Das war heftig!


Gestern wurde vor heftigem Unwetter mit Gewitter und starken Sturmboen gewarnt. Meistens lässt das Unwetter die kleine Stadt an der Elbe rechts oder links liegen. Gestern hat uns aber der Sturm getroffen. Gewittert hat es hier auch, das war aber eher zu vernachlässigen.

Gegen 19 Uhr klingelte es an der Wohnungstür. Der Nachbar aus dem EG meldete, dass eine unserer Pflanzen in seinen Garten geweht sei. Es konnte sich nur um eine Pflanze handeln, die einen wirklich exponierten Platz hat, bzw. hatte.

Trotz des Regens bargen wir die Pflanze und brachten sie wieder rauf. Es gab dann eine Managemententscheidung: Sie wird entsorgt, denn der Wuchs ist nicht mehr hübsch. Und wie es aussieht, kriegt man das auch nicht mehr zurechtgeschnibbelt.

Das Pflanzgefäss ist nicht gerade klein, es passt viel Erde rein. Die Pflanze selbst, ein Schattenglöckchen Carnaval, hat ja auch Gewicht, bietet aber natürlich eine grosse Angriffsfläche. Ich vermute, eine Boe hat das Pflanzensemble umgeweht, der Ballast im Kübel war wohl nicht ausreichend. Die nächste Boe hat das Ganze dann über die Kante gerollt.

Ich ging schon ein paar Wochen mit dem Gedanken schwanger, den Strauch zu entsorgen. Er sieht wirklich nicht mehr ansehnlich aus. Ich tu mich aber immer schwer damit, lebende Pflanzen zu zerkleinern. Ab und zu hatte ich schon mal dran rumgeschnibbelt, aber es wurde nicht hübscher. Jetzt ist der Zeitpunkt für was neues gekommen.

4 Gedanken zu „Das war heftig!

  1. Trulla

    Die Vorstellung, was alles hätte passieren können, lässt mich schaudern.
    Da seid ihr (und vor allem wohl die Nachbarn) mit dem Schrecken davongekommen.

    Ich schätze, euer nächster Einkauf wird in einen Baumarkt führen, um alle außen stehenden Kübel sturmfest zu sichern. Nicht immer ist das Schicksal so gnädig.

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    1. Hans-Georg

      Bei dem Unwetter ist niemand draussen gewesen.
      Inzwischen haben wir die Ursache herausgefunden: Der Boden war, trotz giessens der Pflanze, sehr trocken. Deshalb war der Kübel ganz leicht, es fehlte also Ballastgewicht. Die Angriffsfläche des Strauches hat dem Sturm die Möglichkeit gegeben, das Ding umzuwerfen.

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  2. Der Wilhelm

    Da hat es bei Euch dann wohl deutlich heftiger gerummst als bei uns, eigentlich nur an paar Kilometer weiter die Elbe runter.
    Und mal gut, dass alles gut gegangen (und sogar der Topf ganz(?) geblieben) ist.
    Dass Du die Pflanze nicht mehr leiden magst, kann ich allerdings trotzdem nachvollziehen. Da gilt wohl auch, dass „viel abgeschnitten immer noch zu kurz“ ist. 😉

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    1. Hans-Georg

      Es hat jedenfalls äusserst heftig geboet. Ich hatte vermutet, am nächsten Tag über umgefallene Bäume, Zugausfälle usw. zu lesen, aber es ist wohl nichts passiert. Das Nachbarland Meck-Pom hat es wohl intensiver getroffen.
      Ich habe den Busch untenrum erstmal ausgedünnt. Sieht jetzt wieder halbwegs gut aus. Die Windangriffsfläche ist dadurch reduziert. Habe noch ordentlich Erde aufgefüllt und jetzt wird vorsichtig gewässert, nicht dass das Wasser gleich wieder rausläuft.
      Wir gucken uns das Gewächst jetzt mal ’ne Weile an und entscheiden später, ob es ersetzt wird. Im Sommer ist ja auch keine Pflanzzeit.

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