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Ein Ex sagt, was Sache ist

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck äußert sich auf einer Tagung in Rostock über Impfgegner. Er tituliert sie als Bekloppte. Dem kann ich nur zustimmen. Endlich mal ein Politiker, auch wenn er nicht mehr im Amt ist, der kein Blatt vor den Mund nimmt und die Wahrheit sagt. Meine Hochachtung.

Gauck hat hinterhergeschoben, dass er jetzt ja Rentner sei und nicht mehr auf jedes Wort achten muss. Als Bundespräsiden im Amt hätte er die Wortwahl „Bekloppte“ nicht benutzt, jedenfalls nicht öffentlich.

Eine Tagesdecke?


Früher war es üblich, dass die Betten tagsüber mit einer Tagesdecke abgedeckt wurden. Ich habe mir damals keine Gedanken darüber gemacht, warum das so war, aber das gehörte so, so meine Wahrnehming. Aber warum? Man hat doch nicht im Schlafzimmer gewohnt. Die Plumeaus und Pfühle mussten nicht versteckt werden. Es wurden ja auch keine Gäste im Schlafzimmer empfangen. Aber das möchte ich jetzt nicht weiter eruieren (ach was bin ich heute gebildet).

Seit ein paar Tagen haben die Katzen unser Bett als Schlafstatt entdeckt. Mal zu zweit, mal allein. Sieht ja auch süß auch, wenn da so ein Fellknäul auf dem Bett ruht. Der Nachteil: Unsere 2 haaren. Sie haaren wie verrückt. Und der Bezug ist gierig danach, Katzenhaare zu speichern. Vor dem Schlafengehen wird also jedes Mal die Bettdecke enthaart. Dafür haben wir eine sehr effektive Rolle. Das Ding ist wirklich toll.

Nun hatte ich die Idee, das Schlafengehen zu vereinfachen. Einfach eine Tagesdecke, möglichst ein Motiv mit Schiffen (nicht eine Tagesdecke zum Einschiffen), darüber legen. Mein Mann rollte mit den Augen als ich ihm dem Vorschlag unterbreitete. Der war ich nicht wirklich ernst gemeint, also der Vorschlag. Meinen Mann nehme ich schon ernst.

Meine Großeltern hatten einen Kater, schwarz mit einem weißen Lätzchen und weißen Pfoten. Petschi hieß der. Und im Schlafzimmer meiner Großeltern gab es auch eine Tagesdecke, irgendwas mit Ranken und Blümchen, wir hatten ja nichts. Aber Petschi scherte sich einen Dreck um die Tagesdecke. Er lag nicht auf der Decke. Er kroch lieber unter die Decke und lag dann direkt auf dem Federbett. Über der Tagesdedecke wölbte sich dann eine Beule weil der Kater nämlich unter der Decke lag.

Also such ich gar nicht erst nach einer Tagesdecke mit einem maritimen Motiv. Die Katze tut eh was sie will, ob mit oder ohne Tagesdecke.

Entfolgt

Instagram ist ein Sammelbecken von vielen Interessen, welche von den Usern als Fotos oder Videos eingestellt werden. Zusätzlich zum Fotoalbum gibt es die Stories. Das, was dort veröffentlicht wird, ist 24 Stunden sichtbar.

Instagram ist auch ein Sammelbecken für viele verschiedenen Menschen. Durch die Interessen findet man zusammen, man tauscht sich aus – mit einigen weniger, mit anderen mehr. Manchmal folgt man einigen Usern, schaut sich an, was sie zeigen oder sagen. Man kann es kommentieren oder „liken“, oder einfach ignorieren. Klick, der nächste User bitte, was gibt es bei XY zu sehen?

Heute ging es in einer Story um das Impfen. Die Familie veröffentlichte in ihrer Story ein Statement irgendeines Professors, der meinte, es wäre eine Impflicht durch die Hintertür eingeführt worden und dass das nicht der Verfassung entspräche. Wer solche Meinungen kommentarlos weiterverbreitet, schließt sich dieser Meinung an. Sowas kann wie eine Lawine durch die sozialen Medien gehen. Einer nimmt das auf, mehrere andere sehen bzw. lesen das, verbreiten es weiter – und die Lawine rollt.

