Vorerst können wir uns ein wenig zurücklehnen:
Mutter bekommt den reservierten Platz im Seniorenheim ohne Pflegestufe, als Kurzzeitpflege. Insofern ist uns erstmal eine Last genommen worden.
Allerdings kommt dann im Heim ein Gutachter, der dann feststellt, was meine Mutter kann und nicht kann. Wenn dann eine Ablehnung der Pflegestufe erfolgt, können wir Widerspruch einlegen.
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Abgelehnt!
Der MDK hat den Eilantrag für eine Pflegestufe für meine Mutter vorerst abgelehnt! Morgen habe ich ein Gespräch mit der Sachbearbeiterin des Sozialen Dienstes in der Rehaklinik. Vielleicht kann uns die irgendwie helfen. Für mich bedeutet diese Nachricht mal wieder eine schlaflose Nacht.
Entspannung
Die Situation um meine Mutter scheint sich zu entspannen. Es wird jetzt ein Eilantrag auf eine Pflegestufe gestellt. Das hat mir gestern die Ärztin bestätigt, der ich zufällig in der Reha begegnet bin. Sie ist guter Hoffnung, dass der Antrag genehmigt werden wird. Ein Gutachter kommt dazu nicht in die Klinik. Auf 3 Formularen wird der Zusand meiner Mutter dokumentiert, diese werden dann per Fax an den MDK geschickt. „Nach Aktenlage“ entscheidet der MDK dann, ob eine Pflegestufe genehmigt wird oder nicht. Innerhalb von 48 Stunden erfolgt der Bescheid. Dieser ist dann, falls positiv, 6 Monate gültig. Dann erfolgt allerdings eine persönliche Begutachtung im Seniorenheim. Freitag werden wir nun wohl wissen, was Sache ist.
Ihr glaubt gar nicht, wie gut ich in der letzten Nacht geschlafen habe!
Besuch im blauen Papierkittel
Der Besuch bei meiner Mutter sollte eigentlich ein kleines Familientreffen sein: Oliver und Sabrina mit den beiden Minis Ida und Marit waren angereist. Zusammen mit meiner Mutter wollten wir oben in der Cafeteria bei Kaffee und Kuchen und einem traumhaften Blick über die Königin der Hanse mit dem Namen Lübeck ein wenig zusammensitzen. Der blöde Virus machte uns einen dicken Strich durch die Rechnung.
Wir hatten entschieden, dass nur Oliver und ich meiner Mutter die Aufwartung machen. Es wäre verantwortungslos, und es wäre auch gar nicht erlaubt worden, sie mit den beiden Mädchen zu besuchen. So zogen Vater und Sohn den Papierkittel und Gummihandschuhe an. Oma zu knuddeln war natürlich auch nicht möglich.
Oma saß wie ein Häuflein Unlück auf dem Bett. Der Toilettenstuhl steht daneben, der Rollator in Reichweite um sich dran festzuhalten. Gehen – geht nicht mehr. Zum Waschen wurde sie heute morgen mit einem Rollstuhl ins Bad geschoben. Der Toilettenstuhl ist jetzt ihre Toilette geworden, nicht wegen dem Durchfall sondern weil sie den Weg zur Toilette nicht mehr schafft wegen starker Schmerzen.
Zum Mittagessen hat sie ein paar Löffel Suppe gegessen, die Bettnachbarin meinte, es sei weniger als die Hälfte der angebotenen Portion gewesen. Um 14:00 Uhr wird der Nachmittagskaffee serviert. Mutter verlangte es nach Pfefferminztee. Dazu lag eine Banane auf dem Teller.
