Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

ESC-Woche!

Am kommenden Samstag findet in Malmö das diesjährige Finale des European Song Contest (ESC), früher Grand Prix de la Chanson Eurovision (oder so ähnlich), statt. Aufgrund der vielen interessierten Teilnehmerländer gibt es in dieser Woche 2 Vorausscheidungen. Die erste findet morgen Abend (Dienstag) statt und wird auf dem Sender Einsfestival ab 21:00 Uhr übertragen.

Das 2. Semifinale gibt es am Donnerstag um 21:00 Uhr auf Phoenix.

Das Finale am Samstag überträgt die ARD um 21:00 Uhr im 1. Programm.

Sie gibt’s noch immer

Jahrelang, nein, jahrzehntelang dachte ich, die Dinger wären ausgestorben, ersetzt durch andere Techniken, Kragenstäbchen. Ich erinner mich daran, dass meine Mutter damals, es muss wohl etwa 50 Jahre oder länger her sein, ein ziemliches Gewese um die Teile machte. Sie achtete darauf, dass sie vor der Wäsche aus dem Hemdkragen entfernt wurden damit ja keins zerbrach oder verlorenging.

Vor ein paar Woche gewahrte ich beim Bügeln eines meiner Hemden, dass da Kragenstäbchen drinsteckten. „Huch“ war mein erster Gedanke. Ich hatte das Hemd zwar schon mal getragen und natürlich wurde es auch gewaschen und gebügelt, aber die Stäbchen hatte ich nicht entdeckt. Das lag vielleicht daran, dass sie transparent sind. Und ich dachte, na ja, ein Hemd mit Kragenstäbchen. Gut, warum nicht?!

Jetzt gab es ein neues Hemd (der Trend geht ja zum Zweithemd) und, man höre bzw. lese und staune, im Kragen sind Stäbchen drin. Und es ist sogar noch eine Ersatzpackung dabei.

Jahrelang hab ich kein Hemd mit Stäbchen im Kragen besessen und nun hab ich plötzlich 2 davon.

Lasst euch nicht von dem Zahnstocher irritieren, der dient auf dem Foto nur zum Grössenvergleich. Im Hemd trage ich keine Zahnstocher, bisher jedenfalls nicht.

Da bin ich froh

Mein Arzt sagt, ich brauche für 3 Tage nur noch 1/2 Tablette von Bomben nehmen. Ich hab’s ja schon öfter mal erwähnt, dass ich nicht gerne Medikamente nehme. Aber manchmal muss das wohl so sein. Dieses Zeugs ist wohl nicht von schlechten Eltern und ich bin froh, wenn ich sie ganz absetzen kann.

In der ersten Reihe

Es gab wohl kaum einen besseren Platz, die Auslaufparade anlässlich des offiziellen Ende des 824. Hamburger Hafengeburtstages zu beobachten, als vom Empire Riverside Hotel per Webcam. Die Webcam erfasst den Bereich Elbphilharmonie, König-Der-Löwen-Theater, Landungsbrücken, Werft Blohm und Voss, Containerterminals und dann die Elbe hinab bis zur Seniorenresidenz Augustinum in Hamburg-Neumühlen. Im Hotel Empire Riverside haben wir im vorigen Jahr eine Nacht in der 17. Etage verbracht – und man hat wirklich einen tollen Ausblick von dort.

Da ich aus gesundheitlichen Gründen ja Schonung verordnet bekommen habe und die Menschenmassen auf dem Hafengeburtstag eh nicht unser Ding sind, blieben wir schön zu Hause und ich habe die Auslaufparade schön am heimischen PC in aller Ruhe und Gemütlichkeit verfolgt. Anlässlich dieser Veranstaltung wurde die Webcam zum Teil manuell bedient. Jemand im Dunklen zoomte zeitweise ganz nah an die ausfahrenden Schiffe.

Zum Hafengeburtstag gab es auch auf dem Radiosender ständig Informamtionen und kleine Interviews. Da war dann z.B. ein Familienvater am Mikro und meinte, es sei doch sehr sehr voll. Und was soll ich sagen?: Er hatte ein kleines Kind und ein Baby dabei! Gut, er hat sich nicht direkt beschwert. Aber Leute, zu so einer Veranstaltung gehe ich nicht mit kleinen Kindern! Dann bleib ich mit meinem Hintern schön zu Hause! Hafengeburtstag ist jedes Jahr und die Kinder werden grösser. Ich selbst bin ja auch stolzer Vater eines Sohnes. Damals in Lübeck gab es ja auch Strassenfeste, z.B. das Altstadtfest. Wir haben solche Veranstaltungen erst wieder besucht als unser Sohn in einem entsprechenden Alter war. Kleine Kinder, die noch im Buggy sitzen, haben doch eh nichts davon uns sehen nur die mehr oder weniger breiten Ärsche anderer Besucher.

Landausflüge

In 4 Monaten, als am 12. September, befinden wir uns mit Mein Schiff 1 auf See zwischen den Häfen Oslo und Invergordon in Schottland. Vier Monate, keine lange Zeit, aber der Sommer liegt ja noch dazwischen.

