Lebenszeichen

Ich lebe noch – und seit Montag arbeite ich wieder. Also besteht kein Anlass zur Sorge.

Morgen früh habe ich aber einen Termin beim Doc: Mein linkes Ohr bedarf mal wieder einer Spülung. Bei der Gelegenheit werde ich mal darauf hinweisen, dass mein Husten immer noch da ist, mal mehr – mal weniger. Und da muss unbedingt war geschehen. So geht das nicht weiter!

Aufreger


Es hat geschneit in Hamburg und Umgebung, und das recht kräftig. Hier bei uns, in der kleinen Stadt an der Elbe, sind es ca. 12 cm, vielleicht etwas mehr. Unser Erdmännchen hat eine kleine Schneemütze auf.

Bei dem Wetter sind natürlich Autofahrer unterwegs in und um Hamburg. Wer nicht irgendwo hin muss, wird seinen Wagen sicher stehen lassen. Es gibt aber auch Menschen, die am Sonntag arbeiten müssen oder andere unaufschiebbare Termine haben.

Ein Hamburger Radiosender verbreitet ein Telefoninterview mit einem Verantwortlichen der Hamburger Stadtreinung der erklärt, im Hamburger Stadtgebiet seien 110 (!) Räumfahrzeuge und 1.000 Mitarbeiter unterwegs, um zuerstmal die wichtigsten Hauptstrassen befahrbar zu machen. Ob das viel ist für eine Grossstadt wie Hamburg, kann ich nicht beurteilen. Sicher ist, dass die nicht überall gleichzeitig sein können. Und dann rufen Autofahrer beim Sender an und beschweren sich, hier und da und dort sind die Strassen spiegelglatt und es ist noch gar nicht geräumt oder gestreut, ich hab noch kein einziges Streufahrzeug gesehen.

Das gleiche Thema betrifft die Autobahnen. Eine Dame meldete sich heute morgen, dass 2 Fahrzeuge an einer Ausfahrt stehen und die Männer sich unterhalten. Hallo, vielleicht müssen die auch mal ’ne Pause machen?

Dann eben, und das ist der eigentliche Grund dieses Eintrags, rief eine Dame ganz aufgeregt beim Sender an: Sie sei auf der Autobahn unterwegs und es ist weder gestreut noch geräumt. Die 110 Fahrzeuge, die in Hamburg unterwegs sind, sollten doch lieber erstmal die Autobahnen bearbeiten!

Liebe Frau: Für das Stadtgebiet und die Autobahnen in Hamburg sind 2 verschiedene Instutionen zuständig, auch wenn einige Autobahnen zum Teil über das Hamburger Stadtgebiet führen. Und auch die Autobahnen können nicht alle gleichzeitig geräumt bzw. gestreut werden. Also spart euch die Anrufe: Es ist glatt und ich hab noch kein einziges Streufahrzeug gesehen. Ihr nervt einfach nur!

Es ist Winter und im Winter, man stelle sich das mal vor, kann es auch mal Schnee geben oder Glatteis. Oder ist das für einige von euch eine ganz neue Erkenntnis?

Nie sollst du mich befragen!

Gestern Abend wurde im Teatro alla Scala di Milano die Spielzeit mit der Oper Lohengrin eröffnet. Übertragen wurde die Premiere auf ARTE.

Nun bin ich nicht unbedingt ein Fan der Opern von Richard Wagner. Da ich aber im Jahr 1976 in der Scala zwecks einer Besichtigung gewesen bin, dachte ich, ich schau mal rein. Ob ich mir die ganze Oper ansehen würde, wollte ich von der Inszenierung abhängig machen, bin ich doch kein Freund allzu moderner Opernkunst. Das Ergebnis war, dass ich gegen 00:30 Uhr heute morgen zu meinem schlafenden Gatten ins Bett kroch.

Die Titelrolle des Lohengrin wurde von Jonas Kaufmann gesungen, ein optisches und gesangliches Highlight. Anette Dasch sang die Elsa. Sie war eingesprungen für eine erkrankte Sängerin und war erst am Abend zuvor in Mailand eingetroffen und hat den ganzen Morgen geprobt um sich in die Inszenierung zu integrieren.

Die Musik von Richard Wagner geht – bis auf wenige Ausnahmen – nicht so richtig ins Ohr. Die Ausnahme in der Oper Lohengrin ist der Brautchor „Treulich geführt“. Aber Wagneropern sind, wenn sie gut auf die Bühne gegbracht werden, spannend wie ein Krimi. Und so war ich dann auch von Anfang an gefesselt von dieser Aufführung.

„Nie sollst du mich befragen“ ist ja der Kernsatz dieser Oper. Denn keiner weiss, wer der Kämpfer und Retter ist. Anlässlich der bevorstehenden Hochzeit von Lohengrin und Elsa verlangt Lohengrin von ihr das Gelübde, ihn nie nach seinem Namen und seiner Herkunft zu fragen. Durch Intrigen von Ortrud und Telramund kommt es seitens Elsa nach der Hochzeit doch zu der Frage. Das Ergebnis: Lohengrin gibt sich als Sohn des Parsifal und als Ritter des Grals zu erkennen und zieht mit dem Schwan von dannen.

