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Blogkreise

Meine tägliche Blogrunde dauert jetzt schon fast eine Stunde (ich lese weit mehr, als in meiner Blogroll vezeichnet sind). Es gibt viele Blogs, die ich schon sehr lange lese. Andere lese ich über einen längeren Zeitraum und irgendwann stelle ich fest, dass sie mich nicht mehr interessieren. Sie verschwinden dann aus meiner Liste. Neue Blogs tauchen auf, an die ich wieder über die Blogrolls anderer Blogs geraten bin usw. usw. Und so könnte ich mich durch die ganze Bloggerwelt zappen und mich den ganzen Tag nur damit beschäftigen, Blogs zu lesen, wenn ich die Zeit dazu hätte.

Manchmal stelle ich bei meinen Blogreisen fest, dass ich mich plötzlich wieder da befinde, wo ich mal gestartet bin: Auf meinem eigenen Blog. Ein Kreis wurde geschlossen.

Mein Gott ist das peinlich

Ich musste heute leider feststellen, dass sich beim Anklicken meines Weblogs ein Popupfenster mit eindeutig zweideutiger Werbung öffnet. Ich kenne die Hintergründe dieses Geschehens, kann das aber zurzeit nicht verhindern. Die einzige Lösung ist, eine neue Domain auf einem anderen Server zu bestellen. Ich bin also jetzt auf der Suche nach einem neuen Namen für mein Weblog, was, wie wohl jeder Leser weiss, nicht so ganz einfach ist. Bis ich was passendes gefunden und dann alle Daten überspielt habe, bitte ich meine Leser um Geduld und natürlich um Entschuldigung für diese unangenehme Geschichte. Ich hoffe, ihr bleibt trotzdem weiter treue Leser.

Rezepte online


Seit einigen Tagen gibt es den Rezepteblock, ins Leben gerufen von Gitta und Holger. Wer also mal nicht weiss, was auf den Tisch kommen soll, der hat dort eine Möglichkeit sich zu informieren und sich Anregungen zu holen.

Auch ich habe bereits zwei Rezepte dort veröffentlicht. Andere interessierte Hobbyköche sind ebenfalls eingeladen, sich mit ihren Lieblingsrezepten zu beteiligen.

Ab jetzt WM-frei

Holger hat die Aktion „WM-freies Weblog“ ins Leben gerufen. Rechtzeitig vor dem Anstoss habe ich mich der Aktion angeschlossen. Ab jetzt muss ich meine Zunge zügeln. Es gibt Dinge – siehe der heutige Eintrag zu Michael Ballacks Wade -, die mich einfach herausfordern, freche Bemerkungen zu machen. Na, ich hoffe, dass ich es überleben werde, ohne daran zu ersticken.

Ich bin ja eher der Antifussballer während Bernd schon ein gewisses Interesse daran hat und wir uns deshalb einige Spiele auch ansehen werden. Fussball ist ja auch nicht uninteressant. Aber das Gerede im Vorfeld dieser Veranstaltung ist einfach nervraubend.

Und das sollen für die nächsten Wochen die letzten Worte von mir zum Thema gewesen sein.

Empfindliche Blogger?

Es hat den Anschein, dass es Blogger gibt, die empfindlich reagieren, wenn sie aus einer anderen Blogroll gelöscht werden. So beklagt sich denn The Exit öffentlich darüber, dass sein Blog nicht mehr in der Liste von northerndelight zu finden ist.

Über so eine Streichung müsste ich dann auch sauer sein, war Queerbeet doch früher auch bei The Exit aufgelistet. Irgendwann war mein Blog dann raus, ohne einen Kommentar seitens des Herausgebers. Trotzdem hatte ich The Exit noch immer in meiner Blogroll, weil ich dort mal recht gern gelesen hatte.

Anfang März hatte ich mich dann entschlossen das besagte Tagebuch aus meiner Blogroll zu entfernen. Die meisten Inhalte, die dort veröffentlicht werden, kann ich kaum noch verstehen. Was heisst kaum, eigentlich gar nicht. Meist wird das Dargebotene derart umschrieben, dass es nur Insider oder hochstudierte Menschen verstehen können. Die Inhalte erschliessen sich, wie es scheint, nur einem kleinen elitären Kreis.

