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Ein Kreuz mit dem Kreuz

Wie bei SpiegelOnline berichtet wird, hat der Vatikan einen Schwulen- und Lesbengottesdienst in Augsburg untersagt, der dort seit 1999 anlässlich des CSD abgehalten wurde. Sterben denn die ewig Gestrigen nie aus? Werden denn die alten Männer im Vatikan nie ein wenig Akeptanz gegenüber Schwulen und Lesben zeigen?

Ich verstehe sowieso nicht, wie Männer, die im Zölibat leben, sich erdreisten können, über die Sexualität anderer Menschen zu entscheiden.

Eins zeigt dieses Verbot des Vatikans sehr deutlich: Die Aufgaben der weltweiten CSDs sind noch lange nicht beendet. Wir haben noch einen langen Weg vor uns bis wir so akzeptiert werden wie wir sind.

Der Karikaturenstreit

Zurzeit bewegt die Welt die Intoleranz fundamentalistischer Moslems, die gegen die Veröffentlichung von Karikaturen ihres Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung protestieren, und zwar auf ziemlich radikale und militante Weise. Wer die Karikaturen nicht kennt, kann sie sich hier ansehen.

Inzwischen sind offenbar sogar gefälschte Karikaturen aufgetaucht, die der Zeitung „jyllands posten“ zugeschrieben worden sind, was aber nicht stimmt. Diese Karikaturen sind bewusst von dänischen Immans dazu benutzt worden, die Moslems weiter aufzustacheln und Front gegen den Westen und speziell gegen Dänemark zu machen.

Viele Politiker und andere schlaue Leute haben sich in dieser Sache zu Wort gemeldet. Jetzt hat Ralf König dazu in Bildform seine Meinung gesagt, und die trifft den Nagel auf den Kopf. Bei der FAZ kann sich wer will darüber ein Bild machen.

Auch meine Meinung ist, nicht den Schwanz einziehen. Wir sollten diesen Menschen klar machen, dass nicht ihre Weltanschauung und ihre Religion die allein richtige ist, besonders auch deshalb, weil es sich bei den Karikaturen nicht um das Auftragswerk eines Staates, sondern um das Werk einer einzelnen Person handelt.

Gerüchte

Die Gerüchte um die Ermordung von John F. Kennedy im Jahre 1963 werden wohl nie ein Ende nehmen. Filme darüber wurden gedreht und Bücher geschrieben. Wer denn nun dahinter stand, ist bis heute nicht geklärt worden, jedenfalls nicht öffentlich. Wie es scheint ist ja nicht mal eindeutig bewiesen, dass Lee Harvy Oswald die tödlichen Schüsse abgegeben hat.

Jetzt gibt es neue Gerüchte um den Tod des ehemaligen US-Präsidenten: Angeblich soll Kubas Staatschef Fidel Castro seine Finger im Spiel gehabt haben. Abwegig ist das ja nicht, hatten wir ja unter Kennedys Präsidentschaft die Cuba-Kriese. Vielleicht will man es uns ja auch nur glauben machen, weil es nicht abwegig ist.

Vermutlich wird die Wahrheit über den Tod von John Fitzgerald Kennedy nie ans Tageslicht kommen.

Stoiber verhüten

Wer erinnert sich nicht an diesen Spruch als vor 3 Jahren Edmund Stoiber als Spitzenkandidat zur Kanzlerschaft antrat? Wir können wohl froh sein, dass es nicht so weit gekommen ist. Er hat nämlich wieder mal in ein Fettnäpfchen getreten und durch diese Bemerkung gezeigt, wie seine Einstellung Schwulen gegenüber ist: „Das Gesellschaftsbild, das die Grünen hinsichtlich Familie und gleichgeschlechtlichen Lebensbeziehungen haben, widerspricht dem von CDU und CSU diametral.“ So steht heute bei Stern-Online zu lesen.

