Archiv der Kategorie: politisch

Karneval in Rom

So lange es Menschen gibt, die es nicht dulden, dass eine Frau, die seit siebzehn Jahren nur noch von Maschinen am Leben erhalten wird, in sterben darf, können sich der Karnevalsverein in Rom und ihr Vorsitzender mit der Narrenkappe sicher sein, dass sie tun und lassen können, was sie wollen:
Auseinandersetzungen vor der Klinik In der Nacht zu Dienstag gab es vor Englaros Sterbeklinik im norditalienischen Udine Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern der Sterbehilfe. Etwa 300 katholische Gläubige versammelten sich Medienberichten zufolge vor dem Gebäude zu einer Mahnwache, in deren Verlauf sie die Teilnehmer einer Solidaritätskundgebung mit dem Vater Englaros als „Mörder“ und „Banditen“ beschimpften. Die Polizei griff im Laufe der Nacht ein, um die Auseinandersetzung zu beenden.

Da die arme Frau kurze Zeit nach dem Aussetzen der künstlichen Ernährung gestorben ist, was die behandelnden Ärzte nicht unbedingt erwartet hatten, kann man wohl davon ausgehen, dass eine Besserung ihres Zustandes nicht zu erwarten gewesen ist.

Verärgert

über die Kritik sei der Papst, heisst es. Na, den Ärger hat er sich wohl selbst eingebrockt. Es kann mir doch keiner erzählen, im Vatikan hätte niemand von dem Williamson-Interview gewusst. Die wissen doch alles da in Rom, die sind doch sonst immer so schlau. Und natürlich haben andere wieder mal die Schuld. Es sei alles inszeniert um dem Papst zu schaden. Die Schuld bei sich selbst zu suchen ist diesen weltfremden alten Männern mit ihren brennenden Handtaschen völlig fern. Es wird Zeit, dass Ratzinger seine Narrenkappe absetzt und sich irgendwo im Vatikan verkriecht.

Nun kriegt auch noch Angela Merkel ihr Fett weg weil sie es gewagt, hat Stellung zum dem Fall zu nehmen. War ich ihr gegenüber sonst eher negativ eingestellt, bewundere ich jetzt ihren Mut, als Deutsche Bundeskanzlerin, als Kopf unserer Regierung, den Mund aufzumachen. Dass sie nun auch aus ihrer eigenen Partei Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt, war ja wohl vorauszusehen. Die Männer, die dafür zuständig sind, können sich Benedikt ja gleich anschliessen und sich mit ihm im Vatikan einmauern lassen. Und lasst sie ja nie nie wieder raus!

Ich hatte ja mit dem Karnevalsverein da in Rom noch nie was am Hut, aber jetzt ist er mir vollends unsympathisch geworden.

Schäuble mal wieder

Was nicht passt wird passend gemacht. So kann man die Idee von Herrn Bundesstasiinnenminister Schäuble interpretieren, das Abstimmungsverfahren im Bundesrat zu ändern damit das von ihm befürwortete BKA-Gesetz doch noch, wie vom Bundestag verabschiedet, Eingang in die bundesdeutsche Gesetzelandschaft findet.

Solch ein Begehr erinnert sehr stark an Herrn Fastexpräsident Bush und an andere totalitäre Staaten.

Den Hinweis habe ich gefunden bei Duftbäumchen, nachzulesen hier.

Gibt es eigentlich einen Weg, dass wir Bürger unseren Protest über so ein anmassendes Vorgehen zum Ausdruck bringen können?

Bettler

Ein deutscher Milliardär aus der Pharmaziebranche meint, er hätte noch nicht genug Millarden. Er zockt mit VW-Aktien und fällt rein. Und was ist? Eine Milliarde ist futsch, einfach so wech. Peng! Und nun jammert er weil seine Firmengruppe Geld braucht. Was liegt da näher, als beim Staat mal nachzufragen, ob die eben mal ein paar Kröten übrig haben. Für die Banken ist ja schliesslich auch was da. Und was Autohersteller können, kann dieser Herr ja auch mal probieren. Da bleibt einem nichts übrig als zu sagen „Gute Besserung“ – oder vielleicht auch „Gute Preise“!

Die TV-Werbung für seine Unternehmen ist bekannt geworden durch Zwillinge, die in den Spots auftreten. Nun stell man sich mal vor, der Herr hätte einen Zwillingsbruder. Dann wären wohl 2 Milliarden in die Binsen gegangen.

Ausschüttung

Musterbrief

Sehr geehrter Herr Bundesfinanzminister,
sehr geehrte Damen und Herren,

da die privaten Banken in Deutschland sich im Gegensatz zu den staatlichen Landesbanken schämen, die von ihnen selbst mitgeschnürten Rettungspakete in Anspruch zu nehmen, möchte ich als gutes Beispiel vorangehen und beantrage aus patriotischen Gründen die Auszahlung meines Anteils in Höhe von *6097,– Euro *(500.000.000.000 € : 82.000.000 Bundesbürger).

