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Cholesterinwert zu hoch

So sagt meine Ärztin bzw. das Ergebnis des Bluttestes. Nun ja, ist wohl so. Um den Wert zu senken, wurden mir Pillen verschrieben. Eigentlich lese ich nie Beipackzettel von Medikamenten. Aber hier schien es mir ratsam, das doch mal zu tun. Wenn ich nicht schon graue Haare hätte, wären die schlagartig grau geworden, wegen der Nebenwirkungen.

Natürlich müssen die nicht auftreten, oder nur ein Teil davon. Aber allein zu lesen, was die Einnahme dieses Medikaments bewirken kann, ausser dem, was es eigentlich tun soll, lässt mich schaudern. Bisher habe ich die Dinger leidergottseidank recht unregelmässig genommen weil nicht dran gedacht.

Ich habe mal versucht herauszufinden, was den Fettgehalt des Blutes ohne Pillen senken könnte. Da ist z.B. von Schokolade die Rede, von dunkler Schokolade mit einem möglichst grossen Kakaogehalt. Das käme mir sehr entgegen, ich mag nämlich dunkle Schokolade.

Desweiteren wird vorgeschlagen, Äpfel zu essen. Da fiel mir der Spruch ein „An apple a day keeps the doctor away“, da wird wohl was dran sein. Hab mir heute dunkle Schokolade und Äpfel gekauft.

Auch Bewegung soll helfen. Und da hapert es schon. Ich sollte eigentlich jeden Tag mindestens 30 Minuten durch die Gegend spazieren. Es gibt ein altes Ehepaar in der Nachbarschaft, die jeden Tag mit dem Rollator unterwegs sind. Einen Rollator brauch ich noch nicht, aber ich könnte ja trotzdem … Ach nee, heute ist der Wind so kalt, oder es regnet, oder es ist zu heiss. DHL hat sich mit einer Lieferung angekündigt oder Amazon, man weiss ja nie genau, wann die Lieferung erfolgt, also bleibt man zu Hause. Irgendwas ist ja immer.

Gerade schaute ich mal aus dem Fenster. Da ging unten ein älterer Herr mit seinen Walkingstöcken. Den sehe ich auch oft. Warum kann ich mich nicht dazu aufraffen, einfach nur zu gehen, zu spazieren?

Ich könnte mich auch anders ernähren, statt Toastbrötchen oder Brötchen vom Bäcker Knäckebrot essen. Aber bitte, kein Schwarzbrot, das kriegte ich als Kind schon nicht geschluckt. Da kau ich ewig drauf rum und wird immer mehr im Mund statt weniger. Das selbe passiert mit Nüssen, die sollen ja auch hilfreich sein, den Cholesterinwert zu senken, wie ich gelesen habe.

Vielleicht mach ich erst mal eine Kombination von unregelmässiger Pilleneinnahme, Schokolade und Äpfeln, erstmal bis zur Reise. Danach muss ich mir eine Routine angewöhnen, irgendwas dauerhaft zu tun.

Schaffe ich das?

Ich bin ein Nachrichtenjunky – eigentlich. Mich interessiert sehr viel, was in der Welt, und um mich herum im kleinen Kreis passiert. Es gibt wenige Themen, die mir am Allerwertesten vorbeigehen. Und das kann man gar nicht alles verarbeiten. Ukraine, Putin, Gas- und Strompreise, Trump, Orban, Merz, AfD, FDP – es ist irgendwie alles ein einziges Durcheinander.

Ich hatte jetzt die Idee, mir eine Nachrichtensperre aufzuerlegen, weltweit, deutschlandweit, lokal. Blogs dürfte ich nicht mehr lesen, Instagram wäre für mich tabu. Denn überall wird das kolportiert, was uns interessieren könnte, besonders, wenn man in einer Blase der Vernünftigen lebt. Nun denn, spätestens am 23. Februar um 18 Uhr werde ich nachschauen, wie die Wahl ausgehen könnte. Und dann würde ich wieder abschalten. Vielleicht eine Oper streamen oder einen Film anschauen, was leichtes, was lustiges. Opern sind meistens eher unlustig. Mindestens eine Person stirbt. Während sie stirbt, kann sie immer noch Arien singen. Aber die Musik – Verdi, Puccini, Mozart usw.! Traumhaft!

