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Aufforderung zum Tanz


Wenn eine Katze sich so herzerweichend präsentiert, will sie nicht tanzen, sie will geknuddelt werden. Und das lässt man sich natürlich nicht entgehen, besonders, wenn es sich, wie in diesem Fall, um Elphie handelt, die ja nicht ganz so anhänglich und kuschelbedürftig ist wie Glinda. Das muss ich ausnutzen. Und in Vorfreude auf Knuddeleinheiten lächelt Elphie schon.

Seit ein paar Tagen sucht sich auch meine Nähe wenn Bernd nicht da ist. Sie hat ihren eigenen Karton, in den sie hineinklettert und den ich dann auf meinen Oberschenkeln absetze. Dann räkelt Elphie sich so lange darin, bis sie eine bequeme Knuddelposition erreicht hat.

Die Aufforderung zum Tanz ist eine Komposition für Klavier von Carl Maria von Weber. Er selbst nannte es „Rondo brillant für das Pianoforte“. Nach einem sehr ruhigen Beginn, wird es wirklich brillant. Ich bewundere die Person am Flügel, die beim Indietastenhauen keinen Knoten in die Finger bekommt.

Carl Maria von Weber wurde in Eutin geboren, verstarb an der Schwindsucht in London. Dort wurde er auch beigesetzt bevor er 18 Jahr später auf dem katholischen Friedhof in Dresden seine letzte Ruhe fand. Bei einem unserer Dresdenbesuche besichtigten wir diesen Friedhof und ich entdeckte dort das Grab des Komponisten.

Das Versteck


Unser Dach ist ein Flachdach. Im Herbst sammelt sich da das Laub, hauptsächlich das der umherumstehenden hohen Pappeln. Aber auch andere Bäume stehen hier und der Herbstwind wirbelt das Laub so hoch, dass auch davon auf dem Dach was liegenbleibt.

In den ersten 2 oder 3 Jahren, während der wir hier wohnen, haben unser Nachbar und ich das Laub zusammengefegt und in Plastiksäcken nach unten gebracht. Die Dachfolie sah immer noch sehr ordentlich aus und es zuckte mir in den Fingern, das Dach zu feudeln. Na ja, natürlich hab ich es nicht gemacht. In den folgenden Jahren wurde der Hausmeister, eine Fremdfirma, mit der Laubentsorgung beauftragt. Die Sicherheitsvorschriften wurden verschärft und er hätte eine neue Ausrüstung anschaffen müssen damit niemand vom Dach fallen kann. Zwei Mann einer Dachdeckerfirma waren heute damit beschäftigt, auf dem Dach Laub zu fegen.

Wenn über uns jemand auf dem Dach zu tun hat, hört man das natürlich in der Wohnung dadrunter, ungewohnte Geräusche, besonders für unsere Katzen. Die verkrochen sich unter einer Decke, die auf einem Schwingsessel liegt. Die Decke liegt eigentlich da, um das blaue Polster des Sessels vor Katzenhaaren zu schützen. Aber auf dem Sessel sitzt eh keiner von uns, nur Elphie liegt dort des nachts und schläft dort, auf der Decke.

Unter der Decke haben die Katzen einen Rückzugsort gefunden, wenn sie verunsichert sind oder Angst haben. Das ist sowieso immer der Fall, wenn es klingelt. Als unser Bad renoviert wurde und wir Handwerker in der Wohnung hatten, kamen sie erst wieder raus, als die Handwerker weg waren.

Passt


Dieser Karton hat seinen Stammplatz neben meinem Bürostuhl. Wenn Glinda ein paar Knuddeleinheiten benötigt, steigt sie hinein, schaut mich an und quiekt ganz leise, es ist kaum zu hören. Dann muss ich den Karton hochnehmen, natürlich mit der Katze darin, und auf meinen Oberschenkeln ablegen. Dann lässt sich knuddeln, wobei sie natürlich schnurrt, bis sie dann meint, sich jetzt schlafenlegen zu müssen, in der einen oder anderen Position. Diese war mir neu.

Jetzt liegt Glinda in irgendeinem anderen Karton von den vielen, die hier so rumstehen. Sie schläft und schnarcht. Eine Katze, die schnarcht! Erstaunlich.

