Archiv der Kategorie: Allgemein

Ungelesen

Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail, angeblich von Twitter, dass ich eine ungelesene Nachricht hätte. Da ich bei Twitter gar nicht angmeldet und tätig bin, kam mir die Sache sehr suspekt vor und ich verzichtete vorsichtshalber, den mitgschickten Link anzuklicken. Ein paar Zweifel blieben allerdings, wurde doch vor ein paar Wochen mein Reisebericht nach Oslo von der Colorline bei deren Twitteraccount erwähnt.

Eben sagte Bernd, er hätte eine Mail von Twitter bekommen, dass er noch eine ungelesene Nachricht hätte, mit einem Link dazu! Auch Bernd hat sich nie bei Twitter angemeldet! Tja – da war meine Intuition doch richtig, dem Link nicht zu folgen. Andernfalls hätte ich mir wohl was eingefangen.

Halber Preis

Animiert durch die Hasen hatte ich mich bei CityDeal angemeldet und einen Tankgutschein im Wert von 10 Euro für 5 Euro gekauft. Seitdem bekomme ich etwa täglich einen Newsletter mit Angeboten. Meist handelt es sich um Restaurantgutscheine für Menüs zum halben Preis. Aber auch Shoppinggutscheine kann man kaufen. Bernd hat sich für den Schuhversand Zalando einen Gutschein für 15 Euro gekauft, der einen Wert von 50 Euro hat.

Unser erster Deal nach dem Tankgutschein war allerdings ein Restaurantgutschein: 22 Euro für 2 Personen für ein Abendbuffet inkl. je ein Willkommensdrink im Hotel St. Raphael. Normalerweise würde der Restaurantbesuch das Doppelte kosten. Aber für 44 Euro hätten wir das sicher nicht gemacht.

Diesen Gutschein hatten wir am Freitag letzter Woche eingelöst. Von aussen sieht das Hotel, das zur Best-Western-Gruppe gehört, ziemlich einfach aus. Doch der Speiseraum ist sehr gemütlich. Zum Büffet gehört ein Rohkostteil, Räucherfisch und diverse Fischsalate und gehobener Aufschnitt. Warm wurde angeboten Fisch, Hähnchenbrust in Curry, kleine Kalbssteaks, Reis und Rosamarinkartoffeln. Zum Dessert dann ein kleines Käsebüffet, 4 Sorten Eis sowie 3 Sorten Cremespeisen, Rote Grütze und Vanillesauce. Alles war optisch nett angerichtet und qualitativ durchaus gut und schmackhaft, besonders das Kalbssteak hatte es mir angetan.
Ob ein Preis von 22 Euro pro Person angemessen gewesen wäre, möchte ich mal dahingestellt sein lassen. Für 44 Euro hätten wir das sicher auch nicht gemacht. Aber so hatten wir einen gemütlichen Freitagabend.

Wir werden die Angebote von CityDeal sehr genau beobachten. Und wenn wieder mal was dabei ist, was uns interessiert, werden wir wieder zuschlagen. Die Angebote von CityDeal gibt es nicht nur für Hamburg. Eine Städteliste gibt es auf der Homepage. Und wenn ich jemand dort anmelden möchte, möge er – oder sie – es doch bitte über diesen Link machen. Dann bekomme ich nämlich eine kleine Gutschrift für meinen nächsten Deal sobald ein Deal gemacht worden ist. Die Gutscheine lassen sich übrigens auch verschenken.

Alles Asche

Die Flugverkehr über Europa ist eingestellt wegen der Asche aus Island. Ich frage mich, wo kommt die ganze Asche her? Island ist doch pleite. Die habe wohl die ganze Asche in unterirdischen Bunkern heimlich gehortet und nun blasen die das Zeugs in die Atmosphäre und behaupten, das wäre ihr dämlicher Vulkan – nur um die Sache zu vertuschen.

Oder hat das mit der Asche vielleicht ganz andere Gründe? Gestern Abend zum Beispiel. Vor dem Schlafengehen mache ich noch meine allabendliche Fensterrunde. Ich schaue in einen frühlingshaften klaren Himmel, an dem die Sterne glänzend funkeln. Von Asche keine Spur. Wird ganz Europa vielleicht verarscht? Ist das eine Übung? Oder wird uns gar eine ernsthafte Bedrohung verheimlicht? Sind vielleicht Ausserirdische im Anmarsch deretwegen man die Flugverkehr gesperrt hat damit man sie besser beobachten kann? Oder haben die grünen Männchen die europäischen Regierungen aufgefordert, ihre Flugzeuge am Boden zu lassen damit die UFOS nicht mit unseren Fliegern kollidieren?

