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Im Blickpunkt

Seit Monaten lenkt Amerika die Aufmerksamkeit der Welt auf sich. Teils ungewollt, aber vielleicht nicht immer unverschuldet. Zurückdenkend an den 11. September, dem Tag der schrecklichen Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon, drängt sich mir heute der Gedanke auf, dass die Terroristen Amerika für seine grosskotzige Art bestrafen wollten – und wenn das so ist, könnte ich sie sogar ein wenig verstehen. Und wenn Herr Bush weiter so mit den Säbeln rasselt und es tatsächlich zu einem Krieg im Irak kommen sollte, könnte es durchaus geschehen, dass es zu weiteren Anschlägen in Amerika und bei seinen Verbündeten kommt. Eine Schraube ohne Ende würde entstehen. Ein Vergleich mit der Situation in Israel drängt sich mir auf: Wie Du mir so ich Dir! Wann nimmt das Töten auf dieser Welt endlich ein Ende? Sind die zivilisierten Nationen nicht in der Lage, die Probleme dieser Welt auf friedliche Art und Weise zu lösen? Oder wollen sie das vielleicht gar nicht:

Heute Morgen in den 10.00-Uhr-Nachrichten im Radio: Angeblich hat Amerika eine neue Waffe entwickelt, mit der es möglich sein soll, unter der Erde gelegene Bunker zu zerstören. Diese Waffe soll in einem Irak-Krieg eingesetzt werden! Herr Bush ist ja wohl zu einem Krieg fest entschlossen. Vielleicht wird der Krieg ja nur geführt damit er bzw. die Waffenlobby diese neue Waffe testen kann. Punktgenau soll sie funktionieren. Hat man uns das von den im Golfkrieg eingesetzten Waffen nicht auch erzählt?

Und wer weiss, ob Herr Bush das schreckliche Unglück der Columbia nicht auch für seine Zwecke auszunutzen weiss.

Tag der Vereinigung

Diesen Tag haben wir auf unsere eigene Art begonnen. Bernd fragte mich, ob das jetzt ein politischer Akt war.

Das Wetter ist unglaublich schön. Wir haben auf dem Balkon frühstücken können. Hoffentlich bleibt es so bis zum Wochenende. Leider steht die Sonne jetzt schon sehr früh hinter dem Haus. Wenn der Balkon erst Mal im Schatten liegt, ist es dort zu kühl zum sitzen.

Ganz ungestört sind wir nicht geblieben. Da dies ein nationaler deutscher Feiertag ist, habe ich mein Telefon vom Büro auf mein Handy weitergeleitet. Das Schifffahrtsgeschäft nimmt keine Rücksicht auf Feiertage. Einige Kapitäne, deren Schiffe im Hafen lagen, meldeten sich bei mir und informierten mich über die aktuelle Situation. Im Grossen und Ganzen hielten sich die Anrufe aber in Grenzen.

Werner, unser Geschäftsführer rief an, und berichtete, dass eins der Schiffe einen erheblichen technischen Schaden hat. Er wollte wissen, ob wir ein Ersatzschiff in Position haben, das den Dienst übernehmen kann. Ich konnte ihm ein Schiff anbieten. Wir müssen das morgen endgültig klären.

Oliver hat vor vielen Jahren ein Mal zu mir gesagt: Papa, was du machst möchte ich später auch Mal machen. Ich sagte zu ihm, dass dieser Beruf zwar interessant ist, dass man aber eigentlich immer im Dienst ist. Na, er hat sich anders entschieden.