
Ab sofort können die Wellnessangebote für unsere nächste Kreuzfahr gebucht werden. Hab das gleich zum Wunschtermin gemacht.
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Nur für kurze Zeit

Heute beginnt die Zeit, in der ich meinen Espresso aus dieser Weihnachtstasse trinke. Man kann dieses Geschirr schon fast historisch nennen, denn ich kaufte es vor vielen Jahren in meiner Mittagspause in einem Hamburger Geschäft, dass es schon lange nicht mehr gibt, nämlich bei Brinckmann in der Spitalerstrasse.
Man ging zu Brinckmann und kaufte Schallplatten, später CDs, Fotogeräte und Zubehör, Radios, Fernseher, also viel Technikgedöns, sowie Geschirr und andere Haushaltsartikel. Ich erinnere mich dunkel, dass ich da auch meinen ersten PC gekauft habe. In der Mittagspause war Brinckmann ein gern genommenes Ziel. Ich strömerte duch die Abteilungen, schaute hier und guckte da. Es gab immer was zu entdecken, wie auch eines Tages dieses Geschirr. Ich vermute, dass es sich um einen Abverkauf handelte, genau weiss ich das aber nicht mehr.
Zwei Espresso- und zwei Milchkaffeetassen stehen bei uns die meiste Zeit des Jahres im Schrank, ebenso wie zwei Gebäckteller. Seit wir die Katzen haben, werden die Gepäckteller nicht mehr genutzt. Lebensmittel offen rumstehen lassen, geht nicht mehr. Entweder haben die Katzen Interesse und lecken dran, oder umherfliegende Katzenhaare lassen sich darauf nieder.
Mir gefiel das eher schlichte Design, , nicht so quietschbunt, grün/rot/gold, wie es als Weihnachtsgeschirr meistens angeboten wird. Ich habe gerade mal danach im Internet gesucht. Die Grundform in weiss, Arzberg Tric, gibt es immer noch. Speziell dieses Design, Santas Reindeer, kann man noch bei ebay kaufen. Und was entdeckte ich da?: Eine Zuckerdose, neu! Da ich meinen Espresso leicht gezuckert trinke, musste ich das Teil natürlich bestellen, auch wenn es die meiste Zeit des Jahres im Schrank steht.
In die Spülmaschine sollte man diese Teile nicht stellen, aber so ein Tässchen kann man auch mal schnell mit der Hand spülen.
Musical in Tecklenburg
Tecklenburg ist eine kleine historische Stadt mit einem Freilichttheater. Grösstenteils etwas verschlafen, aber während der Festspiele brummt es da. Nicht umsonst wird Tecklenburg als „Broadway des Nordens“ genannt. Hochwertige Musicalinszenierungen werden dort im Sommr auf der Freilichtbühne aufgeführt. Bekannte Namen aus der Musicalszene werden engagiert.
2010 sahen wir unsere erste Aufführung in Tecklenburg. Danach verloren wir die Festspiele aus den Augen. „3 Musketiere“ war die erste Aufführung, die wir uns dort angschaut haben.
Erst 2017 waren wir wieder in Tecklenburg. „Rebecca“ haben wir uns angeschaut, eine tolle Inszenierung mit Pia Dowes, Jan Amman und Milica Jovanović, wirklich die ganz grosse Muscialkünstlerriege. 2018 dann „Les Miseralbles“, einfach grandios. 2024 dann „Mamma Mia“ und in diesem Jahr „Titanic“.
Die Festspiele in Tecklenburg lassen sich nicht vergleichen mit Inszenierungen in einem Theater. Sie sind aber extrem hochwertig – und sie sind preisgünstig, sie sind der Freilichtbühne angepasst.
In der nächsten Festspielsaison interessieren uns keine der beiden Inszenierungen („Rocky, Der Medicus). Wir schauen uns ja auch nicht jedes Musical in Hamburg an.
Heute begann der Vorverkauf für die nächste Saison. Ich dachte, schau doch mal rein, weil ich dieses Theater liebe. Und ich war überrascht, wie das am ersten Tag lief. Und ich muss sagen, dass ich mich unsagbar freue, dass der erste Tag so gut gelaufen ist. 11.000 Karten in 15 Minuten – das ist unglaublich. Ich glaube, dass das bei dem grössten Anbieter in Deutschland noch nicht geschehen ist.
In 2026 werden wir uns, mangels persönlichem Interesses, keins der angebotenen Stücke anschauen. Der neue Intendant hat schon Ideen für die nächsten Jahre, die uns interessieren würden, die aber natürlich urheberrechtlich abgesichert sein und verhandelt werden müssenm. Wir sind sehr gespannt, wie es in den nächsten Jahren in Tecklenburg weitergeht. Ich bin sicher, dass wir weiterhin in Tecklenburg zu Gast sein werden.
Entspannung am Morgen
Die Weihnachtseier

