Archiv der Kategorie: Wetter

August 2017


Der Monat August ist in meiner Erinnerung der heißeste Monat des Jahres schlechthin. Eine meiner Großmütter hatte im August Geburtstag und meine ehemalige Schwiegermutter auch. Ich erinnere mich daran, dass die Geburtstage jeweils in eine ganz heiße Zeit fielen. Mein lieber Mann hat auch im August Geburtstag, aber mit dem habe ich schon seit 20 Jahren eine heiße Zeit, das zählt nicht.

Der August 2017 spotted dem Begriff „Sommer“ jeder Beschreibung. Gut, als Rentier kann ich die Zeit ausnutzen wenn das Wetter mal so ist, dass ich auf der Terrasse sitzen kann, deshalb kann ich mich nicht so richtig beschweren. Aber Abende lange draußen sitzen, in den Himmel gucken und nach den langsam aufgehenden Sternen ausschau halten oder nach Satelliten, die hell ihre Bahn am Himmel ziehen, dafür ist dieser Augst, wie der ganze Sommer 2017, nicht gemacht, jedenfalls nicht hier im Norden.

Kürzlich musste ich nun sogar feststellen, dass trotz der vielen Regentage das Laub rund um das Elbe-Penthouse langsam schon gelb wird. Es ist erstaunlich weil das sonst nur nach Perioden mit langer Trockenheit geschieht. Dieser Baum im Hintergrund, es handelt sich um eine Pappel, ist zwar immer sehr früh dran, aber wie unschwer zu erkennen ist, beginnt sich auch das Laub der Pappel im Vordergrund rechts bereits zu verfärben. Der Herbst kommt!

Sommer?


Das erste Getreide ist geerntet. Eigentlich sollten die Stoppelefelder wie gold in der Sonne glänzen. Stattdessen hängen dunkle Wolken am Himmel. Heute regnet es seit Stunden. Statt hier im Blog zu schreiben würde ich lieber auf unserer Terrasse sitzen und lesen und dem Gezwitscher der Vögel und dem Plätschern des Brunnens lauschen. Heute lausche ich nur den Regentropfen, die gegen die Fensterscheibe und auf das Oberlicht im Bad prasseln – Sommer in Norddeutschland, man kennt das.

Zum Glück bin ich in der Lage, spontan auf das Wetter reagieren zu können. Wenn die Sonne scheint gehe ich raus, ein Espresso dabei, vielleicht ein Gläschen Rum dazu oder Brandy. Wer allerdings während der Woche arbeiten muss, wenn vermutlich die Sonne scheint, und sich auf das Wochenende freut, ärgert sich, wenn es in seiner Freizeit regnet. Das ging mir früher auch so. Aber aus dem Alter bin ich raus.

Da ich flexibel bin, finde ich diesen Sommer nicht schlimmer als alle anderen – weil ich die guten Stunden ausnutzen kann. Warm ist es ja ohnehin. Heute gibt es eben mal einen warmen Regen. Leider ist die Wettervorhersage für die nächsten Tage nicht sehr positiv. Wer es kann sollte deshalb die trockenen Stunden ausnutzen.

Für das aktuelle Wetter, was Regen betrifft, kann ich die App „Rain Today“ sehr empfehlen. Es lässt sich ein Alarm einstellen, der anzeigt, wann mit dem Beginn des Regens zu rechnen ist. Ebenso kann man ablesen, wann der Regen aufhören wird. Das Regenradar bei „Rain Toay“ lässt sich regional sehr genau heranzoomen. Ein tolles Teil, welches man aber eigentlich lieber gar nicht benutzen möchte.

Ein Sommerabend

Aufgrund der etwas unsicheren Wettervorhersage für heute, beschlossen wir, bereits gestern, am Samstagabend zu grillen. Nach wie vor kann es ab heute Mittag Gewitter geben. Das Regenradar zeigt ein schmales Regengebiet. Wenn es durchgezogen ist, soll wieder die Sonne scheinen – aber man weiß ja nie. Egal, was nun auch passiert heute – wir hatten einen wunderschönen Sommerabend auf unserer Terrasse mit einem Sternenhimmel über uns, an dem wir Flugzeuge und Satelliten ziehen sehen konnten.

Solche Abende sind selten hier im Norden Deutschlands. Meistens wird es irgendwann doch frisch und man möchte unter die Bettdecke kriechen. Aber gestern war so, dass wir gar nicht schlafengehen wollten. Wir wollten es einfach nur ausnutzen, lange draußen sitzen zu können, umgeben von der romantischen Illumination unserer Terrasse und eingelullt vom Plätschern des Brunnens.

