Archiv der Kategorie: Allgemein

Elphie, die Kletterkatze


Unsere Katzen dürfen tagsüber nur in Begleitung auf die Terrasse. Die Vögel, die sich am Vogelfutter gütlich tun, üben eine grosse Anziehungskraft aus. Bernd oder ich betätigen uns dann als Vogelscheuche damit die kleinen gefiederten Lebewesen der Terrasse nicht zu nahe kommen. Nach dem Einsetzen der Abenddämmerung kommen die Vögel nicht mehr, dann dürfen die Katzen auch allein draussen sein.

Elphie balanciert sehr gern auf dem Geländer der Dachterrasse. In der Ecke steht das Futterhäuschen, noch. Nach unserem Urlaub wird es eingeräumt. Vom Geländer ist es nur ein kleiner Katzenschritt zum Futterplatz. Man sieht, dass eine Vogelscheuche doch sehr wichtig ist.

Online check-in


Das Schiff ist noch ganz woanders, wir sind noch nicht vor Ort, heute in 3 Wochen werden wir erst in Singapore ankommen und an Bord gehen. Aber wir konnten uns heute schon einchecken.

Mit diesem Papierstück, den Barcode habe ich rausgelöscht, melden wir uns am Terminal in Singapore. Natürlich haben wir auch eine genitaledigitale Version auf dem Handy.

Aussen an der Kabinentür, Nr. 10023 an Backbord, ist ein kleines Postfach. Dort wird in einem Umschlag die Bordkarte stecken, die ab dann unser Ausweis ist, wenn wir zu Landausflügen von Bord gehen und danach wiederkommen. Die Bordkarte ist auch Zahlungsmittel für auf dem Schiff inanspruchgenommene und zahlungspflichtige Extras, wie z.B. eine besondere Pizza oder Wein ausserhalb des Standardprogramms.

Wenn wir die Ticketnummern haben, können wir unsere Plätze für die Flüge reservieren, unsere Speisen für die Flüge bestellen und den Limousinenservice ordern, der uns von zu Hause zum Flughafen und am Ende der Reise wieder nach Hause bringt. Für Singapore werden wir den wohl auch bestellen, um uns vom Flughafen zum Schiff bringen zu lassen.

Heute in drei Wochen werden wir wahrscheinlich kaputt und müde, nachdem wir etwa 24 Stunden wach gewesen sind, in unserer Koje liegen.

Schaffe ich das?

Ich bin ein Nachrichtenjunky – eigentlich. Mich interessiert sehr viel, was in der Welt, und um mich herum im kleinen Kreis passiert. Es gibt wenige Themen, die mir am Allerwertesten vorbeigehen. Und das kann man gar nicht alles verarbeiten. Ukraine, Putin, Gas- und Strompreise, Trump, Orban, Merz, AfD, FDP – es ist irgendwie alles ein einziges Durcheinander.

Ich hatte jetzt die Idee, mir eine Nachrichtensperre aufzuerlegen, weltweit, deutschlandweit, lokal. Blogs dürfte ich nicht mehr lesen, Instagram wäre für mich tabu. Denn überall wird das kolportiert, was uns interessieren könnte, besonders, wenn man in einer Blase der Vernünftigen lebt. Nun denn, spätestens am 23. Februar um 18 Uhr werde ich nachschauen, wie die Wahl ausgehen könnte. Und dann würde ich wieder abschalten. Vielleicht eine Oper streamen oder einen Film anschauen, was leichtes, was lustiges. Opern sind meistens eher unlustig. Mindestens eine Person stirbt. Während sie stirbt, kann sie immer noch Arien singen. Aber die Musik – Verdi, Puccini, Mozart usw.! Traumhaft!

Ich schweife ab. Nachrichten – ich weiss nicht, ob ich das bis zum Urlaub (Abflug am 25.2.) durchalten würde, keine Nachrichten mehr zu lesen. Ich mach mal eine Einschränkung: Das, was wichtig sein könnte, würde ich in diversen Blogs finden können. Da fallen wir zwei ein. Andere halten sich politisch eher zurück, was ich nicht verstehen kann. Jeder hat eine Stimme, jeder hat eine andere Reichweite und erreichte mit seinen politischen Statements wieder andere Personen, die man selbst nicht auf dem Zettel hat. Blogs werde ich also weiterhin lesen. Vielleicht, aber eher hoffnungslos, steht da mal was positives über den Clown in Amerika, oder den neuen Clown, Heuchler und Verräter in Deutschland

Auch in meiner Instagramblase würden mir bemerkenswerte Neuigkeiten angezeigt werden.

Ich erinnere mich, dass ich nach einer der letztjährigen Kreuzfahrten auf die Nachrichtenkanäle verzichtet habe, mehrere Tage, vielleicht sogar ein oder zwei Wochen. Und die Kreuzfahren haben keine zwei Wochen gedauert, wie die anstehende. Da lehne ich mich zurück, trinke einen Cocktail oder ein Glas Wein, esse ein Eis, sitze in der Sonne, und weiss nicht, was in Deutschland oder sonstwo passiert. Ich könnte ein Zeitung abonnieren, nein ich will das alles nicht. Ich will dann von nichts wissen. Ich will mich entspannen, mich erholen.

