Google Street View

Derzeit geht bei vielen die Angst um in Deutschland, Angst vor Google und seinem Street View. Die Menschen, bzw. ein Teil von ihnen, fürchten um ihre Privatsphäre, um ihre Sicherheit und haben andere weithergeholte Argumente gegen Google Street View. Dass die Aufnahmen schon bis zu 2 Jahre alt sein können bevor sie ins www eingespeist werden, scheint nebensächlich zu sein. Viele Menschen wohnen inzwischen gar nicht mehr in dem Haus, welches aufgenommen wurde. Und wenn man rein zufällig vom vorbeifahrenden Googlekamerawagen am Strassenrand stehend aufgenommen worden ist, steht man doch heute nicht immer noch dort – oder? Und potzenzielle Einbrecher können ihr Terrain weitaus besser auskundschaften, wenn sie selbst durch die Strasse des Objekts ihrer Begierde gehen. Denn Google Stree View filmt nur von vorn und nicht den Hintergarten oder Hinterhof. Also Leute, kommt mal wieder runter.

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(wird ggf. ergänzt)

Die ReclaBox


Grund zu Reklamationen oder Beschwerden hat wohl fast jeder von uns schon mal gehabt. Oft kommt es zu einem nicht enden wollenden Schriftverkehr mit der betreffenden Firma. In vielen Fällen reagieren Firmen auf Beschwerden überhaupt gar nicht erst. Der Gang zum Rechtsanwalt lohnt sich oft nicht, sofern man nicht eine Rechtsschutzversicherung hat. Irgendwann gibt man entnervt auf und ärgert sich und kann doch nichts machen, man kommt einfach nicht weiter.

Wenn man seine Beschwerde öffentlich macht, gibt es vielleicht eine Chance, dass die Firma, mit deren Leistung man nicht zufrieden war, einlenkt und die Sache doch noch aus der Welt schafft. Aber wo kann man öffentlich kundtun, was bei wem schiefgelaufen ist und wer nicht auf den Kunden eingeht? Dafür gibt es die ReclaBox.

Nun weiss man ja nie, ob die Firmen das lesen, was die Verbraucher erlebt haben und daraufhin dann ihrem verprellten Kunden Genugtuung zukommen lassen. Vielleicht hilft ja schon die Drohung im Schriftverkehr, den Fall in der ReclaBox öffentlich zu machen.

Gefunden habe ich die ReclaBox bei Steffen030, und ich denke, je mehr Menschen von der ReclaBox erfahren und darüber berichten, umso grösser sind die Chancen, dass Firmen positiv auf Reklamationen und Beschwerden positiv reagieren.

Man könnte die ReclaBox auch dazu benutzen, sich vor einer Bestellung zu informieren, ob die entsprechende Firma schon mal negativ aufgefallen ist.

Das war nichts


Brückensegler – so werden in Wassersportkreisen die Menschen genannt, die eine schicke Yacht ihr Eigen nennen und anstatt damit bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu segeln lieber festvertäut im sicheren Hafen an der Brücke die Yacht zum repräsentieren nutzen. Die Brückensegler sitzen gebräunt in stylischen Klamotten, die Sonnenbrille in die Haare geschoben (das ist ja hipp), bei hochprozentigen Getränken im Cockpit ihrer Yacht und gucken wie die Anderen gucken.

Gestern waren wir bei Freunden eingeladen zum Segeln. Aber segeln war nicht. Wir haben sozusagen brückengesegelt, im Schatten der Viermastbark Passat. Das lag aber nicht an der Unlust oder Repräsentiersucht unserer Gastgeber sondern am bescheidenen Wetter. Es hat den ganzen Tag gesaut, mal richtiger Regen, mal Niesel. Selbst die Enten am Ufer hockten zusammengekuschelt beisammen.

Trotzdem war es ein sehr gemütlicher Tag. Wir haben nette Gespräche geführt und gut zu Essen bekommen. Mehr als 10 Stunden haben wir unter Deck zusammengesessen, von ein paar Toilettengängen abgesehen. Denn im Hafen darf die bordeigene Toilette nicht benutzt werden.

