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Sie sind da!

Vorgesternabend gewahrten meine Augen – ja, trotz der Sehschwäche kann ich noch sehen – bei einem kurzem Blick aus dem Fenster 2 Vögel am Himmel. Das ist ja nun nichts besonderes, Vögel gibt es viele und die fliegen ja auch mal. Aber diese Vögel erregten meine Aufmerksamkeit aufgrund der Art und Weise, wie sie flogen und der Form dieser Vögel. Sollten das die ersten beiden …?

Heute bekam ich die Gewissheit: Ja, die Schwalben sind da! Hatte ich mich doch nicht getäuscht am Montag, es waren die ersten Schwalben, die ich in diesem Jahr entdeckt hatte. Hach, es geht doch bergauf.

Und die Pappeln rauschen nun auch wieder im Wind wie das Meer, wenn die Wellen sich am Strand brechen. Brechende, äh, rauschende Pappeln und Schwalben machen noch keinen Sommer. Aber der ist im Anmarsch, egal, wie er in diesem Jahr ausfallen mag.

Wieder eine Unpässlichkeit

Unpässlichkeit, das mag wohl eher harmlos ausgedrückt sein:

Gestern Nachmittag ging das los: Schwierigkeiten beim Aussprechen eines bestimmen Wortes, leichte Sehstörungen und ein taubes Gefühl an der linken Lippenseite. Ach, das wird schon wieder! Zuhause stellten wir dann fest, dass sich mein Mund beim Lächeln schief verzog und dass sich die Sehstörungen auf das Linke Auge beschränkten. Persönliche Tests meiner Feinmotorik ergaben keine Auffälligkeiten. Trotzdem war ich benruhigt und suchte einen Ratschlag unserer Nachbarin. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schlossen wir einen leichten Schlaganfall aus und wollten erstmal eine Nacht darüber schlafen.

Heute war keine Besserung eingetreten. Beim Sprechen musste ich mich anstrengen, die Worte eingermaßen vernünftig über die Lippen zu bekommen, beim Trinken des morgendlichen Kakaos musste ich aufpassen, nicht zu sabbern. Die Sehstörungen traten auch wieder auf. Wir entschieden, dass ich erstmal den Hausarzt aufsuche.

Kurz vor acht Uhr stand ich dort am Thresen und schilderte meine Beschwerden. Ich hatte gerade meinen Kindle aufgeschlagen, als ich auch schon aufgerufen wurde obwohl 2 Patienten vor mir schon im Wartezimmer saßen. Meiner Verwunderung darüber ausdruckverleihend meinte die Ärztin, dass ich mit meinen Beschwerden absoluten Vorrang hätte, wovon ich dann ziemlich begeistert war.

Nach ein paar Tests (Zeigefinger auf die Nasenspitze, mit geschlossenen Augen geradeaus gehen und anderen Dingen) meinte die Ärztin, dass es sich vermutlich um eine Nervenentzündung im Gesicht handelt und fragte, ob ich offen gefahren sei. Natürlich war ich das bei dem Wetter der letzten Tagen, sogar hardcoreoffen, nämlich mit heruntergelassenen Scheiben und ohne hochgeklapptes Windschott. Na ja, es könnte davon herrühren meinte die Ärztin dann. Ich erhielt eine Überweisung zum Neurologen um Gewissheit zu bekommen, was die Ursache meiner Beschwerden ist.

Der Neurologe machte die gleichen Tests und noch ein paar mehr und ich merkte, dass meine linke Gesichtshälfte anders reagierte als die rechte. Per Ultraschall wurden meine Halsschlagadern untersucht, an denen keine Auffälligkeiten festzustellen waren.

Ergebnis seiner Untersuchungen: Eine Nervenentzündung. Meine Frage, wie man sich sowas zuzieht, beantwortete er, damit dass das Viren sind. Ich bekam starke Tabletten verschrieben sowie ein Medikament, welches die Wirkung auf den Magen in Grenzen halten soll sowie eine Augesalbe für mein mittlerweile trändendes linkes Auge. Für 10 (!) Tage bin ich nun krankgeschrieben, ich soll mich schonen! Er gab mir noch mit auf den Weg, dass siche die Lähmungserscheinungen im Gescht in den nächsten Tagen noch verschlimmern könnten. Ich soll dann keinen Schreck bekommen, wenn ich in den Spiegel schau. Die Chance, dass nichts davon nachbleibt, beträgt 80 Prozent. Also hoffen und daumendrücken.