Das erste Mal hat Mutter davon geredet, dass es keinen Spaß mehr macht, so alt geworden zu sein. „Dann lieber weg und das war’s dann!“ So oder so ähnlich hat sie sich geäussert. Später dann noch: „Dann lieber so wie Vati, einfach umkippen!“ Gestern hat sie mir erzählt, dass sie es leid ist, die ganzen vielen Tabletten zu schlucken. Die Dosis am Mittag hätte sie verschwinden lassen. Ich habe überlegt, ob ich das im Stationszimmer erzählen soll. Ich habe es gelassen. Wenn sie nicht mehr will, ist es ihr Wunsch. Mir scheint, dass es der Anfang von der Selbstaufgabe ist.
Eine fitte 92-jährige?
Nach dem Telefonat mit der Dame des Sozialdienstes der Klinik, in der meine Mutter zurzeit untergebracht ist, schnellten meine Blutdruckwerte in ungeahnte Höhen. Was ist los?:
Während der Chefarzt der Dermatologie der Uniklinik Lübeck sich im Entlassungschreiben darüber beklagt, dass meine Mutter und ich es ablehen, für sie eine Pflegestufe zu beantragen und eine Unterbringung in einem Heim zu organisieren, lehnt dies die Sachbearbeiterin des Sozialen Dienstes der Rehaklinik ab. Ein Eilantrag auf eine Pflegestufe hätte „nach Aktenlage“ keinen Erfolg, meine Mutter sei ja noch fit.
Fit zu sein sieht bei meiner Mutter derzeit so aus:
Sie kann keine Sekunde freihändig stehen. Sobald sie aufsteht greift sie sich irgendwas um sich daran festhalten zu können.
Selbst mit dem Rollator ist das Gehen sehr sehr beschwerlich.
Die Übungen, die der Therapeut mir ihr gestern machen wollte, konnte sie nicht machen.
Das Badezimmer/WC kann sie nicht mehr erreichen, neben dem Bett hat sie jetzt einen Toilettenstuhl.
Zum Waschen bekommt sie einen Schüssel auf den Tisch gestellt an dem sie sich dann im Sitzen waschen muss.
Sie hat das Pflegepersonal gebeten, ihr mal den Rücken zu waschen.
Sie ist nicht in der Lage, sich selbst die Füße zu waschen.
Sie ist nicht in der Lage, sich die Haare zu waschen. Übrigens gehört es zum Lebensstandard, 3 x in der Woche die Haare zu waschen – lt. Anweisung für Gutachter zur Pflegestufe.
Sie ist nicht in der Lage, allein zu duschen.
Aufgrund ihre unsicheren Standfestigkeit wäre sie nicht mal in der Lage, sich eine Scheibe Brot zu machen. Wie soll das gehen, wenn sie sich mit beiden Händen festhalten muss und dabei noch Brot und Belag zurechtlegen?
Eine Rückkehr in ihr zu Hause würde eine körperliche Gefährdung bedeuten da sie mit dem Rollator weder in das Schlafzimmer, noch in die Küche und ins Bad kommt. Wenn sie dort fällt und sich was bricht oder den Kopfaufschlägt, ist meine Mutter definitiv ein Pflegefall!
Meine Mutter hat sich damit abgefunden, dass sie in ein Heim muss. Nur das Heim nimmt keine Leute auf, die keine Pflegestufe haben. Am Dienstag habe ich ein persönliches Gespräch mit der Dame vom Sozialdienst. Wenn das uns nicht weiterbringt, hoffe ich auf auf die Unterstützung des Chefarztes der Uniklinik, in die sie Ende nächster Woche wieder für eine weitere Behandlung kommt.
Neues aus der Anstalt
Das mag sich sicher despektierlich anhören, es dient aber dem Selbstschutz. Irgendwann, wenn man sich ständig mit dem Thema befasst, welches einem nahe geht, sucht man sich einen Weg, um es halbwegs erträglich zu machen. Dazu gehört auch eine gute Portion Galgenhumor. Und der kommt gleich hier nochmal vor.