Ich schweife ab. Nachrichten – ich weiss nicht, ob ich das bis zum Urlaub (Abflug am 25.2.) durchalten würde, keine Nachrichten mehr zu lesen. Ich mach mal eine Einschränkung: Das, was wichtig sein könnte, würde ich in diversen Blogs finden können. Da fallen wir zwei ein. Andere halten sich politisch eher zurück, was ich nicht verstehen kann. Jeder hat eine Stimme, jeder hat eine andere Reichweite und erreichte mit seinen politischen Statements wieder andere Personen, die man selbst nicht auf dem Zettel hat. Blogs werde ich also weiterhin lesen. Vielleicht, aber eher hoffnungslos, steht da mal was positives über den Clown in Amerika, oder den neuen Clown, Heuchler und Verräter in Deutschland

Auch in meiner Instagramblase würden mir bemerkenswerte Neuigkeiten angezeigt werden.

Ich erinnere mich, dass ich nach einer der letztjährigen Kreuzfahrten auf die Nachrichtenkanäle verzichtet habe, mehrere Tage, vielleicht sogar ein oder zwei Wochen. Und die Kreuzfahren haben keine zwei Wochen gedauert, wie die anstehende. Da lehne ich mich zurück, trinke einen Cocktail oder ein Glas Wein, esse ein Eis, sitze in der Sonne, und weiss nicht, was in Deutschland oder sonstwo passiert. Ich könnte ein Zeitung abonnieren, nein ich will das alles nicht. Ich will dann von nichts wissen. Ich will mich entspannen, mich erholen.

Und wenn wir nach Hause kommen, nach zwei Wochen, wird es in Deutschland noch keine neue Regierung geben. Davon gehe ich mal aus. Also warum sollte ich das lesen, oder nachlesen, wer sich mit welchen Argumenten gegenseitig zuschüttet, eine Koalition, oder lieber nicht, einzugehen.

Meine Stimme habe ich vorher abgegeben, meine Kreuze habe ich vorher gemacht. Mehr kann ich auch dann auch nicht tun.

Jetzt ist es viertel nach 12 Uhr und ich habe noch keine einzige Nachrichtenseite geöffnet, ein gutes Zeichen, dass ich es bis zum Urlaub durchziehen kann. Man muss nur wollen.

Bis dahin sind ja auch noch ein paar Dinge zu erledigen, wie z.B. die 5-Euro-Scheine sammeln (da habe ich ein Angebot), Socken zählen, Schlübber zählen (man will ja nicht unterversorgt eine Reise antreten), die mich von den Nachrichten abhalten könnten.

Und statt mich über Nachrichten aufzuregen, werde ich bei Instagram Muschivideos und Rezepte gucken.

Erster öffentlicher Auftritt nach der OP

Bei Kings und Queens der europäischen Adelshäuser, besonders dem des Britischen, wäre dies eine Pressemeldung wert gewesen. Ich habe eine eigene Presse, nämlich mein Blog, also steht diese Meldung jetzt hier.

Heute morgen waren wir bereits in der Autowerkstatt unseres Vertrauens und haben die Bereifung auf Winter gewechselt, das war ja kürzlich fehlgeschlagen. Im Sprachgebrauch heisst es ja „Winterreifen aufziehen“. Da wir aber zwei komplette Rädersets, inklusive Felgen, besitzen, ist es bei uns ein Räderwechsel, da wird nichts aufgezogen.

Der nette hübsche junge Mann am Thresen fragte nicht danach, warum ich so aussehe wie ich zurzeit aussehe. Er starrte mich auch nicht an, sehr rücksichtsvoll.

