Archiv der Kategorie: Allgemein

Blauschimmel

agur1

Blauschimmelkäse ist nicht Jedermanns Sache. Schimmel an sich ist ja schon ungesund, denkt man. Ausserdem ist Käse mit Blauschimmel in vielen Fällen sehr kräftig im Geschmack. Es gibt aber auch Sorten, die sehr sehr milde sind. Eine Sauce mit Gorgonzola ist uns meist schon zu labberig, wir lieben es gern kräftiger weswegen wir schon mal auf eine andere Sorte ausweichen wenn wir Gorgonzolasauce machen. Dann ist es zwar nicht mehr Gorgonzolasauce, aber sie erfüllt den gleichen Zweck.

Der bekannteste Blauschimmelkäse ist wohl der Roquefort. Geschmacklich ist er schon fast bitter. Seine Konsistenz ist eher bröselig, sodass es schwierig ist, ihn auf’s Brot zu streichen, es geht eigentlich gar nicht. Er zerbröselt unter dem Messer und beim Essen fällt er vom Brötchen oder von der Brotscheibe.

agur2

Vor einiger Zeit haben wir einen Blauschimmelkäse entdeckt, der uns sehr sehr gut gefällt und der seitdem zum Standardrepertoire unserer wochenendlichen Frühstücke gehört, nicht jedes Wochenende, aber doch mindestes einmal im Monat. Der Käse heisst Saint Agur. An der Käsetheke wird er in achteckiger Form angeboten, sodass er in kleineren oder grösseren Törtenstückchen verkauft wird. Die Konsistenz ist recht schmierig, er lässt sich also problemlos auf’s Brot streichen. Geschmacklich würde ich ihn als recht pikant, aber doch mild bezeichnen, jedenfalls kräftiger als ein Gorgonzola. Desweiteren schmeckt er ganz leicht nach Wein, wobei ich vermute, dass ihm kein Wein beigemischt wurde. Als halbfesten Schnittkäse, wie bei Wikipedia, würde ich Saint Agur nicht bezeichnen. Weder ist er halbfest noch ein Schnittkäse. Die Aussenkante ist nämlich sehr feucht – wie auf dem 1. Bild zu erkennen ist. Käsewürfel kann man damit nicht herstellen.

Schnittkäse essen wir auch sehr sehr gern, Bernd möglichst sehr pikant, ich lieber etwas milder, aber immer noch kräftig. Wir sind echte Käsefans. Manchmal läuten wir am Freitagabend das Wochenende mit einer Käseplatte ein, dazu gibt’s dann natürlich eine Flasche Rotwein. Das Leben kann so schön sein!

Apropo Schnittkäse – da fällt mir ein Witz aus meiner Schulzeit ein:

An der Käsetheke:
Kunde: „Frollein, haben Sie Käse im Schnitt?“ – Käsebedienung: „Sie Ferkel, ich frag Sie doch auch nicht, ob sie Quark auf’m Sack haben!“

Ein Mosaik

Viele kleine Steinchen ergeben ein Bild, ein Mosaikbild. Und so mache ich mir aus kleinen Steinchen mein eigenes Bild, wie man in gewissen Kreisen über mich denkt bzw. was man von mir hält.

Ich weiss, dass diese Kreise hier ab und zu mal mitlesen, deshalb halte ich diesen Beitrag so allgemein wie nur möglich. Und wenn sich trotzdem jemand ertappt fühlen sollte – bitteschön, damit hab ich kein Problem.

Leidergottseidank bin ich nicht so gestrickt, dass ich die beleidige Leberwurst spiele und vergesse auch schnell wieder. Trotzdem werden die kleinen Steinchen im Hinterkopf abrufbar bleiben.

Das geht nicht auf

Fünferpackungen sind doof, z.B. bei Magnum Mini. Da sind 5 kleine Magnums drin. Oder Pickup. 5 kleine Riegel sind zusammengepappt zu einer Einheit. Wer will denn sowas? Das ist nur was für Singles oder für einen Haushalt mit 5 Personen. Bei einem 2-, 3- oder 4-Personenhaushalt passt das nicht. Also was macht man?: Es werden 2 Packungen gekauft. Denn wir teilen ehrlich. Wer will denn auch schon ein Magnum teilen oder ein Pickup? Das geht doch gar nicht.