Fragen über Fragen – irgendwie alles Asche.

Einzahlung

Heute habe ich mein Geburtstagsgeld einem stählernen Bankangestellten übergeben. Es war das erste Mal, dass ich diese Möglichkeit genutzt habe. Ein wenig skeptisch war ich schon, aber es hat funktioniert.

Man geht wie bei einer Auszahlung vor: Karte einführen und die Taste des entsprechenden Service drücken, in diesem Fall „Einzahlung“. Nach der Eingabe der PIN-Nummer öffnete sich das Einzahlungsfach. Vorsorglich hatte ich die Scheine von 5 bis 50 Euro sortiert und packte dann den Stapel Banknoten das Fach. Dann musste ich auf „Fach schliessen“ drücken und das Geld war weg. Es ratterte hinter der Klappe, das Geld wurde gezählt, was auf dem Display auch angezeigt wurde. Der erzählte Betrag erschien auf dem Display und ich musste bestätigen, dass der Betrag stimmt. Der Automat spuckte eine Quittung aus und meine EC-Karte – fertig.

Als ich wieder im Büro war, loggte ich mich online auf meinem Konto ein. Und siehe da, das Geld war bereits gutgeschrieben. Tolle Sache!

Elbflorenz


Mehr oder weniger zufällig hatte ich ja schon im Dezember herausbekommen, dass Bernd für mich ein Geburtstagsgeschenk hat, dass ein ganzes Wochenende in Anspruch nehmen würde. Ich tippte da auf eine Musicalreise. Umso mehr war ich überrascht, dass die Reise nach Reise Dresden geht, und zwar von Freitag bis Sonntag (9. – 11.4.2010), An- und Abreise mit der Bahn, 2 Hotelübernachtungen und die Aufführung des Balletts La Bayadère in der Semperoper inklusive. Weiterlesen

Mit grossem Gepäck

Wenn Bernd und ich ein paar Tage unterwegs sind, kommen wir normalerweise mit kleinem Gepäck aus, d.h. maximal eine Reisetasche oder ein kleiner Rollkoffer. Morgen reisen wir mit grossem Gepäck. Wir benötigen die Reisetasche UND den Rollkoffer. Denn wenn wir in die Semperoper gehen, wollen wir standesgemäss ausstaffiert sein, auch wenn wir morgen im 4. Rang sitzen und uns die Oper La Bohème ansehen, wohl eher anhören werden. Dafür sitzen wir dann am Samstagabend in der 4. Reihe und schauen uns das Ballett La Bayadère an. Wir sind sehr gespannt.

Doppelgeburtstag – der Tag danach

Der Wecker riss uns früh aus dem Schlaf. Wir waren nämlich um 9 Uhr mit unseren Gästen im Hotel zum Frühstück verabredet. In einem Extraraum war ein Frühstücksbuffet aufgebaut. Zur Begrüssung gab es ein Glas Sekt, welches ganz wohltuend war.

Nach dem Frühstück dann die grosse Verabschiedung. Gegenseitige Dankesbekundungen, abknutschen (bei mir noch immer nur rechts) – und dann waren alle wieder weg. Und für uns begann dann das grosse Aufräumen. Und damit waren wir bis etwa 6 Uhr nachmittags beschäftigt.

Wir hatten natürlich viel zu viel übrig. Um wenigstens einen Teil der Speisen zu retten, gab es abends ein Resteessen mit den Nachbarn und Nachbarn aus dem Haus gegenüber, die auch mitgefeiert hatten. Wir sprachen natürlich noch mal über die Feier vom Abend vorher. Die einhellige Meinung: Es war eine ungwöhnliche aber schöne Feier. Diesen Eindruck hatten wir auch von unseren Gästen.

Eins steht fest: Wenn ich 70 werde, feier ich nicht nochmal auf diese Art, es sein denn, wir bestellen nicht nur die Fischplatte sondern auch die Festplatten Schnittchenplatten. Die Vorbereitungen haben mir sehr viel Spass gemach, aber es war auch anstrengend. Und wenn ich 10 Jahre älter bin, würde es noch anstrengender sein.

An dieser Stelle herzlichen Dank an unseren Nachbarn Holger, der sich um einen grossen Teil der Organisation gekümmert hat. Du und Astrid, ihr seid schon tolle Nachbarn.

