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Radio?


(via simplephotography)

Das ist nicht das, wonach es aussieht! Es ist ein Duschradio der Firma elta, spritzgeschützt und mit integriertem Seifenspender. Der Phantasie beim Duschen sind keine Grenzen gesetzt!

(Die sichtbaren Eintragungsdaten der Kommentare entsprechend nicht der tatsächlichen Veröffentlichungszeit)

Europride 3

Gehen wir oder gehen wir nicht? Das war die Frage dieses Tages. Gemeint war das Strassenfest. Klar gingen wir, man könnte ja was versäumen. Und es war recht nett. Wir trafen Tobi, Stephan, Klaus, Rudolf und noch ein paar Leute mehr. Es war nicht voll, die Leute, die auf dem Strassenfest waren, machten alle einen recht ausgeglichenen Eindruck. Niemand präsentierte sich auf unangenehme Weise. Die Stimmung war locker, aber nicht künstlich ausgelassen, für uns ein angenehmer Ausklang des Europride. Apropos Europride: Wir hatten nicht den Eindruck, dass dieser CSD etwas Besonderes war.

Europride 2

Am Vormittag machten wir uns auf den Weg zur Langen Reihe. Dort wollten wir den an der Parade teilnehmenden Gruppen bei den letzten Vorbereitungen zusehen. Später wollten wir uns mit Holli und Gunnar treffen.

Die Wetterlage war nicht sehr viel versprechend. Hin und wieder durchnässte ein kleiner Regenschauer die Teilnehmer und Zaungäste. Leichtsinniger Weise hatte ich keine Jacke oder Pullover angezogen. Es wurde dann doch reichlich frisch und feucht. Statt mit Holli und Gunnar 2 Flaschen Prossecco zu trinken, wäre es fast angebracht gewesen, eine Thermokanne mit Glühwein einzupacken. Doch der liebe Gott muss schwul sein. Er hatte ein Einsehen und liess pünktlich zum Beginn der Parade die Regentore geschlossen. Ja, es war sogar ein blaues Fleckchen am Himmel sichtbar.

Lag es am Prossecco oder war die Parade in diesem Jahr tatsächlich lockerer, fröhlicher? Auf jeden Fall fehlte die sonst teils recht unangenehme Selbstdarstellung einiger Menschen, die von sich glauben, dass sie schön sind.

Nach der Abnahme der Parade trennten wir uns von Holli und Gunnar. Die Beiden machten sich auf den Weg, die Parade zu begleiten. Bernd und ich gingen im Block House essen. Gemütlich verzehrten wir als Vorspeise Büsumer Krabben mit Radieschen, Gurken, Zwiebeln und Dill. Als Hauptgericht gab es Spicy Beef mit Kartoffelgratin, hmm, echt lecker.

Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zum Strassenfest. Unterwegs begegneten wir dem Umzug, der gerade in der Mönckebergstrasse Station machte. Die am Strassenrand stehenden Menschenmassen schienen nicht sehr beeindruckt und eher gelangweilt zu sein. Bei Schola Cantorosa war dann auch noch die Musikanlage ausgefallen – so ein Pech.

Wir schlenderten weiter über den Rathausmarkt zum Jungfernstieg. Dort fanden wir noch einen bequemen Platz am Brückengeländer zum Anlehnen direkt am Stand vom Willi’s. Mit der Zeit wurde es voller und voller. Die Menschenmassen schoben sich durch die Gänge. Wir standen zusammen mit ein paar Freunden und beobachteten das Treiben. Und irgendwie war alles langweilig. Ich hatte den Eindruck, das Jeder Jeden beäugte um festzustellen, mit wem er heute Abend in der Kisten landen könnte. Teilweise waren die Typen künstlich lustig, so unter dem Motto: Heute ist CSD, heute muss ich ausgelassen sein. Es war nicht unsere Welt und gegen 18.00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg.