Der Kerl hat Sorgen. Ich denke, dass es in Koalitionsgesprächen um viel wichtigere Dinge als um gleichgeschlechtliche Lebensbeziehungen gehen sollte – obwohl dieser Punkt sicher nicht vernachlässigt werden sollte.

Hoffentlich bleibt der Kerl in Bayern sollte es zu irgendeiner Koalition kommen, an der die CDU beteiligt ist.

Wofür ist das gut?

Bernd ist seit der letzten Woche durch das Arbeitsamt bei einer Art Fortbildung. Bei einem ersten Gespräch wurde ihm gesagt, es handelt sich um eine zweimonatige Fortbildung, an die ein 4-wöchentliches Praktikum anschliesst. Hauptsächlich sollte es um das Thema Computer und einiger gängiger Programme gehen. Die Teilnehmer sollten in zwei Gruppen aufgeteilt werden, und zwar nach dem jeweiligen Kenntisstand.

In der ersten Woche ging es um Allgemeinwissen, Politik usw. Heute ging es dann mit dem Thema Computer weiter. Auf meine Frage, was sie denn gemacht hätten, kam die Antwort: Heute haben wir gelernt, was eine Maus und eine Tastatur ist. Man hat also beide Gruppen zusammengeworfen und gesagt, die, die schon Computerkenntnisse haben, müssen eben auf die anderen Teilnehmer Rücksicht nehmen.

Na toll, da wird mal wieder Geld zum Fenster rausgeworfen und die Arbeitslosenstatistik wird durch solche Aktionen geschönt.

Skandal!


Um das obige Werbebild von Dolce + Gabbana gibt es grosse Aufregung. Wo? In den USA natürlich. Und warum? Weil aus der Hose ein paar wuschelige Haare hervorlugen. Nirgendwo in der westlichen Welt würde sich jemand über dieses Bild aufregen. Eine Hausfrau aus Georgia ist angwidert und bezeichntet das Plakat als Pornografie. Entweder ist sie nicht verheiratet oder sie macht beim Sex das Licht aus. Was heisst Sex? Wahrscheinlich schläft sie nur mit ihrem Mann – falls sie überhaupt einen hat – nur zur Zeugung weiterer Kinder.

Und die Kinder werden dann nicht aufgeklärt, die Mädchen werden zwischen 11 und 19 Jahren schwanger – wie in einer Kleinstadt in Ohio geschehen. Präsident Bush hat nämlich an den Schulen den Sexualkundeunterricht derart geändert, dass nicht mehr über Empfängnisverhütung gesprochen wird sondern es wird Abstinenz bis zur Ehe gepredigt. Nur halten sich die neugierigen Schüler auf der Highschool nicht daran, mit dem Resultat, dass jede siebte Schülerin schwanger ist. Jetzt werden Kurse in Kindererziehung statt in Sexualkunde angeboten. Vielleicht wird den Schülerinnen dort auch beigebracht, dass man seine Kinder aufklären sollte.

Die Schulbehörde ist der Meinung, dass die Eltern zu faul sind, auf die Disziplin ihrer Kinder zu achten. Nein, die Eltern sind nicht faul, sie sind zu konservativ, ihre Kinder aufzuklären, die Dinge beim Namen zu nennen. Wenn sie schon von ein paar harmlosen Schamhaaren angwidert sind und ihnen davon schlecht wird – wie sollen sie dann ihre Kinder ordentlich aufklären? Solche Worte wie Penis und Vagina und alles, was sonst noch dazu gehört sind wohl schmutzig und nimmt man nicht in den Mund – äh, spricht man nicht aus, oder wie oder was.

Nein, ich werde diese Prüderie der Amerikaner, die von Mr. President auch noch unterstützt wird bzw. eher gewollt ist, nie verstehen.

Richtig hingehört?