Als ich vom Doc und dem anschliessenden Einkauf nach Hause kam, blinkte der Antwortbeanrufer. Ich dachte, dass Karin angerufen hätte, mit der ich ja täglich, oft auch mehrmals täglich, in Kontakt bin. Ich verstaute meine Einkäufe und setzte in aller Ruhe den Robi ins Schlafzimmer zum Arbeiten. Dann hörte ich den Anruf ab.
Es war meine Mutter aus der Klinik: „Mir geht es heute gar nicht gut, ich kann kaum gehen. Tschüüüss!“ Meine erste Reaktion: Soll ich jetzt nach Lübeck fahren und ihr Räder montieren? Warum erzählt sie mir das? Soll sie das doch den Schwestern oder der Ärztin erzählen. Jedenfalls bequemte ich mich, in der Klinik anzurufen und nachzufragen. Dort war man gerade beschäftigt, ich sollte zurückgerufen werden.
Ich kümmerte mich weiter um den Haushalt und wartete auf den Rückruf. Bevor ich meine Mutter anrufe, wollte ich ein paar Information haben. Dann das Telefon, ah, der Rückruf von der Klinik. Nein, es war meine Mutter. Ob ich den Anruf abgehört hätte, was ich ihr bestätigte und ihr sagte, dass ich auf einen Rückruf von der Klinik warte. Und dann wollte sie mir noch was über irgendwelche Untersuchungen erzählen. Da ich die Leitung nicht blockieren wollte, stoppte ich sie.
Dann, am frühen Nachmittag, das Telefon, Mutter: Ob ich es schön gehört hätte? Was denn? Ich muss noch eine Woche bleiben, ich habe eine Entzündung im Körper. Alles, was Karin und ich gestern arrangiert hatten, war damit hinfällig geworden. Den Termin für Freitag habe ich abgesagt. Das kleine Familientreffen findet dann, wie ursprünglich geplant, am Samstag in der Cafeteria der Klinik statt.
Erstmal ist uns durch diese Entwicklung ein wenig Luft gegeben worden. Nun werde ich vesuchen, dass Mutter direkt von der Rehaklinik in die Uniklinik kommen kann. Es würde eine große Strapaze für sie bedeuten, erstmal für 1 oder 2 Tage nach Hause zu kommen und dann wieder weg ins nächste Krankenhaus. Desweiteren wollen wir sie jetzt dazu bringen, nach der Entlassung aus der Uniklinik in das Seniorenheim zu gehen. Ich hoffe, dass sie da nun auch zustimmen wird. Und ich will versuchen, zwecks einer Pflegestufe eine vorläufige Schnellbegutachtung durch den MDK in einer der beiden Kliniken durchführen zu lassen.
Es bleibt weiter spannend.
128:77
Alles ist im grünen Bereich heute morgen, trotz einer Nacht, die von Schlaflosigkeit und Gedanken geprägt war. Die bevorstehenden Aktionen werden wohl noch das eine oder andere Mal für Ausrutscher nach oben sorgen.
160:90

Das ist nicht das Ergebnis irgendes Sportwettkampfes, in welchem zwei Mannschaften gegeneinander antreten. Das ist das Ergebnis meiner Blutdruckmessung von heute morgen – trotz Einnahme eines blutdrucksenkenden Medikaments!
Mein Blutdruck war in den letzten Monaten ganz ok, ohne Medikamente einnehmen zu müssen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass da was nicht ganz richtig ist. Blutdruck gemessen mit der Erkenntnis: Der ist zu hoch. Also griff ich wieder zur Pille. Das war vor etwa 2 Monaten als die Probleme mit meiner Mutter begannen. Der Blutdruck normalisierte sich wieder und war eigentlich auf einem erträglichen Level, wenn auch im oberen Bereich dessen, was man als normal ansieht.
Was ist also passiert, weshalb die Werte heute morgen „sky high“ sind?:
Wir bekamen gestern die überraschende Mitteilung, dass meine Mutter am Donnerstag aus der Rehaklinik entlassen werden soll. Und da gibt es einiges zu arrangieren. Dazu kommen 2 persönliche Termine meinerseits, nämlich Arztbesuche.
