Archiv der Kategorie: persönlich

Grippeanfall

Schon am Samstag war ich irgendwie nicht gut drauf. Da wir am Abend vorher spät schlafen gegangen waren, schob ich das auf Müdigkeit. Gestern war ich dann total hin. Müde, abgeschlafft, keinen Appetit, lustlos – obwohl einiges zu tun gewesen wäre. Nachmittags zog Bernd für mich das Sofa aus, damit ich es mir vor dem Fernseher so bequem wie möglich machen konnte.

Kaum lag ich und hatte mich eingekuschelt ging es los: Schüttelfrost! Bewegungslos, vom Zittern abgesehen, verharrte ich und wartete, dass es sich beruhigte. Eine kurze Bewegung und es ging wieder los.

Dauernd fielen mir die Augen zu. Es hatte keinen Zweck, ich musste ins Bett und versuchen zu schlafen.

Die Nacht war schlaflos und von Schweissausbrüchen begleitet. Heute Morgen merkte ich, dass ich zwar kein Fieber mehr hatte, doch war ich noch ziemlich schwach und kaputt. Ich meldete mich telefonisch bei Steffi ab, dass ich heute nicht ins Büro kommen würde. Ich glaube, diese Entscheidung war richtig. Es geht mir jetzt wieder ganz gut und ich bin morgen sicher wieder fit, ins Büro zu gehen.

Kindheitserinnerungen

Heute Abend hörten wir plötzlich ungewohnte musikalische Klänge. Es dauerte ein Weilchen bis wir realisierten, dass es sich um einen Leierkasten bzw. um eine Drehorgel handelte, die Jemand durch die Strassen schob und damit Musik machte. Früher, als ich noch nicht zur Schule ging, kam durch unsere Strasse regelmässig ein Leierkastenmann. Ich bekam von meiner Mutter einen Groschen und durfte ihn in den Teller legen, der auf dem Leierkasten stand. Bei anderen Häusern öffneten sich hier und da die Fenster und die Hausfrauen warfen in Papier eingewickelte Geldstücke auf die Strasse. Der Leierkastenmann bedankte sich, in dem er seinen Hut zog. Seine Frau sammelte die Geldstücke ein.

Ich glaube, es war heute seit Jahrzehnten das erste Mal, dass ich wieder einen Drehorgelspieler hörte, der durch die Wohnstrassen zog und mit seinem Spiel die Anwohner teils erfreute und vielleicht manchmal auch ein wenig nervte.

Zu breit?

Von meinen gestrigen Verrichtungen im Haushalt ist eine Beule im Arm übrig geblieben: Beim Verlassen der Küche stiess ich mit dem rechten Unterarm recht schwungvoll gegen die Türklinke. Aua, das tat weh. Um eine grössere Verunstaltungen zu vermeiden legte ich gleich das Kühlkissen auf. Bisher hat sich noch kein blauer Fleck gezeigt. Aber eine verhärtete Beule ist ganz eindeutig zu fühlen. Und bei verschiedenen Bewegungen mit dem Arm schmerzt es auch ein wenig.

Die Küchentür ist zwar ein wenig schmaler als die anderen Türen in der Wohnung, aber ich bin doch nicht so breit, dass ich da nicht mehr durchpasse.

Die Kinder

Schee woar’s! Nein, wir sind nicht nach Bayern gezogen.

Oliver und Melli waren heute hier. Oliver hat noch ein paar Kleinigkeiten im neuen Weblogsystem geändert. Die Beiden haben die Gelegenheit wahrgenommen und für sich je ein U25-Ticket für „Tanz der Vampire“ gekauft. Schön wenn man noch so jung ist. Dann gibt es noch recht nette Vergünstigungen. 19.00 Euro pro Person für die 2. Preiskategorie – ich gönn es den beiden Süssen.

Die Zwei konnten natürlich nicht hungrig ins Theater gehen. Ist ja peinlich wenn während der Vorstellung der Magen knurrt. Also gab es noch Pizza. In seltener Eintracht bestellten wir alle Hot-Dog-Pizza. Während des Essens lief im Hintergrund die CD mit der Music aus dem Musical und brachte Bernd und mich auf die Idee, für heute Abend noch Karten zu kaufen falls es auch für „normale“ Leute eine Ermässigung gibt. Ein Anruf beim Ticketcenter klärte uns auf, dass leider die Aktion für Ermässigungen am 31.8. beendet wurde. Na gut, dann eben nicht.Oliver und Melli machten sich also ohne uns auf den Weg ins Theater.

