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Hamsterfolgen

Wat’n Kack! Nie nich haben wir uns an Hamsterkäufen beteiligt. Mehl, Hefe, Klopapier, Küchentücher, Papiertaschentücher – alles ist eh immer im Haus. Und wenn wir Nachschub benötigten, haben wir auch immer was kaufen können. Zwar nicht immer das übliche Produkt, aber wir nahmen dann halt, was vorhanden war.

Manchmal war das aber auch ein Griff ins Klo. Die Papiertaschentücher z.B.: Als das letzte Päckchen vollgeschnoddert war, musste die neue Packung angebrochen werden. Und was hatte ich erwischt? Eine parfümierte Sorte. Pfuideibel, wie schrecklich. Zum Glück war das nur ein kleines Paket und nicht so eine übliche Vorratsgröße.

Haushaltstücher kauf ich immer eine 4er-Packung, weiß natürlich. Als sich die letzte Rolle dem Ende entgegenneigte, musste was neues her. Natürlich war das übliche Produkt ausverkauft. Und jetzt steht so ein bunter Firlefanz in der Küche. Und was macht man, wenn man das Zeug loswerden will? Man benutzt öfter Haushaltstücher statt die Microfaserwischlappen zu benutzen – damit das möglichst schnell wieder verschwinden.

Ähnlich verhält es sich mit dem Klopapier. Üblicherweise kaufe ich immer ein 10er-Pack. Wenn man eine regeläßige Verdauung hat, muss man nicht jede Woche 2 neue Rollen kaufen. Und selbstverständlich muss das Papier weiß sein. Tja, die letzte Rolle war auf der Halterung. Ein neuer 10er-Pack musste her. Klar, das übliche Produkt war ausverkauft. Dafür stand da eine mit 10er-Packs hochbepackte Palette, dezent blaubedruckt – nicht weiß! Und dann ist das Zeug auch noch so dünn. OK, der Vorteil ist, dass es dann schneller verbraucht ist.

Bei der 2. Welle werde ich wohl auch hamstern.

Maritimer Mittwoch


Der Leuchtturm von Peggy’s Cove, Nova Scotia. Wir haben Peggy’s Cove 2017 auf unserer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York besucht.

Leuchttürme sind wichtig in der Schifffahrt. Sie weisen den Weg und/oder warnen vor Untiefen und felsigen Küsten.

Tokios Regierungschefin bleibt weiblich

Kann mir mal jemand erklären, was man unter der Aussage zu verstehen hat?
Leider lässt sich der dazugehöriger Artikel bei n-tv.de nicht direkt verlinken weil das in einer allgemeinen Rubrik geschrieben wurde.

Auf den ersten Blick könnte man annehmen, dass sich die Regierungschefin einer Geschlechtsumwandlung unterziehen und diesen Entschluss dann doch nicht vollziehen lassen wollte.

Nachhaltige Gesichtsmaske


Das Thema Masken ist ja eigentlich ausgelutscht. Wir tragen sie, wo immer es gefordert wird,wie z.B. in Geschäften, in Restaurants auf dem Weg zum Tisch und im ÖPNV. Gewöhnen kann ich mich an die Dinger nicht. Sobald es ist nicht mehr notwendig ist, nehme ich das Teil ab. Es ist mir zu warm unter der Maske und die Nase läuft.

Wie gesagt, ausgelutscht. Aber diese Maske möchte ich euch denn doch nicht vorenthalten. Wenn sie ihren Zweck erfüllt hat, kann man sie einfach aufknabbern. Tolles Teil.

Maritimer Mittwoch


Heute ist wieder Maritimer Mittwoch, eine Aktion von Keks & Tee.

Das Foto zeigt die spiegelglatte Adria am 12. August 2019 als wir mit der „Mein Schiff 6“ auf dem Weg von Triest nach Korfu waren. Auf unseren 7 Kreuzfahrten haben wir jedes Mal solche Situationen erlebt, selbst in der berüchtigten Biscaya und auf dem Nordatlantik.

Einfach parken …

mit easypark.

Nach der Trauerfeier für meine Mutter waren wir ja mit unserem Sohn Oliver noch in Travemünde und haben dort gegessen. Auf dem zentralen Parkplatz Leuchtenfeld stellte Oliver den Wagen ab. Statt mühsam Münzen zusammenzusuchen, um sie in den Parkautomaten zu stecken, schaute er nach einem Aufkleber von easypark. Das Handy wurde gezückt und eine App geöffnet. Oliver gab die erwartete Parkzeit und die Nummer des nächstgelegenen Parkautomaten ein, legte eine Plakette auf das Armaturenbrett und dann machten wir uns auf den Weg.

Währenddessen erklärte uns Oliver das System:
1. Wenn die eingegebene Parkzeit erreicht ist, gibt die App einen Alarm, man kann dann nachbuchen
2. Wenn man ins Auto steigt und wegfährt, meldet man sich auf der App wieder ab
3. Die Parkzeit wird minutengenau abgerechnet, es macht also nichts, wenn man 2 Stunden eingegeben hat und nur 1 Stunde geparkt hat
4. Die Parkgebühren werden vom hinterlegten Konto abgebucht

Klar, sowas brauchen wir auch, auch wenn wir selten unterwegs sind und auf gebührenpflichtigen Parkplätzen parken.