Von heute bis Samstag bin ich jeden Tag irgendwie unterwegs:
Heute, Dienstag –
Besuch bei meiner Mutter in der Reha mit einem ernsten Gespräch in welchen wir versuchen wollen, sie dazu zu bewegen, demnächst – vorerst – zu einer Kurzzeitpflege in ein Seniorenheim zu gehen. Einen Platz haben wir ohne ihr Wissen schon resveriert.
Morgen, Mittwoch –
Ein neues Rezept für, nein, gegen den Blutdruck holen. Die Hausärztin will ganz sicher selbst mal nachmessen.
Donnerstag –
Termin zur Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt in Hamburg / Mutter wird aus der Reha nach Hause (!!!) entlassen obwohl sie eigentlich ein Fall für ein Seniorenheim ist.
Freitag –
Morgens wird ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen meine Mutter aufsuchen um festzustellen, ob sie Pflegegeld bekommen und damit einer Pflegestufe zugeordnet werden kann. Ich werde also morgens nach Lübeck fahren um der Begutachtung beizuwohnen.
Samstag – ein kleines Familientreffen mit unserem Sohn und seiner Familie bei meiner Mutter in Lübeck.
Freitag nächster Woche –
Mutter wird für 4 Tage in der Uniklinik Lübeck aufgenommen zwecks intravenöser Behandlung ihres offenen Beines.
Ist es ein Wunder, dass mein Blutdruck in die Höhe schnellt?
Wir hoffen sehnlichst, dass sie sich von der Uniklinik direkt zur Kurzzeitpflege in das Seniorenheim bringen lässt.
Auf der Suche
So wie die Sache steht, wird es sich nicht umgehen lassen, dass meine Mutter demnächst einen Platz für eine stationäre Pflege benötigt. Für ca. 3 Wochen ist sie noch versorgt in der Reha und einem anschließenden Kurzaufenthalt zur weiteren Behandlung in der Uniklinik. Aber dann wird es ernst. Selbst wenn sie in der Reha Fortschritte bezüglich der Beinmuskulatur macht, was, wie wir heute leider sehen mussten, nach einer Woche noch nicht der Fall ist, würde sich der Zustand ohne entsprechende Therapie zu Hause wieder verschlechtern.
Karin und ich haben uns heute in Lübeck 5 Seniorenpflegeeinrichtungen angeschaut. Tja, was es da so alles gibt! Eine Einrichtung hat uns sehr gut gefallen. Jede Etage hat einen eigenen Essraum, die demenzkranken Patienten sind in einem eigenen Bereich untergebracht. Für dieses Heim (ein schreckliches Wort) habe ich bereits einen Aufnahmeantrag gestellt weil dort zurzeit was frei ist. Anfang März, wenn meine Mutter mit der Reha fertig ist, soll ich mich dort wieder melden, wie das nun aussieht.
In ein Heim sind wir nur kurz rein, haben uns angeschaut und bevor wir angesprochen wurden, sind wir wieder raus. Es war bedrückend und eng und enspricht wirklich nicht dem, wie ich meine Mutter untergebracht haben möchte. Eine Nachbarin von uns, die in der Pflege tätig ist, hatte mir mal den Rat gegeben, einfach mal in ein Heim zu gehen und es auf sich wirken lassen. Diese Wirkung war sehr sehr negativ. Abgehakt!
Eine andere Einrichtung liegt wie in einem Wald. Wir wurden herumgeführt, alles was sauber, aber: Durch die hohen Bäume drumherum war es selbst im Winter ziemlich dunkel. Wie soll das erst sein, wenn die Bäume belaubt sind? Meine Mutter liebt die Natur, aber sie braucht es hell. Abgehakt!
