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Mal Spanisch

Die gestrige Geburtstagsfeier sollte eigentlich an einem See stattfinden, mit Übernachtung auf einem Campingplatz. Da mein Mann samstags ja arbeiten muss und der monatliche freie Samstag schon anderweitig verplant ist, hatten wir nicht zugesagt, an der Feier zweier Freunde von uns teilzunehmen. Aufgrund der kühlen Wetterlage wurde die Veranstaltung kurzfristig stoniert. Stattdessen fand die Geburtstagsparty gestern Abend hier in der kleinen Stadt an der Elbe statt. Manu und Hans hatten ihre große Wohnung zur Verfügung gestellt.

Zum Abendessen gab es Paella und dazu einen Weisswein aus Spanien, beides sehr sehr lecker.

Schon bald werden wir alle wiedersehen. Dann machen wir einen gemeinsamen Tagesausflug zum Hansapark. Hoffen wir, dass das Wetter dann mitspielen wird, also dass es wenigstes nicht regnet.

Mit ist besser!

Irgendwas ist ja immer wenn man älter wird. Bei mir sind’s die Augen. Ich benötige ja schon seit vielen Jahren eine Sehhilfe zum Lesen und für den Arbeitsplatz. Inzwischen habe ich festgestellt, dass ich die auch bei der Hausarbeit tragen sollte, wie z.B. beim Saubermachen oder beim Zubereiten von Speisen, wie gestern als ich Möhren schälte. Ich habe mir die Brille dann geholt und dann ging’s besser.

Das ist ja nicht so einfach bei den Möhren. Die dünne Schale hat ja fast die gleiche Farbe wie das, was darunter ist, da muss man schon aufpassen, dass man alles entfernt. Bei Gurken ist das ja anders. Die Schale ist ja viel dunkler. Aber egal, einfacher ist es dann doch mit Brille.

Ich werde mir jetzt eine Brille in die Küche legen. Ich habe ja noch die, die ich immer in der Firma getragen habe. Oder die, die ich auf unserer Reise kaufen musste weil ich meine Lesebrille zu Hause vergessen hatte. Ihr seht, der Trend geht zur Drittbrille. Eine könnte ich auch ins Schlafzimmer legen, zum Lesen! Alles andere kann ich sehr gut ohne Brille sehen.

Tja, und nun such ich für ein Brillenfoto gerade meine Exbürobrille. Ich finde sie weder mit noch ohne Sehhilfe. Es könnte sein, dass sie auf Kuba gelandet ist. Unsere Nachbarn hatten dort Urlaub gemacht und ich hatte ihnen alte Brillen mitgegeben, die ich bei meiner Aufräumaktion gefunden hatte. Oder ich habe sie so gut weggepackt, dass ich sie nun nicht wiederfinde. Na gut, dann muss eben meine Unterwegsbrille für ein Foto herhalten.

Apropo Unterwegsbrille – wenn wir in ein Restaurant gehen, habe ich die immer dabei damit ich die Speisekarte lesen kann. Ich müsste mich auch angewöhnen, sie zum Einkaufen mitzunehmen. Das Kleingedruckte, was auf den Verpackungen steht, kann ich nämlich ohne Brille gar nicht lesen.

Die rechte Brille auf dem Foto, die bläuliche, sieht ja schon etwas tuckig aus. Na ja, hat mir ja auch ’ne Schwester verkauft, die Parfümschwester auf „Mein Schiff 1“. Aber es war wirklich die einzige Brille, die optisch überhaupt in Frage kam. Und ich war froh, dass ich die dann hatte.

Das Krümmelmonster soll weg

Auf dem Stadtgebiet von Geesthacht steht das Kernkraftwerk Krümmel. Krümmel ist ein Orstteil von Geesthacht. Die Anlage steht 3 – 4 km vom Elbe-Penthouse entfernt. Als wir uns seinerzeit entschieden haben, hier eine Wohung zu kaufen, war uns wohl klar, dass in unmittelbarer Nähe ein Kernkraftwerk steht. Wir sagten uns damals, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, nahe dran zu wohnen. Wenn da was passiert, wären wir schnell damit durch. Menschen, die weiter weg wohnen, würden vielleicht nur langsam durch den Fallout verseucht werden und müssten länger leiden. Bei einer entsprechenden Windrichtung wäre selbst Hamburg davon betroffen.