Europride 1

Heute Abend haben wir uns einen ersten Überblick über das Strassenfest auf dem Rathausmarkt und am Jungfernstieg verschafft. Bei dem morgen zu erwartenden Massenansturm ist es vorteilhaft, sich vorher in Ruhe die Sache anzusehen. Was herausragendes wurde nicht geboten, nur dass der Bereich zum Feiern auf den Rathausmarkt ausgedehnt wurde und dass noch mehr Anbieter zum Essen und Trinken einladen. Was heisst einladen – man muss natürlich bezahlen.

Wir trafen ein paar Freunde, tranken ein paar Alsterwasser und machten uns dann wieder auf den Heimweg. Ein Europridefeeling wollte sich bislang noch nicht einstellen.

Lange Nacht

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir in die Stadt. Jörg hätte gern eine Fleetfahrt gemacht. Aus zeitlichen Gründen (ich musste um 15.00 Uhr in der Markthalle sein) ging das leider nicht. Die schöne Alsterkanal-Fahrt war leider ausgebucht. Wir machten dann eine Alsterrundfahrt. Die ist zwar auch ganz nett, aber die Kanalfahrt ist wesentlich schöner.

Danach genehmigten wir uns einen leckeren Eisbecher an der Alster und machten uns dann auf den Heimweg. Da ich irgendwie eine Laus auf meinem Hemd zerquetscht hatte, musst ich mich noch umziehen. Ich kann doch nicht mit einem fleckigen Hemd auf dem Konzert arbeiten und der Party teilnehmen. Ich hätte mich ja total unwohl gefühlt. Bernd brachte mich dann mit dem Wagen wieder in die Stadt und ich war auf die Minute genau am Auftrittsort.

Es folgten die üblichen Besprechungen und Proben. Der Beleuchtungsmeister war ganz stolz, dass er unser Programm noch nicht vergessen hatte und hatte sich für einige Szenen schon nette Effekte ausgedacht. Für die im Juli stattfindende Amerika-Kanada-Tournee wurden einige unser Stücke in englisch und französisch übersetzt, die heute zum ersten Mal öffentlich präsentiert werden sollten. Leider gibt es immer noch Textschwächen weshalb kurzfristig entschieden wurde, 2 dieser Stücke doch lieber in deutsch zu singen.

Im Foyer traf ich Bernd. Für ihn hatte ich gestern bei der Probe eine Eintrittskarte gekauft. Er ist ja offiziell nicht mehr Chormitglied.

Erstmals wurde unser Konzert von einer professionellen Moderation begleitet. Beverly Boyer führte mit Witz durch das Programm und riss das Publikum zu Lachsalven hin.

Die Mainsirenen brachten ihr Programm „Klischee? OK!“ auf die Bühne. Sie begeisterten mit ihrem sauberen A-cappella-Gesang und der humorvollen Story. Das Publikum spendete reichlich Beifall. Nach zwei Zugaben gingen die Sänger von der Bühne.

Nach der Pause verabschiedete Beverly Boyer Schola Cantorosa und ihre „Piraten“ bereits vor ihrem Auftritt zu ihrer Tournee. Gekonnt studierte sie mit dem Publikum das Lied „In Hamburg sagt man tschüss“ ein und animierte die Zuschauer zum Schunkeln. Der Beleuchtungsmeister konnte es nicht fassen, dass so etwas in der Markthalle passiert, finden dort doch überwiegend Rock-Konzerte statt.

Dann kamen die „Piraten“ auf die Bühne. Es stellte sich heraus, dass es ganz gut war, die beiden Stücke in deutsch zu singen. Beim übersetzten Song „Schrubben“ kam es zu einem erheblichen Textausfall, der auch nicht überbrückbar war. Es entstand ein richtiges Loch. Mir blieb fast das Herz stehen und ich dachte schon, das Lied müsste abgebrochen und neu begonnen werden. Doch auf wundersame Weise fanden die Sänger unter der bewährten Leitung von Matthias ihren Rhythmus wieder und es ging wie gewohnt weiter, ja, man konnte den Eindruck haben, dass diese Panne den Chor beflügelt hatte und die Sänger jetzt wirklich alles gaben. Am Ende war der Aussetzer beim Publikum vergessen, was am Beifall deutlich zu merken war. „Schrubben“ auf deutsch war dann eine der beiden Zugaben.

