Archiv der Kategorie: gay

Koran gegen Regenbogen

Moslems gegen Schwule – so lautet ein Artikel in der Mopo vom vergangenen Samstag. Online ist diese brisante Geschichte hier nachzulesen.

Da sind Menschen hier ins Land gekommen, leben hier freiwillig und geniessen unsere Gastfreundschaft. Und die wollen über uns richten und bestimmen, wie wir uns hier, in unserem Land, in unserer Stadt, in unserem Stadteil, zu verhalten haben? Müssen wir uns das gefallen lassen?

Die Regierung und die Parteien reden von Integration. Wie soll man diese Menschen integerieren wenn sie nicht bereit sind, sich unseren Lebensvorstellungen anzupassen? Und sie werden NIE bereit dazu sein.

Wenn wir uns denen unterordnen ist der nächste Schritt vielleicht, dass Einwohnerinnen unserer Stadt in sichtweite der Moschee ein Kopftuch tragen müssen. Ich schlage vor, dass die nächste Pride-Parade durch die Strassen von St. Georg zieht, vorbei an der Moschee und die angrenzenden Strassen, in denen man sich als Schwuler lieber nicht blicken lässt. Wir könnten ja auch ein Kopftuchverbot in sichtweite christlicher Kirchen veranlassen.

Wenn sich diese Islamisten mit ihrem religiösen Gedankengut hier immer mehr breit machen, dann gnade uns Gott. Aber wir nehmen ja alles auf, was keine Lust mehr hat, im eigenen Land ihr Dasein zu fristen. Es lebt sich hier ja so gut mit Geld vom Staat, fliessend Warm- und Kaltwasser und Heizung. Da kann man ja schon mal auf den Putz hauen – es fliegt ja eh keiner raus deswegen.

Ich hatte die Idee, über diesen Artikel nebeneinander ein Bild der Regenbogenflagge und des Koran zu setzen. Aber ich wage das nicht. Und es macht mich wütend, dass diese Rücksicht nehme.

sympatisch

Hornbach – die TV-Werbung für diesen Baumarkt hat wohl ein Jeder schon mal gesehen. Ich finde die eher schlecht. Aber sie prägt sich irgendwie ein.

Hornbach hat sich jetzt entschlossen, eine Werbekampagne zu starten, in der es um Toleranz geht. Sie nennt sich „Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deuschland!“. In dieser Kampagne geht es nicht allein um Homosxeualtität. Es werden auch andere Bevölkerungsschichten eingebunden, u.A. alte Menschen, Ausländer und Behinderte.

Vielleicht wird Hornbach den einen oder anderen Kunden verlieren, Aber er wird auch Zuspruch finden und neue Kunden gewinnen.

Geht’s noch?

Gibt es eine Möglichkeit, diesen Menschen Einhalt zu gebieten?:

Polen fällt derzeit ins tiefste Mittelalter, nein, noch schlimmer: Polen ist auf dem besten Wege, die Nachfolge der Nazizeit in Deutschland anzutreten, wenn es nicht sogar schon so weit ist. Mitten in Europa entsteht derzeit ein zweites 3. Reich:

Es soll bei Strafe verboten werden, aufklärende Informationen über Homesexualität zu verbreiten.

Pornografie soll unter Strafe gestellt werden, selbst der private Besitz von pornografischen Werken.

Finanzieller Zuschuss für Hospize, in denen krebskranke Kinder betreut werden, soll gekürzt werden. „Polish health care don’t have money to waste on moribund children.“ hat der polinische Gesundheitsminister Boleslaw Piecha erklärt

Es gibt die Idee, eine Liste mit Berufen zu erstellen, die Homosexuelle nicht ausüben dürfen.

Es ist ein Skandal, dass so etwas in einem Mitgliedstaat der EU möglich ist. Und Europa sieht zu und schweigt!!!

Ted Fusby

Was ist Schönheit? Kann man Schönheit überhaupt beschreiben? Ist Schönheit greifbar? Ich glaube nicht – hat doch sicher jeder Mensch eine andere Vorstellung von dem, was Schönheit bedeutet.

In der schwulen Welt geht es fast immer um Schönheit und Jugend. Auf einschlägigen Seiten im Internet werden doch nur Männer bis zu einem bestimmten Alter gezeigt. Wer jenseits der 40 ist, wird schon als alt bezeichnet. Fotos von reifen, markanten Männern zu finden, ist schier unmöglich. Selbst Künstler haben sich für ihre gemalten Bilder das Schönheitsideal auf ihre Fahne geschrieben, wie z.B. Micheal Breyette.

Jetzt habe ich einen Künstler entdeckt, der mit seinen Bildern und Zeichnungen total aus dem Rahmen fällt: Ted Fusby.

Seine Aktdarstellungen zeigen Männer, die nicht unbedingt dem schwulen Schönheitswahn entsprechen, aber doch ein markantes Äusseres haben. Beim Betrachten der Bilder muss „Mann“ nicht neidisch sein, wenn es die Schöpfung nicht ganz so gut mit ihm gemeint hat. „Mann“ kann selbst noch ganz entspannt in den Spiegel schauen und muss sich nicht mit Schönlingen vergleichen.