Über die Chatfunktion diskutierte ich mit der Dame, welche die Meinung des Professors weiterverbreitet hatte. Es stellte sich heraus, dass sie selbst gegen das Impfen gegen Corona sei. Auf meine Nachfrage, warum das so ist, erhielt ich die Antwort – Zitat: „Weil es ein Virus ist und ich davon überzeugt bin, dass wir dieses Virus ohne Probleme überstehen würden.“ Ob sie mit „wir“ ihre Familie meint oder die Bevölkerung im allgemeinen, weiß ich nicht. Aus einer früheren Bemerkung weiß ich, dass sie auch gegen die Maskenpflicht ist.

Meine Antwort – Zitat: Das ist Dummheit pur. Dann tut es mir leid, diese Einstellung kann und will ich nicht akzeptieren. Damit entfolge ich euch jetzt. Bleibt gesund.

Ein Klick – und sie waren aus meiner Liste verschwunden. Ich habe diese Familie inzwischen auch blockiert. Mit solchen Leuten will ich wirklich nichts zu tun haben.

Was war noch Karstadt?

Wie zu lesen ist, wird Karstadt, ebenso wie Kaufhof, ab Ende Oktober aus dem Straßenbild in Deutschland verschwinden.

Ich lese gerade einen Kriminalroman, in dem Karstadt erwähnt wurde. Da fiel mir ein, dass es irgendwann junge Menschen geben wird, die fragen „Häh?“ wenn die Älteren über Karstadt reden. Und irgendwann wird niemand mehr wissen, wer oder was Karstadt war. Da fällt mir ein: Kennt jemand noch Kepa?

Mit Kaufhof wird es genauso ablaufen. Ich stamme ja aus einer Stadt, da gab es nur Karstadt, und Kepa. Kaufhof gab es dort nicht. Aber Karstadt war DER Magnet in der City von Lübeck. Dort gab es alles. Karstadt war ein Begriff. Wenn jemand von Karstadt sprach, hatte man gleich das große Gebäude in der Innentadt vor Augen. Herrje, Karstadt, das ist eine Institution, oder war. Karstadt kann doch nicht einfach verschwinden. Karstadt ist Kultur! Und bald schon soll Karstadt Geschichte sein? Ich kann es nicht glauben.

Ein Anreiz zum Impfen

Bedarf es überhaupt eines Anreizes, sich gegen irgendwas impfen zu lassen? Nein! Der gesunde Menschenverstand ist Anreiz genug, denn der gesunde Menschenverstand sagt mir: Bin ich gegen irgendeine Krankheit geimpft, fällt das Risiko, an dieser Krankheit zu erkranken, fällt das Risiko, andere Menschen anzustecken.

Jeder hatte die Möglichkeit, sich gegen Corona impfen zu lassen. Termine wurden verteilt, man konnte zum Impfzentrum gehen. Spätestens nach ein paar Minuten wurden die Formalitäten erledigt, Augenblicke später bekam man die Impfung verabreicht.

Die Impfzentren werden über kurz oder lang geschlossen, bzw. werden die Öffnungszeiten eingeschränkt. Gab es anfangs nicht genügend Impfstoff, weiß man heute nicht, wohin damit. Jeder kann ohne Termin zu einem Impfzentrum gehen, muss dann aber damit rechnen, in einer Schlange mit anderen ungeimpften Personen zu stehen und zu warten, bis man dran ist. Am Eingang daneben dauert es mit Termin nur wenige Minuten.

Inzwischen geht man teilweise dazu über, Anreize zu schaffen, um sich impfen zu lassen, z.B. für eine Bratwurst. Auch der Vorschlag, eine Impfprämie von 50 Euro zu bezahlen, steht bereits im Raum.

In Hamburg gab es heute eine Impfaktion im Millerntorstadion, dem Heimstadion des FC St. Pauli. 700 Personen haben von dem Angebot gebrauch gemacht. Jeder der sich hat pieksen lassen, bekam noch einen Rabattcoupon für den St. Pauli-Fanshop. Zeitweise haben die Leute schlangegestanden und gewartet, dass sie an der Reihe waren!

Ich frage mich, warum die Menschen sich nicht ohne solche Anreize impfen lassen? Es geht um ihre Gesundheit, die Impfung ist kostenlos. Warum braucht es noch etwas obendrauf? Ah ja, es gibt Bratwurst umsonst, das Millerntorstadion wollte ich immer schon mal von innen sehen. Alles unwichtige Dinge. Wichtig ist meine Gesundheit. Das ist der einzi notwendige Anzreiz, sich impfen zu lassen.