Am Montag soll ich wieder vorbeikommen. Schauen wir mal, wie dann man Zustand ist.

Leider musste ich heute eine geschäftliche Einladung zu einer Ausfahrt auf der Elbe anlässlich des Hafengeburstages und der Taufe der MS Europa 2 am Freitagabend absagen.

Vorbei

Der Kirchentag in Hamburg ist seit gestern beendet. Mich hat dieser Kirchentag insofern berührt, als dass ich in der Mittagspause damit zu tun hatte weil die Hamburger City total voll war. Menschengruppen, die abrupt mitten auf dem Gehweg stehen blieben, ihre Hamburgkarte auseinanderfalteten und diskutierten, wo sie denn nun hinmüssten oder hinwollten, sodass ich sozusagen die Notbremse ziehen musste, um nicht plötzlich inmitten dieser Gruppe zu stehen und Einer der ihren zu werden.

Kirchentagbesucher, so sie denn nicht eh von Weitem am blauen Schal zu erkennen waren, waren ganz leicht auszumachen: Irgendwie merkwürdig gewandetgekleidet, immer einen Rucksack dabei – ein merkwürdiges Völkchen, jedenfalls, was die ältere Generation betrifft, sagen wir mal 40 Jahre und aufwärts. Ein Radiomoderator hat es treffend formuliert: Haare ja – aber keine Frisur.

Na ja, nun ist für ein paar Tage wieder Ruhe in Hamburg eingekehrt. Am Donnerstag beginnt der der Hafengeburtstag, von dem ich am Freitagabend auch ein Teil sein werde. Dazu dann am Ende der Woche mehr.

White Dinner

whitedinner

Anlässlich des heutigen verkaufsoffenen Sonntags, in der kleinen Stadt an der Elbe Marktsonntag genannt, veranstalten die Geesthachter Geschäftleute in der Einkaufsstrasse das 1. White Dinner. Hier wird es „Weisse Tafel“ genannt. Ob man das nun Deutsch oder Englisch nennen muss, ist für mich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Weisse Tafel klingt irgendwie so provinzionell. Gut, Geesthacht ist ja auch Provinz. Dann passt es auch.

Die Geschäftsleute stellen mit weissen Tischdecken versehene Tische bereit und Bänke. Zu Essen und zu Trinken muss sich jeder selbst was mitbringen. Und die Teilnehmer sollten in weiss gekleidet sein. Die Idee stammt ursprünglich aus Frankreich, wo das erste White Dinner überhaupt stattgefunden hat.

Es heisst, es hätten sich etwa 400 Teilnehmer angemeldet. Natürlich gibt es auch Platz für die, die sich spontan entschieden haben, sich in der Fussgängerzone die Sonne in den Prosecco und auf den Kartoffelsalat scheinen zu lassen.

Wegen des heutigen Martksonntags hat mein Mann heute Nachmittag auch Dienst. Ich entschied mich, ihn auf seinem Weg zur Arbeit zu begleiten. Es war schon merkwürdig, die ganzen Menschen in weisser Kleidung zu sehen. Es hatte manchmal den Anschein, als wär die ganze Stadt voller Ärzte und Pfleger. Bei den Damen war das nicht so krass. Die schmücken sich zusätlich schon mal mit einem kessen Hut oder anderen Accessoires. Da sind Männer doch etwas steriler.

Pfeffersäcke!

Schon seit längerem gibt es Planungen, über die Elbe eine Seilbahn zu bauen. Initiator ist Stage-Entertainment, Deutschlands grösster Muscialveranstalter, der allein in Hamburg bereits 3 Musicaltheater betreibt, ein viertes ist in Bau.

Die Seilbahn soll, so sie denn von der Stadt genehmigt wird, privat finanziert werden, nämlich von Stage-Entertainment und vom Hersteller der Seilbahnanlage.

Ich finde die Idee ja sehr reizvoll und wir würden sicher gern mal damit fahren, auch ohne eins der Musicals auf der anderen Elbseite anschauen zu wollen. Allerdings gibt es viele Menschen, die aus den verschiedensten Gründen gegen das Projekt sind. Pfeffersäcke halt! Wer mag kann sich ja hier mal den Wust der Kommentare dazu anschauen.

