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Unter Senioren


Vater würde am kommenden Montag Geburtstag haben. Meine Mutter ist zum Glück nicht so verbissen, dass sie genau an seinem Geburstag zum Friedhof muss und nimmt Rücksicht auf uns, nämlich wann wir Zeit und Lust haben, mit ihr zum Friedhof zu fahren. Zeitnah sollte es natürlich schon sein, dass ist auch unser Anliegen. Zwei Tage vor dem Tag – das ist schon in Ordnung. Also ging es heute nach Lübeck.

Mutter lässt es sich nicht nehmen, uns anlässlich dieser Besuche zum Essen einzuladen. Für heute Mittag hatte sie sich das Restaurant Rathaushof ausgesucht und dort einen Tisch reserviert. Als wir dort eintrafen, so kurz nach 12.00 Uhr, war es voll, sehr voll. Und fast überall sassen nur Seniorinnen und Senioren am Tisch. Graugelockte, dauergewellte Damen, graukopfbehaarte Herren – Bernd und ich senkten beim Betreten des Restaurants das Durschnittsalter erheblich.

Da wir spät erschienen waren, waren wir dementsprechend auch später mit dem Essen fertig und konnten viele Gäste beim Verlassen des Lokals beobachten. Fast jeder benötigte dazu eine Gehhilfe.

Das Essen selbst ist übrigens sehr gut, also in Richtung Hausmannskost/gutbürgerliche Küche. Ich habe seit vielen Jahren keinen Karpfen mehr gegessen und nutzte die Gelegenheit, mir Karpfen, 2 x gereicht, zu bestellen. Leider war der Meerrettich (für mitlesende Österreicher: Kren) recht milde, obwohl ich auf die separat gereichte Sahne verzichtete.

Bis auf die Tatsache, dass wir uns vorkamen, wie im Speisesaal einer Altenresidenz, war es ein gutes Mittagessen. Selbst meiner Mutter -sie wird immerhin im Mai 87! – war aufgefallen, dass überwiegend „alte Leute“ das Restaurant aufsuchen.

Jahreswechsel mit Wechsel

Zuererst mal wünsche ich euch allen ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr! Vielen Dank für die guten Wünsche, die uns erreichten.

Jahreswechsel mit Wechsel – keine Angst, meinen Mann hab ich nicht eingetauscht. Es geht um etwas anderes. Dazu später mehr.

Am gestrigen Silvestertag machten wir uns frühmorgens, zusammen mit unseren Nachbarn, per Bahn auf den Weg nach Oberhausen. Oberhausen – eine Stadt, die uns als solche gar nicht reizen würde, gäbe es da nicht das Metronom Theater, in dem zurzeit das Musical Wicked – die Hexen von Oz gegeben wird. Die Idee, Silvester nach Oberhausen zu fahren, entstand in meinem Kopf bereits auf der Rückfahrt von Oberhausen nach unserem letzten Besuch dort im August.

Die Bahnfahrt in einem Abteil der ersten Klasse verlief unproblematisch und ohne Verspätung. Für Verpflegung war gesorgt: Auf dem Bahnhof von Altona deckten wir uns ein mit belegten Baguettes und Berlinern. Für den Durst hatten wir zwei flaschen Champagner dabei. Später am Abend wäre es allerdings besser gewesen, wir hätten uns eine für nachts aufgehoben.

In Oberhausen brachte uns eine nette Taxifahrerin ins B&B Hotel direkt neben dem Musicaltheater. Meine Idee war es, noch einen Rundgang durch das Einkaufszentrum im Centro Oberhausen zu machen. Ich wunderte mich aber schon, dass uns sehr viele Menschen entgegenkamen. Sollten die Geschäfte um 13.00 Uhr bereits ihre Pforten geschlossen haben? Und tatsächlich, so war es geschehen. Wir konnten nur noch die Weihnachtseko im Menschenleeren Konsumtempel bewundern.

Champagner macht offensichtlich hungrig. Und deshalb suchten wir uns an der Promenade des Centro ein Restaurant, in dem wir eine Kleinigkeit essen konnten. Wir landeteten in einem Asiabistro. Nach dem Imbiss ging es zurück ins Hotel um uns noch ein wenig auszuruhen und uns dann für die Musicalvorstellung und den Silvesterabend zurechtzumachen, hatten wir zu diesem Zweck doch extra unsere Anzüge mitgenommen.