Ich vermute, dass die Hersteller das so wollen, dass man gleich 2 Packungen kauft. Klar, gibt ja auch mehr Geld in die Kasse!

Die Beispiele Magnum und Pickup sind nur 2, weil wir sie gerade mal gekauft haben. Vermutlich gibt es viel mehr Produkte, von denen man 2 Packungen kaufen muss damit die Sache aufgeht.

Der kleine Unterschied

Wenn man Urlaub hat und man wacht zwischen 6 Uhr und 6:30 Uhr auf, ist man ausgeschlafen und es macht einem nichts aus.

Wenn man arbeiten muss und man liegt schon wach im Bett bevor der Wecker um 06:20 Uhr zum Aufstehen mahnt – dann ist das nur nervig und man würde gern noch liegenbleiben.

Geht doch

Von Fotografie hatte ich bisher ja wenig Ahnung, so mit dem Einstellen von Belichtung, Blende usw.

In den 60er Jahren gab es die Instamatic Kameras von Kodak. Die hatten 2 Einstellungen für die Belichtung, nämlich Sonne und bedeckter Himmel. Die Filme waren in einer praktischen Kassette, die nur in die Kamera eingelegt wurde ohne den Film einfädeln zu müssen. Als Blitz gab es den Blitzwürfel. Alles in allem praktisch und simpel, idiotensicher, aber nicht dazu geeignet, etwas über die Grundlagen der Fotografie zu lernen.

Später besass ich einen anderen Fotoapparat, der qualitativ bessere Aufnahmen machte, aber eben auch im Automatikmodus. Gelernt habe ich dabei nichts.

Als die Digicams auf den Markt kamen, war das ja ähnlich, mit dem Unterschied, dass sich verschiedene Modi einstellen lassen für diverse Aufnahmesituationen oder eben wieder das volle Automatikprogramm. Es kamen dann aber auch die Möglichkeiten hinzu, manuelle bzw. halbmanuelle Einstellungen vornehmen zu können. Aber die habe ich dann nie benutzt.

Mit der Zeit wuchs mein Anspruch auf qualitativ bessere Fotos, deshalb hatte ich mir ja die Neue zugelegt.
Die hat natürlich auch diverse voreinzustellende Modi aber eben auch die halbautomatischen bzw. manuellen Einstellungsmöglichkeiten. Aber nun heisst es für mich ausprobieren und lernen.

Gesternabend war Vollmond, ausnahmsweise bei klarem Himmel. Ich montierte die Kamera auf das Stativ und das Teleobjektiv an die Kamera, Einstellung „Nachtaufnahme“ und drückte ab, mit dem Ergebnis „verwackelt“. Das Stativ ist eben nicht so stabil, dass es eine etwas unruhige Hand beim Auslösen abfängt. Dann versuchten wir es mit dem Fernauslöser per Handy. Die Aufnahme war dann auch nicht optimal weil die Kamera in einen anderen Modus geschaltet hatte.

Die dritte Möglichkeit, eine verwacklungsfreie Aufnahme zu machen ist, den Selbstauslöser zu benutzen. Das hat dan funktioniert, jedoch war das Ergebnis nicht so, wie ich mir eine Aufnahme vom Mond vorstelle. Die Kamera erfasste zwar ein paar dekorative Wolken, doch der Mond kam als strahlende weisse Scheibe rüber. Irgendwie schön aber nicht so richtig.

Dann benutzte ich die Bledenautomatik, d.h. ich stelle die Verschlusszeit ein und die Kamera regelt die Blende. Und jetzt habe ich einen Vollmond auf der SD-Karte, so wie er sich uns gesternabend präsentierte. Bingo! Na also, geht doch. Man muss halt mal ein wenig rumprobieren. Hauptsache ich weiss dann beim nächsten Mal in einer ähnlichen Situation noch, wie ich das gemacht habe.

