altvorderen, stellt eine Kerze auf, tut ganz traurig und geht wieder heim – oder so ähnlich. Und es gibt Gegenden in Deutschland und in Österreich, in denen man das halt so macht weil andernfalls die Leute ja reden könnten: Das Grab von denen von Familie X, da ist ja gar nichts! Böse böse!

Ich hatte heute vormittag einen netten Chat mit einem jungen Mann aus einer katholischen Gegend, in der heute Allerheiligen zelebriert wird. Im Laufe des Gesprächs erzählte er mir, dass seine Mutter mit 61 Jahren vor 2 Monaten gestorben sei. Die Familie geht also heute erstmal zur Kirche, anschliessend zum Friedhof zum Grab der Mutter und dann ist bei denen zu Hause auch noch Kaffeekränzchen angesagt. Er meinte dann zu mir, dass sie auf das Spektakel verzichten könnten weil sie den Tod der Mutter noch gar nicht richtit verarbeitet haben. Meine Erwiderung, dass sie es eben tun müssten und Präsenz zeigen müssen, bestätigte er auf’s kräftigste.

Ich frage mich, was für ein Glauben das ist, der die Leute mehr oder weniger dazu zwingt – wohl eher mehr – etwas zu tun, was sie im Grunde gar nicht möchten. Sie tun es nur, weil es von ihnen erwartet wird.

Zum Gedenken an meinen Vater, Großeltern, Onkel und Tanten benötige ich keinen Extratag. Ich habe mehr davon, wenn ich sie nicht vergesse weil ich in verschiedenen Situationen an sie erinnert werde. Ich muss deshalb nicht traurig tun und an deren Grab stehen.

Mein Vater hat Mitte Januar Geburstag. Mit meiner Mutter werde ich sicher zum Friedhof fahren, weil SIE es möchte. Ich habe mir vorgenommen, Grappa oder etwas anderes alkohlische mitzunehmen und Gläser und mit Mutter auf meinen Vater zu trinken (nicht auf meinem Vater!). Ich weiss, dass Vater das gutheissen und sich amüsieren würde.

In anderen Kulturen sitzen die Angehörigen an Gedenktagen auf den Gräbern und machen ein Picknick! Das finde ich viel netter, als traurig davor zu stehen.

Mehr Öl!

Auf dem Weg zu einem Termin gab es gestern Nachmittag Alarm der höchsten Stufe in unserem Wagen:
Kein Öl mehr, Kühlwassertemperatur auf 100 Grad! Und das mitten in einer einspurigen Baustelle auf der A25 – und ohne Vorwarnung des Systems, welches eigentlich eine kleine Vorwarnung geben sollte. Nun ist es ja meist so, dass immer noch etwas Öl im Motor ist. Und darauf hoffte ich. Immerhin konnte ich den Wagen noch auf dem Park+Ride-Parkplatz am S-Bahnhof Nettelnburg abstellen. Mit der nächstbesten Bahn fuhr ich zu meinem Termin in Hamburg.

Zurück auf dem Parkplatz öffnete ich erstmal die Motorhaube. Obenrum war der Motor frei von öligen Rückständen. Vorhandene Feuchtigkeit links daneben schien Kühlerflüssigkeit zu sein, die vermutlich durch die Überhitzung übergekocht war. Die Ölstandsanzeige vom Motor zeigte allerdings nichts an, nichtmal unter dem Minimum.

Meine Werkstatt ist nicht allzuweit vom Parkplatz entfernt, also rief ich dort erstmal an. Ein Werkstattmitarbeiter würde zurückrufen. Da ich ein ungeduldiger Mensch bin und meistens versuche, mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, ging ich zur nahegelegenen Tankstelle und kaufte 2 Liter Öl und 1 Dose Kühlerfrostschutz.

Von dem Kühlmittel benötigte ich nicht viel, um das System aufzufüllen, was ich positiv registrierte. Nachdem ich 1 Liter Öl in den Motor gegossen hatte, prüfte ich den Ölstand: Nichts! Ich füllte den 2 Liter ein und startete den Motor. Sekundenbruchteile nachdem ich den Wagen aus der Parklücke zurück und in die daneben gesetzt hatte, gab es wieder Ölalarm. Und ich sah die Bescherung auf dem Platz, auf dem der Wagen vorher gestanden hatte: Öl, jede Menge Öl. Das Öl, welches ich eingefüllt hatte, scheint direkt unten wieder rausgelaufen zu sein. Also mit dem Wagen wollte ich in dem Zustand keinen Meter mehr fahren.

Da der Werkstattservice noch nicht zurückgerufen hatte, rief ich wieder bei der Werkstatt an und teilte mit, dass der Wagen nicht mehr fahrbereit sei und zur Werkstatt gebracht werden muss. Die Dame am anderen Ende der Leitung war sehr nett und hilfsbereit und nahm alles auf. Es würde sich jemand vom Notservice bei mir melden, was auch in einer angemessenen Zeit geschah.

Auch die Dame war sehr nett. Sie nahm die notwendigen Einzelheiten auf und meinte, es könnte jetzt ca. 60 bis 90 Minuten dauern bis jemand käme.

Als nächstes rief dann ein sehr netter Mann vom Abschleppdienst an und erkundigte sich nochmal nach meinem Standort. In ca. 45 Minuten würde das Fahrzeug eintreffen.

Wieder ein Anruf, es war aber nicht die Ankündigung, dass man nun in Kürze bei mir sein würde. Es war eine Mitarbeiterin der Werkstatt – es war immerhin ca. 19:00 Uhr – ob alles geregelt sei. Als ich erwähnte, dass noch niemand vor Ort gewesen sei, war sie sehr erstaunt. Ich konnte ihr ja aber vermelden, dass sich alle sehr kümmerten und alles angeleiert worden ist.

