Archiv der Kategorie: Cats

Entwarnung

Wir sind froh und glücklich, und Glinda sicher auch, dass wir vorerst nicht mehr in die Tierklinik müssen, erst wieder in einer Woche, wenn die Fäden gezogen werden sollen.

Der diensthabende Tierarzt hat sich die Pfote sehr genau angesehen und die Arbeit der Kollegin, die die Wunden vernäht hatte, gelobt. Wunden an den Pfoten seien sehr schwierig zu behandeln. Na, da haben wir Glück gehabt, an eine gute und kompetente Tierärztin gekommen zu sein.

Natürlich werden wir Glindas Pfote gut beobachten.

Auch für Glinda ist die Fahrt zum Tierarzt Stress. Sie mauzt fast ununterbrochen in ihrer Transportbox. Auf dem Rückweg war sie viel ruhiger und hat sogar ihr Köpfchen an meine Finger gelegt, die ich durch das Gittertürchen stecken konnte.

Uns ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen.

Das ist endlich ab


Die Halsmanschette, die Glinda davor bewahren sollte, an ihrer Pfote zu lecken, ist ab jetzt auch erledigt. Glinda sass schräg hinter mir auf der „Knuddelpappe“. Ich hörte ein Geräusch und sah gerade noch, wie sie mit der verletzten Pfote die Tüte über den Kopf schob.

Jetzt beginnt die Putzorgie, endlich kommt sie überall hin und kann sich putzen. Das dauert jetzt bis sie fertig ist. Natürlich wird auch die Pfote nicht ausgelassen, die sie eigentlich nicht lecken soll.

Der nächste Schritt wäre, dass sich Glinda selbst die Fäden zieht.

Dreier im Bett


Wir wünschen uns schon länger, dass die Katzen mal mit uns das Bett teilen. In der letzten Nacht war das der Fall, wenn der Grund dafür nicht unbedingt Freude auslöste.

Ich wachte in der Nacht auf und merkte, dass da was an meinen Füssen war, was da sonst nicht ist. Bernds Füsse sind nicht so haarig. Eine der beiden Katzen im Bett! Ich blieb eine Weile still in der Dunkelheit liegen um zu versuchen herauszufinden, wer von den beiden ins Bett gekrabbelt war und in welcher Position die Katze da liegt. Wenn ich meinen Fuss vorsichtig bewegte, wurde der leicht angestupst, Katze musste also auf der Seite liegen. Als der Bettbesuch seinen Kopf schüttelte, erkannte ich am Geräusch durch die Manschette, dass es Glinda war.

Glinda hatte einen Teil der Bettdecke okkupiert. Den grössten Teil beanspruchte Bernd, nur ich hatte etwas zu wenig. Ich wollte natürlich nicht an der Bettdecke zerren. Bernd wollte ich nicht aufwecken und Glinda wollte ich nicht aus dem Bett jagen. Ein wenig konnte ich meine Blösse bedecken, so dass ich nicht frieren musste. Es war eben ein wenig unwarm.

Als die Blase drückte, stand ich vorsichtig auf und erledigte das Bedürfnis. Glinda lag danach noch auf der Decke, Bernd lag dadrunter – also alles ok, ich legte mich wieder dazu. Der Schlaf wollte aber nicht wirklich wiederkommen. Ich bemerkte schliesslich, dass Glinda die Position wechselte und sich zwischen uns legte. Mit einem Lächeln im Gesicht kuschelte ich mich an Bernd uns spürte an den Füssen dem Gewicht der Bettdecke nach. Einen wirklich entspannten Schlaf hatte ich natürlich nicht. Da ich aber nicht früh aufstehen und zur Arbeit muss, ist mir das egal. Ich geniesse dann einfach die Nähe meines Schatzes und in dieser Nacht auch die von Glinda.

Ich hatte vorhin die Gelegenheit, die Pfote mal von unten zu betrachten. Für meinen laienhaften Verstand sieht das alles ganz gut aus, auf jeden Fall ist es trocken und nässt nicht. Wir werden morgen wie geplant die Klinik aufsuchen. Auf einen weiteren Verband ist zu verzichten. Das von Anne im Kommentar des vorherigen Artikels erwähnte Produkt ist in den Apotheken nicht zu bekommen und kann auch nicht bestellt werden. Ich habe Anne kontaktiert und gebeten, uns ihre Flasche zu überlassen.