Wir haben nie einen Groll gegen das Kraftwerk gehegt, wir sind schliesslich freiwillig hier. Das wäre so ähnlich, wenn wir eine Wohnung in der Nähe eines Flughafens gekauft hätten und uns dann über Lärm beschweren würden.

Als jedoch durch die Pannenserie das Kraftwerk abgeschaltet wurde, dann wieder an, dann wieder aus, wurde es doch irgendwie lästig (vorsichtig ausgedrückt) das Ding hier in der Nähe zu haben. Als die Bundesregierung den Ausstieg aus dem Atomstrom beschlossen hat, war das Kraftwerk schon eine Weile abgeschaltet. Der Betreiber Vattenfall hatte sich dann entschlossen, das Kraftwerk stillzulegen. Ein kurz vorher neuer eingebauter Generator, Ersatz für einen ausgebrannten, wurde wieder ausgebaut.

Vattenfall hat jetzt den Antrag gestellt, das Kraftwerk abzubauen, Rückbauantrag nennt sich das. Die Dauer wird auf 15 bis 20 Jahre geschätzt. Vielleicht erlebe ich es ja noch, wenn das Ding plattgemacht ist.

Die radioaktiven Reste, inklusive der Brennelemente, verbleiben auf dem Gelände in Krümmel bis ein Endlager in Deutschland gefunden worden ist. Vielleicht ist das bis dahin ja erreicht.

Das ist ja nichts!

Vonwegen das ist nichts, das ganze Heck wird untenrum erneuert! Ist ja aus Kunststoff, da ist nichts mit spachteln, zumal das Teil auf der Oberseite auch noch eingerissen ist.

Wie ist das passiert? Ganz einach: Nicht aufgepasst! Also das war so: Auf einem engen Werstatthof wollte ich den Wagen wenden. Vor und zurück, einschlagen usw., man kennt das. Da unser Wagen mit einer Einparkhilfe ausgestattet ist, sollte das alles kein Problem sein, sollte. Nur wenn man rückwärts genau auf eine Hausecke zufährt und wenn man sich darauf verlässt, dass es irgendwann anfängt zu piepen – dann ist man eben mal verlassen von der Einparkhilfe. Die piept eben nur, wenn der Sensor ein Echo bekommt. Und wenn die Hausecke genau zwischen 2 Sensoren ist, dann piept halt nichts, dann macht es nur „rumps“. Und schon ist eine Kerbe im Heck, also im Heck vom Wagen.

Auf dem Foto ist die Kerbe auf der rechten Seite zu erkennen. Es war etwas blöd zu fotografieren da immer mein Spiegelbild zu sehen war. So gibt es eben nur einen Bildausschnitt, auf dem die Kerbe nicht mittig ist.

Der Wagen ist nun in der Werkstatt, die Versicherung bezahlt, abzüglich Selbstbeteiligung natürlich. Man will mit einem ordentlichen Auto fahrenn besonders wenn es ein schickes Cabrio ist.

Spätsommernebel

elbe

Ich weiss schon, warum ich einen kleinen Umweg wähle und an der Elbe entlang gehe, wenn ich zum Schwimmbad gehe. Ab und zu ist die Elbe nämlich für kleine optische Überraschungen gut, so wie heute Vormittag. Meine kleine Kamera habe ich ja immer dabei. Heute wäre es vielleicht gut gewesen, die gute Kamera mitzuhaben. Egal, ich konnte die Stimmung jedenfalls einfangen.

Kundenförderung

Bei der Meyerwerft in Papenburg wurde gestern der neueste Neubau ausgedockt, das Passierschiff „Norwegian Escape“ – mehr als 320 m lang und 41 m breit, Platz für mehr als 4.200 (!) Passagiere. Rein zufällig war unsere kleine Familie mit der fast 3-jährigen Tochter Ida vor Ort und konnte dem Spektakel zuschauen.

Demnächst hat die Kleine Geburtstag. Sollten wir ihr eine Kreuzfahrt schenken? He, natürlich ist das eine Frage, die eher scherzhaft gemeint ist. Anderseits denke ich, dass viele Menschen, die dem Spektakel der Ausdockung aus der Schiffbauhalle der Meyerwerft in Papenburg zuschauen, sich eine kleine Reise auf so einem Schiff wünschen würden.