Doppelgeburtstag – der Tag


Am Samstag sollte also die grosse Feier stattfinden. Auschlafen? Nee, nicht dran zu denken. Um acht sollten die beiden Fischplatten abgeholt werden, das einzige, was wir haben auswärts machen lassen. Frisches Obst und Gemüse für Dekozwecke musste noch geholt werden. Ca. 180 Datteln, eingewickelt in Speck, mussten gebraten werden, die beiden Tortillas warteten darauf in handliche Stücken geschnitten zu werden. Ausserdem musste alles möglichst dekorativ hergerichtet und arrangiert werden.

Die Liftkabine wurde zur Sektbar umfunktioniert: Die Rückwand behängten wir mit silberfarbenen Luftschlangen. Ein Tischchen wurde hineingestellt für Gläser, einen Sektkübel und Saft.


Zeitlich waren wir voll im Plan. Ich hatte sogar noch Zeit, für etwa 10 Minuten ein Bad zur Entspannung zu nehmen während Bernd nach Hamburg fuhr um seine Mutter abzuholen. Obwohl die Einladung zu 18 Uhr ausgesprochen worden war, rechneten wir bereits ab 17.00 Uhr mit dem Eintreffen der ersten Gäste. Wenn man darauf vorbereitet ist, ist das ja auch kein Problem.

Ich war ganz allein in der Wohnung und machte die Bree van de Kamp (Desperate Housewives): Ich zupfte hier und rückte da was zurecht.

Endlich ertönte die Hausklingel. Als sich unten die Lifttüren öffneten, konnte ich in der 3. Etage die Töne der Freude und Überraschung angesichts der Sektbar hören. Wie Bernd mir später erzählte, kam es zu einer netten kleinen Geschichte: Meine Mutter und 2 weitere Personen betraten den Lift. Nach einer Weile betätigte Bernd den Taster, damit der Lift wieder runterkam. Der war aber gar nicht hochgefahren. Die Tür öffnete sich wieder und die 3 Personen standen da mit ihren Sektgläsern in der Hand. Sie hatten schlichtweg vergessen, den Taster für die Abfahrt zu betätigen.

Es ging nun Schlag auf Schlag. Beinahe ununterbrochen trudelten die Gäste ein. Kaum hatte ich Glückwünsche, Präsente und Knutscher (nur auf die rechte Wange) entgegengenommen, kamen die nächsten Gäste. Vor der Sektbar kam es zum Stau. Einige Gäste nahmen die Treppe und bekamen dann von uns ein Glas Sekt in die Hand gedrückt.

Als alle anwesend waren, hielt ich im Beisen der nachbarlichen Gastgeber eine kleine Ansprache und bat die Gäste, sich zu bedienen und sich einen Platz zu suchen. Ich entschwand mit den Nachbarn in die andere Wohnung, wo dann eben falls die Gäste begrüsst wurden.


Tja, und ab nun musste es laufen – oder auch nicht. Aber es lief. Die Gäste bedienten sich auch bei den Getränken weitgehend selbst. Und so wie es gewollt war, verschwand ab und zu mal jemand nach drüben und holte sich dort was zu essen. Mundpropaganda sorgte dafür, dass sich weitere Menschen auf den Weg machten um sich besagtes Gericht zu holen. Umgekehrt war es genauso. Bei den Getränken war es ähnlich: Drüben gab es Ramazotti, bei uns Ouzo. Es setzte ein richtiger Ouzo- bzw. Ramazottitourismus ein. Ich war begeistert, dass unser Konzept aufgegangen war.

Zum Schluss blieb ein kleiner Kreis aus beiden Wohnungen übrig. Gemeinsam liessen wir den Abend in unserer Wohnung ausklingen. Gegen 2 Uhr früh verliessen uns die letzten Gäste. Etwa eine Stunde räumten wir noch ein wenig auf.

Ich bin reich beschenkt worden. Es passte nicht mal alles auf den Geburstagstisch (siehe Bild oben). Die Leser, die ihr Geschenk auf dem Foto vermissen, mögen mir verzeihen.