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich den Link entfernen soll oder nicht. Täglich hab ich nachgesehen, ob nicht etwas entdecke, das auch den normalen Menschen interessiert. Aber nein, nur schlaues Geschwafel. Und das musste ich mir nicht länger antun. Deshalb sagte ich: „Ciao The Exit!“

Bemerkt wurde es nicht – wahrscheinlich sind im meine Weblogeinträge zu banal und er liest deshalb nicht bei mir. Womit wir wieder bei dem Punkt sind: Für wen schreiben wir? Für unsere Leser oder für uns? Wer sein Publikum hat, egal um welche Inhalte es sich handelt, dem sei es herzlich gegönnt. Mir ist es ziemlich egal, wieviele Leser ich habe. Und deshalb schreibe ich weiter über Dinge aus unserem Leben, die mich interessieren und die mich bewegen, auch wenn es dem einen oder anderen Leser banal erscheinen mag.

Da war doch noch was

Vor ein paar Tagen hab ich wieder mal ein Stöckchen aufgefangen. Unsere zukünftige Nachbarin shayanna hat es mir zugeworfen. Und mit Nachbarinnen soll man es sich ja nicht verscherzen, deshalb hier das Ergebnis:

Was hast du vor zehn Jahren gemacht?
1996 – nichts besonderes, ein ganz normales Jahr

Was hast du vor einem Jahr gemacht?
Voriges Jahr im März hab ich das gefunden. Ende März waren wir im Disney-Ressort in Paris.

Fünf Snacks die du besonders gerne hast:
1) Kuchen (zählt das als Snack?)
2) Eis
3) Mars
4) Schokolade
5) Kuchen

Fünf Songs von denen du den Text komplett kennst: Kontrastprogramm zum Mitsingen:
1) Ja die Liebe hat bunte Flügel (deutscher Text der Habanera, 1. Akt, Carmen)
2) Hier an dem Herzen treu geborgen (Blumenarie, Carmen)
3) Kalkutta liegt am Ganges (Vico Torriani)
4) Hämmerchen Polka (Chris Howland)
5) Der Hölle Rache (Arie der Königin der Nacht, Die Zauberflöte)

Fünf Dinge die du tun würdest, wenn du ein Millionär wärest:
1) sofort den Kredit für das Elbe-Penthouse ablösen
2) das Elbe-Penthouse ausstatten ohne viel nachdenken zu müssen.
3) einen Zweitwagen kaufen
4) da eine kleine Wohnung kaufen, wo es warm ist
5) viel ins Theater gehen

Fünf Dinge die du gerne machst:
1) kuscheln
2) in der Badwanne liegen
3) Musik hören
4) ins Musical gehen
5) offen fahren

Fünf Kleidungsstücke die du nie wieder tragen wirst:
1) Leibchen
2) Pudelmütze
3) Kniestrümpfe
4) Stahlhelm
5) Sturmgepäck

Fünf deiner liebsten „Spielsachen“ (Beschäftigungen):
1) mein Mann
2) der PC
3) Kochrezepte ausprobieren
4) in der Sonne sitzen und lesen
5) zurzeit Wohnungsplanung

Die Reihenfolge der jeweiligen Punkte sagt nichts aus über die Rangfolge.

Unverständlich

1.
Jeder von uns prüft sicher regelmässig den Counter seines Weblogs mit allen angebotenen Möglichkeiten, unter anderem z.B. die, herausfinden zu können, mit welchen bei Google eingebenen Suchbegriffen Jemand im Weblog gelandet ist.

Sehr erstaunt war ich heute Morgen über den Begriff „gründe für kleinen busen“. Ich weiss hunderprozentig, dass ich über dieses Thema nie geschrieben habe, interessieren mich doch Busen, ob gross oder klein, seit einigen Jahren ganz und gar nicht mehr. Und warum ein Busen nun gross oder klein ist, hat mich noch nie interessiert. Das verhält sich wohl ähnlich wie mit dem primären Gechlechtsorgan des Mannes: Es ist halt eine Laune der Natur.

2.
Höre ich doch eben in den Nachrichten, dass Jürgen Klinsmann wegen des Debakels des Freundschaftsspiels gegen Italien vor den Sportausschuss des Deutschen Bundestages zitiert werden soll.

Will sich die Politik jetzt in die Belange des Nationaltraines einmischen? Erkennt man bereits jetzt, dass die Gefahr besteht, dass Deutschland nicht Weltmeister wird? An Klinsmanns Stelle würde ich sofort von meinem Posten zurücktreten, wenn die Politik versuchen würde, sich in den Job einzumischen. Und ausserdem: Deutschland muss nicht immer Erster sein. Wir sind doch schon Papst. Das ist doch auch was.