Obwohl – so viele Menschen auf einem Schiff? Mehr als 4000 Passagiere? Mit knapp 2000 Menschen ist die „Mein Schiff 1“ – das Schiff, auf welchem wir 3 wunderbare Reisen gemacht haben – ausgebucht. 2000 Menschen, das sind viele Menschen. Auf diesem Neubau finden mehr als doppelt so viele Passagiere Platz, fast unvorstellbar.

Wer weiss schon, ob unsere kleine Enkelin nicht eines Tages in unsere Fußstapfen tritt und selbst über die Weltmeere reisen wird? Meine Kleine, wenn du die Gelegenheit dazu hast mach das! Es gibt keine enspanntere Möglichkeit zu reisen.

Bio = doppelter Preis?

Samstag ist Markttag in der kleinen Stadt an der Elbe. Dann kauf ich lieber dort als im Supermarkt gleich gegenüber, jedenfalls das, was ich auf dem Markt kaufen kann.

Letztens wollten wir Hühnercurry essen. Dazu brauchte ich Hähnchenbrustfilet. Auf dem Markt gibt es auch einen Wagen mit Geflügelwaren, da wollte ich das Fleisch kaufen. Aber oh Schreck, der Wagen war nicht da, vielleicht hatte der Händler Urlaub. Alle anderen Lebensmittel hatte ich bereits eingekauft. Ich hatte nun zwei Alternativen: Schauen, ob es noch einen anderen Stand gibt an dem Hähnchenbrustfilet verkauft wird oder zum Supermarkt gehen, den vollen bärigen Einkaufsbeutel an der Info parken und dann das Fleisch kaufen.

Ich entschied mich für die erste Variante und wurde fündig, ein Biofleischwagen. Hähnchenbrustfilet gab es dort auch. Ich brachte also mein Anliegen vor: Ca. 800 g Hähnchenbrustfilet. OK, knapp darunter war dann auch in Ordnung. Als ich dann den Preis hörte, bin ich fast ohnmächtig auf dem Markt lang hingeschlagen. Über 20 Euro sollte ich dafür bezahlen. Hm, ohne mit der Wimper zu zucken kramte mich mein Geld zusammen und bezahlte. Ich bat Bernd dann später, das Curry unbedingt zu geniessen.

Es ergab sich im Lauf der Woche, dass ich für einen leichten Salat Hähnchenbrustfilet brauchte. Mittwoch war wieder Markt, und siehe da, der Geflügelhändler meines Vertrauens war anwesend. Ich schaute auf das Preisschild. Für 1 kg Hähnchenbusen wird da knapp 11 Euro verlangt. Ist natürlich kein Biotitt.

Als ich die Fleischwürfel gebraten hatte, probierte ich natürlich. Einen Geschmacksunterschied zum dem teuren Fleisch konnte ich nicht feststellen, und es war genauso saftig.

Wenn ich Bananen möchte, kauf ich immer Biobananen, nicht die mit dem blauen Aufkleber, die schmecken nach nichts. Merkwürdig – die Biobananen kosten genauso teuer wie die anderen. Und schmecken viel aromatischer.

Wieso geht das bei Bananen, dass die Biodinger nicht mehr kosten als die anderen? Ist es gerechtfertigt, bei Hähnchenbrustfilet so richtig zuzulangen und mehr als das Doppelte zu verlangen als für „gewöhnliche“ Fleisch?

Jedenfalls kaufe ich an dem Biostand kein Fleisch mehr. Für einen Preisunterschied von ca. 10 Euro kann ich den vollen Einkaufsbeutel auch im Supermarkt an der Info parken und dort das kaufen, was ich auf dem Markt nicht bekommen habe. Für 10 Euro Preisunterschied kann ich sogar nach Hause gehen, meine Markteinkäufe deponieren und gehe dann wieder los. 10 Euro für insgesamt ca. 20 Minuten Fussweg ist leichtverdientes Geld.

Ich hatte ja erwartet, dass das Biofleisch teurer ist. Aber so viel? Und warum gibt es bei Bananen keinen Preisunterschied? Gerechtfertigt ist der hohe Preis jedenfalls nicht – aus meiner Sicht.

Neueinstieg

Seit Anfang Juli war ich nicht mehr im Schwimmbad. Zuerst bekam ich eine Bronchitis, dann war Urlaub aus dem ich mit einer Bronchitis nach Hause kam. Aufmerksame Leser meines Reiseberichtes werden sich erinnern, dass an Bord eine Erkältungswelle herrschte, die dafür sorgte, dass die Papiertaschentücher ausverkauft waren.

