Flugverfolgung

Unsere Nachbarn sind gestern zu einem 3-wöchigen Urlaub nach Kuba aufgebrochen. Versehen mit Abflugzeit in Frankfurt und der Flugnummer beobachteten wir via flightradar24 die Starts am Airport in Frankfurt. Ein Klick auf das Symbol eines etwas grösseren Flugzeugs brachte die Gewissheit: Sie sind gestartet. Die Flugroute ging nach Westen Richtung Frankreich, nördlich von Paris, dann etwas nach Süden und der Französischen Atlantikküste entgegen. Kurz nach dem Verlassen des Festlandes verlor sich die Spur. Das System basiert nämlich auf privaten Stationen. Auf See gibt es eben keine. Am Abend erhielten wir dann eine SMS, dass die Nachbarn gut angekommen sind und bereits dabei waren, ihre Koffer auszupacken.

Mir macht es Spass, ab und zu mal auf flightradar24 reinzuschauen, was in unserem Umfeld am Himmel so los ist, auch wenn gerade keine Menschen in der Luft sind, die wir kennen.

Karfreitagsruhe?

Karfreitag ist der höchste christliche Feiertag, das ist sicher unbestritten, jedenfalls für die, die in der Kirche verwurzelt sindg und einen tiefen Glauben haben.

Ich erinnere mich an meine Jugendzeit. Wir hatten damals noch keinen Fernseher, nur ein Radio. Während an „normalen“ Tagen der Radiohörer mit der damals üblichen Unterhaltungsmusik berieselt wurde, konnte man am Karfreitag nur klassische Musik hören, und auch nur solche die sehr „getragen“ daherkam. In meinen Ohren war das ein schreckliches Gedudel obwohl ich auch damals schon der klassischen Musik nicht abgeneigt war.

Inzwischen ist das anders, jedenfalls hier im evangelischen Norddeutschland. Der private Sender unseres Vertrauens (Tim, entschuldige bitte) sendet ein Programm wie an jedem anderen Tag auch. Nichts deutet darauf hin, dass heute Karfreitag ist. Und das ist auch gut so! Wer die Musik nicht hören will, kann ja auf einen anderen Sender ausweichen, es gibt ja genügend Möglichkeiten heute.

Die Frage ist, ob sich die Menschen, die nicht der Kirche zugetan sind, eine Karfreitagsruhe aufzwingen lassen müssen? Glauben kann man doch auch bei fröhlicher Musik – auch an einen solchen Tag wie diesem. Man muss doch nicht ständig und in jeder Minute daran erinnert werden, dass dies der Tag ist, an dem Jesus angeblich vom Kreuz erschlagen, äh, ans Kreuz geschlagen wurde. Am Todestag meines Vaters, der mir sicher näher stand als Jesus, höre ich doch auch nicht den ganzen Tag traurige Musik.

Ein Protest gegen die Karfreitagsruhe fand heute in Frankfurt statt:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die kleinen Jungs freiwilling an der Prozession teilgenommen haben.

Fast Sommer


Heute bekamen wir einen Vorgeschmack auf den Sommer, sofern wir denn einen schönen Sommer bekommen. Man weiss das ja nie so genau.

Um ein paar Kalorien für das bevorstehende Osterfest abzubauen, machte ich wieder eine Runde um die Binnenalster – ohne Eis!



Kommunikation

Nachrichtenaustausch mit einer anderen Firma, mit der wir sehr selten arbeiten:

Die: „Bitte Frachtrechung schicken. – MFG“

Wir: „Kommt gleich!“

Die: „Hi, DKS. – MFG“

Ich liebe sowas.

Mittagspause im Frühling


Wenn ich Sonne tanken möchte, gehe ich nicht in die City – da ist nämlich kaum Sonne – sondern an die Binnenalster, die ich bequem in der Mittagspause umrunden kann. Heute konnte ich das erste Mal „nackt“ gehen, d.h. ohne Jacke. An solchen Tagen wie diesen ist es immer interessant zu beobachten, wie die Leute sich kleiden. Ich wie gesagt ohne Jacke. Aber mir begegneten sehr vielen Menschen, die diese Kombination trugen: Hemd, Pullover, Jacke bzw. Mantel.

