
Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen
Heute war Sommer

Heute, am 27. Juli anno 2011 fand der Sommer statt. Wir haben heute Abend gegrillt. Und in der Hamburger City sassen heute Mittag 2 Damen, vermutlich aus Japan, im Wartehäuschen unter einem Regenschirm, der ihnen als Sonnenschutz diente, wohl um ihnen die vornehme Blässe zu erhalten.
Bad statt Terrasse
Lohnt es, über das Sommerwetter hier bei uns noch Worte zu verliergen? Eigentlich nicht, wir können es eh nicht ändern, wir müssen das Beste daraus machen.
Und so nahm ich eben ein Kräuerbad „Lavendel“, ein Badepulver von Dresdner Essenz. Auf der Terrasse zu sitzen am duftendenden Lavendstrauch war nähmlich nicht möglich.
Das Badepulver ist übrigens eine der Gaben von Lutz und Tommy, die sie uns anlässlich ihres Besuches bei uns im vorigen Monat mitgebracht haben. Eine gute Wahl. Wir werden uns mal im einschlägigen Fachhandel danach umschauen. Zur Not gibt Dresdner Essenzen ja auch einen Onlineshop.
Entsetzt
Entsetzt, sprachlos, traurig – es gibt viele Worte, um das auszudrücken, was in Oslo geschehen ist – und doch kann man das Geschehene nicht mit einem Wort beschreiben.
Bereits die erste Nachricht von der Bombenexplosion, die mich über eine Sondermeldung des Radiosenders erreichte, machte mich betroffen. Ein Anschlag in Oslo? Das kann doch gar nicht sein!
Nach und nach wurde das Ausmass bekannt und später kam dann noch die Meldung dazu, dass etwa 80 junge Leute in einem Jugendcamp erschossen worden sind, eine Tat, die einfach unvorstellbar ist. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was da vorsichgegangen ist, wie die jungen Leute versucht haben, zu flüchten. Es muss die Hölle gewesen sein.
Inzwischen gibt es ein paar Informationen über den Täter: „rechts, nationalistisch, christlich-fundamental“, eine im wahrsten Sinn des Wortes „brisante“ Mischung!
Oslo kann überall sein! Rechte Gruppierungen gibt es auch bei uns und „christlich-fundamentale“ auch, wie gerade die Diskussion der letzten Tage bei HL-live beweist.
Ein Herr Parheim ist dort der Meinung, die Landeskirchen sollten sich auf die urchristlichen Wurzeln zurückbesinnen! So eine Meinung ist christlich-fundamental! Wie gesagt – Oslo kann überall sein. Attentate und Diskussionen im Internet unter dem christlichen Deckmantel sind Kreuzzüge mit modernen Mitteln.
Der Norwegischen Nation, den Angehörigen und Freunden der Opfer gilt mein Mitgefühl.
Homosexualität und Kirche
Oder sollte man sagen: Kirche und Homosexualität?
Worum geht es?:
In Lübeck findet am kommenden Wochenende der kleine aber feine diesjähre CSD statt, an dem wir aus terminlichen Gründen leider nicht teilnehmen können.
Anlässlich des CSD gibt es auf der Newseite HL-live bislang 4 Veröffentlichungen. Da ich mich meiner alten Heimatstadt noch immer sehr verbunden fühle, lese ich regelmässig auf dieser Seite.
Im ersten Beitrag zum CSD wird erwähnt, dass eine Lübecker Kirchengemeinde zum CSD einen Gottesdienst abhält. Und das ist auch gut so! Aber dies gefällt einem Leser von HL-live nicht besonders, will sagen, es gefällt ihm ganz und gar nicht. Weil nämlich, wie Herr Parheim behauptet, in der Bibel Homosexualität nicht vorgesehen ist. Aber der Herr Parheim hat natürlich nichts gegen Homosexuelle und kennt auch welche – das, was eben alle sagen, die mit Homosexualität nicht klarkommen.