Trotz des schlechten Wetters war es ein schöner Tag. Nur segeln, das war nichts.

Übrigens liebe Hamburger: Wenn ihr mal ein stolzes Segelschiff sehen wollt, dann fahrt nach Travemünde und schaut euch die „Passat“ an. Dagegen ist eure „Rickmer Rickmers“ ein Beiboot!

Nachtrag für alle Hamburger, die sich damit nicht abfinden können, dass die Rickmer Rickmers nur ein Beiboot ist:
Die Hansestädter an der Trave haben das, wovon die Elb-Hanseaten nur träumen können: Einen echten „Hamburger Veermaster“, die Viermastbark Passat.

Mit den Müttern zu den Hexen


Geburtstagsgeschenke waren es für unsere Mütter: Eine Fahrt nach Oberhausen inkl. einer Übernachtung und mit dem Besuch einer Aufführung des Musicals Wicked – Die Hexen von Oz.

Vor drei Monaten hatten wir die Bahnfahrt gebucht, 1. Klasse, was nur unwesentlich teurer war als in der 2. Klasse. Warum sollten wir uns den Luxus nicht mal leisten?!

Gestern gegen Mittag ging es los, heute Nachmittag waren wir wieder zurück. Die Hin- und Rückfahrt verlief jeweils ohne Probleme, es gab keine Verspätungen. Alles wunderbar – im Gegensatz zu dem, was man oft über die DB liest und hört.

Übernachtet haben wir im B&B Hotel Oberhausen. Ausschlaggebend für die Hotelwahl war nicht der günstige Zimmerpreis sondern die Tatsache, dass das Hotel fast neben dem Metronomtheater liegt, in dem zurzeit das Musical aufgeführt wird. Unsere Mütter sind nicht mehr die Jüngsten und dementsprechend nicht mehr so gut zu Fuss. Es sollte also recht bequem sein.

Das Hotel scheint noch recht neu zu sein. Die Zimmer sind einfach eingerichtet, aber alles ist sauber und ordentlich. Die beiden gebuchten Einzelzimmer waren genauso gross wie unser Doppelzimmer. Wie man uns beim Checkin mitteilte, sind alle Zimmer des Hotels identisch, es gibt gar keine Einzelzimmer. Das Frühstück heute morgen kostete Eur 6.90 pro Person. Dafür gab es Saft satt, Kaffee in allen Variationen satt bzw. auch heisse Schokolade. Angeboten wurden verschiedene Brötchensorten, 2 Sorten Käse, 3 Sorten Wurst, mehrere Arten von Marmelade, Honig, Müsli, sogar Joghurt. Es mangelte an nichts. Bei dem Preis der absolute Hammer.

Gestern, nach der Ankunft, wollten wir im nahegelegenen Centro Oberhausen nett was essen. Im Internet hatte ich mich bereits informiert und einige Restaurants gefunden, die von Interesse sein könnten. Zwei kamen in die engere Wahl. Jedoch war es nicht so ganz einfach, den Restaurantbereich zu finden. Hätten wir man vorher im Hotel gefragt, dann hätten wir unseren Müttern einige Hundert Meter Wegstrecke erspart. Aber so lernten wir auch einen Teil des Einkaufsparadieses kennen. An der Info des Centro wurde uns erklärt, wie wir zur Promenade kommen, wo sich die ganzen Restaurants befinden.

Mittlerweile war es mir ziemlich egal, wo wir denn essen würden. Ich wollte unseren Müttern nicht noch mehr zumuten. Aber wie durch ein Wunder erreichten wir die Promenade genau da, wo sich eins der von mir vorab ausgesuchten Restaurants befindet, das Don Carlos, ein Restaurant mit spanischen Spezialitäten, ausgezeichnet mit vier Sternen. Wir bekamen Plätze im überdachten und geschützten Aussenbereich. Die freundliche Bedienung brachte uns die Karte und fragte nach Getränken. Ich entschied mich für ein Glas weissen Rijoa, meine Mitreisenden hatten Durst und tranken Bier bzw. Alsterwasser.