Je länger ich unterwegs war, umso mehr konnte ich beobachten, wie sich die Menschen ihrer Mäntel/Jacken entledigten bzw. diese bereits ausgezogen hatten. Es war nämlich wirklich schon fast sommerlich warm heute Mittag.

Hier nun ein paar Frühlingsimpressionen von meinem heutigen Mittagspaziergang um die Binnenalster.




Nettes Spielzeug


Flugverkehr über Europa am 10.4.2011 um 18:30 Uhr

Flugzeuge üben auf uns eine grosse Faszination aus. Damals, als wir noch in Hamburg wohnten, geschah es manchmal – u.a. abhängig von der Windrichtung – dass wir von unserer Wohnung abfliegende und ankommende Flugzeuge beobachten konnten. Wir wohnten sozusagen neben der Einflugschneise. Manchmal schalteten wir auf unserem Fernseher den Videotext ein um zu versuchen festzustellen, woher denn gerade diese Maschine jetzt kam oder wohin sie wenige Minuten vorher gestartet war.

Nun, heute gibt es modernere Hilfsmittel – wie uns unser Nachbar gestern Abend erzählte: flightradar.

Auf basis von Google Maps kann man in seiner Umgebung feststellen, welchen Flieger man gerade am Himmel sieht. Genial! Es wird angezeigt, woher der kommt und was sein Ziel ist, zusammen mit verschiedenen anderen Einzelheiten. Gut, nicht immer stimmt, was uns das System gerade sagt. Wenn ich z.B. auf der Karte eine Maschine über Geesthacht entdecke, die angeblich gerade auf dem Weg von Berlin nach Frankfurt ist, dann stimmt da was nicht. Aber die überwiegende Anzahl der Informationen stimmt.

Heute Nachmittag entdeckten wir ein Flugzeug in unserer Nähe. Ein Klick auf das Symbol eröffnete uns, dass es eine Boeing 747 war, die sich auf dem Weg von Seoul nach Paris befand. Wir gingen auf die Terrasse und sahen über uns den Flieger. Faszinierend!

Das Flightradar24 gibt es übrigens auch als App für das iPhone.

Die Umfallerpartei

Was schert mich mein Geschwätz von gestern?!
Dieser Spruch wird Konrad Adenauer zugeschrieben, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Diesen Spruch hat sich wohl inzwischen die FDP zu eigen gemacht. War nämlich kürzlich der Generalsekretär Lindner noch der Meinung, die acht abgeschalteten Atommeiler dürften nie wieder ans Netz, so sagt er jetzt, dass die überwiegende Zahl der zurzeit abgeschalteten Meiler nicht wieder ans Netz sollten. Auch hält er es für unrealistisch, 2022 das letzte Atomkraftwerk vom Netz zu nehmen. Hat da die Atomlobby mit einer dicken Parteispende gewunken?

Wenn die FDP so weitermacht, heute hü – morgen hott, dann wird das nichts mit dem Neuanfang. Eine klare Linie in eine Richtung sollte man schon erkennen können. Na, mir ist es egal, ob sie sich selbst zerfleischen. Ist ja eh nicht meine Partei.

Übrigens Umfallerpartei: Aus meiner Erinnerung heraus muss das bereits seit den 60er oder 70er Jahren sein, dass die FDP den zweifelhaften Verdienst dieses Beinamens hat. Und das Umfallen hat sie in den letzten 50 Jahren nicht abgelegt. Wer FDP wählt, wählt keine Beständigkeit. Diese Partei ist total unseriös und wird es wohl immer bleiben. Also zerfleischt euch doch, ihr Liberalen, damit das endlich ein Ende hat und ihr für immer und ewig umfallt.