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Wenn Katzen verschwinden


Gestern traf ich im Treppenhaus eine Nachbarin, die wie ich auf dem Weg zum Mülleimer war. Sie ist auf einen Rollator angewiesen und nahm den Lift während ich weiter die Treppe nach unten nahm. Unsere Haustür hakte ich fest damit sie problemlos nach draussen gelangen konnte.

Wir klönten dann vor der Haustür noch eine Weile als eine hübsche Katze des Wegs kam. Erst mauzte sie kurz von der Strasse aus, dann kam sie auf uns zu und schubberte an meinen Beinen. Sie liess sich auch anfassen.

Langsam bewegte sich die Katze auf die offenstehende Haustür zu und sie betrat den Hausflur. Von dort geht, wie üblich, eine Treppe in den Keller und eine in die oberen Stockwerke. Ich ging der Katze hinterher, nahm sie auf den Arm bevor sie eine der Treppen erreichte, und trug sie wieder hinaus.

Wäre das „Eindringen“ ins Haus unbemerkt geblieben, hätte ich die Haustür nach der Müllerledigung geschlossen und die Katze wäre im Haus eingesperrt gewesen. Vielleicht hätte sie sich ja durch lautes mauzen bemerkbar gemacht und jemand hätte sie rausgelassen. Bei 10 Wohnungen im Haus ist die Wahrscheinlichkeit auch gross, dass Einwohner das Haus verlassen oder betreten und die Katze Gelegenheit hätte, wieder zu verschwinden.

Es hätte aber auch eine Garage oder ein Keller sein können, in dem die Katze eingesperrt gewesen und vielleicht tagelang nicht bemerkt worden wäre. Die Mutter unser beiden Süssen war kurz nach deren Geburt für ein paar Tage veschwunden. Unsere liebe Schwiegertochter kümmerte sich während der Zeit liebevoll um den Wurf mit 4 kleinen Kitten, bis Lotta plötzlich wieder vor der Tür stand und die Babypflege wieder übernehmen konnte.

Gerade las ich, dass eine Katze in Berlin aufgefunden wurde. Es stellte sich heraus, dass sie in Darmstadt zu Hause ist. Sie muss unbemerkt in ein Transportmittel gestiegen sein. Vielleicht ist sie in Berlin unbemerkt ausgestiegen oder sie liess sich nicht „festnehmen“ und verschwand, ohne dass sich der Transporteur weiter mit ihr beschäftigen konnte.

Ich will damit nur sagen, dass Freigängerkatzen ganz schnell mal plötzlich verschwunden sein können. Die Besitzer sorgen sich, suchen, rufen, locken, aber die Katze bleibt weg. Sie ist irgendwo eingesperrt weil man nicht bemerkt hat, dass sie sich eingeschlichen hat. Vielleicht wurde nichtmal bemerkt, dass je eine Katze in dem Raum war. So heimlich, wie sie den Raum betreten hat, kann sie den auch schnell wieder verlassen wenn die Tür geöffnet ist und sie taucht plötzlich dort wieder auf, wo sie zu Hause ist.

Drama!

Heute war in der Tierklinik Lüneburg die jährliche Impfung unserer Katzen gegen Katzenschnupfen notwendig. Gestern schon hatten wir die Transportboxen in der Wohnung aufgestellt damit die Katzen sich daran gewöhnen. Elphie hat sie gleich bezogen und es sich darin gemütlich gemacht.

Heute morgen ging es also ans Eingemachte, nämlich die Katzen in die Boxen zu setzen. Elphie hatten wir ganz schnell drin. Glinda hatte aber Lunte gerochen und verzog sich unter das Sofa. Währenddessen schrie die kleine zarte Elphie in ihrer Box. Es ist unglaublich, welche Lautstärke die kleine zarte Katze hervorbringt.

Um zu versuchen, Glinda zu beruhigen, brachte ich Elphie schon mal zum Wagen. In unserem Treppenhaus ist überhaupt nichts, was irgendwie schallschluckend ist. Auf den wenigen Schritten bis zum Lift dachte ich, gleich würden die Nachbarn die Wohungstüren aufreissen um nachzusehen, was da los ist.

Auf dem Weg zum Carport schrie Elphie weiter wie am Spiess. Eine Nachbarin, und Freundin, rief vom Balkon, ob sie den Tierschutz alarmieren müsste. Sie rief noch was hinterher, was ich nicht verstehen konnte weil unsere kleine so laut war. Es dauerte dann noch ein paar Minuten bis Bernd mit Glinda kam. Er hat es irgendwie geschafft, sie unter dem Sofa hervorzubekommen.

Im Wagen ging das Theater weiter. Elphie schrie und Glinda, die kleine dicke Katze, piepte nur. Sie hat so eine zarte Stimme, die man ihr gar nicht zutraut, wie man umgekehrt die starke Stimme Elphie nicht zutraut.

