Archiv der Kategorie: persönlich

Faulenzen

Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende das Disney-Special fertigmachen. Doch ich konnte mich dazu nicht aufraffen. Ich brauchte einfach mal das „Nichtstun“, bzw. so viel wie möglich nichts tun, anders ausgedrückt: So wenig wie möglich machen.

Es ist ja nun nicht so, dass ich das ganze Wochenende auf der faulen Haut gelegen habe. Es gibt ja immer etwas, das erledigt werden muss. Ich habe z.B. Muffins gebacken, leichtsinnigerweise aus einer Fertigmischung von Mondamin. Ich wollte sie morgen mit in die Firma nehmen. Ich kann’s vergessen weil sie nach Chemie schmecken. Jetzt gebe ich morgen Erdbeerkörbchen aus, nachträglich zu meinem Geburtstag. Die gibt es im Bahnhof beim Bäcker und sie schmecken besser als diese Muffins.

Ich werde mir das Reisespecial für das nächste Wochenende vornehmen. Ich hoffe, dass ich dann genügend Energie dazu habe.

Wohnungsstress

Der April scheint sich für mein Weblog zu einem ganz schwachen Monat zu entwickeln. Mein Kopf ist voll von Gedanken um den Kauf der Wohnung. Deshalb kann ich mich kaum auf andere Dinge konzentrieren.

Immer noch nicht ist alles in „trockenen Tüchern“. Ich hoffe aber, dass wir in der kommenden Woche einen entscheidenden Schritt weiterkommen und die Finanzierung regeln können.

Am Mittwoch hatten wir ein Finanzierungsgespräch hier zu Hause. Ich dachte, der Berater würde sein Laptop aufklappen und uns gleich was ausrechnen. Stattdessen holte er ein Bündel Papier aus der Tasche und machte irgendwelche Skizzen und Notizen. Dann erzählte er was von einer Kombination aus Bausparvertrag und Darlehen. Alle roten Lampen gingen bei mir an, als ich das Wort Bausparvertrag hörte. Erstens bekommt er bei einem Abschluss darauf eine Provision und zweitens beginnt man bei einem Bausparvertrag mit einem Minus da die Abschlussgebühr sofort belastet wird und erst mal angespart werden muss. Zahlen konnte er uns nicht nennen. Wir haben Montag einen Termin in der Bank, wo uns dann seine Idee in Zahlen präsentiert werden soll. Wir hören uns das mal an – vielleicht ist es ja doch interessant.

Donnertag Abend war der Verkäufer bei uns, um mit uns Fragen aus dem Kaufvertrag durchzugehen und Fragen zur Wohnung selbst zu beantworten. Am Schluss haben wir den Preis noch mal um etwas runterhandeln können.

Es ist ja auch ein Risiko, in die Nähe eines Atomkraftwerks zu ziehen. In der Zeitung stand ja nun gerade, dass sich die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen darauf verständigt haben, an Bewohner, die im Umkreis von 10 km von einem Atomkraftwerk wohnen, Jodtabletten zu verteilen. Die Dinger soll man bei Austritt von radioaktivem Material schlucken, damit sich das nicht in der Schilddrüse einnistet. Na ja, wenns denn hilft – und wenn man uns dann auch immer die Wahrheit sagt, ob sowas Schlimmes in die Umwelt gelangt ist.

Am Tag danach

Es ist nichts Besonderes, 55 Jahre alt zu werden. Einzig die 2 Fünfen machen diesen Geburtstag erwähnenswert. Und somit hatte ich Familie und Freunde eingeladen, diesen Tag zu feiern. Und wie wir gefeiert haben – bei gutem Essen und nach dem Essen flossen Wein und Ouzo in Strömen.

Heute Morgen wachten wir mit Kopfschmerzen auf. Die Fahrt mit dem offenen Dach zum Brötchenholen tat uns gut und sorgte für Entspannung im Kopf.

Nach dem ausgiebigen Frühstück zusammen mit Frank machten wir uns auf den Weg nach Geesthacht. Da Frank nicht gerade sehr gross ist, war es kein Problem, zu dritt in unserem Wagen zu fahren. In Geesthacht zeigten wir ihm den Platz, auf dem das Haus gebaut werden wird, in dem wir – wenn alles klappt – im nächsten Jahr wohnen werden. Bei unserem Rundgang trafen wir den Verkäufer, mit dem wir uns noch eine Weile unterhielten. Donnerstag Abend kommt er zu uns und dann wird alles noch Mal durchgesprochen.

Zurück in Hamburg machte Frank sich auf den Weg, um eine Chatbekanntschaft zu treffen. Bernd und ich registrierten das dankbar. So konnten wir uns ein wenig gehen lassen. Denn eins ist klar: So richtig gut drauf sind wir heute nicht. Und das kann man nach der langen Nacht auch nicht erwarten.

Freie Fahrt

In der vergangenen Woche hab ich ja nun gar nichts geschrieben, was nicht heisst, dass es nichts neues gibt. Gewisse Andeutungen hatte ich ja gemacht.

Die Woche war geprägt von Gesprächen und schlaflosen Nächten. Am Donnerstag haben wir uns dann endgültig entschieden: Im Laufe des nächsten Jahres werden wir nach Schleswig-Holstein ziehen. In der Kleinstadt Geesthacht werden wir uns eine Wohnung kaufen. Die Wohnanlage mit 6 Häusern liegt direkt an der Elbe.