Drei G


Die neueste Vereinbarung der Ministpräsidenten besagt, dass ab dem 23. August für den Innenbereich von Restaurants, ab einer Inzidenz von 35, wieder die Testpflicht eingeführt wird. Als ich das hörte, fragte ich mich, warum das nicht mit sofortiger Wirkung gemacht werden muss, warum weitere 2 Wochen warten? Warum 2 Wochen länger Risiken eingehen? Ich habe dafür absolut kein Verständis. In Schleswig-Holstein ist die Inzidenz schon länger höher als 35, stand gestern beträgt sie 47,8.

Nicole, die Wirtin von Dimis Taverne, hat sich entschlossen, die Testpflicht für den Innenbereich ihres Restaurants ab sofort wieder einzuführen. Sie schützt damit nicht nur ihre Familie, die ihr im Restaurantbetrieb eine große Stütze ist, sondern auch ihre anderen Mitarbeiter sowie ihre Gäste. Ihre Entscheidung verdient Respekt und Anerkennung und zeigt, dass man mehr tun kann – und sollte – als die Politik uns vorgibt. Viel war in den letzten Monaten von Eigenverantwortung die Rede, die große Teile der Bevölkerung haben vermissen lassen. Nicole ist ein Vorbild für Eigenveranwortung und hat sich über die geltenden Vorschriften gestellt. Danke!

Ein Tag ohne Internet

Erstaunlich, dass es überhaupt eine Bemerkung wert ist, dass man mehr als 24 Stunden keinen Zugang zum Internet hat. Und ja, es lässt sich auch ohne dem leben. Mit einem Handy ist man ja nicht so ganz abgeschnitten von der Welt, aber ich hasse es, damit zu „arbeiten“, zu klein. Einzig Emails von meinem wichtigsten Account habe ich damit geprüft. Das ist auch der einzige Account von mehreren, den ich auf dem Handy aktiviert habe.

Telefon ging auch nicht seit dem späten Nachmittag am Montag, TV natürlich auch nicht. Zum Glück habe ich ja immer reichlich Lesestoff auf dem E-Reader. Ach, ein Ding war auch noch: Wir mussten alle unsere Leuchten manuell ausschalten. Normalerweise funktioniert das smart per Sprachbefehl. Bei einer Leuchte musste ich doch tatsächlich suchen, wo der Schalter ist. Nur der Leuchtstreifen auf dem Hängeschrank in der Küche hat keinen separaten Schalter. Nun gut, der leuchtete also mehr als 24 Stunden still vorsichhin.

Was macht man denn so tagsüber wenn das Internet nicht da ist? Als ich noch im Bett lag, nahm ich mir einen Spaziergang vor. OK, vornehmen kann man sich viel, aber da das Wetter nicht mitspielte, blieb ich dann doch lieber zu Hause.

Die Steuererklärung bedurfte auch noch ein paar Ergänzungen. Also hab ich das gemacht. Das Wetter lud ja nun auch nicht dazu ein, auf der Terrasse zu sitzen und den Kindle leerzulesen. Im Keller warteten auch noch ein paar Dinge, die erledigt werden sollten. Der Punkt ist jetzt auch abgehakt.

Netflix ging natürlich auch nicht. Was haben wir denn noch an Bluerays, was leichtes? Burlesque viel meinem Schatz in die Hände, mit Cher in der Hauptrolle, ein schöner bunter Musik- und Tanzfilm mit einer leichtdramatischen Hintergrundhandlung und natürlich mit einem Happyend. Dann war es auch schon bald an der Zeit, die neue Matratze aufzusuchen – aber davor musste ich ja die Beleuchtung manuell ausschalten. 14 Leuchten! Als ich zu meinem Schatz ins Bett krabbelte, nuschelte er mir im Halbschlaf noch zu: Das Internet geht wieder. Was für ein Stress. Dementsprechend bin ich dann auch schnell eingeschlafen.

Ein ganz anderer


Es wurde nicht dieser oder jener KVA (Kaffeevollautomat), es wurde ein ganz anderes Fabrikat und Modell. Ein Fabrikat legte ich schnell zu den Akten. Wenn man die Brüheinheit regelmäßig fetten muss, weiß ich, dass das dann doch nachbleibt. Blieb noch ein Modell übrig.