Doppelgeburtstag – die Vorbereitungen

Unser Nachbar und ich haben mit 4 Tagen Abstand Geburtstag. Wir Beide wurden in diesem Jahr 60. Da wir uns sehr gut verstehen, war schnell die Idee geboren, dass wir gemeinsam feiern. Irgendwann kam uns die Idee, die Feier in beiden Wohnungen zu veranstalten bei offenen Wohnungstüren und den Treppenhausflur als Bindeglied mit einzubeziehen. In beiden Wohnunen sollten unterschiedliche Gerichte angeboten werden um die Gäste zu animieren, das Revier zu wechseln und dadurch zu versuchen, eine Vermischung der Gäste zu erreichen. Die Speisen wollten wir selbst zubereiten. Am letzten Samstag war es nun so weit und die Feier fand statt.

Die Vorbereitungen waren enorm. Wieviel Bier und Wein werden benötigt? Cola, Fanta, MezzoMIx und Wasser wollten wir anbieten, dazu Orangen- und Apfelsaft. Eine Planung für ca. 60 Leute zu machen, ist nicht einfach. Nicht alle trinken das gleiche. Aber wieviele Gäste trinken was? Wir mussten auf unterschiedliche Fälle vorbereitet sein. Nichts ist peinlicher, als wenn es plötzich irgendwas nicht mehr gibt.

Für das Essen ist es ähnlich. Für 60 Personen ein Büffet vorzubereiten, ist nicht einfach. Es geht nicht, dass jedes Gericht für 60 Personen vorhanden ist. Erfahrung auf dem Gebiet war weder bei unseren Nachbarn noch bei uns vorhanden. Wir stimmten uns also ab, wer was macht. Aber wieviel – das war reine Gefühlssache. Wir sprangen also ins kalte Wasser und begannen mit den Einkäufen, die ich mit dicker Backe und nicht ganz schmerzfrei erledigen musste.

Am Mittwoch begannen die Vorbereitungen für das Buffet. Bereits ab da hätten wir die Türen eigentlich offen lassen können. Jeder hatte an den anderen mal eine Frage oder wollte mal probieren lassen.

Donnerstagmorgen mussten Bier und Softdrinks, eine Festzeltgarnitur und 3 Bistrotische abgeholt werden. An ausschlafen war nicht zu denken. Anschliessend waren wieder ein paar Einkäufe notwendig, wie z.B. frisches Fleisch (Freitag war ja Feiertag).

Donnerstag ging es dann auch weiter mit dem Zubereiten der Gerichte. Geschirr, Besteck und Gläser wurden aufgeteilt (geliehen von der Gastronomieabteilung von Holgers Arbeitgeber). Alles musste vorsichtshalber einmal durch die Spülmaschine. Ich weiss nicht, wieviele Stunden ich auf den Beinen war – jedenfalls taten mir Freitagmorgen alle Knochen weh. Zum Glück konnten wir ausschlafen, waren allerdings auch schon um acht wieder wach.

Freitag war dann der Hauptvorbereitungstag: Die Wohnung entsprechend herrichten und immer wieder Küchendienst, wie z.B. 20 Schnitztel in 3 – 4 Teile schneiden, panieren und Braten, aus 2,5 Kilo Rinderhack Fleischbällchen drehen und braten, 80 Käsetaler backen, 8 Liter Chili con Carne zubereiten, für den Nachtisch Welfenspeise aus 3 Liter Milch und 18 Eiweiss bereiten (die Hälfte hätte auch gereicht), dazu den Weinschaum aus 1,5 Liter Weisswein und 18 Eigelb (die Hälfte hätte auch gereicht) und das Tiramusu musste gemacht werden. Zwei Tortillas wollten gebraten werden. Bernd rollte ca. 180 Datteln in Speck ein.

Zwischendurch immer wieder der Austausch mit den Nachbarn: Kannst du mal gucken, kannst du mal prbieren, wie würdest du das machen, reicht das usw. usw. Wir hätten die Türen doch gleich auflassen sollen. Aber wir gönnten uns auch eine Pause bei einem Glas Rotwein.

Nachmittags plötzlich Alarm: „Habt ihr noch Eier übrig?“ – „Nein, unsere Eier sind abgezählt.“. Was war passiert? Frau Nachbarin hatte kurzfristig ihren Menüplan umgestellt und brauchte zusätzlich Eier. Zum Glück gibt es in der kleinen Stadt an der Elbe einen Kiosk, in dem auch Lebensmittel angeboten werden, auch Eier. Etwas später waren wir „short of eggs“. Das Panieren der Schnitzelhappen verbrauchte mehr Eier als erwartet. Frau Nachbarin hatte noch 2 Eier für uns übrig.

Abends um 23.30 Uhr war der Küchendienst beendet und wir gingen schlafen.