
Wir erleben zwar gerade keinen Sturm, es ist eher ein starker Wind. Wie ich schon erwähnte, ist Bernds Mutter seit Dienstag in einem Pflegeheim. Seit dem waren wir aus diversen Grünen jeden Tag in ihrer alten Wohnung, haben Versicherungen gekündigt, Anträge gestellt, Dinge besorgt, Kleidung gewaschen, mit der Krankenkasse telefoniert, die Dame kurz im Heim besucht. In der nächsten Woche geht es weiter: Ein Attest von ihrer ehemaligen Hausärztin wird benötigt, der Hauswart soll sich ihre Wohnung ansehen uns sagen, was gemacht werden muss, und ganz sicher kommen noch ein paar administrative Aufgaben auf uns zu. Das alles ist unser „Sturm“, der uns aus unserem ruhigen und behäbigen Leben reißt.
Aber dieser starke Wind macht uns den Weg frei. Er sorgt dafür, dass wir uns keine Sorgen mehr machen müssen, ob Bernds Mutter auch gut betreut wird. Der bisherige ambulante Pflegedienst hat nur das allernotwendigste gemacht, wir wissen alle, dass die Mitarbeiter unter Zeitdruck stehen. Dereimal am Tag kam jemand vorbei, schaute nach dem Rechten und sorgte für die notwendige Medikamentengabe. Einmal in der Woche wurde der Haushalt gemacht. Stellt euch lieber gar nicht erst vor, wie das aussah.
Jetzt ist meine Schwiegermutter gut versorgt und wird rund um die Uhr betreut. Wir atmen durch, unser Weg ist freigepustet.

Noch sind es 48 Tage bis wir wieder auf Reisen gehen. 6 Wochen vor Reisebeginn soll laut Veranstalter das Manifest ausgefüllt. In das Formular werden persönliche Daten, die Passnummer und Einzelheiten des Visums eingetragen. 6 Wochen, das sind 42 Tage, also in der nächsten Woche sollte das Manifest komplettiert werden. 




119 Tage sagt der Countdown der Mein-Schiff-App bis es losgeht. Die App zeigt aber den Zeitpunkt des Beginns der Schiffsreise an. Die Anreise beginnt aber schon am Tag vorher.