Nun gibt es wegen dieser ablehnenden Haltung zu eben diesem Gottesdienst und zur Homosexualtiät eine rege Debatte per Kommentarfunktion. An dieser Diskussion habe ich mich lebhaft beteiligt.
Ich möchte den interessierten Lesern diese Debatte nicht enthalten um aufzuzeigen, dass Homosexualität durchaus noch nicht von allen Menschen toleriert wird, und zwar wieder mal unter dem Deckmantel der Kirche bzw. der Bibel. Hier nochmal der Link.
Ich verstehe nicht, warum es in der heutigen aufgeklärten Zeit noch Menschen gibt, die so verbort sind, Schwulen und Lesben ihren Glauben an Gott und ihre Mitgliedschaft in der Kirche vorenthalten zu wollen.
Wie gut und wohltuend lesen sich da die Worte von Pastor Stahlschmidt der Auferstehungsgmeinde in Lübeck, nachzulesen hier.
Weitere Artikel zum CSD in Lübeck, die aber mit dem Thema Kirche nichts zu tun haben
hier und
hier
Nachtrag:
Leider wurden die Kommentare bei den Beiträgen auf HL-live inzwischen gelöscht.
Die groteskeste Begründung von Herrn Parheim, warum er gegen den Gottesdient ist: Auf so einem Gottesdienst würde die Homosexualität gefördert. Wenn diese Aussage nicht so krank wäre, wäre es zum Lachen.
Warum nur …
… hat Frau Merkel ausdrücklich betont, dass die Ersparnisse der Bundesdeutschen Bürger sicher seien. Als erstes fiel mir dazu ein „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Na ja, wir wissen ja alle, was dann wenig später passiert ist.
In diesem Zusammenhang habe ich heute bei Quilt-Traum folgendes gefunden (Eine Kolumne von Harald Martenstein aus dem Berliner Tagesspiegel):
Ein Staatsbankrott beginnt immer – immer! – damit, dass die Regierung erklärt, die Lage sei keineswegs besorgniserregend. Man habe alles im Griff, im Gegensatz zu gewissen Nachbarländern. Die Bundeskanzlerin sagt, die Spareinlagen der Sparer seien sicher, sie selber gebe ihr persönliches Ehrenwort. Kurz darauf schließen die Banken.
Die Bankangestellten montieren dicke Stahlplatten vor die Türen und Fenster der Bank, Telefone und Geldautomaten werden abgestellt. Die Leute sind natürlich stocksauer und rennen an ihre Computer, vielleicht geht noch Internetbanking. Im Internet sehen sie, dass ihre Konten in einer anderen Währung geführt werden als bisher.
Die Regierung hat, über Nacht, neben dem Euro wieder die D-Mark eingeführt und noch dazu den Taler, irre, den Taler hatte keiner mehr auf der Rechnung. Ein Konto, auf dem gestern 955 Euro waren, meldet nun den Kontostand „drei Taler, vier Kreuzer“. Abheben kann man die Taler aber auch nicht. Das macht die Leute nun wirklich wütend, die Stimmung ist im Keller.
Die Bundeskanzlerin besteigt einen Hubschrauber und verlässt das Land, telefonisch lässt sie mitteilen, dass ihr das Ganze furchtbar leidtut. Das sei alles auch aus ihrer Sicht nicht optimal gelaufen.
In den folgenden zehn Tagen gibt es fünf Bundeskanzler. Jede Partei kommt mal dran. Nach kurzem Check der Staatsfinanzen treten alle Kanzler sofort wieder zurück. Bankkonten werden abgeschafft. Es gibt sie nicht mehr. Wozu auch? Immerhin muss niemand mehr Steuern zahlen. Die Leute versuchen, mit Äxten und Schneidbrennern die Banken aufzubrechen. Sie schaffen es nicht. Irgendwann bekommen die Leute Hunger, auch Durst, sie plündern die Supermärkte. Wie heißt noch gleich das Sprichwort? Durst ist schlimmer als Heimweh. Das Plündern als solches geht einfach, die Polizei macht sogar mit. Endlich funktioniert mal was.
Weiter geht es hier.
KatzenfreundIn?