Krankes Kätzchen


Glinda wurde gestern am späten Abend in der Tierklinik Lüneburg an der Pfote operiert. Was genau passiert ist, wissen wir nicht. Glinda hatte sich jedenfalls innerhalb der Wohnung verletzt. Die Wunde blutete leicht. Elphie liess sie nicht an sich ran, wenn sie zu nahe kam, fauchte und knurrte Glinda. Ich rief in der Tierklinik an und wir bekamen für den Abend noch einen Termin. Die Ärztin untersuchte die Pfote, zwei Risse waren zu sehen. Es sollte genäht werden. Da noch ein Notfall reingekommen war, riet man uns, Glinda in der Klinik zu lassen und sie spät am Abend wieder abzuholen.

Es wurde ein langer Abend, erst nach 23 Uhr kam der ersehnte Anruf. Zum Glück hat mein Schatz heute seinen freien Tag. Als wir in Lüneburg eintrafen, war Glinda zwar schon wach, aber sie war noch wackelig auf den Beinen. Wir mussten also noch warten, bis Glinda transportfähig war. Sie lag in ihrer Transportbox, die Wunde war, aus unserer Sicht, gut verbunden. Wir bekamen Medis mit (Schmerzmittel und Antibiotikum) und fuhren nach Hause.

Als wir Glinda aus der Transportbox entliessen, blieb der tolle Verband in der Box liegen. Den wieder über das Beinchen zu ziehen, wäre unmöglich gewesen, so eng war der. Was tun? Die Wunde blutete und nässte nicht. Wir entschieden uns, schlafenzugehen. Glinda ging noch durch die Wohnung und suchte sich einen Platz. Wir hörten, wie sie mit der Halskrause hier und da eneckte.

Heute Morgen rief ich gleich wieder in der Klinik an und erklärte, was passiert war. Wir sollten kommen und wir würden eingeschoben werden damit Glinda einen neuen Verband bekommt.

Zurück im Haus öffneten wir die Transportbox, Glinda kroch heraus, schüttelte mehrmals die verbundene Pfote, bis der Verband durch die Wohnung flog. Wieder ein Anruf in der Klinik und die Siuation erklärt. Wir kamen überein, das Pfötchen zu beobachten. Freitag hätten wir ja eh einen Termin zum Verbandwechsel. Wenn die Wunde auffällig werden sollte, sollen wir uns sofort melden. Wir hoffen, dass das nicht notwendig wird.

Jetzt heisst es abwarten und hoffen. Ich denke, wenn wir den Freitag überstanden haben, kann nicht mehr viel passieren. Der nächste Verbandwechsel, so er denn überhaupt möglich ist, ist für Montag nächster Woche angesetzt.

Kalenderblatt 1


In diesem Jahr möchte ich euch wieder an unserem Kalender teilhaben lassen. Alle Fotos sind von uns selbst aufgenommen. Heute ist zwar schon der 8. Januar, aber da ich mich nicht entscheiden konnte, welche Fotos unseren Wandkalender zieren sollen, war ich recht spät dran mit der Bestellung. Der Kalender kam dann auch erst Anfang Januar. Insofern kann ich auch meine Entscheidung rechtfertigen, das Monatsbild im Januar ein paar Tag später zu zeigen.

Das, was da zu sehen ist, mach ich natürlich nicht mir klitzekleinen Leckerlis. Es handelt sich da um eine Sorte, die da. 2 cm lang ist. Ein Ende habe ich mir zwischen Lippen geklemmt. Das andere Ende sollen sich die Katzen schnappen. Wer in diesem Fall das Rennen gemacht hat, weiss ich nicht mehr. Jedenfall ist es logisch, dass jede Katze zu ihrem Recht kommt und ein Leckerli erhält.

Leckerlis werden von mir grundsätzlich auf dem Fussboden sitzend verteilt. Dann bin ich mitten unter den beiden Fellnasen und sie um mich rum. Ich liebe diese Nähe.

Entspannung und Vertrauen


Nachdem ich heute sogar zweimal eine Milchtrittmassage bekommen habe, legte Glinda sich auf den Tisch und schlief ein.

Bei Katzen ist der Bauch eine Stelle, an der sie angreifbar sind. Wenn sie sich so hinlegen wie auf dem Foto und dann auch noch schlafen, zeugt das von absolutem Vetrauen und dem Wissen: Hier passiert mir nichts.

Glinda, meine Herzkatze


Jeden Morgen, wenn ich meine Blogrunde drehen, die neuesten Nachrichten lese und bei Instagram reinschaue, kommt Glinda auf den Tisch. Erst bekomme ich eine Milchtrittmassage, was totals süss, aber sehr unangenehm ist. Ich bin da schon ganz wund. Ein T-Hemd hat den Krallen kaum was entgegenzusetzen. Ich streichel Glinda dann immer über den Rücken und sag „Fein machst du das!“ und lass sie treten. Denn wenn Katzen von dieser Liebesbezeugung abgehalten werden, verliert sich dieses Muster aus der Kittenzeit auf Dauer.