Heute konnten wir die Landausflüge buchen, was wir auch gleich gemacht haben. Viel haben wir uns nicht vorgenommen. Wir wollen uns erholen und nicht ständig die Uhr im Nacken haben. Für drei Ausflüge haben wir uns entschieden:

Von Invergorden ein Halbtagesausflug nach Loch Ness
Von Southampton ein Halbtagesausflug nach Stongehenge
Von Le Havre ein Halbtagesausflug nach Honfleur

Von South Queensferry könnten wir noch nach Edinburgh, wäre vielleicht recht interessant, aber das würden wir kurzfristig entscheiden bzw. würde ich versuchen herauszufinden, ob man das auf eigene Faust machen kann.

Von Zebrügge kann man nach Ghent oder Brügge, das geht auf jeden Fall per eigener Organisation. Und das entscheiden wir kurzfristig vor Ort, je nach Lust und Laune und Wetter. So ein wenig Abenteuer gehört dazu. Ausserdem mögen wir es nicht so gern, wie die Schafe in einer Herde hinter einem Leithammel hinterherzugehen. Wir bewahren uns gern etwas Individualität. Und interessante Informationen über die Reiseziele findet man in diesen modernen Zeiten ausreichend im Internet.

Medikamentreaktion

Seit etwa 2 Jahren bekomme ich in Abständen Tabletten verschrieben, bei denen mich die Ärzte fragen, ob ich einen empfindlichen Magen habe (Mai 2011 Wirbelsäule, Oktober 2012 Leistenbruch, danach undefierbare Schmerzen als Folge der Bronchitis).

Am Dienstag bekam ich Tabletten gegen die Nervenentzündung mit der Frage nach dem empfindlichen Magen. Gleichzeitig bekam ich eine Art Gegenmittel für den Magen, also gegen den empfindlichen Magen.

Nie hatte ich Probleme mit dem Magen. Ich dachte immer, ich hätte einen Magen wie eine Kuh oder ein Pferd – oder so. Ich nehme also derzeit morgens die Tabletten gegen die Entzündung und abends das Gegenmittel wegen des Magens.

Seit heute morgen weiss ich, was es die Frage nach dem Magen bedeutet: Die Tabletten haben einen durchschlagenden Erfolg. Zum Glück muss ich ab heute nur noch eine von den Bomben nehmen.

Schlaflos in Geesthacht

Ein kleiner Abriss des gestrigen Abends bzw. der letzten Nacht:
20:00 Uhr: Wir gehen ins Bett und schauen uns den Film Minority Report an.
23:00 Uhr: Licht aus, schlafen
23:10 Uhr: Mein Mann ist in den Schlaf gefallen
Irgendwann in der Nacht: Ich liege immer noch wach und kann nicht einschlafen (oder umgekehrt).
Später in der Nacht: Ich schlafe immer noch nicht während neben mir Bernd seelig schläft.
Noch später: Ich stehe auf und gehe zur Toilette und wieder ins Bett.
Irgendwann: Ich hab was geträumt und merke, dass ich tatsächlich geschlafen habe, bin aber nun wieder wach, hellwach. Mein Mann schläft.
Später: Draussen wird es schummerig, ich hören die ersten Vögel.
Früh morgens: Ich wälze mich von einer Seite auf die andere, kuschel mich an meinen Mann und auch wieder nicht, nur schlafen kann ich nicht.

Einen Film darüber kann man nicht drehen, ist ja nicht so spannend. Geärgert hab ich mich auch nicht, zwangsweise habe ich heute ja frei. Übrigens: Ich schaue nie nie nie auf die Uhr wenn ich nicht schlafen kann oder sonstwie nachts wach werde.

Schonung

Sich schonen bedeutet nicht, einfach nur immer die Beine hochlegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Schonen heisst auch, einen kleinen Spaziergang zu machen, also einen Spaziergang und nicht eiligen Schrittes durch die Gegend rennen.

Nachdem mir gestern genug sonne auf den Bauch geschienen hat, lockte der nahe grosse Strom namens Elbe. Ich schulterte die neue Kamera und ging los, ganz gemächlich, nur net hudeln. Ich will mich ja nicht überanstrengen, schliesslich will ich ja wieder gesund werden und hoffen, dass die 80-Prozent-Quote eintrifft nicht und nicht die 20er.

Langweilig ist es eigentlich nie an der Elbe. Irgendwas gibt es immer zu entdecken, und sei es ein Binnenschiff mit dem Heimathafen der Nachbarstadt Winsen drüben in Niedersachsen, auf dem auf dem Achterdeck die Wäsche im Fahrtwind an einer dort montierten Wäschespinne flatterte.

Als ich die Motoryacht sah, wurde mir ein wenig wehmütig ums Herz. Sie erinnerte mich an viele Jahre meiner Jugendzeit, während der ich die Sommerwochenenden und Ferienzeiten mit meinen Eltern auf unserer Yacht verbrachte, eine Zeit, die meine Persönlichkeit wohl ziemlich stark geprägt hat.

Lichteffekte, verusacht durch das Zusammenspiel von Sonne und Wolken, ein Baum mit markanter Rinde am Wegesrand (hunderte Male schon dran vorbeigegangen und noch nie bemerkt), Angler am Ufer, kaum zu entdecken – die Elbe ist einfach schön!

Körperverletzung!

Vor etwa einem Jahr gab es in Deutschland die Diskussion darüber, ob hier bei uns Beschneidungen aus religösen Motiven durchgeführt werden dürfen. Nachdem sich die religiösen Eiferer des Judentums und der Moslems zahlreich zu Wort gemelet hatten, wurde eigens ein Gesetz erlassen.

Zum Thema Beschneidung an sich habe ich einen interessanten Blogbeitrag gefunden, den ich voll und ganz unterschreiben kann.