Und wenn wir nach Hause kommen, nach zwei Wochen, wird es in Deutschland noch keine neue Regierung geben. Davon gehe ich mal aus. Also warum sollte ich das lesen, oder nachlesen, wer sich mit welchen Argumenten gegenseitig zuschüttet, eine Koalition, oder lieber nicht, einzugehen.

Meine Stimme habe ich vorher abgegeben, meine Kreuze habe ich vorher gemacht. Mehr kann ich auch dann auch nicht tun.

Jetzt ist es viertel nach 12 Uhr und ich habe noch keine einzige Nachrichtenseite geöffnet, ein gutes Zeichen, dass ich es bis zum Urlaub durchziehen kann. Man muss nur wollen.

Bis dahin sind ja auch noch ein paar Dinge zu erledigen, wie z.B. die 5-Euro-Scheine sammeln (da habe ich ein Angebot), Socken zählen, Schlübber zählen (man will ja nicht unterversorgt eine Reise antreten), die mich von den Nachrichten abhalten könnten.

Und statt mich über Nachrichten aufzuregen, werde ich bei Instagram Muschivideos und Rezepte gucken.

Keine Kasse

Gestern war ich mal wieder „im Dorf“, ich hatte ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Ich verband das damit, der Bankfiliale, in der man 5-Euroscheine aus dem Automaten bekommen kann, einen Besuch abzustatten. Ich hatte das Glück, dass an den Beratungsschaltern nichts los war. Da wollte ich ja mal nachfrage, ob es überhaupt noch eine Kasse gäbe. Nein, es gibt keine Kasse mehr wurde mir erklärt. Die Dame fragte mich, wie sie denn helfen könne. Ich erklärte meinen Wunsch und wurde an die Bankautomaten verwiesen. Bei zweien könnte ich die gewünschten Scheine bekommen, auswählen könnte ich aber nur, wenn ich auch Kunde der Sparkasse wäre und eine entsprechende Karte hätte.

Ich bin ja nicht Kunde dieser Bank und habe dementsprechend auch keine Karte. Mit meiner Kreditkarte kann ich zwar Geld bekommen, ich kann aber die Stückelung nicht auswählen.

Einer der beiden Geldautomaten, an denen es die gewünschten Scheine gibt, wurde gerade frei. Ich wählte 10 Euro ….. und bekam einen 10er Schein. Ok, das wäre für das Housekeeping auch in Ordnung. Da aber immer zwei Personen die Kabine auf Vordermann bringen, wären zwei 5er besser.

Na ja, gute drei Wochen bleiben noch, um uns mit den gewünschten Scheinen zu versorgen. Mal gucken, ob wir das irgendwie hinbekommen.

Nur noch 4 Wochen

Heute in 4 Wochen soll unsere Reise starten.

Auf meiner Kreditkarte tut sich schon was. Ich wollte vorhin 5 Euroscheine ziehen. Der Automat verweigerte den Zugriff, d.h. dass im Moment keine Deckung vorhanden ist weil der noch abzubuchende Reisepreis den Kreditrahmen übersteigt. Mit der anderen Karte kann ich nur mindestens 50 Euro ziehen. Da ich aber die Stückelung nicht aussuchen kann, hab ich das gelassen. In wenigen Tagen wird die Karte wieder frei sein zur Benutzung, nämlich dann, wenn der Betrag von meinem Konto abgebucht wurde.

Wir warten jetzt sehnsüchtig auf die Filekeys. Damit können wir uns bei der Fluggesellschaft einloggen und unsere Sitzplätze reservieren, die Mahlzeiten vorbestellen und den Limousinenservice ordern. Das sind alles Kleinigkeiten, die aber die Vorfreude nochmal verstärken.

Der Nachrichten überdrüssig

Wo immer man auch liest, also in privaten Blogs, liest man, dass einem die Nachrichten, die zurzeit von zwei Themen handeln, zu den Ohren wieder rauskommen. Vermutlich ist es, wie bei vielen Themen, dass man sich in einer Blase aufhält, in der alle Menschen genau so denken, wie man selbst.

Dass es aussenherum auch noch andere Blasen gibt, beweist die Meldung, dass das Hotel Louis C. Jacob von AfD-Anhängern bedroht wird. Frau Weidel hatte sich dort ja kürzlich unter falschem Namen für eine Übernachtung eingebucht. Als die Frau dort erschien und der Schwindel aufflog, wollte man ihr, verständlicherweise, keine Herberge mehr geben.

Jetzt wird damit gedroht, das Hotel niederzubrennen und Mitarbeiter privat anzugreifen. Das sind also die Schergen der AfD, die im Fall einer Machtergreifung marodierend durch die Strassen ziehen würden und Brandsätze in Geschäfte von ausländischen Inhabern werfen würden, ebenso wie Synagogen und Moscheen zu zerstören. Und wer weiss, ob das nicht schon nach der bevorstehenden Bundestagswahl geschieht, wenn hoffentlich keine demokratische Partei mit der AfD zusammenarbeiten will. Bei eine Nazipartei muss man auf alles gefasst sein.

