
Eine Ausgangssperre gibt es zurzeit bei uns noch nicht, aber wenn man durch die Einkaufsstraße geht, sieht es so aus als wäre eine angeordnet worden. Wir wollten also mal gucken, was so los ist. Man sieht, es war kein Risiko. Es gab große räumliche Distanzen zwischen den Personen, die aus uns unbekannten Gründen durch die Einkaufsstraße gingen.
Allerdings gab es zwei Grüppchen, wo ich mich fragte, ob das denn nun so sein müsse, wie die zusammenhingen. Gruppe 1 bestand aus 3 Personen, ein südländischer junger Mann und zwei südländische junge Frauen, zu erkennen am Aussehen und an der Sprache. Die beiden Frauen hingen dem Mann ziemlich dicht auf der Pelle, fast mit Körperkontakt.
Gruppe 2 stand vor einem Bäckerladen. Die Bäckereifachverkäuferin stand davor und rauchte, umringt von 2 oder 3 anderen Frauen. Man unterhielt sich. Auch hier wurde der Sicherheitsabstand nicht eingehalten.
Wir waren wirklich sehr weit von beiden Gruppen entfernt, es bestand kein Risiko für uns.
Morgen müssen wir wichtige Unterlagen auf den Postweg bringen. Vermutlich werden wir einen Spaziergang an der Elbe entlang zum Supermarkt unseres Vertrauens machen. Bei der dortigen Postannahmestelle besteht die Möglichkeit, große Abstände einzuhalten. Unsere „Dorfpost“ ist doch sehr beengt. Mit unserem Spaziergang verschaffen wir uns ein wenig Bewegung, ohne anderen Menschen auf dem Weg zu nahe kommen zu müssen.