Gerade jetzt in dem Moment, wo ich diesen Eintrag schreibe, klingelt das Telefon. Oliver ist dran: Die Aktion ist bis Ende September verlängert worden. Es ist fast halb acht. Mit viel Hektik und Stress ist es vielleicht gerade noch möglich, ins Theater neue Flora zu kommen. Puh – nee! Das ist ein Bisschen knapp. Schade.

Es war trotzdem schön, die Beiden mal wieder zu treffen.

jadoch

„Unseren“ Tag feierten wir heute bei Bellini, unserem Stammitaliener um die Ecke. Ich fühlte mich wie im Sketch von Loriot: Er sitzt in einem Restaurant und will seine Kalbsroulade essen, kommt aber nicht dazu, weil der Ober dauernd fragt, ob denn alles in Ordnung sei. Bernds Kommentar zu mir, nach dem der Ober unseren Tisch wieder mal verlassen hatte: „Man kann es auch übertreiben.“ Es ist in der Tat so, dass der Kellner wirklich überfreundlich und überaktiv ist. Mindestens zwei Mal klärte er uns auf, dass der Wein aus Apulien kommt. Selbst als wir den ganz normalen gemischten Salat zu uns nahmen fragte er, ob denn alles in Ordnung sei. Wir wissen, dass es gut gemeint ist, aber es war wirklich alles sehr übertrieben. Mein Nachtisch liess mich das aber alles vergessen. Die Zabaione war allererste Klasse, phantastisch, ein Traum!

Müder Dienstag

Den Wecker hätte ich am liebsten heute morgen ausgeschaltet und zu gerne wollte ich weiterschlafen. Doch das ging leider nicht.

Im Büro fand ich tatsächlich eine schriftliche Haftbarmachung vor. Sie entlockte mir nur ein müdes Lächeln. Wir waren voll im Recht. Das bestätigte sich im Laufe des Vormittags als sich die Gegenseite bereiterklärte, neue Papiere mit nur einer Qualitätsbezeichnung ausstellen zu lassen. Sieg!

Den ganzen Tag über musste ich mich recken, meine Augen reiben und gähnen. Mal schauen, wie ich den Abend überstehe und wann ich todmüde ins Bett fallen werde.

Langschläfer

Für unsere Verhältnisse ungewöhnlich spät wachten wir heute auf. Wir wollten noch zu Bernds Mutter und dort ein paar Dinge im Flur erledigen. Gegen halb zehn kamen wir los, eine Zeit, zu der wir gewöhnlich von unseren Einkäufen zurückkehren. Erst gegen Mittag waren wir zurück, der halbe Tag war schon vorbei.

Auf und ab

Das Leben ist ein ständiges auf und ab. Glückliche und weniger glückliche Zeiten wechseln sich ab. Schön ist es, zu allen Zeiten einen Freund, einen Partner zur Seite zu haben. In Zeiten des Glücks ist es wunderbar, das Glück mit seinem Partner zu teilen. Doch schnell kann es geschehen, dass man ein Tal durchschreiten muss. Krankheit, Tod, Trennung, Arbeitslosigkeit sind wohl die schlimmsten Dinge, die einem zustossen können. Dann ist es besonders wichtig, einen Partner oder Freund zu haben, der bereit ist, mit durch das Tal zu gehen, der zu einem Hält, der einen nicht fallen lässt, der Geduld hat, der auch mal mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Vielleicht gehört aber ein wenig Entgegenkommen von Seiten des Betroffenen dazu und ein wenig Bereitschaft, sich zu öffnen, sich helfen zu lassen. Es ist sicher leichter, gemeinsam dem Tal zu entkommen und den Berg zu erklimmen, auf dem wieder die Sonne scheint.

(Die sichtbaren Eintragungsdaten der Kommentare entsprechend nicht der tatsächlichen Veröffentlichungszeit)