Es wird ganz bestimmt eine Umstellung für uns. Ganz einschneidend wird der Weg zur Arbeit und zurück nach Hause sein. Ich bin dann auf das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen oder es wird eine Kombination aus beidem. Wir werden dann sehen, wofür ich mich entscheide.

Jetzt, wo die Entscheidung gefallen ist, bin ich wieder ein wenig ruhiger geworden, was sicher nicht bedeutet, dass es keine schlaflosen Nächte mehr gibt. Da es eine Neubauwohnung ist, die erst noch gebaut werden soll, haben wir Einfluss auf die Gestaltung einiger Bereiche, z.B. Küche, Bad und Bodenbeläge. Und da gibt es bekanntlich viele Möglichkeiten. Allerdings müssen wir ja auch Rücksicht auf die Kassenlage nehmen. Wir wollen ja auch noch ein wenig leben und nicht jeden Cent oder Euro dreimal umdrehen müssen, bevor wir ihn ausgeben.

Die Wohnung selbst ist genau das, was wir uns immer vorgestellt haben. Dass sie nun ausserhalb von Hamburg liegt, müssen wir in Kauf nehmen. Wenn wir uns dort wohlfühlen, nehmen wir es gerne in Kauf.

Lebenszeichen

In der vergangen Woche waren meine Bloggingaktivitäten eher spärlich – was nicht heissen soll, dass bei uns nun gar nichts passiert ist. So haben wir z.B. neue Führerscheine beantragt. Zurzeit fahren wir jeder mit einem DIN A5 Blatt als Führerschein durch die Gegend weil der alte ungültig gemacht wurde. Bis die neuen Kartenführerscheine da sind, fahren wir mit einer „Ausnahmegenehmigung“.

Aufgrund in die Zukunft gerichteter Gedanken habe ich im Moment eine Kreativitätsblockade und bin nicht in der Lage, auch nur kleine Begebenheiten aus dem täglichen Leben, wie z.B. der Führerscheintausch, attraktiv in Worte zu fassen und für das Tagebuch aufzubereiten.

Ein wichtiger und positiver Schritt für die Zukunft wurde heute getan. Ich weiss jetzt, woran ich bin und die Planungen können gezielt weitergehen.

Auf der Suche

Es ist schon lange der Wunsch nach einer grösseren Wohnung vorhanden. Aber man ist ja auch bequem und es ist ja auch schön hier. Der einzige Grund nach einer anderen Wohnung ausschau zu halten ist der, ein Zimmer mehr haben zu wollen. Nein, es gibt 2 Gründe. Der 2. ist die Küche. Wenn es eine andere Wohnung gibt, dann muss die Küche auch grösser sein.

Seit ein paar Tagen bin ich also auf der Suche im Internet. Und heute war was dabei, dass sich gut anhörte und auch noch gut aussah, jedenfalls auf den Bildern.

Wir machten uns also auf den Weg und fuhren bis fast an die Stadtgrenze zu Schleswig-Holstein.

Bereits der erste Eindruck der Anlage sagte uns, dass wir dort nicht wohnen möchten. Die Häuser gruppieren sich um einen Platz, dass es sah aus wie eine alte Kasernenanlage. Das war schon mal ein Minuspunkt. Dann das Haus, in dem die Wohnung liegt: Der Eingangsbereich alt, das Treppenhaus ebenfalls. Die Wohnung liegt im Neuausgebauten Dachgeschoss und ist ganz nett. Aber auch die Umgebung beeinflusst das Wohngefühl. Was nützt die tollste Wohnung wenn man sich dort nicht wohlfühlen kann. Ausserdem hat die Wohnung keine Einbauküche und es gibt keinen Stellplatz für den Wagen.

Wir suchen also weiter. Und je mehr man sich anschaut, um so mehr Eindrücke und Informationen bekommt man und weiss, worauf man achten muss.

Schnee und kein Ende in Sicht

Der 1. März ist meteorologsicher Frühlingsanfang. Nur ist vom Frühling noch nichts zu sehen. Die Krokusse, die schon etwas vorlaut ihr zartes Gelb zeigten, werden von einer Schneedecke in die Schranken gewiesen.

Heute Morgen hab ich das erste Mal in diesem Winter – bzw. in diesem Frühling – einen Schal umgebunden. Erstens weil ich mich nicht erkälten will und zweitens weil es unangenehm ist, im Schneetreiben mit dem Wind von vorn zur Arbeit zu gehen. Da reicht der hochgeklappte Kragen nicht. Der Schirm meines Cappi hatte die Funktion eines Spoilers übernommen und hielt mir die Schneeflocken von der Brille fern. Die Hände tief in den Jackentaschen vergraben, stapfte ich in Richtung Büro.

Ich befürchte, dass wir in der kommenden Nacht zu einer sehr unchristlichen Zeit wieder aus dem Schlaf gerissen werden. Es schneit und schneit und schneit – und da wird wohl wieder der private Schneeräumdienst auf der Matte stehen und mit seinem Motorbesen die Gehwege räumen.

Es gibt noch ein Nachteil dieses Wintereinbruchs: Ich habe ständig Hunger. Das muss so eine Art Schutzfunktion sein. Schnee und Kälte signalisieren dem Körper, ein Depot anzulegen. Mein Depot ist aber gross genug. Ich wäre ja schon froh, wenn es ein wenig reduziert wird. Es muss nicht grösser werden. – Also lieber Wettergott, lass es Frühling werden und die Sonne scheinen, lass die Vögel singen und die Blumen spriessen.