Im Warteraum waren die Zwei ganz ruhig. Die kurze Untersuchung sowie die Spritze liessen sie sich ohne Probleme gefallen. Dann bekamen sie noch einen Chip eingesetzt, auch das war kein Problem. Auf der Heimfahrt waren Elphie und Glinda wohl ziemlich kaputt. Nur ab und zu waren sie zu hören.

Bisher waren die Katzen auf meinen Namen in der Klinik registriert. Bernd hat für sie eine Katzenversicherung abgeschlossen. Deshalb laufen sie jetzt unter seinem Namen. Die Versicherung verlangt, dass sie gechipt sind, auch wenn es keine Freigänger sind. Die Katzenversicherung ersetzt einen Teil der Kosten für die Impfung und natürlich alle anderen Kosten, die krankheitshalber anfallen können. Natürlich hoffen wir, dass das nicht notwendig sein wird.

Ich will mich bewegen


Also gmeint ist damit, dass ich draussen mal ein paar Schritte mach, so ca. 5.000 sollten das schon sein. Aber was will man machen, wenn die Katze sich angekuschelt hat und schläft? Dann kann ich doch nicht einfach aufstehen. Also heisst es warten, bis Glinda aufwacht oder den Schlafplatz wechselt.

Ich habe mir wirklich vorgenommen, öfter rauszugehen. Eigentlich sollte ich das jeden Tag machen. Gestern zeigte mein Schrittzähler 5276 Schritte an. Ich war unterwegs und habe mit meiner Kamera den digitalen Zoom ausprobiert. Die Fotos sind ganz ordentlich geworden. Wahrscheinlich würden sie dem Kennerblick von Birte nicht standhalten, auch ohne Zoom nicht. Ich teste weiter und mach mich dann mal auf den Weg an die Elbe. Glinda hat nämlich den Platz gewechselt.

Fünf Jahre


Gestern vor fünf Jahren haben wir uns zwei Katzen ins Haus geholt. Wir haben es nicht bereut. Elphie und Glinda bescheren uns jeden Tag Momente, die zum Schmunzeln, manchmal sogar zum Lachen sind.

Die Zwei leben nicht nur bei uns, sie leben und wohnen mit uns. Wir haben uns an ihre Eigenheiten gewöhnt, obwohl manchmal Fragezeichen auftauchen, warum das jetzt so ist, was gestern noch anders war. Na ja, so sind Katzen eben.

Es gibt drei Begriffe, die sie gelernt haben:
Hunger? Raus? Leckerli? Wenn Bernd und ich uns unterhalten, dürfen wir diese Wörter nicht benutzen, die Katzen reagieren sofort. Wir haben gelernt, es zu umschreiben.

Obwohl Glinda und Elphie Schwestern sind, könnten sie unterschiedlicher nicht sein, im Wesen und in der Figur. Katzen können ja gleichzeitig von mehreren Katern schwanger werden. Elphie kommt figürlich nach Lotta, der Mutter, sehr schlank und zart. Glinda ist eher ein Garfield. Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass sie doch beide den selben Vater haben. Es kann ja auch sein, dass verschiedene Gene vererbt hat. Wir werden es nie erfahren. Das ist uns aber egal. Wir lieben sie so, wie sie sind, jede auf ihre Art.

Katzenwolle


Unsere beiden Fellnasen fusseln ständig so vor sich hin. Unser kleiner Handdyson ist jeden Tag im Einsatz. Aber so ein Staubsauger saugt nicht nur, er bläst die Luft auch wieder aus. Wenn er das nicht täte, würder ja explodieren. Wenn ich also irgendwo Katzenfellmäuse entdecke und mit dem Handdyson zur Tat schreite, wirbeln gleich wieder ganz viele Fusseln durch den Raum. Man wird derer einfach nicht Herr.

Bernd hat eine neue Katzenfusselbürste entdeckt und bestellt. Das Teil geht richtig in die Tiefe. Es ist kaum zu glauben, was das alles rausbürstet. Natürlich muss man das ganz vorsichtig machen, man will die Katze ja nicht mit den feinen Metallzinken verletzen.

Glinda hat ja ein richtig dichtes Fell. Da kommt richtig was raus, wenn ich sie bürste. Es muss natürlich auch passen, dass ich das machen kann. Wenn ich sie, oder auch Elphie, vor mir im Karton habe, geht das ganz gut.

Ich weiss übrigens von einer Frau, die spinnt, also sie spinnt Fell zu Wolle, Schafswolle natürlich. Ob das auch mit Katzenhaaren geht?

Katzenruhe


Wie jeden Morgen kam Glinda zu mir auf den Arbeitstisch. Nachdem ich sie ausgiebig geknuddelt hatte, machte sie sich lang und geruhte zu schlafen. Währenddessen kann ich nichts weiter tun, als Blogs und lokale Nachrichten zu lesen.

