Bei Paddy im Pub

Natürlich waren wir gestern nicht zum Tanztee. Aber es ging immerhin ums Tanzen bei der Veranstalung, die wir gestern besucht haben: Irish Celtic.

Wer kennt sie nicht, die Shows von Riverdance und Lord of the Dance?! Riverdance hatten wir uns, es ist schon ein paar Jährchen her, mehrmals angeschaut. Auch Lord of the Dance hatten wir gesehen. Ziemlich beeindruckende Shows, Irisher Steptanz mit einer unglaublichen Perfektion auf die Bühne gebracht, ziemlich uniformiert.

Wie anders ist da doch die Show Irish Celtic: Sie spielt im Pub von Paddy, der mit launigen Worten durch die Show führt. Es wird getanzt, gestept und gesungen. Ob gewollt oder ungewollt – die Tänzer und Tänzerinnen agieren nicht so perfekt in ihrer Haltung. Dadurch wirkt diese Show natürlicher und volkstümlicher als die grossen Darbietungen von Riverdance.

Paddy erzählte natürlich auch ein paar historische Dinge über Irland, über Hunger, Landschaften, über das Leben im Pub und den Tanz. Kurz vor der Pause erwähnte er auch das Unlück der Titanic, bei dem viele Irishe Auswanderer ums Leben kamen weil sie in der 3. Klasse, tief unten im Bauch des Schiffes, keine Chance hatten, der Katastrophe zu entkommen. Und ich saß da, emotional ziemlich berührt, mit Pipi in den Augen während die Truppe auf der Bühne dem Untergang entgegentanzte.

Durch einen roten Faden wird die Show zu einer kleinen Geschichte damit die Tanz- und Gesangsdarbietungen nicht nur eine Aneinanderreihung von Musik ist, sehr kurzweilig. Die Zeit verging wie im Flug. Gern hätten wir noch länger zuschauen und zuhören können.

6 Gedanken zu „Bei Paddy im Pub

  1. Gerrit

    Jungs, ihr müsst unbedingt „Mrs Brown’s Boys“ schauen… das würde euch bestimmt auch gefallen, auch wenn da nicht getanzt wird. Aber die Serie zeigt das heutige Irland mit seinen typischen Mammys in liebevoll überzeichneter Form.

    Die Episoden „Buckin‘ Mammy“ und „Who’s a Pretty Mammy?“ sind auch bei YouTube zu finden. 🙂

    Antworten
  2. anne

    Auf einer meiner Irlandreisen war ich auch in Cobh.
    Cobh ist eine Hafenstadt im Süden von Irland bei Cork. Die Titanic legte hier am 11. April 1912 an. Es war ihr letzter Stop vor dem tragischen Unglück. Heute gibt es dort ein ErinnerungsCenter. Als ich dort war, konnte man das Hotel und den Pub besuchen, indem die Passagiere der 1.Klasse die Nacht verbracht haben.
    Auch der hölzerne Landungssteg an dem die Titanic festgemacht hatte ist noch teilweise erhalten.
    Da hat man dann doch einen kleinen Kloß im Hals…

    Diese ganzen Shows sind ja sicherlich sehr unterhaltsam – haben aber mit dem Irland von heute nicht viel zu tun 😉
    Auf meinen 15 Reisen durch ganz Irland habe ich nicht eine dieser Tanztruppen „einfach mal so“ in einem Pub gesehen. Die traten auch dort nur bei Veranstaltungen und gegen cash auf 😉
    aber egal, mitreissend ist die Musik allemal und in abgelegenen Gegenden wie Connemara od. Donegal findet man dann auch doch noch autentische Sänger in den Singing Pubs .
    Slán agaibh !

    Antworten
    1. Hans-Georg

      Dass das, was uns da als Irishe Folklore verkauft wird, das ist nicht ist, ist wohl klar. Wer nie dort gewesen ist, wird es auch nicht wissen. Diese Show komm aber sehr viel autentischer rüber als die grossen bekannten Shows.
      Tja, die Titanic! Wir haben vor ein paar Jahren eine Ausstellung in der Speicherstadt gesehen, die mich nicht sehr berührt hat. Inwzischen gibt es wohl eine neue Wanderausstellung, die ich mir gern anschauen würde wenn sie mal in die Nähe kommen sollte.

      Antworten
  3. Inge

    Hallo Hans-Georg,
    ein tolles Erlebnis war das sicherlich für euch. Finde ich prima, dass ihr euch sowas anschaut. Macht weiter so, sonst ist das eines Tages zu spät dafür.
    Gruß von Inge

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.