Ted Fusby scheut sich nicht, Männer mit Segelohren, Brille und Glatze darzustellen. Natürlichkeit ist seine Devise, auch wenn die Bilder leicht an naive Malerei erinnern. Mit gefällt’s.

Geschmacksache


I WANT OUT, das ist der Name der neuesten Kreation von Aussiebum aus Australien. Es handelt sich um Herrenunterwäsche – nicht um Schlübber für Sechsjährige.

Ich glaube, wenn bei mir ein Typ im Bett landen würde, der solche Dinger anhätte – ich würd‘ mich schlapplachen. Wenn ich mit der bunten Kinderwäsche ankommen würde, wäre das sicher ein Scheidungsgrund. Zum Glück haben mein Mann und ich so ziemlich den gleichen Geschmack, was das Darunter angeht.

redheads


Im Lauf der Jahre wird der Mensch – egal ob Mann oder Frau – gewahr, dass er eine gewisse Vorliebe für verschiedene Dinge des Lebens entwickelt hat. So hat z.B. jeder eine Lieblingsfarbe, ein Lieblingsgetränk oder ein Lieblingsessen. Ähnlich verhält es sich mit der Vorliebe für den Typ Mensch, mit dem er gemeinsam durch das Leben gehen möchte. Es lässt sich immer wieder beobachten, dass ein Mann nach der Trennung von seiner einst geliebten Partnerin allzu gern zu einer neuen Frau findet, die der Verflossenen in vielerlei Hinsicht recht ähnlich ist – rein äusserlich betrachtet. Ein Prominentes Beispiel ist Boris Becker, der eine Vorliebe für leicht farbige Frauen hat. Aus meinem persönlichen Umfeld ist mir ein weiteres Beispiel bekannt: Er – einst verheiratet mit einer kleinen zierlichen Italienerin – nahm sich nach der Scheidung eine kleine zierliche Dänin. Der einzige äussere Unterschied bestand in der Haarfarbe: Die Italienerin war dunkelhaarig, die Dänin war blond.

Im Lauf meines eigenen Lebens, speziell während meines schwulen Lebens, ist bei mir selbst aufgefallen, dass ich eine Vorliebe für rothaarige Männer habe. Zuerst ist mir das gar nicht bewusst geworden. Irgendwann merkte ich dann beim surfen durch das Internet und bei dem dabei nicht unvermeidlichen Betrachten von Männerbildern, dass mir blonde Männer besonders gut gefallen, mein Herz aber noch höher schlug, wenn es sich um rot-blonde bzw. rothaarige Männer handelte. Prominentester redhead – wie Männer mit so einer Haarfarbe in Insiderkreisen genannt werden – ist wohl Prinz Harry, Sohn von Prinzessin Diana und Prinz Charles. Da er auch noch recht gut aussieht, taucht sein Abbild auch immer wieder auf schwulen Webseiten auf.

Heute vor neun Jahren lernte ich Bernd kennen. Wir erblickten uns auf einem Sonntagnachmittag auf Hamburgs grösster Party, dem Alstervergnügen, an einem schwulen Bierstand. Bernd fiel mir auf, weil er so gross ist und sehr offen und nett lachte. Alles andere war Nebensache. Später bemerkte ich auch seine rotblonden Haare, die ich einfach so hinnahm, sie sind ja ein Teil von ihm und waren für mich zu dem Zeitpunkt nicht weiter von Bedeutung (ich war ja auch noch ganz frisch schwul). Wahrscheinlich hat mein Unterbewusstsein damals diese Vorliebe bereits signalisiert. Erst einige Jahre später bemerkte ich meine Vorliebe für rothaarige Männer. Noch heute ist es so, dass mein Herz schneller zu schlagen beginnt, wenn ich einen entdecke. Doch mein allerliebster und attraktivster readhead ist und bleibt Bernd.


Danke für 9 wundervolle Jahre mit Dir!

CSD Strassenfest

Der CSD-Parade hatten wir uns nicht angeschlossen sondern haben uns für unser Essen ein paar Zutaten besorgt und dann den Nachmittag gemütlich zu Hause verbracht.

Gehen wir oder gehen wir nicht? Das war dann die grosse Frage, ob wir noch auf das Strassenfest wollen. Nach einem Blick auf das Fernsehprogramm und das Wetter entschieden wir uns, noch zum Jungfernstieg zu fahren. Die Regenbogenbeflaggung am Anleger war leider in diesem Jahr nicht vorhanden. Aber am Alsterhaus war die Fassade mit langen Regenbogenbannern geschmückt.

Nach einem kleinen Rundgang suchten wir uns einen Tresenplatz beim Will’s Bierstand, wo wir dann auch noch den einen oder anderen Bekannten trafen. Es wurden auch Personen gesichtet, die in ihren „Pömps“ Grösse 45 im Laufe des Tages dicke Füsse bekommen hatten. Nach drei Alsterwassern und einem weiteren Rundgang machten wir uns auf den Heimweg durch das nächtliche Hamburg. Hier ein paar fotografische Eindrücke.