Während der Wartezeit schauten wir uns in der Ausstellung ein Auto an, was uns interessierte. Es ist ein „E-Halb-Suv“. Wir nahmen nacheinander auf dem Fahrersitz platz. Sehr sehr angenehm und rückenfreundlich. Eine Farbe hab ich mir schon ausgesucht….

Als der Räderwechsel erledigt war, wollten, bzw. sollten wir die Rechnung begleichen. Aber das System streikte aus irgendwelchen Gründen. Die Rechnung war zwar schon per Email an mich abgeschickt, aber ich konnte nicht bezahlen. Wir müssen einen sehr seriösen Eindruck hinterlassen haben, trotz meiner Farbflecken im Gesicht, die auch auf eine handfeste Schlägerei hindeuten könnten. Ohne zu bezahlen durften mit unserem Wagen vom Hof fahren. Die Email mit der Rechnung beinhaltet eine Direktzahlungsmöglichkeit, die ich, zurück im Haus, gleich nutzte.

Auf dem Heimweg machten wir im Supermarkt unseres Vertrauens halt und kauften kiefergschädigtgerechte Lebensmittel. Mein Schatz hat diese Woche Urlaub. Und für diese Zeit fehlte uns noch ein Speiseplan. Seit Freitag darf ich eigentlich wieder feste Nahrung zu mir nehmen, was ich vorsichtig und eingeschränkt auch mache, aber sehr sehr vorsichtig. Und ich achte sehr darauf, dass die Lebensmittel nicht allzu fest sind. Die Hälfte meines Zahfleisches im Oberkiefer war aufgeklappt gewesen und wurde wieder zugenäht. Die Wunde ist also nicht ganz unerheblich. Und ich merke, „dass da was ist“. Also Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Die Kassendame, die uns als Stammkunden kennt, sprach mich auch nicht an, sehr löblich. Beim Bäcker holte ich uns noch zwei Stücke Schmandkuchen. Die Bäckereifachverkäuferin wollte noch Brot oder Brötchen an den Mann bringen. Ich dankte höflich mit der Begründung dass ich es zurzeit nicht essen könnte wegen zweier Implantate. Na, so konnte ich mein rüpelhaftes Aussehen noch entschuldigen.

Persönliches Bulletin:
Eine Schwellung auf der linken Seite ist noch vorhanden. Der Bluterguss unter dem Auge geht zurück, am Kinn tut sich noch nicht viel. Das Sichtfeld des linken Auges ist durch die Schwellung noch etwas eingeschränkt.

In der letzten Nachte wachte ich, auf der linken Seite liegend, auf. Plötzlich schoss dort ein starker Schmerz rein. Ich wartete, ob es besser werden würde, wurde es aber nicht. Ich stand dann auf und warf mir eine 900er Dosis Ibu ein. Kurz darauf konnte ich entspannt weiterschlafen. Bis jetzt ist auch nichts wieder aufgetreten. Nur, wie weiter oben erwähnt, spüre ich, dass da was ist, was nicht normal ist. Ich bin ja nicht unbedingt ein Freund davon, mich mit Drogen vollzuwerfen, halte mich aber an den Verhaltensplan, den ich bekommen habe. Auf dem steht nur noch Antibiotikum und Ibu bei Bedarf. Der Bedarf war in der Nacht da, mein Schlaf ist mir nämlich wichtig.

Kleines update

In der Nacht, beim Klogang, schaute ich in den Spiegel, und ach, die Wange schien wieder dicher geworden zu sein, der Mund schief auf eine Seite gezogen, sah gar nicht gut aus.

Doch heute morgen war eine Besserung sichtbar. Die Schwellung ist zurückgegangen, hängt jetzt weiter unten am Kinn, welches sich inzwischen auch seitlich verfärbt hat. Direkt unter dem Auge ist leider immer noch das dicke blutunterlaufene Ei. Nach Kühlung zieht sich das etwas zurück und wird im Laufe des Tages, wohl durch die aufrechte Körperhaltung, dünner. Mit dem Job in der Geisterbahn auf dem Winterdom oder im Hamburg Dungeon wird das wohl doch nichts.