Gestern war für uns Premiere. Wir mußten in die große Stadt an der Elbe. Vorab informierte Bernd sich, wo wir easy mit easypark parken könnten. Wir stellten den Wagen ab und Bernd gab die notwendigen Informationen in die App ein. Nachdem wir unsere Anliegen erledigt hatten und zurück am Wagen waren, meldete Bernd uns wieder ab und bekam gleich die Gebühren angezeigt.

Wenn man mit Bargeld oder EC-Karte an einem Parkautomaten bezahlt, muss man vorab eine feste Parkzeit kaufen. Fährt man früher wieder ab, hat man für einen Zeitraum X umsonst bezahlt. Benötigt man mehr Parkzeit als erwartet, muss man zum Automaten eilen und nachlösen. Das alles entfällt bei easypark. Wie bereits erwähnt, wird die Parkzeit minutengenau abgerechnet und wenn’s mal wieder länger dauert – einfach auf der App noch Parkzeit dazugeben.

Ein ganz normaler Gottesdienst

Es ist viele Jahre her, dass ich einen ganz normalen Gottesdienst besucht habe. Es war zur Zeit des Konfirmandenunterrichts. Es wurde erwartet, dass wir 14-tägig einen Gottesdienst besuchten. Bei der Anwesenheitsprüfung vor dem Unterrichtet musste mit „ja“ antworten, wer einen Gottesdienst besucht hatte. Die anderen Konfirmanden meldeten sich mit „hier“. Eine weitergehende Kontrolle wurde nicht durchgeführt. Und ja, ich gebe zu, dass ich im Sommer desöfteren mit „ja“ geantwortet habe. Wo ist man Gott näher als auf dem Wasser unter dem freien Himmel!?

In den einzelnen Kirchengemeinden ist es üblich, dass am Ende des folgenden Sonntagsgottedienstes die Abkündigungen gemacht werden. Es werden die Namen derjenigen verlesen, die kürzlich geheiratet, getauft oder beerdigt wurden. Als Angehöriger sollte man bei so einer Abkündigung anwesend sein.

Kürzlich haben wir ja die sterblichen Überreste meiner Mutter zu Grabe getragen. Bei der Verabschiedung nach der Trauerfeier wies der Pastor uns daraufhin, dass wir ja doch einen etwas weiteren Anfahrtweg hätten und er Verständnis dafür hätte, wenn wir nicht erscheinen würden. Meine Cousine, die in der Nähe der ehemaligen Heimatgemeinde meiner Mutter wohnt, erklärte sich spontan bereit, den Gottesdienst zu besuchen. Wir hielten uns die Option offen, eher dazu neigend, nicht dafür extra nach Lübeck zu fahren.

Im Lauf der letzten 2 Wochen tendierte ich mehr und mehr dahin, doch diesen Gottesdienst zu besuchen. In erster Linie würde ich das für meine Mutter machen. Da der Pastor ein total lockerer Typ ist, wurde die Entscheidung noch leichter: Wir fahren Sonntag nach Lübeck.

Vor der Kirche trafen wir uns mit meiner Cousine und ihrem Partner. Beim Betreten der Kirche begrüßte der Pastor mich mit meinem Namen. Wir nahmen in den vorderen Reihen Platz. Statt eines Gesangsbuches lag vor uns ein kleines Doppelblatt mit dem Ablauf des Gottesdienstes. Und ob man es nun glaubt oder nicht: Auch ein Comic von den Peanuts war abgedruckt. Ich hatte die Hoffnung, dass die Predigt ebenso locker gehalten würde, wie bei der Trauerfeier für meine Mutter.

Leider war das nicht der Fall, vermutlich mit Rücksicht auf die regelmäßigen Kirchgänger. Ich kann nun mal mit Versen und Psalmen nichts anfangen. Auch die Geschichte von Micha, einem der 12 Propheten, berührte mich nicht, obwohl das, was er vor 2.700 Jahren beklagt hat, durchaus auf die heutige Zeit übertragen kann, nämlich die soziale Ungerechtigkeit.

Die Abkündigungen enthielten u.a. zwei Trauerfälle, dabei eben auch den meiner Mutter. Ich erinnerte mich an damals, dass nur die Namen der betroffenen Personen genannt wurden. Meine Cousine kannte das auch so. Heute war es so, dass ein ganz kleiner Einblick in das Leben und in das Wesen der Person gegeben wurde, was ich sehr schön fand.

Trotzdem: Gottesdienste geben mir kaum etwas. Die Worte und Gebete geben mir keinen Halt, keinen Trost. Wenn es denn einen Gott gibt, was niemand genau weiß, wie der Pastor auf der Trauerfeier verkündete, dann fühle ich mich ihm auf dem weiten Meer – bei ruhiger See sowie im Sturm – und auf unserer Terrasse unter hohen und rauschenden Pappeln näher, als in einer Kirche.