Uns wurde mal wieder bewusst, wie gut es uns geht, wofür wir sehr sehr dankbar sind.

Wie geht es weiter?

Ohne Frage hatten wir in dieser Saison schon mehr Winter als im vorigen Jahr. Während 2015 Weihnachten noch die Fuchsien blühten, war 2016 alles weggefroren. Vor einem Jahr wagte ich die Prognose, dass es das nun war mit dem Winter – und ich alter Wetterfrosch sollte recht behalten. Nicht mal mehr Schneefall hatten wir hier im Norden – glücklicherweise.

Meine Prognose für den diesjährigen Restwinter:
Ab und zu noch mal Frost, aber nicht so heftig, vermutlich noch mal Schnee. Aber einen richtigen strengen Winter werden wir hier nicht mehr bekommen.

Ich habe mal die beiden, zeitlich fast identischen, Grafiken von Wetteronline gegenübergestellt. Die Linke Grafik zeigt die Vorhersage für den Bereich Hamburg vom 21. Januar bis zum 3. Februar 2016. Rechts die Grafik vom 19. Janaur bis zum 1. Februar 2017. Ganz eindeutig ist zu erkennen, dass die vorhergesagten Temperaturen für Ende Januar/Anfang Februar fast identisch sind. Was soll noch großartig passieren? Und wenn ich rund um uns herum das Gezwitscher der Vögel höre, könnte man annehmen, die gefiederten Freunde sind schon im Frühlingsmodus.

Wie wird der Winter?

Oder Wetterfrosch trifft Wetterfee:

Was ist eigentlich „Winter“? Erinnert sich noch jemand daran, was bzw. wie ein „richtiger“ Winter ist? In den vergangenen Jahren fand ein Winter ja eigentlich gar nicht statt. Wenn es hoch kommt, gab es mal 1 cm Schnee, die Temperaturen waren meistens um den Gefrierpunkt, eher darüber. Winter? Pah! Wie ich vor ein paar Tagen in meinem Blog gelesen habe, blühten im vorigen Jahr Weihnachten noch Fuchsien auf unserer Terrasse. Gut, man sagt ja: Wenn die Tage längen fängt es an zu strengen, was so viel bedeutet wie: Es wird erst Winter wenn die Tage wieder länger werden, also im Januar. Und da ist was dran. Meistens ist es auch so. Weiße Weihnachten – das ist ein Märchen, jedenfalls hier im Norden Deutschlands.

Aber wie wird es denn nun in den kommenden Monaten? Wird es mal wieder richtig Winter? Eine Vorhersage ist schwierig. Ich vermute, dass der kommende Winter mehr Winter wird als sonst. Seit Tagen haben wir Ost- bzw. Nordostwind. Die Kälte bekommt bekanntlich aus den östlichen Regionen, nicht nur politisch. Seit ein paar Tagen sichten wir den Eichelhäher auf der Terrasse. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir den im Herbst schon bewundern konnten.

Ein Indikator, ob es einen strengen oder milden Winter gibt, ist ja die Menge von Kastanien oder Eicheln. Gibt es viele davon, soll es einen strengen Winter geben – sagt man. Leider mußte in der Nachbarschaft ein großer Kastanienbaum abgeholzt werden, er war innen morsch. In den letzten Jahren lagen immer recht wenig Kastanien unter dem Baum. Das passt ja zu dieser Wetterregel. Im Park des Heimes, in welchem meine Mutter wohnt, liegen ganz viele Kastanien auf dem Rasen. Sollte das ein Hinweis sein?

Ich sprach kürzlich mit der Wetterfee, meiner Mutter, über den zu erwartenden Winter. Erstaunlich – mit ihren 92 Jahren hat sie sich auch bereits mit dem Thema Winter befasst. Und sie kommt zu dem gleichen Ergebnis wie ich: Wir kriegen dieses Mal mehr Winter als in den Jahren zuvor. In 6 Monaten sind wir schlauer.

Vielleicht das letzte Mal?

In dieser Zeit des Jahres muss man sich fast täglich fragen: War es das für diesen Sommer?

