Auch mal ’n Bier


Wir sind ja die absoluten Weintrinker. Unser Keller ist immer gut gefüllt. Eine einzelne Flasche wird nur zu Probierzwecken gekauft. Wer hat schon 6 oder gar 12 Flaschen im Vorrat, die er gar nicht mag?!

Allerdings trinken wir auch ab und zu gern mal ein Bier. Meist haben wir gar kein Bier im Haus. Es wird nur gekauft, wenn wir Besuch erwarten. Selten kaufen wir für uns selbst Bier. Wein hat absoluten Vorrang. Und wenn wir Bier kaufen, muss es ein Bier sein, welches aus dem Rahmen fällt. Nicht irgendein Konsumbier, nein, es muss schon was besonderes sein, jedenfalls für uns Nichtbiertrinker.

Liebendgern trinken wir z.B. Duckstein Rotblond, ein Bier, welches eher nicht bis selten in Ballonseide und Doppelripp auf dem heimischen Sofa vor der Glotze getrunken wird. Kürzlich, am Vorabend der Taufe unserer jüngsten Enkelin, entdeckten wir Grevensteiner, ein naturtrübes süffiges Landbier. Da es uns so gut mundete, schaute ich nach der Rückkehr ist mal nach der Homepage und dort nach einem Händlernachweis. Und siehe da, Grevensteiner gibt’s auch in Geesthacht.

Vor kurzem brachte ich mal 2 Flaschen (wie üppig) aus einem Getränkemarkt mit, in dem ich mal nach dem Bier gesucht hatte. Ich hätte auch mehr genommen, aber es gab scheinbar nur Einzelflaschen. Grevensteiner soll es angeblich auch im Supermarkt unserers Vertrauens geben, in dem wir uns regelmäßig verbevorraten. Endlich dachte ich mal daran, mich auch dort mal umzuschauen. Und siehe da, es läuft derzeit eine Werbeaktion: 5 x 0,5 Liter plus 1 Originalglas in einem Pack. Interessant! Genau gegenüber gab es ein 4er-Pack ohne Glas, welches, verglichen mit dem Literpreis, erheblich preiswerter war. Unschlüssig stand ich davor. Also wenn schon, dann bräuchte ich 2 Packungen mit dem Glas, wir möchten dann ja auch jeder ein solches Glas wenn wir schon mal Bier trinken. Nach langem Zögern entschloss ich mich, die teurere Variante zu kaufen. Mein Mann war begeistert als ich ihm davon berichtete. Hach, alles richtig gemacht!

Wenn wir allerdings Gäste erwarten, müssen wir uns überlegen, was wir anbieten. Die meisten trinken eh auch Wein, aber ein paar Biertrinker sind auch dabei. Und wenn wir Grevensteiner anbieten, ist die Frage: Welches Glas? Entweder ein paar Originalgläser dazukaufen, wenn man die denn einzeln auch bekommt (wir haben ja auch noch überhaupt keine Gläser). Oder unsere normalen Biergläser nehmen. Oder Duckstein kaufen, für dieses Bier haben wir ja schon ein paar Gläser im Schrank. Biertrinken kann ja soooo kompliziert sein.

11 Gedanken zu „Auch mal ’n Bier

  1. Silberlady

    Bei uns hier gibt es ein Bier…dunkel….und sooooooooooooooooooo gut…wollt Ihr mal eines kosten???
    Dann zieht Ihr um….ja…bestimmt.
    Abendgruß von der Silberlady

    Antworten
  2. karin

    stellt sich für mich die frage, wie erkennt man ein besonderes bier von außen?an der schönen flaschenform, dem etikett? dem preis? muss man sich durchtrinken, bis man zufällig auf ein besonderes trifft? ich bin da optisch und würde tatsächlich nach dem äußeren gehen und dann, wenn verkehrt den rest in den ausguss …., da bin ich natürlich schon öfters falsch gelegen, auch bei büchern, wenn ich nach dem cover entschieden habe oder auch bei wein,
    und sag mir, schmeckt bio-wein besser als normaler? oder ist der geschmack eben nur rebsorten- wetterabhängig, kann man den schwefel beim wein auch weglassen oder ist der immer geschwefelt? ich bin immer nur mittrinker gewesen, jemand anderer hat eingekauft und entschieden was gut schmeckt, aber nun muss ich eigene entscheidungen treffen, grüner veltliner, zweigelt, grauburgunder, mein anfang, mach doch mal vorschläge, einen weinkurs