Gemäss „Verhaltensplan nach dem Eingriff“ dürfte ich ab heute wieder feste Nahrung zu mir nehmen. Ich bin da aber lieber sehr vorsichtig. Halbfeste Nahrung ist mir lieber, z.B. „Knack & Back“ zum Frühstück und Kartoffelpü und Klotzfisch als warme Mahlzeit.

Gestern, zur Pasta, habe ich mir 1-1/2 Gläser Wein gegönnt. Dachte mir, das kann nicht schaden wenn der Doc mir den Vorgschlag gemacht hat, in pürriertes Gulasch Portwein zu kipppen.

Quasimodo


Oder Hamsterbacke.
Scheint nur äusserlich zu sein, im Esszimmer ist alles ruhig und hab auch keine Schmerzen. Die Assistentin des Doc hatte mich ja vorgewarnt: Das kann bis zum Hals, sogar bis zum Dekolletee ziehen. Zum Glück muss ich vorerst keine schulterfreie Abendhose anziehen.

OP-Bericht aus der Sicht des Patienten

Es war so:
Um genügend Platz für 2 Implantate bzw. für 2 Kronen zu schaffen, musste eine ca. 50 Jahre alte Goldkrone etwas abgeschliffen werden. Dazu erschien ich gestern Morgen um 8:30 Uhr bei meinen Lieblingszahnarzt in Hamburg, Dr. Blume. Nach ca. 15 Minuten war der Fall erledigt. Um 10 Uhr hatte ich den Termin beim Lieblingskieferchirurgen Dr. Preusse, genügend Zeit, um den Weg in die Praxis zu Fuss zu erledigen. Vorher holte ich in der Wandelhalle des Hauptbahnhofs ein Franzbrötchen, ich wollte ja was im Magen haben. Und nach der OP wäre ja feste Nahrung tabu.

Um 9 Uhr erschien in der MKG Rödingsmarkt, viel zu früh. Ich hatte aber meinen Kindle dabei und setzte mich damit ins Wartezimmer.

Vor 10 Uhr wurde ich bereits aufgerufen zur Blutabnahme. Das Blut sollte ja mit Teilen aus meinem Kieferknochen und einem zugekauften Knochenersatzmaterial gemischt und auf den Kieferknochen und in die Bohrung für das Implantat aufgebracht werden. Die Assistentin machte das toll, fand auch gleich eine Vene, es piekte ein wenig und ich bekam ein kleines Pflaster auf den Einstich, leider kein Gummibärchen.

Nach kurzer Wartezeit erschien Dr. Preusse und verabreichte mir mehrere Spritzen an verschiedene Stellen im Oberkiefer. Nach der notwendigen Wartezeit ging es dann los. Mein Gesicht wurde mit 2 Tüchern abgedeckt, Kinn- und Halspartie sowie von der Nase bis zur Stirn. Licht an, Kopf drehen, Mund auf. Dr. Preusse machte laut Musik an, ein Livekonzert einer Band. Die Musik entsprach nicht ganz meinem Geschmack, aber es war ganz ok. Hauptsache ist doch, dass der Arzt dabei entspannt arbeiten kann. Und das tat er. Er summte um pfeifte (pfiff?) zu den Melodien.

Ich merkte nichts, war vollkommen schmerzfrei nur hörte ich diverse Geräusche, die aber nicht so unangenehm waren wie bei einer Kariesbohrung. Dr. Preusse erklärte währenddessen, was er da tat. Mehrmals musste ich die Position des Kopfes ändern. Ich bewegte teilweise Füsse und Finger zum Takt der Songs, alles ganz entspannt.

Irgendwann merkte ich, dass die Betäubung nachliess. Der Absauger verursachte einen leichten kühlen Zug. Und dann entfleuchte mir ein „Aahhrg“. Dr. Preusse musste nachspritzen. Bevor er weiter arbeitete, teste er, ob die Betäubung wieder ok war. Entspannt ging es weiter. Später musste diese Prozedur wiederholt werden. Da wurde schon zugenäht.

