Endlich hat sich unser Bürgermeister dazu durchgerungen, die Koalition mit der Schillpartei und der FDP zu beenden. Im nächsten Jahr gibt es Neuwahlen. Hoffentlich wird Herr Schill und seine Partei zum Teufel gejagt. Das, was da in letzter Zeit passiert ist, war ja nicht mehr auszuhalten. In seiner heutigen Erklärung benutze Ole von Beust das Wort „psychopathisch“. Den Eindruck hatte ich allerdings auch. Voraussichtlich werden wir Ende Februar an die Urnen gehen. Mal sehen, was uns danach erwartet.
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Entlassung
Ole von Beust, Hamburgs erster Bürgermeister, was einem Ministerpräsidenten in anderen Bundesländern entspricht, entlässt heute seinen Innensenator weil der versucht hat, ihn zu erpressen: Wenn Du meinen Staatsrat entlässt erzähle ich öffentlich, dass Du ein schwules Verhältnis mit dem Justizsenator hast. Offiziell war bisher nicht bekannt, dass Ole von Beust schwul ist, aber jeder wusste es. Das der Justizsenator auch schwul ist, war mir neu. Im Gefängnis haben es die Beiden wohl nicht getrieben. Herr Schill behauptet aber, es gäbe Zeugen, die von „Liebesspielen“ zwischen den Beiden in der Wohnung des Justizsenators wüssten. Bei dem Eindruck, den Herr Schill hinterlässt, stellt sich die Frage, ob diese Zeugen nicht eventuell auf den Bürgermeister und seinen Senator angesetzt worden sind. Als Innensenator hatte Herr Schill doch bestimmt die Möglichkeit, entsprechendes in die Wege zu leiten.
Mich würde mal interessieren, ob ein Justizsenator ein „Jailhousebed“ hat.
(Die sichtbaren Eintragungsdaten der Kommentare entsprechend nicht der tatsächlichen Veröffentlichungszeit)
Was denken die Amerikaner über ihren Präsidenten?
Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail von Freunden aus den USA. Neben Neuigkeiten aus dem Leben und dem üblichen small talk enthielt diese Mail eine sehr gravierende Aussage, wie dieses schwule Paar über ihren Präsidenten denkt. Hier die entsprechende Passage:
„Our unemployment rate is the highest it has been in many, many years. Thanks to our stupid Frikkin‘ President, G.W. Bush. Our President is the USA’s answer to your Hitler — and I feel he is actually much worse than Hitler could ever have been. Bush should be tried for War Crimes and executed — for he unilaterally invaded a Sovereign Nation with absolutely no cause. Other than, he wants to have control of all of the oil in the world, so he and his family and friends can reap millions and millions of dollars from his plundering. The only two Nations that had the Dick and Balls to stand up to him was France and your Germany — and it makes me want to move to Germany even more now than ever. If we could possibly find a place to live and could get the necessary passports, we would probably seriously consider moving to Germany and living on our retirement incomes.“
Ob dies die Meinung des grössten Teils der Amerikanischen Bevölkerung ist weiss ich nicht. Aber es macht Hoffnung.
Dankbar?
Warum müssen wir Deutsche Amerika über Generationen hinweg dankbar sein für die Hilfe, die sie uns Ende der 40er Jahre zuteil haben lassen? Sicher wird ihnen das Niemand vergessen – aber müssen wir deswegen alles gutheissen, was ihr Mr. President macht? Ein Auszug aus einer Pressemeldung:
In der Union dauert die Kontroverse über die Haltung der Parteispitze zum Irak-Krieg an. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) stärkte nunmehr der Parteivorsitzenden Angela Merkel den Rücken, die wegen ihrer Unterstützung des US-Kriegskurses unter Druck geraten ist. Koch verwies darauf, dass Merkel mit ihrer Haltung signalisiere, welche Rolle die USA in den vergangenen 50 Jahren spielten.
Gelsen bei freenet.de.
Frühlingsanfang
Alle reden vom Krieg – aber keiner spricht davon, dass heute Frühlingsanfang ist.
Vergebens
Er hat es getan, er hat’s wirklich getan. Eigentlich deutete ja alles darauf hin, das war auch mir klar. Doch ich habe immer noch gehofft, dass es nicht so weit kommen möge. Es fehlt halt das Gleichgewicht der Kräfte, das wir früher hatten.
Prophezeiung
Ich kenne die Prophezeiungen von Nostradamus nicht, aber er soll gesagt haben:
„Zur Jahrtausendwende wird das mächtigste Reich der Erde von einem Idioten regiert.“
Wut
Herr George W. Bush ist nicht besser als Herr Saddam oder andere Diktatoren auf dieser Welt. Wie sonst lässt es sich erklären, dass friedlich demonstrierende Menschen vor dem Capitol verhaftet werden. Vergleiche an frühere kommunistische Staaten drängen sich mir auf. Ist denn niemand auf dieser Welt in der Lage, diesem Rambo Einhalt zu gebieten?