Heute Vormittag bin ich zum Möbelhaus nach Buchholz gefahren um endlich die Stühle für unser neues Esszimmer zu bestellen. Wegen diverser Baustellen auf den Autobahnen und Sperrungen derselben habe ich mir eine Strecke „über die Dörfer“ ausgesucht: Drage – Winsen – Maschen – Hittfeld – Buchholz. Beim Start heute Morgen war es eher kühl mit 15 Grad. OK, ich hätte Sitz- und Nackenheizung anstellen und offen fahren können, aber der Sinn stand mir nicht danach. Ca. 20 km weiter, in Winsen, dort wo die Chinesen ihre Luhe haben, zeigte das Thermometer 17 Grad und die Sonne schien vom dunstigen Himmel. Bei nächster Gelegenheit fuhr ich rechts ran und „machte offen“. Herrlich, aber immer mit dem Hintergedanken: Wie oft noch in dieser Saison?

Auf der Rückfahrt machte ich dann sogar „extrem offen“, d.h. ich fuhr die Seitenscheiben runter. Bei einer Geschwindigkeit von meistens 70 km/h lässt sich das auch bei 22 Grad gut aushalten.

Heute Nachmittag steckte ich die Nase mal raus und testete, wie warm es denn auf der Terrasse ist. Der Wind hatte gedreht auf Süd-West statt Nord-Ost, was bedeutet, dass der Wind relativ warm ist. Flugs holte machte ich es mir auf der Terrasse mit meinem Kindle gemütlich, dazu ein Gläschen Cardenal Mendoza, und das warme Wetter genießen. Das Basilikum neben mir verströmte einen wunderbaren Duft, im Hintergrund plätscherte der Brunnen leise vor sich hin, auf der Terrasse knisterte das trockene Laub im Wind.

Das letzte Mal in dieser Saison? Wer weiß das schon? Wenn man das Glück hat, die Gelegenheiten zu nutzen, sollte man das tun und andere Dinge, die erledigt werden müssten, einfach ignorieren. Der bevorstehende Winter ist noch lang genug um das zu tun, was liegengeblieben ist.

Obenrum

Zu meinen heutigen hausmännlichen Tätigkeiten gehörte es, auch mal wieder den Staub hier und da und dort zu entfernen, besonders auch deshalb, weil morgen Besuch erwartet wird. Mann will ja nicht als Schlampe dastehen. So ein Staubtuch gehört ab und zu auch mal mal ausgeschlagen. Das kennt man.

Viele machen das auch auch aus dem zwecks Lüftung offenen Fenster. Das haben wir alle schon mal beobachten müssen. Und der Staub rieselt dann auf die Passanten auf der Straße. Wir haben ja eine Dachterrasse, da rieselt nichts nach unten. Wenn ich aber nicht aufpasse passiert es schon mal, dass der Staub hinter mir wieder durch die offene Terrassentür in die Wohnung getrieben wird, besonders bei kräftigem Westwind.

Heute weht nur ein leichtes Lüftchen aus östlichen Richtungen, d.h. dass ich dann auf der Terrasse beim Staubtuchauswedeln im Windschatten stehe. Heute scheint auch die Sonne vom blauen Winterhimmel. Und dann muss man auch mal nach oben schauen. Blauer Himmel, das haben wir ja lange nicht gesehen. Tja, und da oben sind die Pappeln mit einer Schicht Raureif überzogen. Untenrum ist nichts dergleichen zu sehen. Da spenden die Häuser genügend Schutz.

Die Sonne wird in Kürze den Reif von den Bäumen vertreiben. Also wurden die hausmännlichen Tätigkeiten unterbrochen, die Kamara geholt und ein paar Fotos gemacht. In den nächsten Tagen soll es ja mit 11 Grad geradezu Frühlingshaft warm werden. Da ist dann nichts mit Raureif. Wie so oft, muss man die Gelegenheit nutzen und mal den Plan über den Haufen werfen und das tun, was der Augenblick bereithält, und sei es, nur ein simples Foto zu schießen.

Das war’s dann wohl

Die heutige Grafik zeigt die Vorhersage bis einschließlich zum 3. Februar 2016 für den Bereich Hamburg. Draufklicken – und ihr könnt euch die Vorhersage von Wetteronline für euren Bereich anzeigen lassen.

Alles ist gut! Ich vermute, dass wir in der nächsten Woche bereits leise Gesänge der Drosselmännchen hören können. Sicherlich müssen wir immer wal wieder mit Frostwetter rechnen, auch mit Schnee. Aber die große Kälte wird dann nicht mehr kommen. Demnächst werde ich dann wohl auch meinen „Notstuhl“ für die Terrasse aus dem Keller holen damit ich mal einen Augenblick in der Sonne sitzen kann.

Und ich brauch Primeln für viel buuuunt auf der Terrasse!!!