Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Noch mal raus


Regen gab es hier heute Nachmittag. Und ein wenig Gewitter, eher umrum, nicht direkt über uns. Was wir schade finden. Wir lieben es, wenn es über uns kracht und die Blitze zucken. Es scheint, als würde die kleine Stadt an der Elbe die Wetterfront teilen. Südlich und nördlich von uns hat’s gedonnert. Nur direkt bei uns nicht.

So gegen 20.00 Uhr zog es mich noch mal raus, nach unten an die Elbe. Ist ja nicht weit, ein paar Schritte nur. Feuchtwarme Luft umhüllte uns. Und es gab mal wieder ein hübsches Abendlicht, welches sich im kleinen Hafen spiegelte.

Am Anleger beobachteten wir die Schwalben. Sie flogen knapp über dem Wasser und jagten ihrer Abendmahlzeit nach. Ich fragte mich, ob sie die Insekten sehen können oder ob sie einfach nur den Schnabel aufmachen in der Hoffnung, dass das schon noch was reinkommen wird. Nachdem ein Tankkahn uns passiert hatte, machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Ach, die Elbe ist immer wieder schön.

Unterschiede

Seit gestern Nachmittag haben wir endlich unseren kleinen Flitzer wieder zur Verfügung. Fast eine Woche mussten wir darauf verzichten. Als Leihwagen hatten wir einen Golf Diesel mit Schaltgetriebe, der uns von der reparierenden Werkstatt in Geesthacht zur Verfügung gestellt wurde. Ein schönes Auto wie der Inhaber der Werkstatt mir weismachen wollte.

Nun ja, das kann man so oder so sehen. Ganz eindeutig fuhr sich der Wagen gut, gar keine Frage. Aber er hat so seine Mängel im täglichen Betrieb.

Da ist z.B. der breite Holm, verursacht dadurch, weil es ein 4-Türer war. Und dieser Holm befindet sich genau im Blickfeld wenn ich mich seitwärts vesichern wollte, dass beim Rechtsabbiegen keine Fussgänger oder Radfahrer meinen Weg kreuzen würden. Auch bei anderen Gelegenheiten waren mir diese Holme rechts und links ständig im Weg und schränkten die Sicht stark ein und ich mich ziemlich verrenken musste um ein gute Sicht zu bekommen

Die Rückspiegel innen und aussen geben ein immens unterschiedliches Bild wieder. Einmal scheint es, als würde das hinterher fahrende Fahrzeug ganz dicht auffahren. Im anderen Spiegel sieht es aus, als wäre noch reichlich Platz. OK, wer so einen Wagen sein Eigen nennt, weiss welcher Spiegel das richtige Bild wiedergibt. Aber ich war teilweise ziemlich verunsichert. Bei unserem Wagen gibt es nur ganz geringe Unterschiede.

Ein weiterer Punkt ist die Bequemlichkeit beim Aussteigen. Ich dachte anfangs, dass durch die etwas höhere Sitzposition ein leichteres Aussteigen möglich ist, was ja für etwas ältere Menschen von Vorteil sein kann. Ich war allerdings erstaunt, dass ich nach einer Woche immer noch Schwierigkeiten hatte, mich aus dem Wagen zu schälen. Ich vermute, dass es daran lag, dass die Türöffnung beim Golf kleiner ist.

Fazit nach einer Woche Golffahren: Das ist nicht das Auto, welches ich mir kaufen würde. Und im Berufsverkehr geht ja ein Schaltgetriebe schon mal gar nicht.

Kuschelwetter

Die heisse Phase ist vorbei, wettertechnisch – vorerst jedenfalls. Und man weiss nicht, ob es in diesem Sommer noch mal so heiss wird, wie es war. Das war ja auch schlimm. Jeglicher Körperkontakt beim Schlafengehen, des Nachts oder auch beim Aufwachen wurde auf ein Minimum reduziert. Ankuscheln und dann noch unter der Decke? Das ging ja gar nicht. Auch ohne Decke nicht. Aber jetzt ist wieder kuscheln angesagt. Hach ist das schön, kann gar nicht genug davon bekommen. Das ist wohl Nachholbedarf.

Fehlentscheidung

Die letzte Bundestagswahl war eine krasse Fehlentscheidung der Wähler. Das kristallisiert sich immer mehr heraus. Die Koaltionsregierung veranstaltet ein Schmierentheater sondergleichen und ist einer seriösen Regierung nicht würdig. Und da stellen die sich hin und behaupten, die Erfolge würden uns nicht richtig verkauft werden. Ich frage mich, welche Erfolge? Bis jetzt haben die doch noch überhaupt nichts auf die Reihe bekommen.

Und nun wird zu allem Überfluss darüber nachgedacht, wie man denen, die eh schon nichts haben, noch mehr wegnehmen kann. HartzIV-Empfänger und Behinderte sollen geschröpft werden während man den Hoteliers einen Teil der Mehrwertsteuer erlassen hat. Die sogenannte Gesundheitsreform, die keine ist weil es sich nur um eine Beitragserhöhung handelt, belastet auch nur die, die wenig haben. Die Gutsituierten haben Geld im Überfluss und merken eine Beitragserhöhung kaum. Bei denen ist doch viel mehr zu holen. Sie würden ihr Konsumverhalten doch nicht ändern müssen. Sie können sich trotz einer Flugabgabe ihre Urlaubsreisen leisten, was Arbeitslose sowieso nicht können.

Sparen am falschen Ende nennt man sowas. Wer wenig hat kann nichts ausgeben. Das Geld fehlt dem Einzelhandel was wiederum bedeutet, dass der Staat weniger Steuern einnimmt und Arbeitnehmer entlassen werden müssen, die dann wieder dem Staat zur Last fallen usw usw – eine Spirale ohne Ende. Und am Ende gibt es keine Menschen mehr, die das Kaufen können, was in den Fabriken produziert wird.

Leute, was habt ihr da nur gewählt?!

Ich wundere mich, dass hier niemand dazu aufruft, auf die Strasse zu gehen. Während in anderen europäischen Landern gestreikt wird und es Massendemonstrationen gibt, wird hier alles geschluckt, was der Sauhaufen in Berlin bechliesst. Das Volk kuscht. Die Verbände und Gewerkschaften sind in der Versenkung verschwunden. Und die in Berlin können ungestört das machen, was die Lobbyisten wollen. Der Sauhaufen in Berlin gehört zum Teufel gejagt!

Abgeschaltet

Es war nur eine Übernachtung in Tecklenburg. Wir waren weniger als 24 Stunden dort. Und doch war es wie Urlaub. Ich konnte total abschalten. Ich konnte trotz eines fremden Bettes in fremder Umgebung phantastisch schlafen. Job und Unfall – kein Gedanke an diese Dinge. Ich war einfach für ein paar Stunden ganz weit weg. Einen ganz grossen Anteil daran haben sicher meine Lieben, Oliver, Sabrina und Bernd. Ihr seid toll!