Aber meine Blase drückte inzwischen. Durch schleifen und bohren hatte ich ja auch viel Wasser geschluckt, und das musste wieder raus. Ich fragte Dr. Preusse „Wie lange brauchst du noch? Meine Blase!“ – „Ca. 5 Minuten“. Hm, könnte klappten. Aber wenn man erstmal darüber nachdenkt … es ging nicht mehr. Ich gab Bescheid und es gab keine kurze Pipipause. Danach wurde die Naht geschlossen und der Faden verknotet.

Ich bekam ein Kompliment, dass ich ja total entspannt gewesen wäre. Auch die Assistentin, die mir Blut abgezapft hatte, sagte, ich wäre dabei ganz entspannt gewesen. Na ja, während ich auf dem OP-Stuhl lag, zwickte der Körper mal hier und mal da. So gut es ging bewegte ich meine Füsse, viel konnte ich natürlich nicht machen. Ich war froh, als der Stuhl wieder in Sitzposition gebracht wurde. Die letzte Viertelstunde war wegen Blasendrucks nicht ganz so entspannt, das Pfeiffen von Dr. Preusse war da nicht sehr hilfreich.

Dr. Preusse erzählte mir, dass es etwas schwierig war, hinten links zu vernähen. Ich fragte, wieso da, die Zahlücke ist doch weiter vorn. Na, die Antwort überraschte mich. Er hat von vor der Zahnlücke bis hinten zum Gehtnichtweiter den ganzen Kiefer vom Zahnfleisch freigelegt, das musste natürlich wieder zugenäht werden.

Ich bekam eine Anweisung, was ich gestern und heute darf, bzw. eher nicht darf, also keine feste Nahrung, nur flüssiges. Suppe hatte ich ja vorgekocht. Welche Medis ich wann und wieviel nehmen soll (Ibu 600 und ein Antibiotikum). Ich erhielt einen Plan mit den Uhrzeiten, 23 Uhr die letzte Dröhnung. Nee nee, da schlaf ich schon. Also wurde der Plan umgeschrieben. Zu Hause hab ich das nochmal modifiziert, Hauptsache, die Abstände, wann ich den Cocktail nehmen soll, stimmen. Na ja, mit nur 2 Zutaten ist das eher ein Longdrink.

Ich liess mich von einem Taxi nach Hause bringen. Nach der Prozedur hatte ich keine Lust, mit dem ÖPNV nach Hause zu fahren.

Am Tresen erhielt ich den Implantatausweis. Darin ist mit kleinen Aufklebern (ähnlich der von der Covidimpfung) vermerkt, welche Implantate verbaut wurden und von welcher Charge, und natürlich, an welche Stelle in der Kauleiste die Implantate eingesetzt wurden. Desweiteren ist vermerkt, welche Materialen für den Knochenaufbau benutzt wurden und wieviel davon. Auf den Aufklebern sind noch ein paar mehr angaben. Habe versucht, auf der Homepage der Hersteller mich so gut es geht zu informieren. Es ist natürlich viel, was man da nachlesen kann, was ja auch richtig ist. Für mich ist es zuviel. Ausserdem bekam ich ein Privatrezept für IBU und das Antibiotikum. Da eine Implantat-OP eine Privatleistung ist, kann auch kein Kassenüberweisung ausgestellt werden.

Die Implantate bestehen zu 85 % aus Titan und 15 % aus Zirkonium, Roxolid heisst das Material. Auf die Dinger habe ich lebenslang Garantie.

Die Basis für das Knochenersatzmaterial sind Schweineknocken, also esst mehr Schweinefleisch.

Weiter wurden mir Membranen eingesetzt, die das Einwachsen von Weichgewebe verhindern sollen.

