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Vorbereitungen

Mein Schatz war schon wach als ich aufwachte. Ich kuschelte mich an ihn – und der Tag begann auf eine sehr schöne Art.

Es heisst ja: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Aber heute war es umgekehrt. Nach den üblichen Verrichtungen, die morgens im Allgemeinen und heute im Besonderen notwendig sind, machten wir uns an die Arbeit. Die Nudelproduktion begann: 500 g Mehl und 5 Eier zu einem Teig verkneten. Das machte die Küchenmaschine. Die Produktion läuft wie folgt ab: Aus dem Teig werden mehrere kleine Teigbällchen geformt, die dann auf verschiedenen Stufen durch die Nudelmaschine zu einer dünnen Teigplatte gewalzt werden. In einer anderen Vorrichtung werden die Teigplatten zu Bandnudeln bzw. Tagliatelle geschnitten. Die Nudeln müssen dann trocknen, möglichst einzeln, damit sie nicht zusammenkleben.

In unserer winzigen Küche ist kein Platz um die Nudeln zum trocknen auszulegen. Also wurde der Esstisch mit Geschirrtüchern abgedeckt und darauf wurden die Nudeln gelegt.

Der Arbeitsablauf war wie folgt: Ich fabrizierte in der Küche Teigplatten und Bandnudeln, die ich Bernd in die Stube brachte. Der legte sie dann ordentlich nebeneinander auf die Tücher.

Leider passt eine Portion aus 500 g Mehl nicht auf einen Tisch von 80 x 80 cm. Die Nudeln trocknen aber relativ schnell. Als die Tischplatte voll belegt war, war die erste Produktion schon so weit trocken, dass sie nicht mehr klebte. Aber wohin jetzt damit? Noch ein Tuch musste dran glauben und wurde über eine Stuhllehne gelegt und darauf kamen dann die Tagliatelle zum Fertigtrocknen. Und auf dem Tisch war wieder Platz für die nächste Portion.

Die getrockneten Nudeln haben wir zur Aufbewahrung auf 3 Dosen verteilt. Am nächsten Samstag sollen sie dann „al Arrabiata“ unseren Gästen serviert werden.

Bella Italia

In 3 Wochen haben wir Gäste, Freunde und eine Cousine aus Lübeck. Die Planung ist abgeschlossen, wir zelebrieren einen italienischen Abend. Das Menü steht fest. Die Dekoration ist auch fast fertig – im Kopf. Kleinigkeiten müssen wir uns noch überlegen. Auch die Tischmusik ist zusammengestellt und fertig gebrannt auf CD.

Allerdings möchte ich unseren Gästen einen perfekten Abend gestalten. Das Essen hat natürlich einen grossen Anteil daran.

Bernd hatte mir zu Weihnachten eine Nudelmaschine geschenkt. Bandnudeln haben wir schon mal gemacht. An diesem Wochenende waren die Teigtaschen dran, auch Ravioli genannt. Wir haben die Dinger schon gestern fabriziert und wollten sie heute essen.

Na, perfekt ist es nicht gelungen. Ein paar von den Ravioli haben sich in der Maschine verfangen und waren nicht mehr zu gebrauchen. Wir sind trotzdem satt geworden. Und wir wissen jetzt, worauf wir bei der Herstellung achten müssen. Nichts ist peinlicher, als wenn die Gäste nicht satt werden! Nun, es hat gerade gereicht für uns beide heute. Es war köstlich. Zu den Ravioli gab es eine Sauce aus Olivenöl, Knoblauch, Petersilie, Chilischoten, Salz und Pfeffer. Was meine Kollegen wohl morgen wieder sagen, ich meine wegen dem Knoblauch! Sie werden es überleben.

Wir wissen jetzt, dass unser Menü für unsere Freunde machbar ist und schmeckt. Also, es kann losgehen. Es wird bestimmt ein netter Abend. Schade, dass es noch 3 Wochen dauert bis es so weit ist.