Nach dem Auftritt dankte „Frau“ Boyer namentlich allen wichtigen Beteiligten, die den Abend ermöglicht hatten. Das erste Mal wurde auch die Technik, d.h. Edgar und ich, erwähnt. Der neue Vorstand macht eine wirklich gute Arbeit. Danke!

Mit dem von beiden Chören gesungenen Abba-Song „Thank you for the music“ wurde ein glanzvoller Abend beendet.

Wie üblich gab es backstage Sekt für alle nach der Aufführung. Hier habe ich mit drei Bechern wohl den Grundstein für den weiteren Verlauf des Abends gelegt. Ein erster Gedankenaustausch über das Konzert fand statt. Trotz der Panne waren alle Beteiligten positiv gestimmt und guter Laune.

Und dann nahm das Schicksal, mein Schicksal, seinen Lauf!

Es begann eine der legendären Aftershowparties von Schola Cantorosa. Es wurde getanzt, gezappelt, geflirtet – und hier und dort worden auch ein paar Zärtlichkeiten ausgetauscht. Ach ja, getrunken wurde natürlich auch. DJ Holger gelang es, mit seiner Musikmischung die Tanzfläche ständig gefüllt zu halten. Die altbwährten Schola-Choreographien, vorgetanzt von uns „Scholarianern“, animierten die Gäste zum Mitmachen. Es war wieder mal eine tolle Stimmung. Hier gibt es ein paar Partyfotos.

Irgendwann ist auch der schönste Abend zu Ende. Man soll ja auch aufhören wenn es am schönsten ist, was manchmal auch wirklich besser ist, wie ich am eigenen Leib erfahren durfte.

Wir fanden schnell ein Taxi, das uns nach Hause brachte. Unterwegs bekam ich schon Schweissausbrüche, so dass ich das Fenster öffnen musste. Der letzte Becher Wein, den ich getrunken hatte, musste nicht gut gewesen sein, das war in aller Deutlichkeit zu spüren. Normalerweise benutze ich immer die Treppe zu unserer Wohnung. Aber ich hatte das Gefühl, dass das heute nicht möglich war und nahm lieber den Lift. Bernd machte mir einen Kater-Cocktail mit ASS +C. Mir war heiss und ich war schweissnass. Ein merkwürdiges Gefühl in meinem Hals sagte mir, dass es wohl besser sei, mal die Toilette aufzusuchen, was ich dann insgesamt 3 oder 4 mal machte. Inzwischen wurde es draussen langsam hell und die Vögel begannen ihr Morgenkonzert. Es war halb vier morgens und wir gingen schlafen, Jörg im zum Gästezimmer erklärten Schlafzimmer, Bernd und ich auf dem Schlafsofa im Wohnzimmer. Ich muss sofort eingeschlafen sein.

Spannend

Es ist schon spannend, wenn man einen Schlafgast bekommt, den man kaum kennt. Im Chat haben Jörg und ich uns zwar gelegentlich unterhalten. Aber eigentlich wussten wir recht wenig von ihm, nur dass er bei den Frankfurter Mainsirenen singt, was auch der Anlass seines Besuches ist. Chormitglieder werden ja immer bei den Gastgebern privat untergebracht.

Leider konnte wir ihn nicht mit dem Wagen vom Flughafen abholen weil Bernd seine Mutter zum Zahnarzt fahren musste. Jörg fand den Weg zu uns ohne Probleme, Hamburg ist für ihn auch keine unbekannte Stadt. Anstatt eines Gastgeschenkes lud er uns zum Essen ein. Was liegt da näher als das Bellini bei uns um die Ecke.

Am Nachmittag hatte unser Gast zwei Verabredungen. Bernd brachte ihn mit dem Wagen zu der ersten. Auf der Fahrt dorthin kam ihnen die Idee, am Abend ins Musical „Tand der Vampire“ zu gehen. Bernd rief mich an und fragte, ob ich für die am Abend stattfindende Chorprobe einen Ersatz bekommen könnte. Konnte ich aber leider nicht – schade.

Ich ging dann abends zur Probe in die Markthalle. Jörg, Volker (ein Freund von Jörg und eine Chatbekanntschaft von mir) und Bernd gingen ins Theater.