Die Vorstellung an diesem Tag begann um 17.00 Uhr, was für den weiteren Verlauf des Abends sehr günstig war. Zu 21.00 Uhr hatte ich einen Tisch im Restaurant Don Carlos reserviert. Da die Vorstellung bis 20.00 Uhr ging, wir an der Garderobe unsere Mäntel holen mussten und noch einen kleinen Fussweg vor uns hatten, war, so dachte ich, dies eine gute Zeit.

Ein weiteres Mal, nämlich für uns das 5. Mal, begeisterte uns das Musical und seine Handlung, Ausstattung und die Darsteller. Das letzte Duett von Elphaba und G(a)linda rührte mich wieder zu Tränen. Selbst als der Vorhang nach dem Schlussapplaus gefallen war, hatte ich noch feuchte Augen. Ach, wir hätten gleich wieder buchen können.

Das Don Carlos war dann doch schneller erreicht als ich gedacht hatte. Unser Tisch war deshalb noch nicht frei. Wir sollten noch einen Moment an der Bar warten. Für diesen Abend war ein Mindestverzehr von 25 Euro angesagt. Die Gutscheine wollte ich mit EC-Karte bezahlen. Leider wurde das nicht akzeptiert. Da unser Tisch eh noch nicht frei war, holten wir uns Bargeld aus einem nahegelegenen Geldautomaten und gingen nochmal die Promenade auf und ab bevor wir endgültig im Restaurant einkehrten. Einen Moment mussten wir noch warten bevor wir an unseren Platz geführt wurden.

Das Restaurant war sehr voll. Ein DJ war engagiert worden, der versuchte, mit seiner Musik das Publikum in Stimmung zu bringen. Während wir unser Essen zu uns nahmen, bemerkten wir, dass die Musik immer lauter und lauter wurde. Wir konnten uns kaum noch mit unseren Nachbarn unterhalten und bald war es auch schon schwierig, dass Bernd und ich uns verstehen konnten. Schliesslich sassen wir einfach so am Tisch. Irgendwie sah ich keinen Sinn darin, die Geschäftsleitung auf den Missstand aufmerksam zu machen. Wir beobachteten nur, dass an allen Tischen in unserem Blickfeld die Gäste um die Rechnung baten und das Lokal verliessen.

Langsam bekam ich Ohrenschmerzen! Wirklich Ohrenschmerzen, so laut war das. Auf das Hotelzimmer zu gehen war irgendwie keine Option. Den Champager hatten wir ja morgens schon ausgetrunken. Und dann ich hatte eine Idee. Ich sagte, dass ich mal kurz rausgehe. Ich ging an der ganzen Front der Restaurants entlang. Auf der einen Seite war es laut und auf der anderen Seite von der Mitte war es ruhiger. Alle Restaurants waren natürlich gut besucht. Doch dann entdeckte ich eins, das Franziskaner, in dem ein Tisch direkt am Fenster frei war. Ich betrat das Restaurant. Nette Musik in angenehmer Lautstärke war zu hören. Eine Bedienung fragte nach meinen Wünschen. Ich fragte, ob der Tisch da frei sei. Ja – das ist er. Und ich bat darum, ihn mir für 15 Minuten zu reservieren. Kein Problem.

Der Wechsel war eingeleitet. Zurück im Don Carlos erkärte ich den anderen 3, was ich entdeckt hatte. Schnell bezahlten wir unsere Zeche. Die Bedienung war erstaunt, dass wir schon gehen wollten. Ich erklärte ihr, dass das Essen sehr gut war, aber wir genervt sind von der lauten Musik. Sie gab zu, dass sie selbst auch der Meinung sei. Endlich waren wir draussen. War das eine Wohltat! Wenig später sassen wir an unserem Fensterplatz im Franziskaner. Dort nahmen wir den Nachtisch, eine Crème brûlée. Wir bestellen uns einen Cocktail bzw. Kaffee und warteten auf den Jahreswechsel in ca. 1 Stunde. Nun brauchten wir uns nicht mehr schweigend mit schmerzenden Ohren anschauen sondern konnten uns nett unterhalten.