Bitte senden Sie einen Scheck, besser noch eine Postanweisung in bar, da mein Vertrauen in die Integrität der Bankenvorstände doch arg gelitten hat.

Um einer Stigmatisierung vorzubeugen, beantrage ich gleichzeitig, die Anteile für Familienangehörige, Freunde und einige Arbeitskollegen bereitzustellen, auch um eine rasche Auszahlung zu gewährleisten.

Das ist zwar insgesamt nicht viel, könnte aber als Startsignal eine Welle weiterer Anforderungen auslösen.

Ganz im Sinne von Clint Eastwood, dem Hollywoodstar und Bürgermeister a.D.:
„ Eine Lawine wird durch einen Schneeball ausgelöst“.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Lächerliche Lückenfüllung

„Damit soll verhindert werden, dass die Welt einen schlechten Eindruck von China bekommt.“ – so steht es u.a. bei N-TV.de zu lesen. Es geht darum dass leergebliebene Plätze der Wettkampfstätten von Cheerleadern aufgefüllt werden sollen, die dazu auch noch zum „Klatschen und Jubeln angehalten“ werden.

Einen schlechteren Eindruck als sie schon hat kann die Welt von China gar nicht bekommen.

Schummelei

Glaube nur das, was du mit eigenen Augen siehst! Diese Weisheit ist im Zeitalter der digitalen Möglichkeiten sehr sehr wichtig und habe ich mir schon seit Jahren zu eigen gemacht. Filme, sei es auf der Kinoleinwand oder im Fernsehen, Fotos im Internet oder in Printmedien – alles kann heute manipuliert und verändert werden. Rausschneiden, einfügen oder sonstwie verändern, es gibt heute wohl kaum etwas was, was nicht möglich ist.

Bei SpiegelOnline kann man sich informieren, wie die kleinen Chinesen die Bilder der Eröffnungsfeier manipuliert haben sollen. Und die Amis sollen es ihnen gleich nachgemacht haben.

Gefunden bei Magic Volker.

Geschummelt wird auch seit Jahren schon bei den sportlichen Leistungen. Dies mit eigenen Augen zu erkennen ist so gut wie unmöglich. Der sportlich interessierte Zuschauer mag sich ob dem gerade beigewohnten Rekord nur fragen, wie denn das wohl möglich sein. Hierzu und zu einem anderen Thema, dass mit Olympia zu tun hat, die Gedanken eines Fliegenden.

Chinas Wirtschaft

Die kleinen Chinesen lachen sich ins Fäustchen:
Deutschland zahlt denen in diesem Jahr Entwicklungshilfe in Höhe von 187 Mio Euro! Dabei hat China uns wirtschaftlich bereits überholt und steht vor Deutschland auf Rang 3 der stärksten Wirtschaftsnationen! Leute wacht auf und streicht China das Geld, noch dazu, wo die eh machen was sie wollen.

Das Geld wäre besser angelegt, bei uns Arbeitsplätze zu schaffen – sonst ist Deutschland nämlich bald Empfänger von Wirtschaftshilfe.

Gefunden bei n-tv.de.

Obamamanie

Ohne Zweifel, Barack Hussein Obama kommt gut rüber. Jung und dynamisch, sympathisch, ein strahlendes Lächeln – fast alle Welt ist von ihm eingenommen.

200.000 Menschen haben seine Rede an der Siegessäule in Berlin verfolgt obwohl er fast noch ein Nichts ist. Millionen weltweit haben ihn live über das Fernsehen gesehen.

Aber bei aller Sympathie für ihn – irgendwie macht mir das alles Angst, warum weiss ich auch nicht.

Elefanten im Porzellanladen

George W. Bush, derzeit Nochpräsident der USA, führt sich nach wie vor als Herrscher der Welt auf. So hat seine Aussenministerin heute in Prag das Abkommen mit Tschechien über die Errichtung eines Raketenabwehschildes unterzeichnet. Vielleicht ist das der Beginn eines neuen kalten Krieges und eines neuen Wettrüstens. Russland wird sich das sicher nicht so ohne weiteres gefallen lassen.

Auf Kosten anderer Länder scheint Herr Bush nur wirtschaftliche Vorteile für die Industrie in seinem eigenen Reich zu sehen, was auch der Grund für diese merkwürde Vereinbarung, die eigentlich keine ist, über den Klimaschutz ist.

Einen Elefanten haben wir auch im eigenen Land. Er zertrampelt das Porzellan im Hause Siemens. Löscher heisst der Mann. Na ja, er macht seinem Namen alle Ehre indem er Arbeitsplätze löschen will. Und das bei vollen Auftragsbüchern und Gewinnen wie die Medien verbreiten. Und warum? Um noch höhere Gewinne zu erzielen damit die Aktionäre noch höhere Dividenden kassieren können.