Angela, die Kanzlerinkanditatin, hat ja schon immer ihren Senf zu diversen Themen vor Kameras und Mikrofonen dazugegeben. Ich glaube, mich erinnern zu können, dass sie bislang mit einem leichten „Ossi“-Akzent sprach, also kein reines Hochdeutsch. Seit neuestem scheint das anders zu sein. Ich habe sie zwar in den letzten Tagen nicht so häufig im TV gesehen und gehört, aber wenn ich sie gehört habe schien es, dass sie jetzt hochdeutsch spricht. Hat sie einen Deutschkurs gemacht? Ich werde das weiter beobachten.

Das darf doch nicht wahr sein!

Wie bei Spiegel-online zu lesen ist, gibt es im EU-Recht eine Lücke, die erhebliche Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt hat: Deutsche Firmen können Osteuropäische Firmen beauftragen, z.B aus Polen, die Arbeit mit ihren Leuten hier in Deutschland ausführen zu lassen. Und das tollste an der Sache ist, dass die Sozialabgaben in Polen bezahlt werden!!!

Es handelt sich hier also nicht um einen Abbau von Arbeitsplätzen, denn die bleiben ja hier in Deutschland am Standort des Werkes bestehen. Nein, es werden einfach die Arbeiter ausgetauscht. Die Deutschen stehen auf der Strasse und werden aus den deutschen Kassen bezahlt, in die aber nichts mehr einfliesst, weil die nunmehr polnischen Mitarbeiter ihre Sozialabgaben in Polen entrichten und nicht bei uns. Gelinde gesagt finde ich, dass das eine Schweinerei ist. Mir ist kotzübel, noch dazu, dass die Leute, die noch Arbeit haben, hier zur Finanzierung von weiteren Arbeitslosen herangezogen werden.

Es ist doch abzusehen, dass demnächst die Renten-, Krankenkassen- und Arbeitslosenbeiträge wieder erhöht werden müssen weil eben weniger eingezahlt wird, und das nicht, weil Arbeitsplätze abgebaut wurden sondern weil die Arbeit, und das ganz legal, von Ausländern gemacht wird.

5 Millionen arbeitslose in Deutschland sind eine nicht zu verachtende politische Macht. Leider sind sie nicht so gut organisiert, dass sie diese Macht ausnutzen können. Stattdessen bekommen die Rechtsparteien Zulauf, was ich, wenn ich das oben gesagte höre, durchaus verstehen kann. 5 Millionen Arbeitslose sollten auf die Strasse gehen und für Arbeit demonstrieren. Der 1. Mai steht vor der Tür, das wäre doch eine gute Gelegenheit für Arbeitslose und Gewerkschafen, auf diesen Missstand hinzuweisen.

Jeder sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas tun, damit Deutschland nicht ausblutet. Ich veröffentliche diesen Missstand hier in meinem Tagebuch damit die, die es Lesen, davon Kenntnis erhalten und es weitererzählen. Rechte Parteien werde ich deshalb jedenfalls nicht wählen!

Bevorratung

Der Bund hat eine Homepage eingerichtet, auf der über Bevorratung in Krisenzeiten durch Naturkatastrophen oder „schwere Unglücksfälle in großtechnischen Anlagen (z.B. Kernreaktorunfälle)“ informiert und beraten wird. Das erinnert mich an die „Aktion Eichhörnchen“ in der Zeit des kalten Krieges. Der bundesdeutschen Bevölkerung wurden Tipps gegeben, welche Lebensmittel unbedingt in den Vorratsschrank gehören für den Fall, dass die Russen kommen.

Abgefahren

In Europa ist ein Castor-Transport unterwegs, begleitet von den üblichen Protesten. Sie mögen gerechtfertigt sein oder auch nicht. Tatsache ist jedenfalls, dass der Müll irgendwo entsorgt werden muss. Nur keiner will ihn vor seiner Haustür haben. Aber Strom – und den möglichst preiswert – wollen und benötigen alle.

Vor wenigen Minuten gab es eine Sondermeldung bei Radio Hamburg: In Frankreich sind einem Demonstranten beide Beine abgefahren worden. Er hatte sich aus Protest gegen den Transport an die Gleise gekettet. Weitere Hintergründe über diesen Vorfall sind mir derzeit nicht bekannt.