Kurz vor Mitternacht wurde abkassiert und wir gingen mit den anderen Gästen vor das Restaurant um das Feuerwerk anzuschauen. Als es ruhiger wurden machten wir uns auf den Weg zurück zum Hotel, wo wir in unseren Betten in einen einen ruhigen Schlaf fielen.

Heute, am Neujahrstag, brachte uns eine Taxe zum Bahnhof. Wir holten gerade unser Gepäck aus dem Wagen als wir von hinten angsprochen wurden: Ach, da seid ihr ja wieder! Wir drehten uns um. Es war unsere Taxifahrerin vom Vortag, die uns erkannt hatte. Hm, war ja irgendwie nett, dass sie uns angesprochen hat. Wir tauschten kurz Neujahrsgrüsse aus und verschwanden dann im Bahnhof. Astrid entdeckte dort eine Reisebegleitung, die sie gegen Zahlung eines namhaften Betrages zur Mitfahrt nach Hamburg einlud.


In Münster mussten wir umsteigen. Aufgrund von Waggonausfällen und Verspätung eines anderen Zuges nach Hamburg gab es ein wenig Chaos. In unserem Abteil sassen zwei Farbige, was eigenlich kein Problem gewesen wäre. Es gibt ja genügend Plätze für sechs Personen. Da die aber zu dritt unterwegs waren, gab es dann doch eine Diskussion, besonders als der 3. Mann auftauchte, der schon ein wenig agressiv war. Die Zugbegleiterin löste das Problem sehr ruhig in kompetent, indem sie den Dreien ein anderes Abteil anbot, in dem alle 3 Platz hatten. Und wir hatten eine ungestörte Heimfahrt.

Und eine Idee, wann wir uns wieder „Wicked – die Hexen von Oz“ ansehen könnten, habe ich auch schon.

Müde und satt

Schön war’s wieder auf der „Color Magic“. Doch es wäre noch schöner, wenn die Reise einen Tag länger dauern würde.

Nun werden erstmal die Fotos gesichtet und dann ein kleiner Reisebericht geschrieben. Ich glaube aber nicht, dass der heute noch fertig wird. Ich hatte zu wenig schlaf und habe zuviel gegessen.

Live von der Rückfahrt

Pünktlich um 1400 Uhr hat die „Color Magic“ mit uns an Bord die Rückreise angetreten. Kalt war’s in Oslo – aber auch interessant, die Stadt im Winter zu sehen.

Während ich hier bei einem Glas Wein aus der Minibar am Rechner sitze nimmt Bernd ein heisses Duschbad.

Gleich werden wir noch ein wenig gucken wie die anderen gucken und auf der Magic Promenade lustwandeln bevor wir um 1800 Uhr das Abendessen einnehmen werden.

In den nächsten Tagen wird es einen Reisebericht über unsere 3. Osloreise mit der „Color Magic“ geben.

Seeluft


Am vergangenen Montag wären meine Eltern 62 Jahre verheiratet gewesen, ein Anlass, einen Friedhofsbesuch zu machen. Da der Tag auf einen Montag fiel, musste dieser Besuch nachgeholt werden. Zum Glück ist Mutter verständnisvoll und akzeptiert, dass ich deswegen nicht einen Urlaubstag opfern wollte.

Heute besuchten wir also die „Familiengruft“, in der meine Grosseltern väterlicherseits, meine Tante und mein Vater ihre letzte Ruhe gefunden haben. In einer Gärtnererei liessen wir uns 2 Schalen pflanzen, die wir auf dem Grab in Position drapierten.

Anschliessend fuhren wir mit Mutter „über Land“ nach Niendorf/Ostsee. Niendorf gehört zur Gemeinde Timmendorfer Strand, ist aber ein kleiner beschaulicher Fischerort während Timmendorf mondäner und moderner ist. Dort sitzt man im Winter mit Sonnenbrille und Pelz draussen unter dem Heizstrahler und guckt wie die anderen gucken, und das möglichst gelangweilt.

