Archiv der Kategorie: persönlich

Lebenszeichen

In der vergangen Woche waren meine Bloggingaktivitäten eher spärlich – was nicht heissen soll, dass bei uns nun gar nichts passiert ist. So haben wir z.B. neue Führerscheine beantragt. Zurzeit fahren wir jeder mit einem DIN A5 Blatt als Führerschein durch die Gegend weil der alte ungültig gemacht wurde. Bis die neuen Kartenführerscheine da sind, fahren wir mit einer „Ausnahmegenehmigung“.

Aufgrund in die Zukunft gerichteter Gedanken habe ich im Moment eine Kreativitätsblockade und bin nicht in der Lage, auch nur kleine Begebenheiten aus dem täglichen Leben, wie z.B. der Führerscheintausch, attraktiv in Worte zu fassen und für das Tagebuch aufzubereiten.

Ein wichtiger und positiver Schritt für die Zukunft wurde heute getan. Ich weiss jetzt, woran ich bin und die Planungen können gezielt weitergehen.

Auf der Suche

Es ist schon lange der Wunsch nach einer grösseren Wohnung vorhanden. Aber man ist ja auch bequem und es ist ja auch schön hier. Der einzige Grund nach einer anderen Wohnung ausschau zu halten ist der, ein Zimmer mehr haben zu wollen. Nein, es gibt 2 Gründe. Der 2. ist die Küche. Wenn es eine andere Wohnung gibt, dann muss die Küche auch grösser sein.

Seit ein paar Tagen bin ich also auf der Suche im Internet. Und heute war was dabei, dass sich gut anhörte und auch noch gut aussah, jedenfalls auf den Bildern.

Wir machten uns also auf den Weg und fuhren bis fast an die Stadtgrenze zu Schleswig-Holstein.

Bereits der erste Eindruck der Anlage sagte uns, dass wir dort nicht wohnen möchten. Die Häuser gruppieren sich um einen Platz, dass es sah aus wie eine alte Kasernenanlage. Das war schon mal ein Minuspunkt. Dann das Haus, in dem die Wohnung liegt: Der Eingangsbereich alt, das Treppenhaus ebenfalls. Die Wohnung liegt im Neuausgebauten Dachgeschoss und ist ganz nett. Aber auch die Umgebung beeinflusst das Wohngefühl. Was nützt die tollste Wohnung wenn man sich dort nicht wohlfühlen kann. Ausserdem hat die Wohnung keine Einbauküche und es gibt keinen Stellplatz für den Wagen.

Wir suchen also weiter. Und je mehr man sich anschaut, um so mehr Eindrücke und Informationen bekommt man und weiss, worauf man achten muss.

Schnee und kein Ende in Sicht

Der 1. März ist meteorologsicher Frühlingsanfang. Nur ist vom Frühling noch nichts zu sehen. Die Krokusse, die schon etwas vorlaut ihr zartes Gelb zeigten, werden von einer Schneedecke in die Schranken gewiesen.

Heute Morgen hab ich das erste Mal in diesem Winter – bzw. in diesem Frühling – einen Schal umgebunden. Erstens weil ich mich nicht erkälten will und zweitens weil es unangenehm ist, im Schneetreiben mit dem Wind von vorn zur Arbeit zu gehen. Da reicht der hochgeklappte Kragen nicht. Der Schirm meines Cappi hatte die Funktion eines Spoilers übernommen und hielt mir die Schneeflocken von der Brille fern. Die Hände tief in den Jackentaschen vergraben, stapfte ich in Richtung Büro.

Ich befürchte, dass wir in der kommenden Nacht zu einer sehr unchristlichen Zeit wieder aus dem Schlaf gerissen werden. Es schneit und schneit und schneit – und da wird wohl wieder der private Schneeräumdienst auf der Matte stehen und mit seinem Motorbesen die Gehwege räumen.

Es gibt noch ein Nachteil dieses Wintereinbruchs: Ich habe ständig Hunger. Das muss so eine Art Schutzfunktion sein. Schnee und Kälte signalisieren dem Körper, ein Depot anzulegen. Mein Depot ist aber gross genug. Ich wäre ja schon froh, wenn es ein wenig reduziert wird. Es muss nicht grösser werden. – Also lieber Wettergott, lass es Frühling werden und die Sonne scheinen, lass die Vögel singen und die Blumen spriessen.