Schon seit Jahren ist es ein Trend, dass man zu Weihnachten Eierlikör kaufen soll. Jedenfalls wird Eierlikör dann verstärkt in den Prospekten des Lebensmitteleinzelhandels angeboten. Wobei die Eierzeit doch eigentlich der Frühling, insbesondere Ostern ist.
Jetzt gibt es auch Weihnachtseier. Offiziell heissen die, jedenfalls steht es so auf der Tüte, Waffelnüsse. Wenn man die Tüte öffnet und sich den Inhalt näher anschaut, sehen die Nüsse nicht anders aus als die Waffeleier, die es zu Ostern zu kaufen gibt.
Waffeleier schmecken ja irgendwie neutral. Bei den Weihnachtseiernnüssen hat man weihnachtliches Aroma zugefügt. So gibt es sie mit Lebkuchengeschmack und mit Amarettoflavour. Mandeln gehören ja zum Weihnachtsgebäck und Amaretto ist ein Mandellikör. Damit hat man also versucht, den Eiern, äh Nüssen einen weihnachtlichen Anstrich zu geben.
Der Waffelhersteller hat es sich ja recht einfach gemacht: Er benutzt für Ostern und Weihnachten die selbe Form zur Herstellung, sprüht da mit ein paar Aromen rum (Rum wäre auch nicht schlecht) und verpackt die Eiernüsse in eine andere Tüte. Sehr geschickt.
Ein kleiner Abschied
Mein Zahnarzt, zu dem ich schon seit 28 Jahren gehe, gibt seine Praxis auf. Wie er mir erzählt hat, gibt es mehrere Gründe dafür. Zwei seiner langjährigen Assistentinnen gehen in Rente. Ausserdem wäre es an der Zeit, für neue Praxisausstattung zu investieren. Dr. Blume hat sich entschlossen, ab dem 1.12. als angestellter Zahnarzt einer anderen Zahnarztpraxis in der Hamburger City beizutreten.
Während der 28 Jahr, die ich zu Dr. Blume gehe, musste er einmal die Praxisräume wechseln. Es war mir gar nicht bewusst, dass das auch schon wieder vor 25 Jahren war. Die Zeit rennt.
Heute war ich zum letzten Mal in seiner Praxis. Von Frau F., seiner langjährigen Assistentin und Empfangsdame, konnte ich mich noch persönlich verabschieden. Ich hatte ihr eine Tüte exklusiver Pralinen als Abschiedsgeschenk mitgebracht.
Wenn bei mir keine unvorhergesehenen Probleme mit dem Esszimmer auftauchen, werde ich Dr. Blume im März nächsten Jahres zur Vorsorgeuntersuchung wiedersehen, dann in neuen Räumen. Meine Patientenakte nimmt er mit. Ich bekomme weiterhin auch eine telefonische Notiz, dass die nächste Vorsorgeuntersuchung fällig ist.
Die neue Praxis liegt nicht ganz so verkehrsgünstig wie die alte, direkt gegenüber vom Hamburger Hauptbahnhof war das ideal. Mit dem Schnellbus wären es nur zwei Stationen weiter, von der Haltestelle sind es auch nur wenige Minuten.
Ich werde Dr. Blume auch weiterhin die Treue halten. So lange ich dazu in der Lage bin, werde ich in die grosse Stadt fahren.
4. Tag in Folge

Ist das nicht ein geiles Wetter?! Nachdem ich nun schon 3 Tage unterwegs gewesen bin, allerdings gestern „nur“ ins Dorf zum Einkaufen, konnte ich mich auch heute aufraffen. Das Ziel war die Elbe, Elbe geht nämlich immer.

In einem kleinen Park in Elbnähe steht eine Erinnerungsstätte für das erste und bisher einzige Frachtschiff mit Atomantrieb unter Deutscher Flagge, die „Otto Hahn“. Das wollte ich mir heute mal wieder anschauen. Dort hängt nämlich, an einer Betonkonstruktion, die einem Schiffsbug nachempfunden ist, das Original Bugwappen der „Otto Hahn“.

Das Schiff ist natürlich nie wirtschaftlich gefahren, es handelte sich ja auch um ein Forschungsprojekt. Beim Stapellauf 1964 in Kiel war Otto Hahn, der Namensgeber, persönlich anwesend. Fünf Jahre später erfolgte die Indienststellung. 1979 war das Projekt Nuklearantrieb für Frachtschiffe in Deutschland beendet, das Schiff wurde stillgelegt. Bis 1982 erfolgte die Entsorgung des Antriebs. Das Schiff wurde verkauft, komplett umgebaut und mit einem herkömmlichen Antrieb motorisiert. Das Bugwappen wurde der Stadt Geesthacht übergeben.

Während der Erprobung legte die „Otto Hahn“ 650.000 Seemeilen zurück und transporierte 750.000 Tonnen Massengut.

Was hat denn nun Geesthacht mit der „Otto Hahn“ zu tun?:
Reeder und Eigner des Schiffes war die „Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt mbH“ (GKSS) mit Sitz in Geesthacht. Dort wurde auch die Forschung betrieben. Ich gehe davon aus, dass auch der Heimathafen Geesthacht gewesen ist. Das Bugwappen bildet auch das Stadtwappen der kleinen Stadt an der Elbe ab.

