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Morgenroutine


Als erstes nach dem Aufstehen wird die Tür zur Terrasse geöffnet. Glinda und Elphi folgen mir ins Wohnzimmer. Sie setzen sich vor die geöffnete Tür, schnuppern Frischluft und gucken interessiert durch das vertikale Insektenschutzrollo.

Gestern hat es doch eine der beiden tatsächlich geschafft, das Rollo zu lösen. Durch Federkraft öffnet es sich dann automatisch zur Seite. Tja, so schnell kann man gar nicht gucken wie die beiden Mädels auf der Terrasse waren und dort rumschnüffelten. Da es ein wenig regnete, waren sie auch schnell wieder in der Wohnung.

Einfach nur gucken

Ich brauche keine Action. Ich muss nicht jeden Tag Leute treffen oder irgendwo hinfahren. Ich kann stundenlang auf der Terrasse sitzen – so das Wetter es den zulässt – und lesen, den Vögeln lauschen oder in den Himmel gucken.

Ich brauche keine Onlinespiele, keine langen Telefonate, keine täglichen Joggingrunden. Einfach nur sitzen und gucken, das reicht mir völlig und ist auch nicht langweilig. Vielleicht liebe ich es deshalb, auf dem Meer mit Kreuzfahrtschiffen unterwegs zu sein, den E-Reader in der einen, ein Glas Champagner in der anderen Hand.

Letztens, im Urlaub auf Santorini, gab es keinen Champagner und den E-Reader habe ich nur kurz vor dem Schlafengehen benutzt um das noch zu Hause angefangene Buch zu beenden. Sonst habe ich dort den lieben langen Tag auf der Terrasse gesessen und auf das Meer geschaut, wo überhaupt nichts los war. Und das war so beruhigend und entspannend.

Wir sind nun nicht am Meer und schon gar nicht auf dem Meer. Aber wir haben Elphi und Glinda, unsere beiden Katzenkinder. Stundenlang kann ich denen zugucken, wie sie miteinander ringen, wie sie durch die Wohnung wetzen, wie sie sich mit dem Katzenspielzeug beschäftigen – oder einfach nur schlafen. Auch das ist beruhigend und entspannend anzusehen.

Für viele Menschen mag es ja langweilig sein, was ich mache, bzw. eher nicht mache. Aber ich kann damit gut leben, sehr gut leben – mit Meer und mit Katzen.

Milchzahn

Eins der beiden Mädels hat heute einen Milchzahn verloren. Wenn es ein Zahn von Elphi ist, erklärt es sich vielleicht, dass sie im Moment keinen großen Appetit hat.

Kommt bei Katzen auch die Zahnfee?

Leben mit Katzenkindern


Langsam spielt sich alles ein. Wichtig ist es, daran zu denken, nichts stehen zu lassen, was essbar ist oder was kaputtgehen könnte. Eine Leuchte ist dem Spiel schon zum Opfer gefallen, sie war nicht wertvoll. Ein – hoffentlich – katzengerechter Ersatz wurde schon bestellt.

Unsere Wäsche wird zum Trocknen immer auf einen Wäscheständer gehängt. Die Katzen haben natürlich schon herausgefunden, dass sie hinaufspringen können. Und herunterbaumelnde Wäsche, wie z.B. T-Shirts ist tolles Spielzeug. Zurzeit erübrigt es sich wetterbedingt, den Wäscheständer auf die Terrasse zu stellen. Im Wohnzimmer für die Terrassentür ist katzenbedingt keine gute Lösung. Also kommt das Teil ins Schlafzimmer, Fenster auf, Tür zu. Nur ist da leider keine gute Luftzirkulation und es dauert ewig, bis die Wäsche trocken ist.

Irgendwann möchte man ja mal schlafengehen aber dabei nicht über den Wäscheständer klettern (wir haben das Kinderzimmer ja zum Schlafzimmer gemacht und ist deshalb recht klein). Also muss die feuchte Wäsche irgendwo hin zum Trocknen. Unsere Gesichts-BHs wurden gestern Abend über die Ecken des an der Wand hängenden Fernsehers gehängt. Meine Jeans trocknete im Badezimmer über der Duschkabine, ein Poloshirt auf einem Bügel am Einbauschrank im Flur. Hauptsache, es hängt hoch genug, damit die Katzen sich nicht dran festkrallen können.