Winterzeit – Grünkohlzeit

Für mich endet der Winter mit dem 28. Februar. Ich hoffe, dass das auch für den Wettergott gilt und ab Dienstag die Temepraturen langsam aber stetig ansteigen und es keinen Schnee mehr gibt. Bis dahin müssen wir noch unseren Grünkohlvorrat vernichten. Deshalb gibt es morgen noch Mal den leckeren Grünkohlauflauf. Die Zwiebeln, die zusammen mit den Kohl angeschmort werden, hab ich nach einer Anleitung im Tagesblog geschnitten. Mir war zwar bekannt, dass es so einen Trick gibt, die Zwiebel einfach in Würfel zu zerteilen, doch wie es funktioniert wusste ich bisher nicht.

Da wir zurzeit keinen Tisch haben (die Tischplatten werden einer Schönheitskur unterzogen), ist dieser Auflauf auch ohne grossen Aufwand zu essen, z.B. ganz nebenbei am Rechner. Ich weiss, dass das keine Esskultur ist. Und das machen wir sonst auch nicht. Die Tischplatten werden Montag Abend geliefert. Am nächsten Wochenende gibt es dann wieder ein gemütliches Essen am Tisch, nett gedeckt mit allem, was dazugehört.

Efreulich

Heute hatte ich meine erste Vorsorgeuntersuchung in diesem Jahr beim Zahnarzt. Bevor ich den Mund für die Untersuchung aufmachte, unterhielt ich mich mit dem Doc über unsere neue, im Januar gekaufte, elektrische Zahnbürste, unter anderem über die erhöhte Leistung gegenüber dem alten Modell und die diversen Zusatzgeräte.

Dann ging es an die Untersuchung. Ich erwartete, dass wieder mal Zahnstein entfernt werden müsste, was am Anfang des Jahres besonders ärgerlich ist, da die Krankenkasse die Entfernung des Zahnsteins nur noch ein Mal jährlich bezahlt.

Mit dem kleinen Haken kratzte der Arzt in meinem Esszimmer herum, besonders zwischen den Zähnen und an den Rückseiten derselben. Nach wenigen Minuten war die Prozedur beendet. Mein Zahnarzt eröffnete mir, dass nur sehr geringe Mengen Zahnstein vorhanden sind, dessen Beseitung sich noch gar nicht lohnen würde. Er meinte, dass es vielleicht an der neuen, leistungsfähigeren Zahnbürste liegen könnte.

Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich eine Zahnarztpraxis ohne eine Behandlung verlassen habe, und das bereits genau zu dem Zeitpunkt, der eigentich mein Termin war. Ich sass nämlich schon 10 Minuten vor dem Termin auf dem Behandlungsstuhl. Alles in allem ein erfreulicher Zahnarzttermin.

Im Namen des Volkes

Nach fast 32-jähriger Ehe wurde ich heute Vormittag in Lübeck geschieden. Die Formalitäten dauerten nur wenige Minuten, dann wurde das Scheidungsurteil gesprochen.

Zuvor gab es noch ein wenig Aufregung. Meine Frau und ich wurden vom Familienrichter bereits aufgerufen, nur der Anwalt war noch nicht da. Er erschien ein paar Minuten nach dem angesetzten Termin. Seine Tochter hatte am Morgen einen Fahradunfall auf dem Weg zur Schule, deshalb die kleine Verzögerung.

Nein, es ist kein Freudentag für mich, es gibt keinen Sekt und keine Schnittchen. Es ist ein Abschnitt meines Lebens, der jetzt beendet wurde.

Olé – Oh weh!

Das war er nun, unser spanischer Abend – und heute sind wir kaputt. Aber von vorn:

Ich hatte da schon mal was vorbereitet, am Freitag Abend. Das Fleisch (Lamm) musste mariniert werden und eine Portion vom Nachtisch (Crema Catalana) hab ich fertig gemacht. Mit der zweiten Portion wurde es leider nichts weil mir ein Ei in die Brüche ging. Man sollte für solche Zwecker immer ein Ersatzei haben.