Es dauerte dann bis ca. 20:00 Uhr bis sich endlich der Fahrer des Abschleppwagens meldete. Man hatte ihn zur falschen S-Bahnstation geschickt! Als ich ihm erklärte, dass ich in Nettelnburg stehe, verstand er immer Mecklenburg. Zum Glück hatte ich mir den Strassennamen gemerkt und dann war es kein Problem für ihn mich zu finden.

Kurze Zeit später traf auch mein Ersatzwagen ein, mit dem ich dann glücklich kurz vor 21:00 Uhr endlich zu Hause war.

Jetzt warte ich auf Nachricht von der Werkstatt. Grundsätzlich ist der Wagen noch innerhalb der Garantiezeit. Aber man weiss ja nie, was die für Tricks finden, um die Garantie ausser Kraft zu setzen.

Ich werde weiter berichten.

Positiv möcht ich bemerken, dass die telefonische Betreuung während der Wartezeit äusserst freundlich war, besonders gefreut habe ich mich über die zwischenzeitliche Nachfrage der Werkstatt, Autohaus Krüll, Filiale Bergedorf, ob alles in Ordnung sei.

HSH Nordbank

Ein altes Sprichwort sagt: Der Teufel scheisst immer auf den grössten Haufen!

Die HSH Nordbank wurde wenigen Jahren mittels milliardenschwerer Bürgschaften der Länder Hamburg und Schleswig-Holsten vor dem Zusammenbruch gerettet. Eine Auflage war, die Jahresgehälter der Vorstände bei 500.000 Euro zu deckeln. Nun ist herausgekommen, dass die Vorstandsmitglieder, zusätzlich zu ihren fürstlichen Gehältern, ein paar nette Vergünstigungen bekommen, wie z.B. eine Altersversorgung.

Da wird der kleine Mann angehalten, für sein Alter vorzusorgen und der Altersarmut vorzubeugen und weiss nicht, wovon er dann dafür noch Geld aufbringen soll, da er man gerade für seinen Lebensunterhalt genügend zur Verfügung hat. Und die, die eh schon Hundertausende im Jahr verdienen, bekommen zusätzlich auch noch eine Altersversorung hinten reingschoben! Und das zahlen wir Steuerzahler und somit auch der kleine Mann, der sich eine private Altersvorsorge nicht leisten kann! Denn wir Steuerzahlen haben doch – vorerst – die Bank gerettet.

Warum „vorerst“?: Weil die Bank einen Nachschlag von ein paar Milliarden braucht! Und das wird auf die Krise in der Schifffahrt geschoben. Das ist sicherlich richtig weil die HSH Nordbank eine Bank für die Schiffsfinanzierung ist. Aber wenn man schon notleidend ist, sollten die man mal kleine Brötchen backen und auf ihre Priviligien verzichten.

Sommerzeit / Winterzeit


Morgen nacht ist es wieder soweit, wir müssen die Uhren umstellen, also nicht von links nach rechts oder von der Kommode in den Schrank. Also richtig müsste es heissen, dass wir die Zeit umstellen müssen, von Sommer- auf Winterzeit.

Jetzt geht die Diskussion wieder los, ob diese Zeitumstellungsgeschichte sein muss und sinnvoll ist.

Tatsache ist, dass es in anderen Europäischen Ländern die Sommerzeit bereits lange vor der Einführung in Deutschland gab, z.B. in England. Dessen erinnere ich mich aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit, in der ich viel mit England zu tun habe.

Nicht von der Hand zu weisen ist, dass uns die Sommerzeit lange helle Sommerabende beschert – so wir denn einen Sommer haben. Der Winter ist lang und dunkel. Deshalb emfpinde ich es als recht angenehm, dass wir es im Sommer länger hell haben.

Ich persönlich mag die Sommerzeit sehr, ich habe ein kein grosses Problem mit der Umgewöhnung weil ich für den Zeitraum der Winterzeit eh immer eine Stunde zu früh aufwache, nämlich dann, wenn ich im Sommer wach werde.

Der grösste Blödsinn von den Verfechtern einer Einheitszeit ist die Aussage, man könne ja nun wieder eine Stunde länger schlafen. Länger schlafen kann man nur – vorausgesetzt, man wird immer zur gleichen Zeit wach – wenn man früher schlafengeht. Uhrzeit ist Uhrzeit. Es ist für die länge des Schlafes doch völlig unerheblich, ob man im Winter oder im Sommer um 22:00 Uhr ins Bett geht wenn man z.B. um 7:00 Uhr aufstehen will.

Nur bei mir nicht. Ich bin dann im Winter schon um 6:00 Uhr wach. Ich hasse die Winterzeit!

Irgendwann werden die Nörgler, die noch wissen, dass es früher mal nur die MEZ gab, ausgestorben sein. Die Leute von heute sind mit dem zweimaligen Wechsel im Jahr aufgewachsen. Für die ist es eine ganz normale Sache – wie für mich auch. Es ist so wie es ist. Basta!

So zärtlich

Bei diesem Video handelt sich sich natürlich um eine Werbevideo für das Label Andrew Christian, das mit sexy Outfits für Männer auf dem Markt ist. Aber ich persönlich finde, dass es sehr viel Zärtlichkeit ausstrahlt. Die beiden Jungs gehen unbefangen miteinander um. Schade, dass es so nicht überall und immer respektiert und toleriert wird.