Pride Parade in Hamburg

Heute fand in Hamburg die alljährliche politische Demonstration der Lesben und Schwulen statt. Wieder ein Mal war die Vielfalt der schwulen Welt sichtbar: Dragqueens (die bekannteste ist wohl Olivia Jones), Lederkerle, Bären, „Normalos“ und Menschen, die Freude daran haben, sich zu produzieren und mehr oder wenige nackte Haut zu Markte tragen.

Verschiedene Instutionen und Gruppen mit ihren Trucks beteilitgen sich an dem Demonstrationszug, wie z.B. FDP, GAL, SPD, Deutsche Bank und die Nordbären. Olivia Jones war unmotorisiert und liess sich von halbnackten jungen Männern durch die Strassen schieben, in der Hand ein Gläschen Prossecco. Auf einem Doppeldeckerbus wurde Lilo Wanders gesichtet, die huldvoll in die Menge grüsste. Aus phonstarken Boxen schallte Musik für fast jeden Geschmack durch die Lange Reihe, in der Bernd und ich Position bezogen hatten, um die Parade an uns vorbeiziehen zu lassen.



Bemerkenswert einfallslos waren die Trucks geschmückt, auf denen mit künstlicher guter Laune versucht wurde, die am Strassenrand stehenden Schwulen, Lesben und Heten zum feiern zu animieren.

Doch was gibt es auf dieser Parade zu feiern? Nichts! Nach meiner Meinung müsste die politische Aussage bei dieser Demonstration mehr im Vordergrund stehen, was der bunten und schillernden Vielfalt der Teilnehmer nicht im Wege stehen muss. Gerade die letzten Tage haben gezeigt, dass trozt aller Toleranz, die sich uns gegenüber in den letzten Jahren herauskristallisiert hat, noch viel getan werden muss, um der Diskriminierung in Teilbereichen unseres Lebens endgültig den Garaus zu machen. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf diesen und diesen Artikel sowie auch auf diesen Beitrag und den Kommentar von „karakan“ zu diesem Beitrag. Ausserdem solltet ihr mal die Diskussion um die öffentliche Petition von Rudi Eifert ansehen – oder auch lieber nicht, sonst müsst ihr noch ein Beruhigungsmittel nehmen.

Es sieht mir fast so aus, als seien wir von Vielen nur geduldet, aber noch lange nicht akzpetiert als normale Menschen, die lieben und geliebt werden, die leben, arbeiten sowie Steuern und Sozialbeiträge zahlen. Die weltweiten CSDs sind noch lange nicht überflüssig geworden.

Nachtrag vom 29.01.09
Die Links gibt es inzwischen leider nicht mehr.

Diskriminierung

Die weltweiten CSD-Gedenktage mit ihren politischen Demonstrationen (in Hamburg finded die Demonstration am kommenden Samstag statt) haben leider immer noch ihre Daseinsberechtigung, und das nicht nur wegen der fehlenden rechtlichen Gleichstellung von gleichgechlechtschlichen Partnerschaften gegenüber heterosexuellen Ehen. So ist es z.B. Schwulen und Lesben nicht gestattet, Blut zu spenden.

In Hamburg herrscht zurzeit ein Mangel an Blutkonserven. Deshalb hat die Presse gestern dazu aufgerufen, Blut zu spenden. Nur ist es uns aufgrund eines Gesetzes aus den achtziger Jahren nicht gestattet, wie heute in der MOPO berichet wird.

Es gibt in Hamburg auch eine Gleichstellungsbeauftragte. In der entsprechenden Behörde fühlt man sich nicht zuständig für diese Angelegenheit. Warum wohl? Die Leiterin, Frau Schnieber-Jastram, gehört der hier regierenden CDU an. Ich bezweifel, dass sich die Dame dazu herablassen wird, hier etwas zu tun – obwohl wir einen schwulen Bürgermeister haben.

Petition für Gleichstellung in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften

Seit dem 1. August 2001 gibt es für Schwule und Lesben die Möglichkeit, eine „Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft“, auch „Homo-Ehe“ genannt, einzu gehen (es gibt noch ein paar Wortkonstruktionen mehr, ein richtig passender Name ist wohl offensichtlich noch nicht gefunden worden).

Partner, die sich zu einer solchen Gemeinschaft entschlossen haben, sind zwar gegenseitig unterhaltsverpflichtet im Krankheits- und Arbeitslosenfall, dürfen aber steuerliche Vorteile, wie sie es bei heterosexuellen Ehen gibt, nicht wahrnehmen. Dies ist ein haltloser Zustand. Einerseits darf, nein, muss man für seinen Partner zahlen, anderseits darf man aber Vorteile, die heterosexuellen Ehen gewährt werden, nicht in Anspruch nehmen. Der Staat spart also eine Menge Geld.

Rudi Eifert hat am 30. Mai diesen Jahres eine Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht um auf diesem Weg zu Versuchen, diese Ungerechtigkeiten endlich zu aus der Welt zu schaffen.

Die öffentliche Petition ist vom Deutschen Bundestag online gestellt worden und kann hier von interessierten Unterstützern unterschrieben werden.