Da tauchte ein anderer KVA auf, den ich zwar schon mal entdeckt, aber aufgrund des Preises ganz weit weggeschoben hatte. Auf die Entscheidung für dieses Fabrikat hatte sich dann ausgewirkt, dass wir bereits ein anderes Modell dieser Firma in Betrieb hatten und damit sehr zufrieden waren – bis es knallte und das Ding die Produktion von Milchschaum einstellte. Zwei mir bekannte Personen haben auch einen KVA von dieser Firma in Betrieb und sind zufrieden. Also warum nicht einen neuen Versuch wagen?

Der Preis dieses Spitzengerätes ist nun nicht ganz ohne. Dafür könnte ich auch 3 Matratzen mit Gelschaum beim Discounter kaufen. Dafür könnten wir jetzt aber auch Tee, heiße Schokolade, Eiskaffee – und natürlich diverse Kaffeegetränke zubereiten, mit und ohne Milchschaum.

Ausschlaggebend für die Entscheidung war der Eiskaffee, ich liebe Eiskaffee. Für den spontanen Genuss müsste man immer gekühlten Kaffee vorrätig haben. Wir sind ja sehr spontan, und wenn ich Appetit auf Eiskaffee habe, muss der auch gleich verfügbar sein.

Wir werden die PrimaDonna Elite Experience in den nächsten Tagen testen und unsere persönlichen Einstellungen vornehmen. Gestern habe ich meinen persönlichen Espresso konfiguriert und abgespeichert. Hört sich höscht kompliziert an, aber mit dem Tatschskrien oder der Ebb geht das toll. Also Espresso kann ich. Die Einstellungen für den Cappu muss ich noch verfeinern.

Gestern haben wir heiße Schokolade zubereitet, passend zum aktuellen Sommerwetter. Suuuuuper!

Risiko!

Es war uns schon länger klar, dass eine neue Matratze fällig ist. Die, die wir bis gestern beschlafen haben, hat schon viele Jahre ihren Dienst getan. 14 Jahre wohnen wir im Elbepenthouse und die Matratze hatten wir schon in Hamburg. Ganz frei von Rückenproblemen sind wir beide nicht. Meine Probleme hatten sich seit zwei Wochen verstärkt. Ich wurde also äußerst aktiv und suchte nach einer Matratze.

Im Idealfall fährt man in ein Geschäft seines Vertrauens und probiert diverse Matratzen aus. „Wir schlafen nämlich im Liegen“ (Loriot). Aber selbst wenn man in der Matratzenausstellung für kurze Momente auf einer Matratze rumliegt, kann die Auswahl schiefgehen. Ich informierte mich also im Internet über Matratzen. In die engere Wahl kam eine Matratze mit einer Gelschaumauflage. Ui, der Preis der Preis. Dann gab ich in die Suchmaschine meines Vertauens (nicht die mit 2 oo) „Gelschaummatratze“ ein und landete im Onlineshop eines Discounters (nicht der der Gebrüder Albrecht). Dort ist eine Matratze mit Gelschaum zum Drittel des Preises zu bekommen, den ich bei einem Matratzenhändler gesehen hatte.

Soll ich oder soll ich nicht, das war die Frage. Meine Entscheidung fiel zu Gunsten des Discounters aus. Die Begründung: Wenn ich eine teure Matratze online kaufe und sie gefällt nicht, ärger ich mich, dass ich so viel Geld dafür ausgegeben habe. Gut, man hat ja die Möglichkeit des Probeschlafens zu Hause und kann sie zurücksenden. Aber irgendwie war da eine Matratzenpreisbremse, die eine Bestellung verhinderte.

Vorgestern wurde die neue Matratze geliefert. Die Folie hatte ich aufgeschnitten um das gute Stück ein Wenig zu belüften. Gestern schaffte ich die alte Liegestatt aus dem Bett und die neue hinein – klappte alles wunderbar ohne Hilfe. Ein neuer Matratzenschoner wurde aufgespannt, neue Bettwäsche hatten wir auch, sah alles gut aus.

Aber ein Bett und seine Matratze sind nicht zum Angucken, in erster Linie dient beides zur Erholung und Entspannung. Es gibt noch andere Dinge, aber darauf will ich hier nicht eingehen. Gestern Abend begaben wir uns dann zur Ruhe und testeten die erste Nacht das neue Teil. Geschlafen haben wir gut, also wie immer. Heute Morgen hatten wir beide erheblich weniger Rückenprobleme. Es sieht so aus, hätte sich das Risiko gelohnt, eine Matratze online zu kaufen.