Ein unverhofftes Geschenk


Die Katzen haben ein neues Spielzeug entdeckt. Wir wissen nicht, wo sie es gefunden haben, wir wissen auch nicht, wo das Ding überhaupt herkommt, wir kennen es nicht, wir haben es noch nie gesehen. Aus einem plüschigen Ball ragt ein kleiner Engel heraus mit eine Öse auf dem Kopf. Man könnte das Teil in einen Weihnachtsbaum hängen. Plötzlich war das Ding also da und die Katzen amüsierten sich damit.

Gestern war mal Fernsehabend. Wir schauten uns den Musicalfilm Westside Story von Steven Spielberg an, der 2021 in die Kinos kam. Es ist ein Film mit tollen Tanzszenen, aber die Geschichte endet tragisch – grosse Oper sozusagen. Die Uraufführung der Bühnenversion fand 1957 in Washington statt.

Wir sassen da also ganz andächtig auf dem Sofa als es plötzlich neben uns mauzte. Na ja, Katzen tun das ja schon mal, deshalb dachten wir uns erst nichts dabei. Es mauzte nochmal und nochmal. Da bin ich dann doch aufgestanden um nachzusehen, wer da warum mauzte. Da sass Glinda vor diesem neuen Spielzeugdings, schaute mich an und mauzte. Sie hatte uns den Püschball als Geschenk gebracht, so wie Freigängerkatzen das mit Mäusen und Vögeln machen. Natürlich habe ich Glinda gelobt und gestreichelt „das hast du aber fein gemacht“. Als der Film zu Ende war, begaben wir uns zur Bettruhe, das Plüschspielzeug blieb da liegen wo Glinda es abgelegt hatte.

Nach ein paar Minuten wurde wieder gemauzt, es war Elphie. Ich ging der Sache nach und entdeckte sie in einem Karton sitzend, vor sich den Plüschball. Jetzt sah Elphie mich ganz stolz an und mauzte. Natürlich bekam sie auch ein Lob und ein paar Streicheleinheiten.

Heute Morgen lag das Spielzeug im Flur. Eine der beiden Katzen hatte es also aus dem Karton gefischt und durch die Wohnung getragen. Wir vermuten, dass die Begeisterung für das Plüschdings bald nachlässt und es dann, wie so vieles andere, irgendwo unbeachtet in der Wohnung rumliegen wird. Bei Instagram sah ich kürzlich ein Video, wo jemand das Sofa beiseite nahm und darunter ganz viel Katzenspielzeug lag, welches uninteressant geworden war.

Total entspannt


Von Montagmorgen bis heute Mittag war der Maler im Haus, Mo – Mi 8 Stunden täglich. Unser Badezimmer soll nämlich endlich seinen letzten Schliff bekommen nachdem im Juli unsere Dusche auwändig renoviert wurde. Wenn alles fertig ist, wird es nächste Woche neue Fotos im Elbe-Penthouse-Blog geben.

Den Katzen war ein fremder Mensch in der Wohnung gar nicht recht. Sie suchten sich Verstecke, aus denen sie erst hervorkamen, nachdem der Maler Feierabend gemacht hatte. Heute war schon mittags Feierabend. Die Malerarbeiten müssen trocknen bevor die endgültige Farbe auf die Wände aufgetragen wird, und die muss erst angerührt werden. Leider war der Farbmischer defekt. Es wird erst in der nächsten Woche weitergehen.

Für uns ist es auch eine Erholungspause. Der Maler störte zwar nicht wirklich, er murmelte nur ständig vor sich hin. Hauptsache er macht gut Arbeit, und das scheint der Fall zu sein.

Die Katzen sind ebenfalls wieder total entspannt. Sie melden sich, sobald sie hungrig sind oder wwenn sie Knuddeleinheiten nachholen wollen. Glinda ist ja sowieso unsere Knuddelkatze. Sie legte sich vorhin auf unseren Arbeitstisch zwischen unsere beiden Monitore und zwischen all das Zeugs, was da so rumliegt, man kennt das.

Jetzt haben wir vier erstmal wieder Ruhe, drei Tage mindestens. Wir können wieder ungehemmt Wasser trinken ohne die Beine zusammenkneifen zu müssen weil der Maler im Bad rumwerkelt. Die Katzen brauchen sich nicht mehr zu verstecken, auch sie können ihr gewohnes Leben wieder aufnehmen.