Aus dem GKSS wurde später das Helmholtz Zentrum Hereon, Deutschlands grösstes Forschungszentrum. Angeblich liegt der Druckbehälter des Reaktors, der auf der „Otto Hahn“ im Einsatz war, immer noch auf dem Gelände des Forschungszentrum in einem Betonschacht.

Heute habe ich übrigens 4.385 Schritte zurückgelegt.
Mal rumgehen

Ich sollte das öfter tun, eigentlich regelmässig jeden Tag, einfach mal rausgehen. Zählt der Weg zum Wochenmarkt auch? Dort bin ich ja auch anzutreffen. Oder auch im Supermarkt meines Vertrauens. Mit meinen Wehwehchen ist es nicht immer leicht, sich aufzuraffen, es sei denn, ich muss irgendwas einkaufen.

Montags ist immer erstmal Küchendienst. Ich habe nämlich keine Lust, Sonntag nach dem Essen noch die Küche aufzuräumen und den Herd zu putzen.

Heute aber zog es mich nach draussen, blauer Himmel und Sonnenschein und die Wehwehchen hielten sich in Grenzen. Eigentlich wollte ich noch den Flur, das Bad und die Küche feucht durchwischen. Aber warum heute? Kann ich auch morgen noch machen.

Also ging ich raus, runter an die Elbe. Ein paar Fotos brachte ich mit nach Hause, Herbstfarben. Na ja, hübsch. Aber wer mich kennt weiss: Grün ist mir lieber.

Einige Bäume tragen ja noch grünes Laub, wie z.B. hier die Kopfweide, vorne links im Bild.

Die hohen Pappeln sind kahl. Nur ein paar einzelne Blätter hängen noch dran und flattern im Herbstwind.

Heute Nachmittag regnete es wieder, aber dann sollen, wenn man dem Wetterbericht glauben darf, trockene Tage mit frühlingshaften Temperaturen folgen. So kann es dann bleiben bis Weihnachten und dann darf es langsam wieder wärmer werden.
Only Murders In The Building

Wir sind ja nicht so die Seriengucker, na ja, ich bin eher der, der nicht guckt. Da muss schon was kommen, was mich interessiert, was Stil hat. Und diese Serie hat wirklich Stil und auch eine gehörige Portion Komik, ohne dass es in Klamauk abrutscht.
Es geht um das Apartmenthaus The Arconia in New York, in dem skurrile Typen wohnen und in dem immer mal wieder ein Mord geschieht. Drei dieser skurrilen Typen haben sich zusammengefunden und versuchen, die Morde auzuklären, was sie auch schaffen. Allerdings benötigen sie dafür immer eine ganze Staffel, die 5. Staffel bestand aus 10 Episoden! Wir haben uns die an zwei Abenden angeschaut. Man mag gar nicht aufhören zu gucken.
Die drei Typen werden gespielt von Selena Gomez, Steve Martin und Martin Short. Von Staffel zu Staffel treten unterschiedliche Gaststars auf. Eva Longoria war schon dabei. In der 5. Staffel hatte Renée Zellweger eine Rolle. Seit der 3. Staffel spiel Meryl Streep mit. Angeblich sind Meryl Streep und Martin Short im realen Leben „enge Freunde“. Es wird ihnen aber nachgesagt, dass da mehr ist. In der 1. Staffel hat Sting mitgespielt. Die drei Hobbydedektive, und ein paar skurrile Typen mehr, leben im The Arconia, ein Haus mit versteckten Gängen, Treppen und Räumen, jedenfalls in der Fiktion.
Die Serie spielt in diesem repräsentativem Wohnhaus The Belnord Walter Matthau und Marilyn Monroe haben dort schon gelebt. Manchmal ertappe ich mich dabei wie ich überlege, wie es wohl wäre, in so einem Haus zu leben. Würde ich das mögen? Der Innenhof ist wirklich schön mit seinem grossen Brunnen in der Mitte, aber wohl auch ziemlich ereignislos, es sei denn, die Leiche des Portiers liegt im Brunnen (Staffell 5).
Elphie im Schornstein

Na ja, ist ja eigentlich ein Papierkorb, aber in Form eines alten genieteten Schornsteins in den Farben der Cunard Line.
Von Katzen auf Kreuzfahrten habe ich noch nichts gehört. Aber angeblich soll es bei Cunard Line möglich sein, Hunde mit an Bord zu nehmen. Es soll eigens ein Butler angeheuert worden sein, der Hunde an Deck ausführt. Gut, dafür muss man wohl in den teuersten Suiten logieren und den dunklen Anzug oder die schulterfreie Abendhose im Ankleidezimmer hängen haben. Wir haben es gern schick, aber nicht überkandidelt. Sakko und Krawatte können zu Hause bleiben.