Heute fand ich auf Instagram einen Cartoon, aus dem ich nur zitieren kann: Nach den Nachrichten und dem Wetter folgt nun eine Sondersendung mit den beliebtesten Katenbaby-Vidoes aus aller Welt. Damit man den ganzen Scheiss irgendwie aushält.

Es wird Zeit


Heute in 5 Wochen werden wir unsere Kabine auf der Mein Schiff 6 beziehen. Wir freuen uns natürlich auf die Reise, aber es lag bisher auch ein Dämpfer auf der Vorfreude. Das ist bei uns beiden der Fall und wir wissen nicht, woran das liegt.

Wir haben uns mit zusätzlicher Garderobe eingedeckt, eher zögerlich, so nach dem Motto: Mal gucken, was noch im Schrank ist, passt das auch noch? Brauchen wir noch was?

Mit dem Sammeln von 5-Euro-Scheinen für Trinkgelder an Bord sieht es ähnlich aus. In den Vorjahren habe ich schon immer recht früh damit begonnen. Die Selbstscannerkassen tragen auch nicht dazu bei, sich zu versorgen. Ein Freund gab mir den Hinweis, dass eine der Banken hier in der kleinen Stadt auch 5-Euro-Scheine ausgibt. Das habe ich heute probiert. Leider konnte ich nicht auswählen, in welcher Stückelung ich meine Barauszahlung haben wollte. Immerhin spuckte der Automat 2 x 5 Euro aus bei einem Betrag von 40 Euro. Ich zog dann 10 Euro nach, und siehe da, es kamen 2 x 5 Euro. Immerhin

Auf dem Wochenmarkt kaufte ich Kalamataoliven. € 5,12 sollte ich bezahlen. Ich wühlte in meiner Geldbörse, nach dem Motto: Ich habs passend, und konnte dem Händler es fast passend geben, aber statt eines frischgezogenen Fünfers legte ich einen Zehner dazu, ich bekam 5 Euro Wechselgeld. Ha! Wieder 5 Euro mehr.

In den nächsten Wochen muss ich darauf achten, wie ich wo bezahle. Ich muss noch mehr sammeln. Allein für das Housekeeping benötigen wir 30 Euro, für meine 3 Massagen nochmal je 5 Euro. Diverse Restaurant- und Barbesuche schlagen zu buch, wobei wir da nicht jedes Mal mit den Scheinen wedeln.

Seit heute hat sich die Vorfreude auf die Reise in eine positive Nervösität entwickelt. Fünf Wochen, puh, das ist ja nun wirkich nicht mehr lange. Ich brauch noch mindestens 75 Euro in Fünfern.

Trump

Donald Trump, dieser Name wird in den nächsten vier Jahren die Schlagzeilen dominieren, mehr noch, als er es in den letzten acht Jahren getan hat. Denn auch, wenn er in den letzten vier Jahren nicht der Präsident war, war er allgegenwärtig. Einmal mehr darf er in 4 Jahren nicht antreten. Aber wer weiss schon, was ihm dazu noch einfallen wird. Man mag gar nicht dran denken.

Meine Lektüre über Donald Trump in den Onlinemedien hielt sich in den letzten Jahren schon in Grenzen, die letzten Wochen vor seiner Amtsübernahme liess ich alles, was über ihn zu lesen war, links liegen, soweit mir das möglich war. Seine gestrige Vereidigung habe ich mir gar nicht erst angetan. Und so wird es weitergehen.

Ich halte es da mit Maiximilian Buddenbohm, Zitat aus seinem Blog: „Am Abend schienen die geschätzten Menschen aus den Timelines alles in den USA live zu verfolgen. Sie müssen da deutlich leidensfähiger als ich sein, denn ich möchte und kann das alles nicht sehen. Die Filmschnipsel und Zitate, die dennoch bei mir ankommen, die reichen mir schon vollkommen aus. Nein, die sind mir schon zu viel.“

Ich kann Maximilian Buddenbohm verstehen.

Kleiner Winterspaziergang


Wir sind noch nicht fit. Wir hüsteln so vorunshin, sind etwas unpässlich. Haben keine Lust, grossartig zu kochen, der richtige Appetit fehlt. Bernd hat eine Woche Verlängerung für zu Hause bekommen. Ich habe morgen einen schon lange geplanten, mehrmals verschobenen, Arztbesuch.

So richtig Lust hatte ich nicht, heute mal rauszugehen. Soll ja aber gesund sein. Und da die Elbe vor unserer Haustür der Nordsee entgegenfliesst, plünnten wir uns an und gingen mal runter.

Eine Weile standen wir am Anleger und atmeten frische Winterluft. Tat irgendwie ganz gut. Anschliessend promenierten wir mit vielen anderen Menschen auf der Hafenpromenade. Auf dem Hafenbecken war eine dünne Eisschicht – noch. Denn in der 2. Wochenhälfte wird es wieder wärmer. Wird auch Zeit!