Nachdem ich morgens aufgestanden bin und die Katzen versorgt habe, toben Elphie und Glinda durch die Wohnung, buchstäblich über Tisch und Bett. Wenn sie dann irgendwann zur Ruhe gekommen sind, suchen sie meine Nähe.

Elphie wälzt sich erstmal auf dem Arbeitstisch und fordert ihre Kuscheleinheiten ein. Genüsslich liegt sie auf dem Rücken, streckt alle Viere von sich und lässt sich von mir den Bauch knuddeln. Wenn sie genug hat, legt sie sich zwischen Monitor und Tastatur zur Ruhe und schläft eine Runde nachdem ich sie in den Schlaf geknuddelt habe. Elphie sucht zwar unsere Nähe, aber eher nicht den direkten Körperkontakt.

Glinda ist anders. Sie kommt tatsächlich auf den Schoß und verteilt, wenn man Glück hat, eine Massage mit den Vorderpfoten. Das ist Überbleibsel aus der Katzenkindheit. Die kleinen Kitten massieren während des Säugens den Bauch der Mutter um den Milchfluss anzuregen. Warum einige erwachsene Katzen das beibehalten, ist nicht wirklich geklärt. Es wird vermutet, dass sie, wie bei Glinda, damit die Zuneigung zum Menschen ausdrücken.
Unsere Beiden sind also nicht nur äußerlich total verschieden, sondern auch in ihrem Verhalten. Aber beide sind total lieb.
Und während ich hier die Fotos zurechtschneide, scheppert es hinter mir. Die Katzen waren in einem offenen Regal und haben ein kleines Kästchen rausgeschubst. Hab ich eben gesagt, die sind total lieb?