Gestern Morgen ging es dann erstmal los, ein neues Ei zu besorgen und noch ein paar Dinge mehr, unter anderem noch 2 Flaschen Wein. Unsere Gäste hatten sich entschieden, auf Grund der Wetterlage mit der Bahn aus Lübeck anzureisen. Für 6 Personen 5 Flaschen Wein – das könnte eng werden. Ausserdem war schon eine halbe Flasche für die Marinade draufgegangen. Und vom Rest würde ich auch noch was zum Kochen benutzen müssen.

Vom Einkaufen zurück ging der Küchenstress los: Nachtisch machen, das Fleisch anbraten und dann zusammen mit den Zutaten in den Bräter legen, Kartoffeln schälen, Schweinefilet für die Tapas marnieren. Die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld und platzte aus allen Nähten.

Ab 14.00 Uhr kam der Bräter in den Backhofen und ich konnte mich salonfähig machen, d.h. duschen sowie Bart und Haare stutzen. Dann wurde der Tisch gedeckt.


Danach ging es in der Küche weiter: Käse schneiden, Schinken aufrollen, Kartoffeln in den Bräter legen, Brot toasten, umziehen, Schweinefilet auf Spiesschen stecken und braten – Stress pur. Um 17.00 Uhr kommen die Gäste! Hoffentich schaff ich das alles. Hoffentlich schmeckt es auch, hoffentlich mögen sie es. Hausfrauensorgen eben.

Und dann standen sie in der Tür. Erwartungsvoll waren sie – hatte ich doch einen Themenabend angekündigt – und hoffentlich hungrig. Wegen der Farben der Tischdekoration kam ihnen die Sache gleich spanisch vor, womit sie nicht falsch lagen. Meine Bedenken wurden zerstreut. Die Tapasplatte wurde komplett geleert, selbst die Oliven wurden ein Opfer der hungrigen Gäste. Und mit dem spanischen Lammtopf hatte ich voll ins Schwarze getroffen. Es schmeckte aber auch wirklich alles lecker.



Nach dem Essen sassen wir bei Wein und Brandy zusammen und sprachen über dies und das und jenes. Schnell war eine Flasche Wein nach der anderen geleert. Welch ein Glück, dass wir noch 2 Flachen zugekauft hatten.

Nach 1 Flasche Sekt, 6 Flaschen Wein, 1/2 Flasche Brandy, 3 Flaschen Bier und etwas Sherry (den gab es zum Dessert), war der nette Abend zu Ende und unsere Gäste fuhren zurück nach Lübeck.


Wir blieben zufrieden und mit einem Chaos in der Küche zurück.

Schnell räumten wir im Wohnzimmer noch ein wenig auf und gingen dann ins Bett. Eigentlich wollten wir ja schlafen. Aber der Alkohol hatte wohl eher eine anregende Wirkung und so war an Schlaf erst mal nicht zu denken.

Und wie geht’s uns heute?: Mit leichten Schwindelgefühlen im Kopf standen wir auf und beseitigten das Küchenchaos. Matt und müde sind wir, haben kleine Augen und kalt ist uns. Ein entspannendes Bad machte mich nicht munter. Allerdings fror ich danach nicht mehr. Es dauerte ziemlich lange bis ich mich dazu aufraffen konnte, diesen Eintrag zu schreiben. Ich freue mich auf unseren Sofaabend.

Ein neuer Abschnitt

Oliver hat heute in Flensburg seine letzte Klausur geschrieben. Sein Gefühl sagt ihm, dass er die ganz gut über die Runden gebracht hat. Wenn das nicht so ist, stimmt mit seinem Gefühl was nicht.

Am Wochenende wird er seine Zelte in Flensburg abbrechen. Das war’s dann. Seine Telefonnummer und seine Adresse kann ich dann streichen. Ab Anfang Februar macht er dann sein Diplom bei Daimler Chrysler in Mannheim. Eine kleine Wohnung hat er auch schon, die tausendmal sauberer ist als die, in der er letztes Mal gewohnt hat.

Dieser Umzug ist natürlich nichts Besonderes, besonders auch deshalb, weil sein Studium ja erst im Sommer mit dem Diplom beendet sein wird. Trotzdem ist mir etwas wehmütig (wieso eigentlich mir?), weil Flensburg jetzt abgehakt ist.