Heute Mittag setzte sich Elphie neben mich auf den Boden, schaute mich mit grossen Augen an und mauzte. Hunger konnte sie nicht haben, also wollte sie ihre Kuscheleinheiten haben. Ich lockte sie in den bereitstehenden Karton, den ich dann auf die Tischplatte hob. Die rechte Hand an der Maus (wie passend), die linke Hand an der Katze.

Bald schlief Elphie ein und mir drückte langsam die Blase. Den Klogang zögerte ich so weit wie möglich raus, aber irgendwann musste ich dem Drang nachgeben. Ich dachte, dass Elphie bei meiner Rückkehr an den Arbeitsplatz ihr Revier wechseln würde. Tat sie aber nicht. Sie wechselte nur die Position im Karton und schlief weiter.

Für Elphie bin ich ja Ersatzvater, sie fühlt sich mehr zu Bernd hingezogen. Aber der ist ja nun nicht da, muss noch arbeiten. Umsomehr freut es mich, dass sie auch zu mir kommt und sich verwöhnen lässt bzw. dass sie sich auch bei mir wohlfühlt.

Glinda schläft währendessen auf dem Katzensessel.

Wisst ihr übrigens, dass Katzen auch schnarchen? Ich hatte ja mal gedacht, dass wir das Schnarchen von dem Opa hören, der unter uns wohnt. Aber dann merkte ich, dass das Glinda war.

Als Ersatz akzeptiert


Heute ist also der erste Tag nach drei Monaten, an dem ich mit unseren beiden Katzen allein bin. Wir haben ja beide unsere Herzkatzen, vermutlich ist es auch eher andersherum: Die beiden Katzen haben ihre Herzmenschen. Wir haben sie dazu nicht besonders motiviert.

Es ist also so, dass Elphie sich mehr zu Bernd hingezogen fühlt, Glinda kuschelt lieber mit mir. Aber Bernd ist jetzt nicht da und Elphie fordert ihre Kuscheleinheiten bei mir ein. Das ist natürlich auch sehr süss.

Heute morgen sass Elphie neben mir, mauzte und schaute mich an. Als ich meinen Arm runterhängen liess, stupste sie sofort ganz intensiv mit ihrem Köpfchen gegen meine Hand, was heisst: Knuddel mich. Sie warf sich dann auf den Boden, legte sich auf die Seite und sie liess sich am Bauch knuddeln.

Später legte sie sich in den Knuddelkarton, in dem Glinda sonst liegt. Ich nahm sie hoch, sie legte sich zur Ruhe und schlief ein.

Inzwischen hat Elphie sich erholt, sie liegt auf dem Schrank und beobachtet mich.

Ein Karton, ein Karton


Regelmässig kommen bei uns Kartons ins Haus, natürlich nicht leer, sondern gefüllt mit notwendigen Bestellungen: Wein, Granatapfelsaft, Katzenfutter, Katzenstreu, mal neue Hosen oder Hemden, Schuhe, mal neue Pflanzen für die Terrasse, Kaffebohnen, mal dies, mal das. Es ist unglaublich, was bei uns alles angeliefert wird.

Jeder neue Karton wird von den Katzen erstmal ausgiebig beschnüffelt. Sobald der Karton geöffnet und der Inhalt entnommen ist, legt sich eine Katze in den Karton und prüft erstmal das Liegegefühl.

Manche Kartons bleiben ein paar Tage in der Wohnung bevor sie in den Keller kommen. Schnell stellt sich dann heraus, welcher Karton von der einen oder anderen Katze besonders geliebt wird.

Elphie hat ihren Stammkarton auf dem Esstisch, er wird nur runtergenommen wenn wir dort eine Mahlzeit einnehmen. Elphie liegt gern darin und macht ein Nickerchen. Dieses Teil steht schon etwa ein Jahr in der Wohnung

Bei Bernd und bei mir steht jeweils ein Karton neben unseren Bürostühlen. Wenn die eine Katze sich hineinlegt heisst das: Nimm mich hoch und stelle mich auf deine Beine. Dann kann ich mich dort ausruhen.

Der neuest Karton ist ziemlich gross. Beide Katzen mögen es, in als Höhle zu benutzen, Elphie legt sich auch gern mal auf die „Höhle“ und schläft dort.

Katzenspielzeug liegt in der ganzen Wohnung verstreut. Nach ein paar Stunden ist das uninteressant. An Kartons verlieren Katzen nie das Interesse. Das ist nicht nur bei uns so. Auf Instagram „beschweren“ sich die Katzenbesitzer, dass sie gerade ein neues Katzenbett gekauft haben, was natürlich in einem Karton angliefert wurde. Das Bett wird ignoriert, die Katze legt sich lieber in den Karton.