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Neueinstieg

Seit Anfang Juli war ich nicht mehr im Schwimmbad. Zuerst bekam ich eine Bronchitis, dann war Urlaub aus dem ich mit einer Bronchitis nach Hause kam. Aufmerksame Leser meines Reiseberichtes werden sich erinnern, dass an Bord eine Erkältungswelle herrschte, die dafür sorgte, dass die Papiertaschentücher ausverkauft waren.

Nachdem ich die Urlaubsbronchitis auskuriert hatte, war ich lustlos, ich fand den Wiedereinstieg nicht. Sowas ist wie mit einer Diät starten: Man muss es fühlen, wann der richtige Zeitpunkt ist. Und der war heute. Aber das Schwimmen fiel mir ziemlich schwer. Schon erstaunlich, wie schnell man raus ist.

Ich hatte mich ja von 800 m auf 2.500 m gesteigert, wobei mich letztendlich bei 2000 m eingependelt hatte. Heute habe ich dann nur 1.000 m geschafft. Ich will – und sollte – nun wieder regelmässig möglichst jeden Tag in Schwimmbad gehen. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Am 30. September wird das Schwimmbad für diese Saison geschlossen.

Schola Cantorosa – abendfüllend

Am Samstagabend besuchten wir mal wieder eine Vorstellung des Schwulen Männerchores Hamburg, Schola Cantorosa. Das letzte Programm, welches wir uns angeschaut hatten, gefiel uns gar nicht. Demzufolge hatten wir ein paar Jahre darauf verzichtet, uns die Aufführungen anzuschauen.

Für die Leserinnen und Leser, die den Chor nicht kennen, möchte ich vorab etwas erklären:
Der Chor steht nicht artig angezogen und mit Textblatt auf der Bühne und singt. Es wird nämlich eine selbstausgedachte Geschichte erzählt, zu der Titel von Klassik bis Pop gesungen werden, die mit zu der Geschichte passenden Texten verändert werden. Der Gesang wird durch Choreographien und andere, zur Geschichte passende, Bewegungsabläufe begleitet. Die Männer treten in passenden Kostümen auf.
Bernd und ich, ich haben es sicher schon ein paar mal erwähnt, waren bis vor ca. 10 Jahren beide Mitglied im Chor, Bernd als aktiver Sänger und Mitgestalter der Programme, ich als technischer Assistent für Licht und Ton an den Aufführungsorten. Seinerzeit haben wir natürlich jede Aufführung gesehen bzw. an ihr teilgenommen.

Seitdem hat sich viel getan, wie wir festgestellt haben, positiv! Der Chor ist besser geworden in seiner gesanglichen Qualität, viel besser, was vermutlich am neuen musikalischen Leiter liegt. Von der rustikalen Markhalle, in der eher Rockkonzerte stattfinden, sind die Aufführungen ins Ohnsorgtheater gewechselt, was der Bequemlichkeit beim Sizten sehr zuträglich ist. Während man in der Markthalle auf Bänken von Biertischgarnituren saß, sitzt man im Theater natürlich in bequemen Theaterstühlen, was dem Rücken sehr zuträglich ist.

In früheren Zeiten war es so, dass Schola Cantorosa einen anderen schwulen Chor eingeladen hat um ein Programm anzubieten, welches abendfüllend ist. In diesem Jahr haben es die veranwortlichen Programmgestalter geschafft, eine Geschichte zu basteln und diese mit ausreichend Liedgut zu gestalten, dass der Chor einen ganzen Abend allein bewältigen kann. Es gibt sogar mehrere Kostümwechsel – was früher nicht der Fall war – und ein paar überraschende Effekte, sehr zum Vergnügen der Zuschauer, die im ausverkauften Theater platzgenommen hatten.

40 (!) mehr oder weniger attraktive Männer standen auf der Bühne und präsentierten ein tolles Programm mit toller Choreographie. Am Schluss hielt es die Gäste nicht mehr auf den Plätzen und forderten mit Standing Ovations eine Zugabe ein.

Nach der Vorstellung fand im Foyer des Theaters die große Aftershowparty statt. DJ Holger, ein Chormitglied, legte richtig gute Partymusik auf, die meinen Mann ununterbrochen auf der Tanzfläche zappeln ließen. Um Mitternacht kämpfte ich mich mit 2 Gläsern Sekt durch die zuckende Masse zu Bernd durch um mit ihm auf seinen Geburtstag anzustoßen.

Einige Freunde und Chormitglieder bekamen es mit, dass es Bernds Geburtstag war und ließen es sich nicht nehmen, zu gratulieren.