Auf der Probe stellte sich heraus, dass meine Anwesenheit völlig zwecklos war weil es keine Möglichkeit gab, die für unsere Aufführung notwendigen Geräusche von CD einzuspielen. Ein wenig traurig war ich schon, hätte ich doch die Möglichkeit gehabt, Volker mal persönlich kennen zu lernen. Ausserdem gehe ich ja immer gerne ins Theater und wenn es sich um ein Musical handelt sowieso.

Nach der Vorstellung, ich war schon zu Hause, rief Bernd mich an und fragte, ob wir uns noch irgendwo treffen wollen. Vorsorglich hatte ich eine Flasche Prossecco kaltgestellt und so machten wir uns noch einen gemütlichen Abend zu Hause. Auf diese Weise lernte ich Volker doch noch kennen.

Probe

Am kommenden Samstag steht das nächste und hoffentlich auch letzte Konzert mit dem aktuellen Programm in der Markthalle an. Der Vorverkauf läuft äusserst schleppend. Hoffentlich können wir den Mainsirenen als Gastchor eine halbwegs gefüllte Markthalle präsentieren. Aber mal ehrlich: Wer schaut sich schon 4 oder 5 mal das gleiche Programm an, auch wenn es einige Änderungen gibt und ein paar der Stücke in englisch und französisch gesungen werden?

Heute Abend wurden nur die Stücke geprobt, die in englisch und französisch gesungen werden. Tja, wenn ich das mal als Generalprobe gelten lasse, kann man wohl davon ausgehen, dass es am Samstag besser klappen wird.

Generalprobe

Der nächste Chorauftritt wird Pfingsten im Rahmen der kulturellen Landpartie in Salderatzen sein. Da wir nicht dabei sein werden, muss die Technik von einem anderen Chormitglied gemacht werden. Edgar hat sich dazu bereiterklärt, mich aber gebeten, bei der heutigen Generalprobe anwesend zu sein und ihm zur Seite zu stehen.

Der NDR hat die Probe für das Fernsehen aufgezeichnet. Im Rahmen einer Sendung zum Europride am 12. Juni wird über Schola Cantorosa berichtet.

Kleine Welt und schlechte Neuigkeiten

Gehen wir oder gehen wir nicht? Das war am heutigen Tag die zentrale Frage. Wir meinten damit, ob wir zum Strassenfest Lange Reihe gehen. Nachdem ich fast eine Stunde von Balkon zu Balkon mit André geklönt hatte, schauten wir ins Regenradar bei Wetteronline.de und entschieden uns dann für „wir gehen“. Schnell noch einen Blick gen Himmel bevor wir das Haus verliessen, an dem von Osten doch ein paar bedrohlich wirkende schwarze Wolken aufzogen. Was ziehen wir an? Bernd warf sich in die Lederjacke, ich legte mir einen Pullover leger um die Schultern und dann gingen wir los. Nach ein paar Metern meinte Bernd, dass es wohl doch zu warm sei mit der Jacke und ich hatte das Gefühl, dass der Pullover unnötig sei. Wir drehten also um und brachten die Sachen zurück. Ich wartete unten auf Bernd.

In dem Moment als er aus der Haustür trat fing es an zu regnen. Wat nu? Nach kurzer Beratung einigten wir uns darauf, mit der U-Bahn in die Stadt zu fahren und dann würden wir weiter sehen. Mittlerweile regnete es ziemlich heftig und es donnerte sogar.