Und hier in Deutschland gibt es eine Partei, die das Wort „christlich“ in ihrem Namen hat. Diese Partei kriecht Herrn Bush auch noch sonstwohin und heisst es gut, was er veranstaltet. Zum Glück ist diese Partei mit ihren „christlichen“ Aushängeschildern nicht gewählt worden. Will die CDU einen Krieg im Namen von Jesus Christus, einem der Namensgeber dieser Partei? Das wäre unglaublich und ich würde mich zurückversetzt fühlen in die Zeit der Kreuzzüge und Religionskriege.
Jeder von uns, der die Möglichkeit hat, sollte alles meiden, was mit den USA zu tun hat, was auf Grund der internationalen Verflechtung der Konzerne kaum möglich ist. Aber wir sollten es versuchen. Das ist vielleicht das Einzige, was wir tun können.
Selbst die Bevölkerung steht inzwischen mit über 60 % hinter ihrem Rambo, wahrscheinlich durch geschickte Propaganda. Das erinnert mich an eine Zeit hier in Deutschland mit einem Diktator mit einem markanten Schnauzbärtchen.
Wut, ohnmächtige Wut.
Im Blickpunkt
Seit Monaten lenkt Amerika die Aufmerksamkeit der Welt auf sich. Teils ungewollt, aber vielleicht nicht immer unverschuldet. Zurückdenkend an den 11. September, dem Tag der schrecklichen Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon, drängt sich mir heute der Gedanke auf, dass die Terroristen Amerika für seine grosskotzige Art bestrafen wollten – und wenn das so ist, könnte ich sie sogar ein wenig verstehen. Und wenn Herr Bush weiter so mit den Säbeln rasselt und es tatsächlich zu einem Krieg im Irak kommen sollte, könnte es durchaus geschehen, dass es zu weiteren Anschlägen in Amerika und bei seinen Verbündeten kommt. Eine Schraube ohne Ende würde entstehen. Ein Vergleich mit der Situation in Israel drängt sich mir auf: Wie Du mir so ich Dir! Wann nimmt das Töten auf dieser Welt endlich ein Ende? Sind die zivilisierten Nationen nicht in der Lage, die Probleme dieser Welt auf friedliche Art und Weise zu lösen? Oder wollen sie das vielleicht gar nicht:
Heute Morgen in den 10.00-Uhr-Nachrichten im Radio: Angeblich hat Amerika eine neue Waffe entwickelt, mit der es möglich sein soll, unter der Erde gelegene Bunker zu zerstören. Diese Waffe soll in einem Irak-Krieg eingesetzt werden! Herr Bush ist ja wohl zu einem Krieg fest entschlossen. Vielleicht wird der Krieg ja nur geführt damit er bzw. die Waffenlobby diese neue Waffe testen kann. Punktgenau soll sie funktionieren. Hat man uns das von den im Golfkrieg eingesetzten Waffen nicht auch erzählt?
Und wer weiss, ob Herr Bush das schreckliche Unglück der Columbia nicht auch für seine Zwecke auszunutzen weiss.
Tag der Vereinigung
Diesen Tag haben wir auf unsere eigene Art begonnen. Bernd fragte mich, ob das jetzt ein politischer Akt war.
Das Wetter ist unglaublich schön. Wir haben auf dem Balkon frühstücken können. Hoffentlich bleibt es so bis zum Wochenende. Leider steht die Sonne jetzt schon sehr früh hinter dem Haus. Wenn der Balkon erst Mal im Schatten liegt, ist es dort zu kühl zum sitzen.
Ganz ungestört sind wir nicht geblieben. Da dies ein nationaler deutscher Feiertag ist, habe ich mein Telefon vom Büro auf mein Handy weitergeleitet. Das Schifffahrtsgeschäft nimmt keine Rücksicht auf Feiertage. Einige Kapitäne, deren Schiffe im Hafen lagen, meldeten sich bei mir und informierten mich über die aktuelle Situation. Im Grossen und Ganzen hielten sich die Anrufe aber in Grenzen.
Werner, unser Geschäftsführer rief an, und berichtete, dass eins der Schiffe einen erheblichen technischen Schaden hat. Er wollte wissen, ob wir ein Ersatzschiff in Position haben, das den Dienst übernehmen kann. Ich konnte ihm ein Schiff anbieten. Wir müssen das morgen endgültig klären.
Oliver hat vor vielen Jahren ein Mal zu mir gesagt: Papa, was du machst möchte ich später auch Mal machen. Ich sagte zu ihm, dass dieser Beruf zwar interessant ist, dass man aber eigentlich immer im Dienst ist. Na, er hat sich anders entschieden.