Das Premierenpublikum spendete reichlich Beifall und geizte nicht mit Bravo-Rufen. Auf die Protagonisten fiel aus dem Publikum ein Regen von Nelken herab. Und ich war froh, diesem Opernereignis beiwohnen zu können, wenn auch nur vom heimischen Sofa.

Auf Wunsch

Heute ist ja Freitag, Fischtag! Da steht natürlich der Fischwagen von Fisch-Hinrichs vor dem Supermarkt, in dem ich heute ein paar Einkäufe tätigen musste. Bei Fisch-Hinrichs gibt es ja den von mir so hochgelobten Trolldip. Und so ergab sich heute schon die Gelegenheit, mal nachzufragen, woraus der Trolldip denn hergestellt wird. Damit der Wolfgang endlich nicht mehr so wuggi im Kopf ist, hier die Ingredenzien, die nämlich sogar auf dem Preisschild stehen, welches in der Schale mit dem Trolldip steckt:

Joghurt, Dill, Schnittlauch, Sellerie und – man höre und staune: vegetarischer Kaviarersatz. Und ich dachte, das sei Forellenkaviar. Wie man sich doch täuschen kann.

Übrigens: Wer die Homepage von Fisch-Hinrichs anklickt, sollte auch gern mal die Lautsprecher anstellen.

Nikolaustag

Heute ist, wie Jedermann weiss, Nikolaustag. Früher, als ich noch klein und unschuldig war, stellte ich am Abend vorher einen Schuh auf die Fensterbank. Am Nikolaustagmorgen schaute ich dann ganz aufgeregt nach, was mir der Nikolaus gebracht hatte. Es waren meist Süssigkeiten. Ich weiss nicht, ob ich mich mehr über die Süssigkeiten freute oder darüber, dass der Nikolaus mir was gebracht hatte.

In diesen modernen Zeiten des WWW kann man, sofern man eine eigene Webseite mit einem Blog betreibt, feststellen, dass zu bestimmten Anlässen die Anzahl der Suchanfrage zu diesen in die Höhe schnellt. So ist es kein Wunder, dass es bei mir seit ein paar Tagen die Suche nach dem Nikolaustag ist, besonders in den letzten 24 Stunden.

Und wo landen diese Suchanfragen?: Auf einem Eintrag des Jahres 2005 mit einem Bild. Vermutlich werden viele Suchende enttäuscht sein, wenn sie das sehen. Für mich gilt nach wie vor: Ich würde gern mit ihm warten.

freitags nie


Der Freitag ist ja der traditionelle Fischtag. Freitags isst man Fisch. Hat irgendwas mit Kirche und fasten zu tun. Selbst am heiligen Karfreitag gibt’s bei uns keinen Fisch. Na, manchmal doch, dann aber auch nur Klotzfisch. Mein Mann isst nämlich eigentlich keinen Fisch. Wegen der Gräten. Ihr könnt sicher sein, dass er das Stück Fischfilet auf dem Teller hat, in dem sich doch noch eine Gräte versteckt hat.

Wie schon erwähnt, mein Mann isst Klotzfisch. Oder Fischfrikadellen oder Schillerlocken. Auch Backfisch auf dem Alstervergnügen, mit ganz viel Panade drumherum und kaum Fisch drin.

Bei uns gibt ist der Fischtag der Dienstag. Dann steht nämlich der Wagen von Fisch-Hinrichs auf dem Parkplatz vom Supermarkt. Und da gibt es Fischfrikadellen und Schillerlocken für meinen Mann. Damit das nicht so trocken ist, gibt es für ihn ein Schälchen Remouladensauce.

Für mich gibt es dort Stremellachs und Lachsfrikadellen – und zum Aufpeppen ein Schälchen Trolldip.

Einach platt

Die freien Tage seit Donnerstag haben rein gar nichts gebracht. Immer noch Bronchitis, dazu Kopfschmerzen und Fieber. Also suchte ich heute den Doc auf. Nun bin ich bis ende der Woche ausser Gefecht gesetzt. Vielleicht kommt der ganze Mist ja nun endlich raus.

Standardgericht mit Splatter


Sie gibt es wohl ihn jedem Haushalt, die Gerichte, die immer und immer wieder zubereitet werden. Bei uns sind es z.B. Klotzfisch mit Kartoffelpü, Kartoffelpuffer, Hähnchencurry mit Zuckerschoten, Seemannscurry und Geflügelleber in Sherrysauce. Letztere stand gestern Abend mal wieder auf unserem Speiseplan.

Dafür mussten 2 Pakete a 500 g Hähnchenleber geputzt werden. Viel zu putzen gab es daran zum Glück nicht, aber ein wenig Zeugs, was man lieber wegschneidet, ist ja immer dabei.

Die Hähnchenleber gab es nur in geforenem Zustand und musste vor der Zubereitung deshalb aufgetaut werden wobei viel bluthaltige Flüssigkeit zurückblieb. Das sah schon sehr merkwürdig aus, hielt mich aber nicht davon ab, ein leckeres Spanisches Gericht zu kochen.