< Am Hauptbahnhof angekommen stellten wir fest, dass dort die Strassen trocken waren, es fielen nur ein paar wenige Tropfen. Nach wenigen Schritten waren wir auf dem Strassenfest und holten uns beim Stand vom "Willi's" das erste Bier. Nach einer Weile entdeckten wir hier und da ein paar bekannte Gesichter in der Menschenmasse. Winken, lächeln - hin und her. Dann gesellte sich Tobi zu uns und schon bald standen wir im Kreise lieber Freunde, die wir lange nicht gesehen hatten. Wir unterhielten uns prächtig. Bernd entdeckte seinen Ex-Freund Uwe. Ich wusste, dass er mit Schifffahrt zu tun hat und so kamen wir ins Gespräch: Was machst du und wo usw., das Übliche eben. Im Laufe der Unterhaltung stellte sich heraus, dass er eine zeitlang mit 2 Ingenieuren zusammen gearbeitet hat, die jetzt bei uns in der Technikabteilung sind, einer davon als Geschäftsführer. Wieder einmal bewahrheitete sich, dass die Schifffahrtswelt ziemlich klein ist und man irgendwann auf Irgendwen trifft, der Jemanden kennt...... Auch ich traf meinen Ex-Freund Frank. Ich fragte ihn nach Jochen, einem Ex-Freund von ihm, der ein sehr lieber Mann ist und mir in einer schweren Zeit sehr geholfen und zur Seite gestanden hat. Jochen hatten wir zuletzt auf dem Alstervergnügen 2002 getroffen. Er hatte mir erzählt, dass er umgezogen sei und ich seine neue Telefonnummer ja noch nicht hätte. Dabei war es dann auch geblieben. Frank erzählte mir, dass Jochen an Leukämie leidet und lange Zeit im Krankenhaus gewesen ist. Ich erkundigte mich auch nach Jochens Schwester und Mutter, die ich auch beiden kennen gelernt hatte. Von der Schwester wusste ich, dass sie an MS leidet. Ich musste leider hören, dass sie mittlerweile im Koma liegt. Und die Mutter, sie muss weit über 80 Jahre alt sein, liegt im Krankenhaus mit einen Oberschenkelhalsbruch. Ich muss sagen, dass mich diese Neuigkeiten sehr betroffen gemacht haben. Ich hab Frank gebeten, mir die Telefonnummer von Jochen zu besorgen. Um 22.30 Uhr gab es beim "Willi's" kein Bier mehr. Bernd und ich waren zwar schon lange auf Alsterwasser umgestiegen, aber da gehört ja nun mal auch Bier rein. Da wir aber noch Durst hatten, entschieden wir uns ganz spontan für Mineralwasser. Nach und nach wurde es leerer, die Musik wurde auf Rücksicht auf die Anwohner abgestellt, Freunde und Bekannte verabschiedeten sich. Auch wir machten uns auf den Heimweg durch die Lange Reihe über das Strassenfest. Ein Hotdog-Stand erregte unser Interesse. "Möchtest du?" - "Nur wenn du auch möchtest." Und schon stellten wir uns an. Es wurden auch "Riesen-Hotdogs" angeboten, also quasi doppelte. "?" - "Hm" - "Ja gut - OK!" - "2 Riesen bitte." Ich kann mir nicht helfen, aber die Flaschen, die von der Decke hängen und aus denen Ketchup, Senf und Remoulade auf den Hotdog gespritzt werden, haben für mich etwas erotisches. Wir vertilgten unsere Hotdogs und machten uns endgültig auf den Heimweg. Beide waren wir der Meinung, dass wir richtig entschieden hatten, auf das Strassenfest zu gehen.

Hilfe, ich werde verfolgt!

Seit mehreren Jahren gehe fast täglich zur gleichen Zeit durch die Lange Reihe, nie ist er mir aufgefallen. Und jetzt musste ich diese Person gleich an 2 Abenden hintereinander erblicken, heute in einem anderen Outfit: Rote, kniehohe Stiefel mit einem ca. 5 cm hohem Absatz, ein rosafarbener, durchscheinender Gummimantel, fleischfarbene Gummihandschuhe (e-kel-haft), eine schwarze Gummihaube, und ein rosa Handtäschchen.

Halb angewidert, halb fasziniert, schaute ich ihm hinterher und versuchte herauszufinden, was unter dem Mantel war. Irgendwas unförmiges war dort zu erkennen. Ich vermute, der Hintern ist gar nicht so dick, der ist gepolstert oder er trägt eine Windel. So was soll es ja auch geben.

Mein Blicke wurde immer wieder magisch angezogen. Fast hätte ich Christoph nicht gesehen, der mir entgegen kam. Klar doch, dass wir sofort ein Gesprächsthema hatten.