Das einzig mondäne in Niendorf war früher das Café Keese, tatsächlich ein Ableger des berühmten Café Keese von der Reeperbahn in Hamburg. Die Niendorfer Dependence hatte etwas verruchtes an sich, jedenfalls konnten meine Cousine und ich das heraushören, wenn die Erwachsenen sich darüber unterhielten. Aus heutiger Sicht vermute ich, dass es sich um ein Abschlepplokal handelte. Dort gab es nämlich den sogenannten Ball Paradox, d.h. es ist absolute Damenwahl. Die Herren müssen so lange warten, bis sie von einer Dame zum Tanz aufgefordert werden. Ball Paradox, so prangte es auch in bunter Leuchtschrift an der Fassade des Cafés, das ja eher eine Tanzbar war. Kaffee und Kuchen gab es dort nämlich sicher nicht. Nachmittags war da ja auch geschlossen.

In Niendorf hatte meine Grossmutter ende der 50er Jahre ein kleines Sommerhäuschen erworben. Meine Cousine und ich verbrachten dort jeweils in den Sommer- und Herbstferien ein paar Tage. Ausserdem diente das kleine Häuschen im Sommer als Familientreffpunkt. Feucht-fröhliche Feste wurden dort gefeiert. Mein Vater ist bei einer Feier dertart ins Wanken geraten, dass er mit dem Kopf in die Glasscheibe der Haustür fiel. Eine kleine Narbe an seiner Wange zeugte noch viele Jahre davon. Die Tür bzw. die Scheibe wurde daraufhin von Oma derart gesichert, dass von innen eine dünne Sperrholzplatte vor der Scheibe montiert wurde. Diese Platte war noch an ihrem Platz als das Haus nach Omas Tod im Jahre 1978 verkauft wurde.

Ach ja, erwähnen wollte ich noch, dass wir heute im Alten Zollhaus, direkt am Niendorfer Hafen, mit Blick auf die Ostsee sehr lecker gegessen haben. Ein kleiner Spaziergang danach auf der Strandpromenade führte uns auch zur heruntergekommenen Ruine des einst so legendären Café Keese. Leider habe ich es versäumt, ein Foto davon zu machen.

So ein kleiner Ausflug weckt ganz plötzlich Erinnerungen an eine Zeit, die vor etwa 50 Jahren begann und etwa 20 Jahre dauerte und an Menschen, die schon lange nicht mehr unter uns weilen.

Kreischalarm


Aufgrund des vorhergesagten guten Wetters entschlossen wir uns heute morgen, zum „Rosa Tag im Heidepark“ zu fahren. Ein Zugpferd, die Fahrt dorthin anzutreten, war der günstige Eintrittspreis. Bei Vorlage des Flyers, den wir aus dem Internet geladen und ausgedruckt hatten, kostete das Partnerticket nur 34 Euro gegenüber 36 Euro für eine Person an normalen Tagen. Ich muss sagen, dass wir 36 bzw. 72 Euro für 2 Personen gar nicht abfahren. Das Alter macht sich wohl doch langsam bemerkbar? Nein, es sind die Erfahrungen, die wir mit einigen Fahrgeschäften in den vergangen Jahren gemacht haben. Zum Teil laufen die derart unruhig und ruckelig, dass wir am Ende mit Kopfschmerzen wieder aussteigen. Also liessen wir einige Fahrgeschäfte links liegen, besonders auch deshalb, weil die Wartzeit bei allen grossen Attraktionen sehr lang war.


Angefangen haben wir mit dem „Colossos“, eine Achterbahn, die im Jahr 2003 im Guinness Buch der Rekorde als grösste Holzachterbahn der Welt eingetragen wurde. 60 m wird man hochgefahren bevor es mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h 61 Grad bergab geht. Ziemlich steil ist das. Ca. eine Stunde mussten wir anstehen bevor wir uns in den Zug setzen konnten. Und nach 143 Sekunden war alles schon wieder vorbei. Aber der Kick ist schon stark und die Wartezeit lohnt sich. Auch bei der zweiten Fahrt am Nachmittag mussten wir eine Stunde warten. Aber das haben wir gern gemacht. Es ist ja wohl klar, dass ich beide Fahrten in hocherhobenden Händen absolviert habe.

Gleich nebenan befindet sich die Achterbahn „Desert Race“. Auch hier hatten wir eine lange Wartzeit. Dafür war die Fahrt mit 49 Sekunden noch kürzer als im „Colossos“. Der Kick dieser Bahn entsteht beim Start: von 0 auf 100 wird man in 2,4 Sekunden regelrecht loskatapultiert. Der Start ist spannend weil man zwar ahnt, dass es gleich losgeht aber nicht weiss wann. Plötzlich geht es dann ruckartig los. Sehen kann man im ersten Moment nichts und um atmen zu können ist es am besten, einfach den Mund aufzumachen. In einer ähnlichen Bahn sind wir im Disneyland Paris gefahren. Allerdings befindet die sich in einem Gebäude in dem es fast dunkel ist.