In der etwa 200 Gerichte umfassenden Speisekarten wurden wir doch recht schnell fündig. Bernd und ich durften uns zu unseren Gerichten an der Salatbar bedienen, die ausser dem üblichen Rohkostkram auch andere sehr leckere Dinge enthielt. Ich nahm eingelegte Pilze, kleine eingelegte Kartoffeln und Oliven mit Pepperoni. Sehr sehr lecker, im Tapasstil.

Angenehm überrascht waren wir über das Preis-/Leistungsverhältnis der Hauptspeisen. Ich hatte mir Schweinefilet, gefüllt mit Kalbsleber und umwickelt mit Serranoschinken, bestellt. Dazu gab es Reis. Ich war sehr erstaunt, als ich ein ganzes Scheinefilet serviert bekam, sehr nett angerichtet und dekoriert. Für den Preis von Eur 17.50 hatte ich weniger erwartet. Auch die anderen Gerichte waren mengenmässig sehr üppig. Meine Mutter schaffte ihre Putenbrust nicht. Für einen Nachtisch hatten wir keinen Platz mehr. Stattdessen nahmen wir einen Digestif. Mein Brandy Cardenal Mendoza wurde angewärmt serviert. Ich war begeistert. Die Gesamtrechnung für 4 Personen belief sich auf Eur 113.00, ein angemessener Preis für stilvolles speisen in angenehmen Ambiente. Ich kann nur sagen: Jederzeit wieder!

Wir fragten die Bedienung nach dem kürzesten Weg zum Hotel, der uns entlang der Promenade an den vielen Restaurants vorbeiführte. Nachdem wir uns umgezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Theater.

Für Bernd und mich war es das 4. Mal, dass wir uns Wicked – Die Hexen von Oz anschauten. Die Partie des Fiyero wird seit Juni diesen Jahres von Anton Zeterholm gespielt und gesungen, der ja aus einer grossangelegten Castingshow als Sieger für die Titelrolle des Musicals Tarzan hervorging. Wir hatten das Glück, gestern Abend Anton Zeterholm auf der Bühne zu sehen. Der Mann kann ja wirklich beeindruckend spielen und tanzen. Sein Spiel kam sehr emotional über die Rampe. Und dieses Musical ist sehr emotional, was uns auch dieses Mal wieder zu Tränen rührte. Theater ist gut gemacht, wenn man nicht den Eindruck hat, dass es bei wiederholtem Anschauen eines Stückes aufgesetzt und unnatürlich wirkt und wenn es immer wieder die Seele berührt. Die Preise für ein Musicalticket sind nicht günstig, aber die Ausgabe lohnt sich wenn man berührt nach der Vorstellung das Theater verlässt. Wicked – Die Hexen von Oz, gern wieder.

Urlaubswetter

Ich habe Urlaub. Und das Wetter? Das ist irgendwie doof. Heute jedenfalls. Es ist nicht kalt, aber auch nicht warm. Sagen wir mal so: Es ist unwarm. Der Himmel ist grau und es ist windig. Es hat irgendwann geregnet. Im Moment ist es trocken. Aber ich habe jetzt Lust auf Regen, so richtig Regen. Es kommt sehr selten vor, dass ich Lust auf Regen habe. Es könnte aber gerade jetzt gemütlich sein wenn es regnen würde. Im Wintergarten sitzen, ein wenig lesen und einen Espresso schlürfen. Gut, das ginge auch ohne Regen. Aber mit Regen wäre es anders, schöner.

Die Geburtstagstorte


In diesem Jahr gab es zum Geburtstag eine Torte mit Wasser und Wellen. Das Geburtstagsgeschenk verbirgt sich in dem auf der Torte schwimmenden, aus Papier gefalteten, Schiff.