Nachdem ich die Urlaubsbronchitis auskuriert hatte, war ich lustlos, ich fand den Wiedereinstieg nicht. Sowas ist wie mit einer Diät starten: Man muss es fühlen, wann der richtige Zeitpunkt ist. Und der war heute. Aber das Schwimmen fiel mir ziemlich schwer. Schon erstaunlich, wie schnell man raus ist.

Ich hatte mich ja von 800 m auf 2.500 m gesteigert, wobei mich letztendlich bei 2000 m eingependelt hatte. Heute habe ich dann nur 1.000 m geschafft. Ich will – und sollte – nun wieder regelmässig möglichst jeden Tag in Schwimmbad gehen. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Am 30. September wird das Schwimmbad für diese Saison geschlossen.

Schola Cantorosa – abendfüllend

Am Samstagabend besuchten wir mal wieder eine Vorstellung des Schwulen Männerchores Hamburg, Schola Cantorosa. Das letzte Programm, welches wir uns angeschaut hatten, gefiel uns gar nicht. Demzufolge hatten wir ein paar Jahre darauf verzichtet, uns die Aufführungen anzuschauen.

Für die Leserinnen und Leser, die den Chor nicht kennen, möchte ich vorab etwas erklären:
Der Chor steht nicht artig angezogen und mit Textblatt auf der Bühne und singt. Es wird nämlich eine selbstausgedachte Geschichte erzählt, zu der Titel von Klassik bis Pop gesungen werden, die mit zu der Geschichte passenden Texten verändert werden. Der Gesang wird durch Choreographien und andere, zur Geschichte passende, Bewegungsabläufe begleitet. Die Männer treten in passenden Kostümen auf.
Bernd und ich, ich haben es sicher schon ein paar mal erwähnt, waren bis vor ca. 10 Jahren beide Mitglied im Chor, Bernd als aktiver Sänger und Mitgestalter der Programme, ich als technischer Assistent für Licht und Ton an den Aufführungsorten. Seinerzeit haben wir natürlich jede Aufführung gesehen bzw. an ihr teilgenommen.

Seitdem hat sich viel getan, wie wir festgestellt haben, positiv! Der Chor ist besser geworden in seiner gesanglichen Qualität, viel besser, was vermutlich am neuen musikalischen Leiter liegt. Von der rustikalen Markhalle, in der eher Rockkonzerte stattfinden, sind die Aufführungen ins Ohnsorgtheater gewechselt, was der Bequemlichkeit beim Sizten sehr zuträglich ist. Während man in der Markthalle auf Bänken von Biertischgarnituren saß, sitzt man im Theater natürlich in bequemen Theaterstühlen, was dem Rücken sehr zuträglich ist.

In früheren Zeiten war es so, dass Schola Cantorosa einen anderen schwulen Chor eingeladen hat um ein Programm anzubieten, welches abendfüllend ist. In diesem Jahr haben es die veranwortlichen Programmgestalter geschafft, eine Geschichte zu basteln und diese mit ausreichend Liedgut zu gestalten, dass der Chor einen ganzen Abend allein bewältigen kann. Es gibt sogar mehrere Kostümwechsel – was früher nicht der Fall war – und ein paar überraschende Effekte, sehr zum Vergnügen der Zuschauer, die im ausverkauften Theater platzgenommen hatten.

40 (!) mehr oder weniger attraktive Männer standen auf der Bühne und präsentierten ein tolles Programm mit toller Choreographie. Am Schluss hielt es die Gäste nicht mehr auf den Plätzen und forderten mit Standing Ovations eine Zugabe ein.

Nach der Vorstellung fand im Foyer des Theaters die große Aftershowparty statt. DJ Holger, ein Chormitglied, legte richtig gute Partymusik auf, die meinen Mann ununterbrochen auf der Tanzfläche zappeln ließen. Um Mitternacht kämpfte ich mich mit 2 Gläsern Sekt durch die zuckende Masse zu Bernd durch um mit ihm auf seinen Geburtstag anzustoßen.

Einige Freunde und Chormitglieder bekamen es mit, dass es Bernds Geburtstag war und ließen es sich nicht nehmen, zu gratulieren.

Bernd hat es genossen, mal wieder so richtig abzuzappeln, was ich ihm von Herzen gegönnt habe, dazu noch in seiner Geburtstagsnacht.