Das Badezimmer ist der einzige Raum, der tabu für die Katzen ist. Da steht ja viel rum, was „mann“ so braucht. Duftwässerchen, Badezusätze, Zahnbürste und Dekoartikel stehen in spielbereiter Nähe für Katzen. Einmal mit der Pfote dagegen – und es würde auf den Fliesen zerschellen. Also bleibt die Tür zum Badezimmer zu.

Aber die 2 sind ja so niedlich und lassen uns immer wieder schmunzeln, ja, manchmal sogar lauthals lachen.

Eine neue Kaffeemaschine


Am vorigen Wochenende hatten wir Besuch. Einer der Gäste äußerte den Wunsch nach einem Cappuccino. Wir starteten unseren Vollautomaten, stellen „Cappuccino“ ein, und nach wenigen Sekunden gab es einen fürchterlichen Knall. Die Katzen verflüchtigten sich, wir zuckten zusammen, unsere Gäste, die bereits auf der Terrasse saßen, ebenfalls. Ein weiterer Versuch, Cappuccino zu zapfen, blieb erfolglos. Die Maschine tat gar nichts mehr, kein Wunder, der FI-Schalter war rausgeflogen. Als der wieder eingeschaltet war, konnten wir wenistens noch normalen Kaffee zapfen. Das Heißwasserdings in der Maschine hatte seinen Geist aufgegeben. Eine neue Maschine musste her.

Nach tagelanger Suche und Vergleiche war ein neuer Kaffeevollautomat gefunden. Als das schwere Teil aus dem Karton gehoben war, kamen erstmal die Katzen und inspizierten beschnüffelten das Ding.

So ist das mit allem, was neu ist. Da sind z.B. die Unterlagen, die ich von der Steuerberaterin abgholt hatte. Die liegen jetzt hier an meinem Arbeitsplatz weil auch die Rechnung dabei ist. Katze kommt auf den Tisch gesprungen, tapert über die Tastatur und schnüffelt erstmal an der Akte.

Wenn wir unsere Einkäufe verstauen, sitzen die Katzen sprungbereit mit langem Hals vor der Arbeitsplatte. Ein lautes „nein“ hält sie davon ab, wirklich raufzuspringen. Wenn gar nichts hilft, drohen wir mit der Spritzflasche. Sobald sie das Ding entdecken, lassen sie von ihrem Vorhaben ab. Und da sag noch einer, Katzen lassen sich nicht erziehen.

Wir wurden gefunden


Es heißt, dass Katzen sich ihre Dosenöffner selbst aussuchen. Möchte man eine Katze haben und man hat die Auswahl zwischen mehreren, sollte man warten, bis ein von den auf einen zukommt, dann hat man die für sich perfekte Katze gefunden.

Wir hatten diese Möglichkeit nicht. Aus einem Wurf von 4 waren 2 übriggeblieben. Den kleinen getigerten Kater wollten die Nachbarn gern haben, den kleinen schwarzen Kater wollte die Familie gern selbst behalten. Also blieben für uns nur die beiden weißgrundierten Katzen übrig. Wir hatten keine Chance zu prüfen, ob sie uns mögen würden.

Inzwischen haben die Katzen uns gefunden. Elphi scheint sich mehr zu mir hingezogen zu fühlen. Sie ist eh sehr anhänglich und bettelt geradezu ständig um Knuddel- und Streicheleinheiten.

Glinda ist etwas zurückhaltender und weicht meistens aus wenn ich sie streicheln möchte. Bernd hat bei ihr größere Chancen. Sie liegt auch lieber bei Bernd als bei mir.

Wenn sie allerdings merken, dass es was zu futtern gibt, sind wir beide gleich gut. Dann kommen sie angerannt und belagern uns. Bernd und ich bleiben eben die Dosenöffner.

PS
Ich müsste mal die Tastatur entstauben. Aber wie soll das gehen wenn Elphi sie ständig okkupiert.