War für ein Wetter! Gestern hatte ich ja Glück. Gleich nach dem Aufstehen ging ich zum Wochenmarkt, wir brauchten grünen Spargel, wir hatten uns nämlich in den Kopf gesetzt, dieses Gericht zu essen. Und da die Spargelsaison sich dem Ende nähert, war es Zeit, sich die grünen Stangen zu besorgen. So lange ich unterwegs war, war es jedenfallst trocken.
Das Wetter wurde dann auch nicht wirklich gut. Regenschauer, Sturmboen, sekundenlange Sonnenstrahlen, nee, das ist nicht mein Wetter. Sehnsüchtig schaute ich von drinnen auf die nasse Sitzgarnitur auf der Terrasse.
Heute sieht es nicht besser aus, ausser, dass es nicht so stürmisch ist. Der Gatte sagte gerade, dass es heller würde. Kaum hatte er es ausgesprochen, fielen wieder Regentropfen.

Vom letzten Wochenende stand noch der schwere gusseiserne Schmortopf in der Küche. Er wird sonst im Keller geparkt. Der Anblick lud dazu ein, heute mal wieder Rouladen zu machen. Der Sommer ist ja eigentlich keine Rouladenzeit, jedenfalls nicht bei uns. Die gehören im Herbst und Winter gegessen. Aber gut, das Wetter passt ja gerade.
Morgen muss ich den schweren Topf dann von den Rückständen befreien, ist eine doofe Arbeit, denn in die Spülmaschine darf der nicht. Das nächste Wochenende verspricht ein heisses zu werden. Der Topf darf dann jetzt, hoffentlich bis zum Herbst, in den Keller.

Gerade jetzt haben wir Sekundensonne, der Gatte äussert sich: Es wird wieder heller. Währenddessen sehe ich durch das Fenster in seinem Rücken die nächsten Regenwolken auf uns zutreiben. So wird das wohl den ganzen Tag bleiben, ein idealer Tag für ein wenig Wellness und ein Wannenbad während die Rouladen im Ofen garen.