    Antworten
    1. Hans-Georg

      Moin Karin.
      Bier ist bei uns eher ein Zufallstreffer, wie z.B. das Grevensteiner, welches in dem besagten Restaurant per Flyer auf dem Tisch beworben wurde. Wenn du nach einem Bier suchst, was dir schmecken soll – immer lieber nur 1 Flasche kaufen. Dann wird’s nicht so teuer wenn du es wegschütten musst.
      Das gleiche gilt für Wein.
      Bei Weißwein schmecken uns die Deutschen Sorten am besten. Ich bleibe jetzt mal beim Grauburgunder, eigentlich eine gute Wahl, aber auch da gibt es geschmackliche Unterschiede. Verlass dich nie nie auf die tollen Geschmacksbeschreibungen, immer selbst probieren. Ich würde mir einen Weinhandel in deiner Nähe suchen. Wenn du da sagst, dass du eigentlich keine Ahnung hast, versuchen sie, wenn sie gut sind, aus dir herauszubekommen, was die womöglich schmeckt. Und wenn du da dann auch noch probieren kannst, sind die nicht nur gut sondern auch toll.
      Wir haben hier im Ort ein „Weinladen“. Da wollte ich mal 12 Flaschen kaufen und fragte, ob ich den mal probieren darf. „Wir können hier nicht jede Flasche aufmachen!“ bekam ich zur Antowort. Ich habe mich bedankt und bin gegangen und nach Seevetal gefahren, zu Rindchens Weinkontor, eine nicht unerhebliche Strecke für 12 Flaschen Wein! Klar war, dass ich einen Weißwein zum Spargel brauchte, der nicht allzu teuer sein sollte. Mir wurde was empfohlen worauf ich fragte, ob ich den auch probieren könnte. Die Antwort : „Bei uns können sie JEDEN Wein propieren!“ Die ziehen sogar eine neue Flasche auf wenn es gerade keine angebrochene gibt. Rindchen gibt es überall hier: https://www.rindchen.de/kontore
      Sicher gibt es auch andere ähnliche Händler. Soweit ich weiß ist Rindchen der einzige in der Nähe. Inzwischen gibt es auch ein Kontor in Lüneburg, welches uns am nächsten ist. Dazu kannst du hier mal lesen, was ich mal geschrieben habe: https://queergedacht.de/2014/08/wein-aus-dem-kontor/

      Antworten
      1. Anne

        Hallo Hans-Georg,
        Rindchen kenne ich nicht, wohl aber http://www.jacques.de Auch hier kann man jede Flasche probieren und sie haben aus aller Welt, nicht nur französische.
        Für euch ist Straßburg vielleicht etwas weit, aber schon allein der Stadt wegen unbedingt eine Reise wert: die Weinmesse der „Vereinigung unabhängiger Winzer“ (ich liebe dieses Paradoxon 😃) http://www.vigneron-independant.com
        An einem Wochenende im Februar stehen dort ca. 500 Probiertische von Kleinwinzern (keine Genossenschaften) aus ganz Frankreich – und vor jedem ein Eimer für Reste im Glas, sonst überlebt man das nicht 😉 Wir gehen eher zufällig vor, probieren an 5-6 Ständen aus Regionen, die uns interessieren. So fand ich mal einen schönen, günstigen Champagner für ein Familienfest. Was mir besonders gefällt ist, dass man direkt in die Hand zahlt, die sich nach der Traube gebückt hat und deren Freude übers Selbstgeschaffene spürt.

        Antworten
        1. Hans-Georg

          Hallo Anne!
          Vielen Dank für deine Hinweise. Ja, Jacques kenne ich auch. Ich habe immer überlegt, wie der Name noch ist, kam aber nicht drauf. Früher mal waren die recht breit gestreut, jedenfalls in Hamburg. Vielleicht findet Karin ja auch ein Depot in ihrer Nähe.
          Einladungen zu Weinmessen bekomme ich auch immer. Man sollte aber schon eine ziemlich genaue Vorstellung von dem haben, was man will und was man mag. Andernfalls geht man verwirrt wieder nach Hause und hat womöglich was bestellt, bei dem man hinterher feststellt, das es gar nicht mein Geschmack ist. Man muss sich halt Zeit nehmen und sich nicht besabbeln lassen, wie es leider auf vielen Haushaltsmessen der Fall ist.
          Wenn man einmal fündig geworden ist, kann man, wenn man nicht mobil ist, online nachbestellen, das auch schon bei einigen Winzern.

          Antworten
          1. Anne

            Das hatte ich vergessen zu erwähnen: In Straßburg kann man flaschen- oder kistenweise sofort mitnehmen, man wird nicht in eine Bestellung hineingeschwätzt. Solche Besabbel-„Messen“ sind mir zuwider.
            Ach, und Bootsfahren kann man auch in der Stadt 😃 http://www.batoramashop.com

  3. karin

    oh danke, rindchen gibt es auch in münchen, das ist toll, nun such ich noch einen autofahrer der gern wein trinkt :), liest hier zufällig eine freundliche seele?
    am liebsten mag ich wein nach dem essen, stück landbrot und etwas käse ….., das fängt gut an das neue jahr, denn eigentlich wollte ich es mit etwas FDH beginnen, aber eigentlich nur

    Antworten
  4. Wolfgang

    Ich bin da ja ganz bei Dir: Fast immer Wein zum ‚guten Abendessen‘ (mit dem ‚guten Porzellan‘ *g*) und Bier nur sehr selten. Eine Ausnahme: Rindsgulasch. Da *muss* es Bier sein! Das passt einfach viel, viel besser dazu.
    Doch wie gesagt, ich bevorzuge eher das Weintscherl. Rot vertrage ich nicht allzugut, obwohl ich ihn total gern mag – so die eher schweren, taninhaltigen.
    Weißwein mögen die Hasen aber auch sehr – da haben wir ja in Österreich wunderbare Exemplare beziehungsweise Rebsorten.

    Wenn es ein sehr langer Abend wird, muss man auf die eiserne Regel achten:
    Ein Glas Wein, ein Glas Wasser.
    Die Gläser sollten halt schon gleich groß sein… *LOL*

    Stößchen in den Norden! 🙂

    Antworten
    1. Hans-Georg

      Oooch, zum Rindsgulasch trinken wir auch gern einen Roten.
      Wenn’s Klotzfisch und Kartoffelpü gibt, dann trinken wir lieber ein Bier. Ein Weißer tut’s aber auch.
      Vom Rotling kann ich eine ganze Flasche allein trinken, ohne Wasser, und es fehlt mir nichts danach. Muss ein toller Wein sein.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.