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Noch ’n Test

In diversen Blogs werden zurzeit Testergebnisse über die Persönlichkeit der Bloggerinnen veröffentlicht. Ich habe mich gewagt, auch diesen Test zu machen, obwohl er wohl eher auf biologische Frauen ausgerichtet ist. Hier mein Ergebnis:
Sie wirken zart
Nein, Sie müssen nicht klein und schmächtig sein, um zart zu wirken. Es bedeutet vielmehr, dass Sie eine sanfte Ausstrahlung haben. Die wiederum hängt mit Ihrer Sensibilität zusammen. Sie können sich gut in andere einfühlen. Wenn Sie einen Raum betreten, dann spüren Sie meist sofort, welche Stimmung vorherrscht. Sie besitzen auch einen ausgeprägten Sinn für alles Schöne und haben Ihre Umgebung gewiss schon entsprechend ausgestattet. Manche halten Sie für eine Träumerin oder Romantikerin. Aber dazu stehen Sie ganz selbstbewusst. Weil Sie schließlich wissen, dass man die wirklich wichtigen Dinge im Leben nicht kaufen kann. Sie werden derjenigen geschenkt, die sie sich von Herzen wünscht. Ihre besondere Fähigkeit, sich auf andere einzustellen, kostet seelische Energie. Deshalb sollten Sie es sich gönnen, sich immer mal wieder zurückziehen, um aufzutanken.

Ich muss zugeben, dass ich mich voll und ganz in diesem Testergebnis wiederfinde.

Hier der Link zum Test.

Ich liebe Mokka


„Hmm, Mokka. Stark, intensiv und nicht zu süß – Sie schmecken nach langen Nächten und frühen Morgenstunden. Man trifft Sie regelmäßig in Cafés, wo Sie eine Aura tiefer Gedanken verbreiten. Denn Sie haben eine Menge Grips vorzuweisen! Bekannte bezeichnen Sie als intellektuell, und das gefällt Ihnen. Sie sind tiefgründig und nachdenklich und haben ein Faible fürs akademische Umfeld. Oder zumindest den Drang und die Disziplin, Ihr Wissen zu vervollkommnen. Und was ist in langen, einsamen Nächten am Schreibtisch geeigneter als die Gesellschaft einer Tasse Mokka? Sie sind aromatisch und intensiv, ein wahrer Leckerbissen!“

Allein der letzte Satz dieses Profils geht runter wie Mokka.

Hier kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, wonach er schmeckt (gefunden bei Coffee-Talk).

Ich frage mich gerade, was der Unterschied zwischen Mokka und Espresso ist. Die Mokkatassen, die meine Oma im Schrank hatte, waren auch nicht grösser als die Espressotassen, die man heute kaufen kann. Ausserdem besass sie eine Sammlung von Mokkalöffeln – ihr wisst schon, die, die man sich als Souvenir aus dem Urlaub mitbrachte. Die waren genauso gross wie bzw. klein wie die Löffel, die man heute als Espressolöffel kaufen kann.

Espresso ist wohl nur eine Modeerscheinung. Mokka hört sich viel aufregender, intensiver an. Ich glaube, ich werde unseren Gästen in Zukunft nur noch Mokka anbieten.

Verbrannt

Nein nein, unser kleines Silvesterfeuerwerk hat alles heil gelassen. Nichts ist angesengelt, die Gliedmassen sind noch alle vorhanden, ausgebrannte Überreste wurden vernichtet.

Während Mario vom letzten Missgeschick des vergangenen Jahres berichet kann ich mit einem ersten kleinen Missgeschick des neuen Jahres aufwarten, auch wenn das nicht so spektakulär aussieht wie die Pfote von Mario und deshalb eines Fotos nicht würdig ist:

Sparsam wie ich bin wollte ich die Reste vom Fleischfondue anbraten und damit einer längeren Haltbarkeit zuführen. Das aromahaltige Fett aus dem Fonduetopf sollte dazu beitragen. Es wurde in der Pfanne schön heiss gemacht. Als ich das Fleisch zufügte, zischte und spritzte es, heisses Fett flog über die Herdplatte und in der Nähe stehende Küchenutensilien und verschonte auch einen Finger meiner rechten Hand nicht. Eine sofort eingeleitete Kühlaktion unter fliessendem kalten Wasser brachte spontan etwas Linderung. Allerdings hielt die Linderung nur so lange an, wie ich den Finger unter das Wasser hielt. Aber der Mann von Welt hat ja ein Allheilmittel im Haus. Kleiner Schwedenbitter heisst es. Die verbrannte Stelle etwas mit dem Stoff benetzt und der Schmerz war wie weggepustet.

Die Küche lässt sich mit dem Schwedenbitter leider nicht reinigen.