Bernd hat es genossen, mal wieder so richtig abzuzappeln, was ich ihm von Herzen gegönnt habe, dazu noch in seiner Geburtstagsnacht.

Kinder und Homosexualität

regenbogenflagge An diesem Wochenende findet in Hamburg der diesjährige CSD statt. Der Demonstrationszug steht in diesem Jahr unter dem Motto „Akzeptanz ist schulreif!“ und stellt die Forderung „Sexuelle Vielfalt auf den Stundenplan!“

Zu diesem Thema hat sich Gerrit in seinem Blog Gedanken gemacht. Ich möchte dazu noch anmerken, dass es nicht nur darum geht, Jugendlichen angesichts sie verwirrender Gefühle den Rücken zu stärken. Es geht auch darum, bereits in der Schule der Homophobie den Boden zu entziehen.

Zufällig zeitlich passend hat sich auch die Frau mit Herz in ihrem Blog Liebe im Schatten des Regenbogen u.a. zum Thema Kinder geäussert, basierend auf eigenen Erfahrungen.

Ich möchte beide Artikel meinen Leserinnen und Lesern sehr ans Herz legen!

Wo war ich denn schon?


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Nach unserer diesjährigen Reise habe ich 2 Länder mehr auf der Liste: Island und Färöer Inseln. Das sind nun 21 Länder bzw. 9 Prozent aller derzeit möglichen Länder.

Das heisst nun nicht, dass ich auf Reisen gehe, um „Länder zu sammeln“ oder dass ich stolz darauf bin, dass es schon soooo viele Länder sind, deren Boden ich betreten habe. Das ergibt sich eben wenn man eine Reise plant. Jedenfalls finde ich es interessant, dass es die Möglichkeit gibt, das auf diese Weise mal darzustellen.

Kükenhoden?

Bei Li.l ist in der nächsten Woche Amerikanische Woche. Es gibt „Chicken Balls“ im Angebot. Ich weiss jetzt gar nicht, wie die Geschlechtsorgane bei Geflügel aussehen und ob die überhaupt Hoden haben. Essen würde ich Chicken Balls vorsichtshalber lieber nicht.

Tag der Wahrheit

Oder Tag des Erschreckens? Nein! Nach der Erfahrung bezüglich der Gewichtszunahme auf unserer ersten Kreuzfahrt war ich auf einiges gefasst als ich heute morgen auf die Waage stieg. Seinerzeit hatte ich 5 kg zugenommen, ein Schock. Und ich habe lange Zeit gebraucht, um da wieder runterzukommen. Die letzten Pfunde purzelten erst duch meine Schwimmaktiviäten seit Mai diesen Jahres. Ich war also gewappnet.

Heute morgen dann das Ergebnis: 4,4 kg. Na ja, es hätte gern weniger sein dürfen. Aber ich bin ja schon froh, dass es nicht über 5 kg geworden sind. Andere Essgewohnheiten an Bord und ständig Wein zu den Mahlzeiten sowie diverse Cocktails über den Tag verteilt, zum Teil mit Sahne, hinterlassen ihre Spuren in Form von Hüftgold.

Ich jammer nicht, ich wusste ja, was passieren wird. Gut, wären wir allein gereist, wären es bestimmt ein paar Cocktails weniger gewesen. Aber in Gesellschaft von lieben Menschen trinkt man dann schon das eine oder andere Glas mehr.

Zurück zu den üblichen Ess- und Trinkgewohnheiten wird das Gewicht schon wieder reduzieren und mit Unterstützung durch das Schwimmen werde ich bald wieder auf dem Level von vor der Abreise sein. Also keine Panik.

Wir sind wieder da

Nach einer Reise von 4.898 Seemeilen sind wie heute morgen in Hamburg angekommen. Gegen 09:45 Uhr betraten wir wieder Deutschen Boden, ich mit Pipi in den Augen, nicht weil ich mich darüber freute sondern weil ich traurig war, dass die Reise nun leider endgültig vorbei war. Am liebsten wäre ich an Bord geblieben und hätte die nächste Reise mitgemacht, die die „Mein Schiff 1“ nach Schottland und Irland führt, ein Ziel, welches wir uns auch mal vorgenommen haben.

Wir hatten eine wirklich atemberaubende Reise mit phantastischen Eindrücken und mit lieben Menschen um uns. Es wird einige Tage dauern, bis ich euch einen Reisebericht präsentieren kann. Die Eindrücke und Ereignisse müssen erstmal mental verarbeitet und ein paar hundert Bilder müssen gesichtet werden. Soviel sei gesagt: Aus unserer Sicht war es eine ganz ganz tolle Reise, von der wir noch lange Zeit zehren werden.