Heute Morgen wachte ich relativ gut erholt auf. Auf dem zusätzlichen Kopfkissen (erhöhte Lagerung) sind keine Blutspuren, also hab ich in der Nacht nicht gesabbert. Die rechte Wange scheint etwas dicker zu sein als gestern, also wird weiter gekühlt. Einen Dauerschmerz hab ich nicht, nur auf leichten Druck. Die Lippe ist rechts etwas dick und empfindlich. Gut, da wurde ja auch ordentlich dran gezogen damit der Dock gut mit dem Zwirn in der äussersten Ecke arbeiten konnte. Bin zwar ein wenig drömelig unterwegs. Autofahren muss ich ja nicht und einen Job an einer Maschine hab ich nicht. In der Spülmaschine konnte ich noch ein paar Teile unterbringen und hab sie ohne Probleme gestartet.

In zwei Wochen sollen die Fäden gezogen werden. Ca. 6 Monate später, wenn alles gut verheilt und der Knochen ok ist, sollen die Kronen aufgesetzt werden. Es gibt aber einen kleinen Wehrmutstropen: Meine 50 Jahre alte Goldkrone muss dann auch ersetzt werden. Dr. Preusse hat da noch dran rumgeschliffen. Dabei hat sich das „Blech“ etwas abgerollt. Mit einem linksdrehenden Schleifer hat er das dann aber erstmal reparieren können. Das abgeschliffene Gold konnte leider nicht separiert werden, also werden das unsere Gäste nicht als Goldstaub auf einem Dessert serviert bekommen.

Ob ich wohl nervös bin?

Ja, ich bin nervös, das muss ich zugeben, trotz des Vertrauens, das ich in Dr. Preusse und sein Können habe. Aber wer lässt sich schon gerne 2 Löcher in den Oberkiefer bohren, da wo die Zähne rauskommen und neue reinsollen.

Ich habe keine Bedenken, dass ich während der OP Schmerzen haben werde. Vielleicht wird es unangenehme Geräusche geben, die ich intensiv hören werde. Aber die Nachwehen könnten unangenehm werden.

Ich bin jetzt auf dem Weg nach Hamburg. Mein Zahnarzt muss ja erst noch Platz für 2 Implantate schaffen bevor sich der Kieferchirurg an die Arbeit machen kann. Das Abschleifen der Krone ist ja auch nicht weiter schlimm. Und was danach kommt – ich werde sehen. Drückt mir die Daumen, dass alles gutgeht.

Doktorsachen

Los ging es am Dienstag dieser Woche: Beim Urologen in den Becher pinkeln und mit einer Überweisung zum Labor zwecks Ermittlung des PSA-Wertes.

Heute dann das Gespräch mit dem Urologen: Keine Veränderung, wir sehen uns in 9 Monaten wieder.

Am Montag nächster Woche vorbereitende Behandlung bei meinem Zahnarzt für die in der Woche danach anstehende Kiefern-OP.

Mittwoch Ohren waschen beim HNO, ist einmal im Jahr notwendig bei mir. Gut, dass es vor der Kiefern-OP gemacht wird. Es ist doch sehr unangenehm, wenn an den Kieferknochen rumgemacht wird und man wegen eines halbzugematschten Ohrs die Geräusche noch viel intensiver hört. Lasst mal beim Duschen das Wasser auf den Kopf prickeln und haltet die Ohren zu, dann wisst ihr, was ich meine.

Dann am 5. November die Kiefern-OP für das Implantat. Ich rechne fest damit, dass ich danach nochmal zur Kontrolle muss.

Ein Termin beim Hausarzt hab ich dann Mitte November auch noch. Vielleicht verschieb ich den auch, hab keine Lust, da mit einer dicken Backe aufzuschlagen.

Anfang September war ich ja bei einem Orthopäden wegen Rücken. Ich bekam eine Überweisung für ein MRT, welches wenige Tage später durchgeführt wurde. Sobald ich den Termin dafür hatte, wollte ich mir einen neuen Termin beim Doktor geben lassen, wie es mir aufgetrgen wurde. Aber es gab keine Termine! Es ist doch normal, dass es nach einer weiterführenden Untersuchung ein Gespräch gibt, in welchem dem Patienten der Befund erklärt wird und eventuell notwendige Behandlungen abgestimmt werden. Ich sollte doch mal online gucken, wann es denn wieder Termine geben würde. Na ja, Kassenpatient eben.

