Katzen verstehen, was man sagt, teilweise. So gibt es ein paar Worte, wenn sie die hören, flippen sie aus. Milch ist so ein Wort. Wenn ich frage „Wollt ihr Milch?“, dann fiepen die Beiden und rennen dahin, wo ich die Milchschale immer hinstelle. Und beim rennen wird keine Rücksicht auf nichts genommen, sie springen wortwörtlich über Tische und Stühle.
Ebenso verhält es sich bei der Frage „Wollt ihr raus?“. Das ist dann noch schlimmer als bei „Milch“. Die Terrassentür ist gerade einen winzigen Spalt geöffnet – und schon drängeln sie dadurch.
„Habt ihr Hunger?“ – auch diese Frage wird mit gebührender Aufmerksamkeit bedacht, wenn auch nicht so wild wie bei den erstgenannten.
Wenn ich mich mit Bernd unterhalte, z.B. darüber, ob und wann wir die Katzen rauslassen wollen, muss man schon höllisch aufpassen, wie man das am besten umschreibt. Das Wort „raus“ darf dabei gar nicht vorkommen. Ich sagte also heute Morgen: „Wenn wir frühstücken, können wir ja mal die Tür aufmachen.“
Und jetzt gehen wir frühstücken und lassen die Katzen raus, aber bevor das Frühstücksgeschirr auf dem Tisch steht. Sonst müssten wir Geschirr und Frühstückszutaten vom Boden aufklauben.


