Interessant wurde es, als sich eine Gruppe unintegrierter Südosteuropäer an der Warteschlange vorbeimogelte. Aufgrund ihres lauten, rüpelhaften und groben Verhaltens wagte es niemand, sich ihnen in den Weg zustellen bzw. sie zurechtzuweisen. Am Schluss sprangen sie noch über eine Mauer um Zeit und Weg zu sparen. Zum Glück wurden sie von der Aufsichtsperson über Lautsprecher zurechtgewiesen, und zwar ziemlich forsch: Sie sollten gefälligst wieder zurück über die Mauer oder er würde sie rauswerfen. Davon liessen sie sich dann doch beeindrucken und reihten sich wieder in die Warteschlange ein.

Eine Attraktion, den Freifallturm „Scream“ hatte ich in den ersten Jahren verschmäht. Erst anlässlich unseres gemeinsamen Besuches mit Holger und Gunnar vor 5 Jahren wagte ich eine Fahrt mit dem Ding. Mein Problem ist nicht der Fall selbst sondern die Tatsache, dass ich keinen festen Boden unter den Füssen habe. Ich leide eigentlich nicht an Höhenangst, aber ich darf während der Auffahrtphase nicht direkt nach unten schauen sondern muss meinen Blick in die Ferne schweifen lassen. Dann geht das.

Ganz langsam wird man also 71 m nach oben gezogen. Dabei dreht sich die Personengondel ganz langsam um die Achse. Oben angekommen bleibt das Ding stehen und man wartet auf die rasante Abfahrt. Dann ein „klack“, die Gondel wird ausgehakt und mit fast 100 km/h geht es rasant in die Tiefe. Man hat eigentlich gar keine Zeit, irgendwelche Gefühle, negativ oder positiv, aufkommen zu lassen. Man ist ganz einfach wieder unten und steigt aus. Aber schön ist es trotzdem. Deshalb haben wir diese Fahrt auch zweimal mitgemacht. Die Wartezeit hier betrug auch nur jeweils ca. 30 Minuten.


Witzig ist ein Fahrgeschäft mit dem Namen Totenkopfpiraten. Hier wird auf Schiffen und von Land aus mit Wasserwaffen „gekämpft“. Um weit zu spritzen muss an Bord und an Land kräftig gepumpt werden. Gelegentlich spritzt das Wasser auch aus festinstallierten Kanonen auf die „Piraten“. Da man dort ziemlich nass werden kann, haben wir uns das Vergnügen lieber aus sicherer Entfernung angeschaut.

Und warum heisst dieser Beitrag nun Kreischalarm?: Weil Frauen jedes mal kreischen. Fast die ganze Fahrt über im Colossos, beim Start vom Desert Race und beim Fall im Scream. Und wenn man da jeweils bis zu einer Stunde ansteht, gibt es sehr viele Fahrten, die an einem vorbeirauschen mit kreischenden Frauen drin.

Voll war es im Heidepark aber nicht wegen des Rosa Tages. Es gab noch mindestens eine andere Gruppe mehr, von irgendeiner Firma, die den befüllte. Dazu noch jede Menge ’normales‘ Publikum. So wie es sich uns darstellte, waren wir vom Rosa Tag eh in der Minderheit, wenn auch unübersehbar.

Für die Heimfahrt suchten wir uns eine Strecke fernab der Autobahnen aus. Unser Navi führte uns in später Nachmittagsonne durch die Heidelandschaft wieder nach Hause. Vielleicht war es das letzte Mal in dieser Saison, dass wir offen fahren konnten.

Normalerweise hätten wir 72 Euro, bzw. 63 Euro bei Olinebuchung, für den Eintritt bezahlen müssenl, ein stolzer Preis dafür, dass wir nur 5 Mal Fahrgeschäfte in Anspruch genommen haben. Der Eintrittspreis von 34 Euro für uns Beide war also sehr sehr günstig.