Ich war bei einem Facharzt, ich war zum MRT, ich habe aber keine Diagnose, was mit meinem Rücken los ist! Es ist nicht zu glauben. Ich habe einzig die CD mit den Aufnahmen meiner LWS.

Ich habe jetzt das Institut angeschrieben, bei dem das MRT gemacht wurde und nachgefragt, ob man mir den Befund zuschicken kann. Dazu hatte ich geschrieben, dass ich keine Termine bei dem Arzt bekomme. Innerhalb 5 Minuten hatte ich die Bestätigung, dass mir der Befund zugeschickt wird. Bin sehr gespannt, was da drinsteht und was ich dann machen werde. Zu DEM Orthopäden werde ich jedenfalls nicht mehr gehen.

Alles nur eine Phase

Genau, nämlich die Phase des zunehmenden Mondes. Es ist wieder soweit: Ich träume skurrile Dinge, werde wach, geh mal zum Klo, kann nicht wieder einschlafen, bin putzmunter und könnte um 3 Uhr morgens aufstehen. Gefühlt kurz danach steht der liebe Gatte auf weil es Zeit dafür ist. Ich höre seine morgendlichen Verrichtungen, Elphie mauzt, der liebe Gatte schliesst die Wohnungstür und fährt zur Arbeit.

Ich wälze mich im Bett von einer Seite auf die andere und zurück. In meinem Kopf wütet ein Gewitter aus Gedanken, von denen ich keinen richtig zu fassen bekomme. Vor meinem geistigen Auge sehe ich Bilder, bei denen ich mich Frage, wo die jetzt herkommen. Ich schaue auf den Wecker: 04:50! Ich drehe mich nochmal um und wache kurz vor 7 wieder auf. Von der frühmorgendlichen Munterkeit ist nichts mehr übrig.

Vollmond ist erst am 17. Oktober, eine lange Zeit für mich, die ich noch überstehen muss. Es besteht die Gefahr von Albträumen, während der ich sehr unruhig bin und stöhne und wimmere. Mein Schatz wird dadurch wach und versucht, mich zu beruhigen. Manchmal muss ich mich gegen irgendwen verteidigen und beisse dann meinem Mann in die Schulter. Alles schon dagewesen.

Der Oktobervollmond soll wieder ein Supermond sein, also besonders nah an der Erde. Es wird spannend.

10. Hochzeitstag


Heute vor 10 Jahren gaben wir uns im Standesamt in der kleinen Stadt an der Elbe das „Ja-Wort“ und steckten uns gegenseitig die Eheringe auf. Das „ja“ konnte ich nur krächzen, ich hatte eine ganz schlimme Halsentzündung. 2014 hiess das noch „Verpartnerung“, ein Wort, was ich immer ganz schrecklich fand. Egal, für uns war das die Hochzeit, die wir mit Freunden und Familie ausgiebig gefeiert haben. Wer darüber nochmal nachlesen und Fotos anschauen möchte, sehr gerne hier. Als die Ehe für alle eingeführt wurde, haben wir das in einer kleinen Zeremonie, nur mein Schatz und ich, im Standesamt nachgeholt. Ich weiss das Datum und das Jahr nicht, ich weiss nur, dass es November war, glaube ich.

Ich überraschte meinen Mann heute mit einem Strauss mit 10 roten Rosen und einem Stück Torte. Da wir erst heute Abend in einem Restaurant essen wollten, war das eine Zwischenmahlzeit für den kleinen Hunger.

Wir sind nach wie vor sehr sehr glücklich. Jedes Mal wenn der Blick auf meinen Ehering fällt, bin ich stolz darauf, diesen Tragen zu können.