Die beiden anderen noch besichtigten Heime kämen gegebenenfalls in die engere Auswahl. Wobei Karin und ich eigentlich schon eine Entscheidung gefällt haben, jedenfalls, was die 5 heute besichtigten Häuser betrifft. Es gibt natürlich noch ein paar Häuser mehr in Lübeck. Bei einigen weiß man: Da bitte nicht!
Wenn der Fall für eine Pflegeunterbrinung tatsächlich eintreten sollte, haben wir im Moment einen Platz für meine Mutter, der uns zusagt. Das ist uns im Moment sehr wichtig und ein wenig beruhigend. Falls sich nämlich herausstellen sollte, dass sie ohne entsprechende Vorbereitung in eine Pflegeinstitution muss, kommt sie dahin, wo gerade Platz ist. Gut, das kann vorrübergehen sein, aber einen alten Menschen nochmal wieder einen Umzug zuzumuten, kann auch nicht das Gelbe vom Ei sein.
Die Luft ist raus
Meine Mutter wird im Mai 92 Jahre alt, ist im Kopf fit wie nur irgendwas, denkt an alle möglichen Kleinigkeiten und vergisst nicht, was man ihr kürzlich erzählt hat. Seit ein paar Jahren lässt aber die Kraft in den Beinen sehr zu wünschen übrig. Nach 3 Klinikaufenthalten innerhalb von 3 Monaten von je ca. 2 -3 Wochen ist dieser Zustand natürlich nicht besser geworden.
Anfang dieser Woche wurde meine Mutter aus der Uniklinik in eine Rehaklinik übergeleitet. Im Entlassungsbrief der Uniklinik wird nach der Reha die stationäre Aufnahme in einer Pflegeeinrichtung empfohlen. Mutter weiß um ihren Zustand und macht sich selbst Gedanken um ihre Zukunft. Gedanken macht sich auch Karin, die langjährige Freundin unserer Familie und natürlich ich. Und diese Gedanken zehren.
In schlaflosen Nächten kreisen bei Karin und bei mir die Gedanken im Kopf. Wir machen uns damit vertraut, dass es sich womöglich nicht vermeiden lässt, dass Mutter wirklich in ein Heim muss, so leid uns das auch tun würde. Wir haben einen Funken Hoffnung, dass sich das Thema hinausschieben lässt. In der Reha tut man nämlich was dafür, dass ihre Beine gekräftigt werden.
Während der Klinikaufenthalte bin ich 3 x in der Woche nach Lübeck gefahren, jeweils ca. 1 Stunde hin und ca. 1 Stunde wieder nach Hause. Im Haushalt wurde nur das gemacht, was wirklich notwendig war. Gebacken habe ich schon wochenlang nicht mehr. Gekocht wird nur noch das, was nicht viel Arbeit macht. So ein Krankenzimmer ist natürlich ziemlich öde und ich habe versucht, meiner Mutter ein wenig Abwechslung zu geben.
Ich habe jetzt für mich entschieden, dass ich nur noch 2 x in der Woche nach Lübeck fahre und Mutter in der Reha besuche. Als ich gestern zurückkam, war ich fix und fertig, müde und abgespannt. Abends um 21 Uhr habe ich mich schlafen gelegt. Dank eines Medikamentes habe ich auch relativ gut geschlafen. Aber das ist nicht das, was ich will, Medikamente nehmen. Das geht so nicht!
Ein Freund hat mir kürzlich erzählt, dass seine Mutter an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist und sie das Ende dieses Jahres wohl nicht mehr erleben wird. Was ihm nahegeht ist nicht die Tatsache, dass seine Mutter sterben muss, das müssen wir alle mal. Sein Problem ist, dass seine Mutter leidet. Und genau das ist es, was mir auch zu schaffen macht: Das meine Mutter womöglich aus ihrem Elternhaus gerissen wird und in ein Heim muss, das Leid, welches sie im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte erleidet – weil sie ihr Zuhause liebt. Weil sie dann weiß: Das ist meine letzte Station.