Dampfeisbrecher Elbe

Der Dampfeisbrecher „Elbe“ geriet mir vor ein paar Tagen ins Visier. Dampfeisbrecher? Und das Ding fährt auch noch? Kann man da mitfahren? Ja, man kann. Und kurzzeitig überlegte ich, ob wir heute die Teilstrecke von Hamburg nach Lauenburg mitfahren sollten. Aber die Bequemlichkeit siegte. Wir hätten nämlich erst mit Bus und S-Bahn nach Hamburg fahren müssen und später dann mit dem Bus von Lauenburg nach Geesthacht. Und ausserdem (Ausrede!): Das Wetter in den vergangenen Tagen lud ja nun nicht unbedingt dazu ein, eine Schifffahrt auf der Elbe zu unternehmen.
Aber sehen wollte ich das Ding. Aber wann würde es Geesthacht passieren? Nun, anhand des Fahrplans war es nicht so schwer, den ungefähren Zeitpunkt herauszufinden. Wie gesagt, „ungefähr“. Bei der Schifffahrt gibt es nämlich keine Garantie, dass eine Fahrzeit auch eingehalten wird. Besonders auf der Elbe können die Tide (auf der Unterelbe) und die Fliessgeschwindigkeit (auf der Oberelbe) einem Schiff ganz schön zusetzen.
Ich rechnete mir aus, dass der Dampfeisbrecher gegen 15:30 Uhr (plus/minus) Geesthacht passieren müsste. Bei 15:00 Uhr rum setzten wir uns unten am Anleger auf eine Bank in der Sonne, liessen uns den warmen Südwind um die Nasen wehen und lauschten den kleinen Wellen auf dem grossen Strom.


Dann, exakt 15:25 Uhr war es, tauche der Dampfeisbrecher „Elbe“ im Schleusenkanal auf um sich in den Verlauf der Elbe einzufädeln. Aus dem schlanken langen Schornstein quoll eine schwefelige Rauchwolke, der Eisbrecher zog an uns vorbei während einige Fahrgäste den am Anleger stehenden Passanten zuwinkten.

Ich machte ein paar Aufnahmen (siehe auch der neue Header) während die „Elbe“ ihre Etappe nach Lauenburg – auf dem Weg von Hamburg nach Lübeck durch den Elbe-Lübeck-Kanal – fortsetzte.
Es reicht!
Diesen Titel habe ich gewiss schon öfter für dieses Blog benutzt und den wird es wohl auch nöch des öfteren geben.
Was ist los? Was reicht mir? Das Wetter! Das Wetter ist doch einfach scheisse für einen Sommer. Ja, scheisse, ich schreibe das so brutal und drastisch und ohne Pünktchen weil es die Wahrheit ist. Scheisse, einfach nur scheisse!
Es überkam mich heute morgen während der ca. 20 Minuten, die wir morgens im Wintergarten sitzen. Das Thermometer zeigt 14 Grad Aussentemperatur, es nieselt ausnahmsweise mal nur statt kräftig zu regnen, es weht, der Himmel besteht aus einer einzigen grauen Wolkenmasse ohne dass auch nur Nuancen von Farbabweichungen zu erkennen sind.
Und die Vorhersage für die nächsten Tage ist auch nicht besser. Das ist doch scheisse!
Ein Kleinod
Da ist mir ein Weblog sozusagen vor die Füsse gefallen aufgrund eines Kommentars der Herausgeberin. Dank ein wenig Freiraum war es mir vergönnt, mich während der Arbeitszeit etwas näher umzusehen. Fazit: Ich mochte eigentlich gar nicht wieder aufhören, darin zu blättern und zu lesen.
Eine hübsche Frau, die 1/2 Million bei Herrn Jauch abgeräumt hat, begibt sich auf ihre ganz persönliche Traumreise. Toll geschrieben, gespickt mit tollen Fotos, ist das Weblog einfach nur fesselnd. Schaut doch mal rein bei Vor mir die Welt
