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Geschafft

Nun haben wir es wieder geschafft. Der Tag, dem wir wochenlang entgegenfierberten, ist vorbei. Die Geschenke sind verteilt. Meine Eltern und Bernds Mutter haben sich wieder wohlgefühlt und es genossen, verwöhnt zu werden. Es bereitet uns dann auch Freude, sie zu verwöhnen. Nur das Chaos in der Küche danach bereitet keine Freude. Aber das gehört nun mal dazu. Und inzwischen ist es auch vergessen. Was bleibt ist die Erinnerung an schöne Stunden.


Tradition

Die diesjährige traditionelle Familienweihnachtsfeier wurde von meinen Eltern ausgerichtet. Wir trafen uns am Nachmittag zu Glögg und Gebäck. Die Männer begutachteten jeweils die neuesten technischen Spielzeuge der anderen, nämlich die Digicams. Leider hatte ich meine vergessen. Oliver hat die Bilder für diesen Eintrag zur Verfügung gestellt. Entgegen dem Trend, sich gegenseitig keine Weihnachtsgeschenke zu machen, steht dieses Thema bei uns gar nicht zur Diskussion. Es wird geschenkt auf Teufel komm raus, und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Das Austauschen der Geschenke und das damit verbundene Auspacken, Berge von Papier, sich freuen, lachen, sich bedanken, umarmen – das ist ein grosser Teil dessen, was diese Familienfeier ausmacht. Und so drängelte Cousine Andrea schon recht schnell: Wann ist endlich Bescherung? Und schon beginnt in jedem Jahr die Diskussion aufs Neue: Vor oder nach dem Essen? Wir entschieden uns für vor dem Essen. In diesem Moment fiel Melli ein, dass sie zu Hause ein Geschenk vergessen hatte. Und schon machte sie sich auf den Weg. Kurzfristig wurde mit dem Essen umdisponiert: Wir essen wenn Melli wieder da ist und machen dann Bescherung. Meine Mutter hatte ein leckeres Hirschgulasch zubereitet. Dazu gab es Spätzle und zum Nachtisch Eis. Das Essen zog sich hin und Andrea wurde immer ungeduldiger: Wann ist endlich Bescherung? So spät haben wir das noch nie gemacht! Endlich ging es los. Taschen, Kartons und Körbe, die im Treppenhaus auf Warteposition deponiert waren,


wurden in die Stube gestellt und jeder verteilte an jeden Geschenke. Das Rascheln des Papiers erfüllte den Raum. Alle waren am auspacken und freuten sich über das, was sie bekommen hatten und darüber, wie die anderen sich freuten, dass man sich freute.

Teilweise waren Erklärungen notwendig: Was ist denn dies und wofür ist das? Wie macht man denn Nudeln selbst? Und dann der nächste Schock für Melli: Sie hatte noch ein Geschenk vergessen. Da unsere Tante Anstalten machte, bald nach Hause zu wollen (sie ist immerhin 92 Jahre alt), erklärten Oliver und Melli sich bereit, sie nach Hause zu fahren. Auf dem Rückweg würden sie das vergessene Geschenk mitbringen, das ausgerechnet für Andrea bestimmt war. Gegen Mitternacht war dieses schöne Fest zu Ende, nicht ohne vorher den Termin für das Familientreffen im nächsten Jahr festzulegen: Am 17. Dezember 2005 wird Andrea das Treffen ausrichten.

Besuch beim Junior

Oliver absolviert zurzeit sein letztes Semester an der FH in Flensburg, ein Grund, ihn dort noch mal zu besuchen. Heute Mittag machten wir uns über die A7 auf gen Norden. Wie immer, wenn wir nach Flensburg fahren, im trüben nebeligen Wetter.

Zuerst gab es in seiner Studentenbude Kaffee und Gebäck. Die beiden Computerfreaks tauschten Erfahrungen aus.


Danach ging es zum Bummeln in die Stadt und natürlich gab es auch Glühwein bzw. heissen Kakao mit Schuss (auf die Sahne haben wie lieber verzichtet).



Glühwein macht hungrig und so suchten wir nach einem geigneten Restaurant, was sich als recht schwierig erwies. Überall war reserviert bzw. Geschlossene Gesellschaft. Etwas abseits vom Kaufrausch fanden wir in einem Hinterhof ein kleines gemütliches Restaurant, das Hinterhofrestaurant. Eine kleine Speisekarte deutete auf gute Qualität hin. Obwohl alle Plätze reserviert waren, bekamen wir einen Tisch zugewiesen, an dem erst später Gäste erwartet wurden. Bei sehr gutem Essen, netter Bedienung 😉 und netten Gesprächen beendeten wir unseren Ausflug nach Flensburg.

2. Adventssonntag

Wären Andrea und Manfred heute nicht zum Bummeln nach Hamburg gekommen – frewillig wären wir nicht in die Stadt gegangen.

Andrea meldete sich kurz vor 15.00 Uhr, dass wir uns jetzt treffen können. Mit der U-Bahn fuhren wir bis zum Jungfernstieg, von dort sind es nur noch wenige Gehminuten bis zum vereinbarten Treffpunkt in einem kleinen Bisto in der Einkaufspassage Kaufmannshaus. Der Weg dorhin war durch flanierende, bummelende, Einkaufstüten tragende Menschenmassen nicht so einfach. Besonders störend sind junge Mütter mit Kind oder 5 – 6 Frauen, die mitten auf dem Gehweg stehen bleiben und den Menschenstrom teilen wie Moses das Wasser. Ich habe nichts gegen junge Mütter oder gegen Frauen im allgemeinen, aber können die nicht an die Seite gehen?