Es hat geklingelt


Sobald es an der Haus- oder Wohnungstür klingelt, verschwinden die Katzen und verstecken sich. Elphie kriecht unter eine Decke, die mal das Polster von dem Sessel vor Katzenhaaren schützen sollte. Manchmal liegen auch beide Katzen unter der Decke. Glinda verschwindet auch oft unter dem Sofa, unter dem Bett oder hinter den bodentiefen dicken Fenstervorhängen.

Glinda ist schon etwas kesser geworden. Sie kommt manchmal neugierig um die Ecke wenn man mit einer Person an der Wohnungstür sprich. Doch wenn Besucher kommen, die länger bleiben, dauert es einige Zeit, bis sie die Katzen Vertrauen gefass haben und sich zeigen.

Nach drei Jahren müssten Glinda und Elphie eigentlich langsam gelernt haben, dass nichts böses passiert, wenn es klingelt. Andere Dinge haben sie ja auch gelernt. Aber wenn es klingelt, kann man gar nicht so schnell gucken wie die beiden erstmal verschwinden.

Glinda – meine Herzkatze


Man sagt ja, dass sich Katzen ihren Lieblingsmenschen aussuchen. Wir hatten keine Wahl als die Frage auftauchte, ob wir immer noch eine Katze wollten. Ja, wollten wir. Und wir nahmen dann die beiden, die noch da waren, zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können.

Elphie ist klein und zierlich und fühlt sich eher zu Bernd hingezogen, was nicht heisst, dass sie auch von mir Kuscheleinheiten einfordert wenn Bernd zur Arbeit ist. Allerdings ist sie nicht so anlehnungsbedürftig wie Glinda.

Glinda ist grösser und kräftiger. Die Ärztin, die im Juli die Impfung gegen Katzenschnupfen vornahm, sagte wörtlich: Sie wissen schon, dass sie etwas moppelig ist?! Wir müssen schon sehr darauf achten, dass Glinda nicht immer die Reste von Elphie auffuttert.

Glinda ist wirklich eine Kuschelkatze. Sie nimmt dann auch keine Rücksicht darauf, dass hier eine Tastatur liegt. Sie tapst ungeniert darauf umher oder lässt sich darauf fallen damit ich sie knuddeln kann. Als ich heute Vormittag mit Bernd in seiner Pause chattete, hat sie meinen Rechner ausgeschaltet. Ich war nicht schnell genug, die Tastatur auszuschalten.

Wenn Glinda dann hier liegt und sich an mich kuschelt, wenn sie auf der Seite liegt und „lächelt“ und schnurrt, dann ist alles gut.

Katze im Schrank!


Dieser Warnruf hallt fast täglich durch unsere Wohnung. Geht irgendwo eine Schranktür auf, hui, ist eine Katze im Schrank. So schnell kannst du gar nicht gucken. Und wenn man es merkt, sollte man nicht versuchten, die Tür schnell zu schliessen. Es besteht die Gefahr, dass man der Katze eine nicht unerhebliche Verletzung zufügen könnte.

Ärgerlich ist es, wenn eine Katze in einen Schrank springt, in dem Textilien gelagert werden. Katze macht es sich dann auf den Klamotten erstmal gemütlich. Die Folge davon sind dann Katzenhaare auf dem Pullover oder auf der Hose.

Unser Vorratsschrank im Flur, in dem unten alte Handtücher liegen, ist auch immer sehr begehrt. Wir halten es inzwischen so, dass wir die Tür einfach schliessen wenn die Katze drin ist. Es kommt dann vor, dass wir die Katze auch mal vergessen bis wir hören, dass sie von innen die Tür aufdrücken will. Manchmal gelingt das, ohne dass wir es merken.

Heute wollte ich im Schubfach für schwere und unhandliche Küchengeräte was verstauen. Schwups, und Elphie sass dann im Hohlraum. Es gefiel ihr dort anscheinend, sie war nämlich nicht dazu zu bewegen, den Küchenschrank wieder zu verlassen. Erst als wir die Terrassentür öffneten, fand Elphie das Draussen dann interessanter und bequemte sich, aus dem Hohlraum herauszukommen.