Nachweihnachten


Vorweihnachten – Weihnachten, und nun auch noch Nachweihnachten, welches wir heute mit Oliver und seiner Freundin begangen haben. Zwei Stunden, die viel zu schnell verflogen sind, konnten wir zusammen sein. Viel zu kurz war die Zeit, wofür wir allerdings vollstes Verständnis haben. Jetzt sind beide auf dem Heimweg nach MG, wo sie jetzt drei freie Tage nach einer aufreibenden Reiserei (China – MG – Lübeck zur Trauerfeier – MG – Lübeck zu Weihnachten – Geesthacht auf der Durchreise nach MG) geniessen können, bevor für beide am 2. Januar wieder der Arbeitsalltag beginnt.

Es war schön, euch Beide hier zu haben!

Das oben abgebildete Teil ist ein „Flavour shaker“, konzipiert vom Koch Jamie Oliver. Mit diesem „Schüttelmörser“ sollen sich sehr leicht und schnell z.B. Dressings herstellen lassen. Ich hatte mir den shaker gewünscht weil ich annehme, dass ich ihn des Öfteren benutzen kann. Vor kurzem hatte ich ihn bereits vermisst als ich für einen Braten eine „Einbalsamierung“ zusammenmixen musste.

Vorweihnachten


In diesem Jahr, nämlich gestern, fand das Vorweihnachten – eine Familientradition seit nunmehr 29 Jahren – bei uns statt. Es war das erste Mal ausserhalb Lübecks und damit das erste Mal bei uns. Der Familienkreis war recht klein: Meine Cousine und ihr Mann, meine Eltern, Bernd und ich. Tantchen war verhindert und wird es in Zukunft auch bleiben. Eine andere Dame, bereits über 80 Jahre alt, ist aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr reisefähig. Oliver brauchte wegen Reisestress Erholung. Deshalb konnte er mit seiner Freundin leider auch nicht dabei sein.

Die kleine Delegation aus Lübeck traf am Nachmittag bei uns ein nachdem sie im Hotel Holsteiner Hof, gleich bei uns um die Ecke, eingecheckt hatte. Zur Begrüssung gab es traditionell Glögg und Weihnachtsgebäck bevor wir im Angesicht der Weihnachtspalme zur Bescherung schritten. Aufgrund der wenigen Teilnehmer und der Tatsache, dass eine Bescherung mit meinen Eltern am 24.12. stattfindet, ging das recht schnell und unspektakulär vonstatten, was aber der Spannung und der Freude keinen Abruch tat.

Bald danach verspürten unsere Gäste und wir Hunger und wir genossen das Vorweihnachtsmal aus Hähnchenbrust mit pikanter Sauce und zum Dessert Eis mit Zimtpflaumensauce (auf eine Vorspeise hatten wir zum Glück verzichtet). Danach waren alle so satt, dass niemand mehr eine Käseplatte auch nur noch sehen wollte.

Am späten Abend brachten wir unsere Gäste zum Hotel. Bernd und ich gingen von dort noch runter an den grossen Strom namens Elbe, der fast vor unser Haustür der Nordsee entgegenstrebt. Im Dunkel der Nacht standen wir am schwarzen Wasser während über uns am klaren Himmel die Sterne funkelten.

Das Vorweihnachtstreffen endete heute morgen bei einem gemeinsamen Frühstück im Hotel.

Einkuhlen mit Pannen

Heute war nun die Trauerfeier und das Einkuhlen (Norddeutsch für Beisetzung) von Tantchen. Aber was für eine Veranstaltung!

Die Trauergemeinde hatte sich vor der Friedhofskapelle versammelt und wurde vom Pastor zu gegebener Zeit hereingebeten. Meine Eltern nahmen in einer der beiden ersten Reihen Platz und suchten dann ihr bestelltes Trauergesteck. Aufgrund der Namen auf den Schleifen konnte es nicht identifiziert werden, also war es offenbar nicht eingetroffen. Klar, dass meine Eltern enttäuscht waren.

Nach dem Trauergottesdienst wurde der Sarg aus der Kapelle getragen, dann auf den Katafalk gesetzt und zum vorbereiteten Grab gefahren. Die Trauergemeinde folgte dem Sarg. Plötzlich blieb mein Vater stehen und stoppte die Träger mit den Worten: „Halt, hier mut he rin!“ (Halt, hier muss er (der Sarg) rein!).