Im übrigen haben wir in Deutschland – politisch gesehen – viel dringendere Aufgaben anzupacken als Weltmeister im Fussball zu werden.

Blogfaking

Am 4. Februar veröffentlichte ich einen Beitrag über ein gerade entdecktes neues Weblog eines jungen Mannes, seines zeichens Mormone, schwul und Amerikaner. Seine Beiträge sprühten eine gewisse Frische aus, es war eine Freude, darin zu lesen. Nun stellt sich heraus, dass alles gar nicht wahr ist. Inzwischen ist das Blog auch vom Netz. Deshalb hab ich den Link im oben erwähnten Beitrag und in meiner Linkleiste gelöscht.

Wenn ich ganz ehrlich bin, kam mir irgendwann der Gedanke, ob es nicht ein Fake ist. Ein junger Amerikaner mit einer derart ausgwählten Wortwahl – selbst wenn er zweisprachig aufgewachsen ist, wie „Aaron“ von sich behauptet hat, ist eine derart perfekte Wortwahl kaum möglich. Aber man weiss ja nie. Nun könnte man natürlich sagen: Ja, jetzt im Nachhinein kann man solche Behauptungen über seine Gedanken ja aufstellen. Ja gut, ihr könnt es glauben oder auch nicht, aber es war so.

Während ich weiter im Weblog des „Aaron“ las – was ich übirgens sehr gerne tat -, kamen mir immer mehr Zweifel, ob das alles so richtig ist, was da zu lesen steht. Wie es scheint, waren meine Zweifel berechtigt.

Es ist dies übrigens nicht der erste Fall von Blogfaking, der mich – und einige andere Blogger – in den letzten Jahren getäuscht hat. Allerdings flog die Sache nicht nach so kurzer Zeit auf. Der Wirbel war gross, als die Sache ans Tageslicht kam und wir waren enttäuscht, hatten einige von uns (mich eingschlossen) ein recht persönliches Verhältnis aufgebaut, ohne uns jemals im richtigen Leben getroffen zu haben.

Ob „Aaron“ und „er“ von damals Einzelfälle sind, können die meisten doch gar nicht absehen. Es ist doch so, dass wir uns alle gar nicht persölich kennen. Ich hab mich bisher nur mit zwei Bloggern persönlich treffen können. Wir können immer wieder einem Faker begegnen, ohne es zu merken.

Genug gekaut

So, bevor das Stöckchen ganz zerkaut ist, werde ich es dann mal ablegen:

Warum bloggst du?
Ich hatte mal den Versuch gestartet, für mich selbst ein Tagebuch zu führen, was ich dann kläglich vernachlässigt habe. Durch das öffentliche Bloggen stehe ich mehr unter Druck, etwas zu schreiben. Ausserdem kann ich Erfahrungen mit Produkten oder Dienstleistern anderen Interessierten zugängig machen.

Was war der Auslöser, dass du angefangen hast, zu bloggen?
Ich wurde durch andere Blogs animiert.

Welchen Stellenwert nimmt das Bloggen in deinem Leben ein?
Ich würde gegenwärtig etwas vermissen wenn ich es nicht mehr machen würde, was nicht heissen soll, dass es für mich äusserst wichtig ist.

Gibts eine Grenze, ab der du Dinge nicht mehr bloggst?
Setzt du irgendwo die Schere der Zensur an?

Es gibt Grenzen, nämlich ganz private Dinge aus unserem Schlafzimmer, was nicht heisst, dass ich hin und wieder, aber äussserst selten, ein paar Andeutigen darüber mache, die aber einen grossen Spielraum für die Phantasie der Leser lassen.

Wenn mit Zensur die Löschung von Kommentaren gemeint ist: Ja! Es passiert zum Glück nur ganz selten, dass beleidigende Kommentare abgegeben werden. Wenn es um Kritik an meiner Person geht, gibt es bis zu einem gewissen Grad keine Zensur. Mit Kritik muss man umgehen wenn man sich öffentlich macht.

Stichwort “Gläsener Mensch”. Dadurch, dass du bloggst, offenbarst du viel über dich. Wie denkst du darüber?
Wer bloggt ist in gewisser Weise ein Exhibitionist, wer in Blogs liest ist in gewisser Weise ein Spanner. Blogger und/oder Leser gehören also alle irgendwie zusammen.