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Noch eins


Überraschend der Schneefall, deshalb gibt es doch noch ein Foto. Wann das passiert ist, weiss ich nicht. Denn in der Nacht schien der Wintermond vom klaren Himmel.

Jetzt liegt der Schnee so dicht auf den Zweigen und Ästen, dass ich nicht mehr hindurchsehen kann, es ist wie Laub im Sommer, nur eben weiss. Ich wiederhole mich: Grün ist mir lieber!

Ja oder nein?


Die Frage könnte auch lauten: Raus oder nicht?

Wenn ich die Katzen frage „Wollt ihr raus?“ rennen sie schon zur Terrassentür, sie können es kaum erwarten, mal frische Luft zu schnuppern. So auch heute. Aber als ich dir Tür öffnete, blieben sie davor stehen. „Das ist ja ein Unding, da gehen wir doch nicht raus!“

Na ja, Glinda liess sich dann doch herab, ganz schnell durch den Schneematsch zum Tisch zu laufen und sich unter den Tisch zu legen. Elphie blieb lieber drin. Ihr Fell ist auch wesentlich dünner als das von Glinda. Man merkt das auch an anderen Dingen, dass sie es lieber warm mag.

Für die nächsten beiden Tage ist weiterhin Schneefall angesagt. Und in der zweiten Hälfte der nächsten Woche sollen es bis zu minus 10 Grad werden, aber nur für zwei Tage.

Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Schnee hasse und dass mir grün viel lieber ist? Aber bevor es soweit ist, muss ich erstmal durch die kalte Durststrecke.

Müde


Nachdem unser Gast uns heute Nacht irgendwann nach 1 Uhr verlassen hatte, haben wir noch kurz aufgeräumt und Geschirr und Gläser in die Spülmaschine gestellt. Was war wohl kurz von 2 Uhr als wir das Bett aufgesucht haben. So ein Abend bzw. so eine Nacht mit Wein zum Fondue und Prosecco um Mitternacht, hinterlässt schon ihre Folgen. Man ist ja nicht mehr der Jüngste. Wach waren wir, wir kennen das nicht anders, bereits wieder gegen 8 Uhr am heutigen Neujahrsmorgen.

Die Erste Amtshandlung am ersten Tag im neuen Jahr: Kalender tauschen. Unser Katzenkalender ist der einzige Wandkalender, den wir haben. Die Monatsbilder zeigen Schnappschüsse unser beiden Fellnasen, die im Lauf des letzten Jahres, in diesem Fall also 2025, aufgenommen wurden.

Auf dem ersten Kalenderblatt ist unsere schlafende Glinda zu sehen. Und genau so fühlen wir uns heute, nämlich müde, unfit und lustlos, passend zum Kalenderbild.

Das Wetter trägt ja heute auch nicht gerade zum Aufmuntern bei. Stürmisch, unwarm, regnerisch, grau – wie soll man da munter werden?

Ein Todesfall zum Jahresende


Den ganzen Tag war in Sichtweite unserer Terrasse ein Eichhörnchen beschäftigt. Als ich es zuerst entdeckte, zupfte es an einem verlassenen Vogelnest herum. Als ich später wieder nachschaute, sass das Hörnchen weiter oben im Baum und zupfte dort an seiner Beute. Mehrmals schaute ich nach, ob sich das putzige Tier dort immer noch beschäftigte, was es über mehrere Stunden tat. Ungewöhnlich war, dass es sich stundenlang dort aufhielt, eine andere Auffälligkeit war von meiner Position nicht zu bemerken.

Als ich am frühen Nachmittag wieder nachschaute, sah ich das Drama: Das Eichhörnchen hing kopfüber im Geäst, zusammen mit seiner Beute, die sicher zum Nestbau gedacht war. Die Vordläufe hängen vor dem Kopf nach unten, der Schwanz, ziemlich verdeckt vom Polstermaterial, hängt ebenfalls nach unten. Das puschelige Fell bewegt sich im Wind.

Was zum Tod des süssen Nagers geführt hat, wird für immer ein Rätsel bleiben. Ich vermute, dass der Kadaver demnächst den hier wohnenden Krähen ein fettes Mahl bieten wird. Ich hoffe nur, dass ich das nicht mit ansehen muss.