Nachtrag:
Ich wollte nicht vergessen zu erwähnen, dass die Torte selbst, also ohne Beiwerk, nach meinen Wünschen vom Mutterland hergestellt wurde.

CSD 2010 in Hamburg


In diesem Jahr wird der Christopher Street Day (CSD) in Hamburg zum 30. Malg begangen. Höhepunkt der Veranstaltung ist immer der Demonstrationszug am Samstagnachmittag durch die Strassen der Hamburger Innenstadt. Bisher wurde die Parade immer von den „Dykes on bikes“ angeführt, ein Gruppe lesbischer Motorradfahrerinnen. Dieses Jahr führte eine Grupper junger schwuler und lesbischer PolizistenInnen die Parade an. Der schwule Heidekönig mit seinem Adjudanten war auch in diesem Jahr wieder dabei. Auferstanden aus seinem goldenen Sarg nahm Michael-I loveyou-Jackson an der Parade teil.


Interessant sind nicht nur die bunten auffälligen Teilnehmer an der Parade sondern auch die Reaktionen derer, die sich der Parade bereits angeschlossen haben und uns am Strassenrand entdeckten sowie die kleinen Dinge, die sich fast im Verborgenen abspielen und nur von den Umstehenden beobachtet werden können.


In diesem Jahr begleiteten wir die Parade zusammen mit Peter und Frank und ihren Freunden sowie mit unserem Gast Oliver. Leider kam ein Zusammentreffen mit den Hasen und den Sörnies nicht zustande. Trennende Menschenmassen und aufgrund von lauter Musik (der Tinitus quält mich noch heute) nicht gehörte Telefonanrufe verhinderten das Treffen. Das hinderte uns aber nicht daran, Spass zu haben. Allerdings hätten wir Oliver sehr gern als unseren Überraschungsgast präsentiert.

Wie bei Mopo online zu lesen ist, waren gestern 80.000 Menschen zusammengekommen, die an der Parade teilnahmen, 20.000 (!) mehr als im Jahr zuvor.


Wir liessen den Zug traditionell an der Langen Reihe an uns vorbeiziehen. Bereits dabei fiel uns auf, dass sich dem Zug viel mehr Menschen angeschlossen hatten als in den Vorjahren. Am Ende schlossen wir uns der Demonstration für eine Teilstrecke an, kürzten ein wenig ab und stiessen an der Mönckbergstrasse wieder zu den feiernden Lesben und Schwulen. Von dort aus gingen wir zum Strassenfest am Jungernstieg und Ballindamm.


Gegen 17.00 Uhr waren unsere Füsse müde, waren wir doch auch schon seit 10.30 Uhr auf den Beinen. Mit unserem Gast fuhren wir zurück nach Geesthacht und machten es uns erst auf der Terrasse unseres Lieblingsgriechen bequem und später dann bis spät in die Nacht auf der Terrasse vom Elbe-Penthouse.

Sortenvielfalt

Früher – da war die Auswahl an Joghurts recht klein. Es gab Joghurt mitohne was drin oder welchen mit Kirschen. Dann, irgendwann später, gab es auch welchen mit Zitrone bzw. schmeckte der nach Zitrone. Was wirklich drin war – keine Ahnung. Und heute? Da steht man vor dem Joghurtregal und muss erstmal schauen, was man haben möchte.

Zupfkuchenjoghurt gab es schon im vorigen Jahr. Gestern habe ich entdeckt, dass es auch Käsekuchenlimonejoghurt gibt. Hab ich eben gegessen. Da waren sogar Kuchenbröckchen drin. Jedenfalls fühlte sich das so an wie Kuchenbröckchen. Man weiss ja nie, was einem da so untergejubelt wird. Egal – es hat geschmeckt. Im Kühlschrank steht noch – neben diversen Joghurts mit verschiedenen Fruchtmischungen – ein Becher mit Käsekuchenmandarine. Irgendwie verrückt.