Was war passiert?: Die Friedhofsverwaltung hatte ein falsches Grab ausgehoben bzw. geöffnet. Hierzu ist erklärend zu sagen, dass unsere Familie seit Jahrzehnten ein Familiengrab auf dem Friedhof hat, in dem bereits meine Grosseltern ihre letzte Ruhe gefunden haben und in dem auch meine Tante dieselbe finden soll. Ein paar Meter weiter befindet sich die Grabstelle der verstorbenen Eltern meiner Cousine, die ebenfalls den gleichen Nachnamen tragen. Anstatt das Familiengrab zu öffnen, hatte man das andere Grab vorbereitet.

Die Träger setzten den Sarg erstmal über dem falschen offenen Grab ab und verliessen bedröppelt die Szene. Der Pastor rette die Situation indem er dort, wo der Sarg stand, die Aussegnung vornahm und vorschlug, die Blumen, die als letzten Gruss gedacht waren, daneben abzulegen. Noch während die letzten Trauergäste dieser Bitte nachkamen wurde geklärt, dass die endgültige Beisetzung am Nachmittag stattfinden sollte.

Aber erstmal ging es dann zu einem kleinen Imbiss in ein Restaurant, wo natürlich aufgrund der Panne reichlich Gesprächsstoff vorhanden war. Mein Vater rief von dort das Blumengeschäft an und beschwerte sich, dass das bestellte Gesteck nicht vorhanden gewesen ist. Ihm wurde erzählt, dass es sich um eine Verwechslung der Schleifen handelte, das Gesteck aber vorhanden gewesen sei. Worauf meine Frau meinte, sie hätte sich über die Namen auf der Schleife gewundert, die sie überhaupt nicht kannte.

Zum gegebenen Zeitpunkt machte sich dann der engste Kreis wieder auf den Weg zum Friedhof. Vor der Kapelle stand der blumengeschmückte Sarg wieder auf dem Katafalk, womit keiner gerechnet hatte (wir hatten angenommen, er würde bereits über dem richtigen Grab stehen). Ein zweites Mal machten wir uns unter Glockengeläut auf den Weg. Ein Mitarbeiter des Beerdigungsinstuts trug das Gesteck meiner Eltern, dessen Schleife inzwischen ausgetauscht war. Ich fühlte mich wie im Film (Klappe die 2.).

Am richtigen Ort wurde dann noch mal eine Aussegnung vorgenommen. Die vorher abgelegten Blumen für die Grabbeigabe standen in einem Gefäss bereit, aus dem jeder der noch vorhandenen Teilnehmer sich sein Gebinde heraussuchte und zusammen mit den 3 obligatorischen Schaufeln Erde (Erde zu Erde, Asche zu Asche, Moder to ModerStaub zu Staub) in das Grab warf.

Tantchen hatte nun doch ihre letzte Ruhe gefunden.
Der Pastor meinte, er hätte schon 1300 Beerdigungen zelebriert, aber so einen Fall hätter er noch nicht gehabt.

Erlösung


Im gesegneten Alter von 95 Jahren verstarb in der vergangenen Nacht unserer Familienoberhaupt, meine Tante.

Es war absehbar, dass es bald so weit sein würde und alle Beteiligten wissen, dass es jetzt gut ist. Aber jetzt bin ich doch sehr berührt, obwohl sie nicht immer einfach war.

Reizsituationen

Heute Mittag reizten mich zwei Begebenheiten, meinen Mund aufzumachen, auch wenn ich damit angeeckt sein sollte:

1. Typische Situation im Kaufhaus
Ich benutze die Rolltreppe, vor mir steht eine Dame und lässt sich ebenfalls nach oben transportieren. Oben angekommen bleibt die Frau erst mal stehen und schaut sich um. Da ich darauf nicht vorbereitet war, liess es sich nicht vermeiden, dass ich sie leicht anrempelte. Spontan sprudelte ein „weitergehen“ aus mir heraus. Ich habe mich nicht umgedreht und bin weitergegangen. Mir doch egal, was sie gedacht hat.

2. Servicepersonal
Ich stellte mich am Schmalzkuchenstand auf dem Weihnachtsmarkt in die Wartereihe. Vor mir 2 Kunden. Hinter dem Tresen 4 (in Worten: vier!) Personen Personal. Eine Person bediente die beiden vor mir stehenden Kunden. Die anderen drei VerkäuferInnen standen herum. Ich hatte den Eindruck, dass sie mich sogar anschauten. Ich hatte mir gerade überlegt, wie ich nun weite vorgehen sollte, als sich eine der Veräuferinnen tatsächlich dazu herabliess, mich nach meinen Wünschen zu fragen. Ich: „Ich dachte schon, sie sind nur Dekoration!“ Die Fachschmalzgebäckveräuferin fand das wohl witzig und lachte. Sie hat’s wohl nicht verstanden.

Leider fallen einem oft nicht die passenden Worte ein. Aber den Spruch mit der Deko werde ich mir merken. Es gibt genügend Situationen, in den der anwendbar ist.