Danach legt Glinda sich mit dem Rücken auf den Tisch, natürlich über die Tastatur, die ich schon längst abgeschaltet habe, und lässt sich knuddeln. Dabei schnurrt sie so laut wie ein Airbus. Wenig später robbt sie da so lange rum, bis ihr Katzenköpfchen an meinem Bauch liegt und dann schläft sie ein.

Dieses Ritual macht Glinda nur morgens. Später am Tag sitzt sie auf dem Boden und piept ganz zaghaft und bettelt damit um Aufmerksamkeit. Mit der Hand klopfe ich dann gegen einen Karton, der neben mir bereitliegt. Die Katze legt sich in den Karton, den ich hochhebe, auf meinem Schoss ablege und sie dann mit einer Hand knuddel. Den direkten Körperkontakt sucht sie dann nicht mehr.

Katzen sind schon merkwürdige Wesen. Glinda scheint eine ganz besondere Katze zu sein.

Milchtritt


Das Foto zeigt keine eklige Hautkrankheit auf meinem Bauch, so etwa zwischen Brust und Bauchnabel. Es zeigt die Folgen von Milchtritt. Milchtritt machen die kleinen Katzenbabies um die Milchproduktion der Mutter anzuregen, es ist also ein angeborenes Verhalten. Manche Katzen behalten das bei und zeigen damit ihre Zuneigung zu ihren Menschen. Milch ist bei mir nicht zu holen. Wenn man den Milchtritt unterbindet, die Katze z.B. beiseitesetzt, kann es sein, dass sie den Milchtritt mit der Zeit ganz einstellt. Aber wer will schon die Zuneigung seiner Katze verlieren.

Glinda lebt den Milchtritt sehr intensiv aus. Sie sitzt dann vor mir auf dem Arbeitstisch, die Vorderbeine sind dann auf meinem Bauch und dann tritt sie los. Wenn man nur ein T-Hemd trägt, ist das bisweilen sehr unangenehm, es piekt ganz fürchterlich. Einige Shirts werden dann ganz löcherig, dieses grünlich Shirt scheint milchtrittfest zu sein.

Während Glinda mich zärtlich traktiert, verziehe ich das Gesicht, aber sich streichel über ihren Kopf und sag ihr, dass sie das ganz fein macht. Das ist ja auch total süss wenn sie das macht, aber ja …

Bei Elphie ist der Milchtritt nur ganz wenig ausgeprägt. An uns macht sie das gar nicht. Aber wenn sie auf der Seite liegt und wir sie knuddeln, sieht man, wie sie die Vorderbeinchen und Pfoten in der Luft hängend bewegt, Luftmilchtritt sozusagen.

Ein seltener Moment


Unsere beiden Katzen sind nicht ängstlich, sie meiden auch die Nähe nicht, sie sind vertrauensvoll. Direkter Körperkontakt ist aber sehr selten. Heute war so ein Moment.

Glinda legte sich wie jeden Morgen auf den Arbeitstisch zum Knuddeln, ich merkte aber, dass sie nicht ganz so entspannt war wie sonst. Plötzlich setzte sie sich auf und ich bekam auf meinen Oberkörper eine Milchtrittmassage. Das T-Shirt hat es heil überstanden, es sind keine Löcher zu sehen obwohl die Krallen durch das Shirt hindurch auf meinem Körper pieksten. Milchtritt ist ein Ausdruck von Zuneigung. Wenn das unterbunden wird, kann es sein, dass die Katze das einstellt. Aber wer will denn schon die Zuneigung von einer Katze verlieren?

Die Massage dauerte mehrere Minuten an. Dann sah es so aus, als würde Glinda gern auf meinen Schoss kommen, es aber doch nicht wirklich wagte. Ich nahm sie und legte sie auf meinem Oberschenkeln ab. Sofort machte sie es sich da gemütlich und nach wenigen Augenblicken schlief Glinda dort ein.

Meine Körperhaltung ist dabei nicht sehr bequem. Da die Sitzfläche meines Stuhls so eingestellt ist, dass die Oberschenkel etwas schräg nach vorn liegen – so wie es sein soll – könnte die Katze ja runterrutschen. Also stelle ich die Füsse auf die Zehen, was auf dauer etwas anstrengend ist. Aber was tut man nicht alles für die Zuneigung einer Katze!