Ich kann natürlich nur für uns sprechen: Wir hoffen, dass das Projekt genehmigt wird!

Wie im Sommer

fruehlingswald

Der Start in den Mai zeigte sich heute von einer phantastischen Seite: Es war wie Sommer, und das wurde auch endlich mal Zeit. Stundenlang konnten wir auf der Terrasse sein, um uns herum ein frühlingshafter Rest des kleinen Waldes, in dem unsere Wohnanlage steht. Es war einfach toll und bescherte uns leichtgerötete Haut.

Alsterdampfer

alsterdampfer

Wenn man an Dampfer denkt, hat man meist mehr oder wenige grosse Schiffe vor Augen, die auf den Weltmeeren dieser Erde fuhren. Doch es gab auch auf Binnengewässern Dampfschiffe. Ausser Segel und Ruder gab es ja keinen anderen Antrieb. Auf Flüssen und Kanälen wurde noch getreidelt, d.h. die Schiffe wurden von Land auf Wegen parallel zum Wasserlauf von Menschenhand oder Tieren an Tauen gezogen.

In Hamburg auf der Alster gab es einen Linien- und Ausflugsverkehr mit Schiffen, mit Alsterdampfböten, wie es auf einem historischen Schiffsplakat zu lesen steht. Heute ist die „St. Georg“ zurzeit der einzig übriggeblieben Dampfer auf Alster, betrieben vom Verein Alsterdampfschiffahrt e.V.. Der Dampfer hat bereits 137 Jahre auf seinem Kiel und ist das älteste Dampfschiff Deutschlands.

Manchmal sehe ich die „St. Georg“ in der Mittagspause über die Alster dampfen. Heute hatte ich das Glück, eine Aufnahme von der Seite machen zu können.

Übrigens: Im Volksmund werden die Personenbeförderungsschiffe auf der Alster immer noch als Alsterdampfer betitelt. Hört sich ja auch nett und gemütlich an. Obwohl, es gibt auch schon Alsterdampfer mit Solarantrieb.

Sperrung

kreuzung

Eine der wichtigsten Kreuzungen Hamburgs war heute gesperrt, die Kreuzung Ballindamm/An der Alster/Glockengiesser Wall/Lombardsbrücke. Der Grund war die Erneuerung der Fahrbahnen. Mir bescherte die Sperrung heute morgen ca. 25 Minuten mehr Fahrzeit ins Büro. Damit war ich noch gut bedient. Ein Kollege von mir benötigte ca. 90 Minuten länger. Wat mutt dat mutt sagt man ja hier.

Vermutlich hatte man sich seitens der zuständigen Behörde gedacht, dass viele Arbeitnehmer wegen des Maifeiertages am Mittwoch heute und morgen Brückentage nehmen würden und dass deshalb das Verkehrsaufkommen geringer sein würde als an anderen Tagen. Na, davon war jedenfalls nichts zu merken.

Laut angekündigter Planung sollte die Sperrung bis morgen Abend dauern. Schon heute Mittag konnte ich sehen, dass die Kreuzung bereits neu asphaltiert worden war und man schon dazu übergegangen war, die notwendigen Fahrbahnmarkierungen zu machen. Ein Lichtblick! Und im Laufe des Nachmittags konnten wir von unserem Büro sehen, dass die Arbeiten wohl schon heute beendet sein würden, was dann auch so eingetroffen ist. Morgen früh gibt es also diesbezüglich einen entspannten Arbeitsweg.

Der Schein trügt

himmel
Sommerwetter? Na ja, ein wenig. Jedenfalls war es möglich, ein Stündchen in der Sonne sitzen zu können und zu „kindlen“, und zwar den unterhaltsamen Roman „Wodka für die Königin“ von Gerrit Jan Appel. Sein drittes Buch, „Hamburgaynsien“ ist noch nicht als eBook erschienen. Aber sobald die Möglichkeit besteht es runterzuladen, werde ich das tun.

Ja, der Schein trügt. Die Sonne scheint, ein paar Schönwetterwolken verzieren den ansonsten blauen Himmel. Aber der Wind ist doch recht frisch. Deshalb war es leider nicht möglich, unsere Pasta draussen zu essen. Aber das wird schon noch!

Frühling an der Alster

So lässt sich ein Spaziergang in der Mittagspause geniessen, einfach herrlich.