Trotz aller Widrigkeiten erreichten wir unser Ziel. Die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten war gross – sehen wir uns doch so oft nicht. Bei Wein und Bier wurde es ein netter Nachmittag. Mit zunehmendem Alkoholgenuss wurden unsere Zungen lockerer und es liess sich wunderbar über die Passanten draussen in der Halle und die Kunden im gegenüberliegenden Geschäft lästern. Andrea und ich schafften es tatsächlich, der Wirtin eine Sorte Wein wegzutrinken.

Irgendwann wurde es Zeit für die Beiden, den Heimweg anzutreten. Wir begleiteten sie zum Bahnhof durch die weihnachtlich beleuchtete und geschmückte Hamburger Innenstadt.



Wir freuen uns auf einer Wiederholung im nächsten Jahr. Doch vorher treffen wir uns noch auf unserer tradionellen Familienweihnachtsfeier in 2 Wochen.

Verwöhntag

Ab und zu muss man seine Eltern mal verwöhnen. Es ist nun nicht so, dass ein „Muss“ dahintersteht. Es ergab sich halt so.

So waren denn heute Bernds Mutter und meine Eltern bei uns zu Gast. Erst gab es Kaffee und Gebäck und später dann den leckeren Grünkohlauflauf – dazu ein leichter Weisswein. Es ist schön zu beobachten, wie sie die Eltern wohlfühlen, wie es ihnen schmeckt, wie sie es geniessen, verwöhnt zu werden.

Den nächsten Verwöhntag gibt es am 24. Dezember.

Dicke Dinger

Neue Schuhe eignen sich nicht unbedingt sie beim ersten Mal zu einem längeren Fussweg anzuziehen, auch wenn es nur ca. 20 Minuten sind. Beim Anprobieren erschienen sie mir recht bequem. Sie habe eine entsprechende Weite, sind handgearbeitet und aus Leder. Nichts war hart oder drückte meine zarten Füsschen. Heute Morgen zog ich sie das erste Mal an. Bereits nach wenigen Metern merkte ich, dass es an der Ferse scheuerte. Je länger der Weg dauerte – um so schlimmer wurde es. Mit Mühe erreichte ich das Büro. Unterwegs war mir schon klar, dass ich in diesen Schuhen den Tag nicht überstehen würde. Ich hatte allerdings noch die Hoffnung, dass es im Büro nicht ganz so schlimm sein würde. Doch weit gefehlt, jeder Schritt war eine Qual. Ich griff zum Telefon und rief Bernd an und bat ihn, mir ein anderes Paar Schuhe zu bringen.

Nach ca. 20 Minuten kam die Erlösung. Normaler Weise gehe ich zu Fuss die Treppen runter, aber das tat ich mir nicht an und nahm den Lift, schleppte mich zum Wagen um meine Schuhe von Bernd in Empfang zu nehmen. Am liebsten hätte ich sie gleich auf der Strasse gewechselt. Aber das machte ich dann doch lieber im Büro. Und ich ging wie auf Wolken! Es war phantastisch! Der Tag war gerettet.

Abends zu Hause stellte ich fest, dass ich an den Fersen beider Füsse dicke Blasen hatte. Da die alten Schuhe hinten etwas niedriger sind als die neuen hatte keine Probleme damit gehabt. Ich werde mir wohl überlegen müssen, was man mit den Schuhen anstellen kann damit ich sie auch mal ungestört tragen kann.

Schon wieder Besuch

Das ist nicht negativ, wir halsen uns nämlich keine Leute auf, die wir nicht mögen.

Seit gestern ist Frank aus München bei uns. Er musste Webmeilen einlösen bevor sie verfallen und hatte sich kurzfristig entschlossen, uns zu besuchen.

Gestern Abend waren wir mal wieder im Musical. Tanz der Vampire kannte Frank noch nicht. Und wir bekamen noch sehr gute Karten in der 11. Reihe, die Plätze direkt am Gang. Vor der Vorstellung nahmen wir noch einen Drink im Stage Club, eine Bar innerhalb des Theaters.

Wissend, was während der Vorstellung passieren kann, setzten wir Frank auf den äusseren Platz direkt am Gang. Und es passierte tatsächlich: Frank wurde von einem dieser Untoten erschreckt als dieser von der Bühne kommend durch den Gang den Saal verliess. Gefiel mir die letzte Aufführung im Juli schon gut so schien es, als sei diese Vorstellung noch besser gewesen. Ich habe keine Ahnung, woran das liegen mag. Vermutlich hat auch das Publikum selbst einen grossen Anteil. Was nützt es, wenn sich die Darsteller noch so viel Mühe geben wenn das Stück dem Publikum nicht gefällt? Auch Frank hat es gefallen. Sein Kommentar: Jederzeit wieder! Na, das kann teuer werden. Nach der Vorstellung liessen wir den Abend im Stage Club bei einem Bier und Livemusik ausklingen.