Vorbei

Die Weihnachtsfeiertage 2025 erkläre ich hiermit für beendet. Nachdem wir gestern das übriggebliebene Fleisch vom Fondue in die Pfanne gehauen haben, dazu das wilde Saucengemisch und Champignons, gab es heute Pizza, selbstgemachte.

Nach dem Essen sassen wir noch eine Weile im Wintergarten und erfreuten uns an der Weihnachtsbeleuchtung. Dazu tranken wir Gin. Von meinem Schatz bekam ich u.a. eine Flasche Heiliger Bim Bam, der musste unbedingt probiert werden. Er gefällt mir ausserordentlich gut. Es gibt aber nur 500 Flaschen davon. Schatz hat seinen eigenen Gin. Ist eh schon erstaunlich, dass er dem Gin zugetan ist. Aber da sind ja so viele Botanicals drin, Gin kann also nur gesund sein. Queen Mum wird ja nachgesagt, dass sie täglich ein Glas Gin trank, sie wurde über 100 Jahre alt. Ihre Tochter, Lizzy II, soll wohl auch täglich Gin getrunken haben. Gin, das Elexier des Lebens.

Als wir so da sassen, schnacken und ins Dunkle schauten. fragte der Gatte: Haben wir noch was Süsses? Ich hatte natürlich vorgesorgt, wobei Süsses eh immer im Haus ist, man brauch ja nur mich und meinen Schatz anzuschauen.

Ich hatte kürzlich Christmas Pudding entdeckt. Den gibt es in verschiedenen Ausführungen. Entschieden hatte ich mich für die Sorte mit Rum. Dazu serviert man entweder Clotted Cream oder Brandy Butter. Mir war schon klar, dass das kein Pudding in unserem Sinn ist, eher ein Fruchtkuchen. Er wird in der Mikrowelle erhitzt. Knapp 500 g waren in der Packung, irgendein englisches Mass, ca. für 4 Personen

Also rein damit in die Mikrowelle, stürzen, teilen und auf Teller, dazu Clotted Cream. So ein Viertel Pudding sah nicht viel aus. Und weg musste das dann ja auch. Also verzehrten wir gleich noch jeweils das zweite Viertel. Das Gläschen Clotted Cream teilte ich auch auf. < Nach dem Verzehr hatten wir beide das Gefühl, dass der Magen immer voller wird. Der Pudding sieht aus wie ein Schokokuchen mit Rosinen (leider kein Foto) und ist sehr mächtig, very mächtig. Vielleicht hilft ja Gin, das Völlegefühl in die Schranken zu weisen. Eins weiss ich gewiss: Meine Hose und ich führen jetzt eine offene Beziehung.

Wir lassen es erstmal


Eigentlich wollten wir heute aufräumen. Aber wenn es Elphie gefällt, im Geschenkpapier zu liegen und sogar darin zu schlafen, bleibt erstmal alles so, wie es ist.

Und für den Fall, dass jemand einen Überraschungsbesuch machen sollte, wovon wir nicht ausgehen, ist es uns auch egal. Bei uns ist es eh fast nie „salonfähig“. Hauptsache ist doch, wir fühlen uns wohl.

Am Morgen danach


Zerknülltes Geschenkpapier, dazwischen die Geschenke, und Elphie mittendrin. So muss Weihnachten. Es muss nicht immer alles ordentlich und aufgeräumt sein. Hier wird gelebt, aus vollem Herzen. Das hier ist kein Showroom. Influenzer und Instagramer würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wir leben aber für uns und nicht für andere! Wir zeigen, wie sich das wirkliche Leben abspielt.

Vor der Bescherung


Woanders liegen die Weihnachtsgeschenke unter dem Weihnachtsbaum. Da unser Weihnachtsbaum auf der Terrasse steht, könnte das unter Umständen zu Schäden an den Geschenken führen. Unsere Geschenke liegen, hübsch arrangiert, im Schienenkreis der Weihnachtseisenbahn. Das ist doch eine schöne Alternative – finden wir.