Die Tage rennen

Dies ist nun die dritte Woche, in der ich zu Hause bin. Die ersten beiden Wochen notgedrungen krankeitshalber, in dieser Woche haben Bernd und ich Urlaub. Und diese Woche ist fast vorbei.

Was hatte ich mir nicht alles vorgenommen:
Auto zur Werkstatt – gestern erledigt – aber Freitag vormittag nochmal
Heute Nachmittag Besuch in Lübeck – Oliver kommt mit seiner kleinen Familie, wir treffen uns bei meiner Mutter
Gartencenterbesuch war für vorgestern geplant, fiel aus wegen Dauerregen, wird vielleicht Freitag nachgeholt
Vieles Zeugs zum Wertstoffhof bringen – tja, wann denn noch?
Gebrauchte, aber guterhaltene Klamotten zum Sozialkaufhaus bringen – tja, wann denn noch?
Auf der Terrasse sitzen – fällt aus wegen Wetter
Grillen – fällt aus wegen Wetter

In den beiden vorherigen Wochen hab ich mich auf ärztlichen Rat geschont, was wohl den Gau eines entstellten Gesichts verhindert hat. Ich fühlte mich zwar körperlich nicht angeschlagen, doch selbst Autofahren, z.B. zum Wertstoffhof oder zum Sozialkaufhaus, ist eine körperliche Anstrengung obwohl man das kaum bemerkt weil es in Fleisch und Blut übergangen ist. Es gibt eben Dinge, die Vorrang haben, und dazu gehört meine Gesundheit! Mag doch der Keller aussehen wie er will.

Nach dem ESC 2013

Neid, Schuldzuweisungen, Politik, falsche Juryentscheidungen, gekaufte Stimmen – es gibt viele Gründe, warum einzelne Länder nicht gut abgeschnitten haben bzw. bereits in den Semis ausgeschieden sind. Dazu kommen nun auch noch Plagiatsvorwürfe zum Dänischen Siegertitel Only Teardrops. Und natürlich darf Homophobie nicht fehlen.

Apropo zum Thema ESC und schwul: An der privaten Veranstaltung, zu der wir eingeladen waren, nahmen etwa 20 Personen teil, Singles und Ehepaare, alles Heten – und zwei schwule Männer, nämlich mein Mann und ich! Da sag noch einer, dass der ESC eine Veranstaltung für Schwule sei! Wenn dem tatsächich so ist, dass etwa 10 % der Bevölkerung schwul sind, dann waren mein Mann und ich genau die Quotenschwulen auf der Party!

Pillenschwemme

Seit etwa 2 Jahren werden mir leider immer wieder diverse Medikamente verschrieben, die ich glücklicherweise aber immer nur vorrübergehend nehmen musste. Inzwischen haben sich diverse Packungen mit Pillen angesammelt.

Da ist z.B. das Mittel, welches ich kürzlich nehmen sollte um meinen Magen gegen Nebenwirkungen eines anderen Medikaments zu schützen. Die Packung enthielt 50 (!) Tabletten. Eine sollte ich pro Tag nehmen solange ich das Hauptmittel gegen die Nervenentzündung genommen habe, und das war 10 Tage. Nun sind also noch 40 Tabletten übrig.

Die Packung des Hauptmittels enthielt ebenfalls 50 Tabletten, knapp 40 sind noch vorhanden. Das Gleiche gilt für ein paar andere Medikamente, u.a. Schmerzmittel (Bandscheiben- und Leistenbruch-OP), irgendwas gegen Verspannungen durch die Bronchitis, was weiss ich, was da noch im Schrank schlummert, möglich, dass da auch was doppelt vorhanden ist. Denn ich behalten die Namen der Medikamente nicht. Ich weiss nicht mal wie die Pillen heissen, die ich für bzw. gegen den Blutdruck nehmen muss.

Nun hat sich also eine Miniapotheke bei uns angesammelt. Was macht man damit? Aufbewahren für den Fall, dass ich die eine oder andere Medizin nochmal benötige? Aber wenn ich wegen akuter Beschwerden zum Arzt gehen müsste und er ein Rezept ausstellt, wüsste ich nicht, ob ich davon noch was habe oder nicht. Also hole ich wieder was aus der Apotheke, nehme das ein paar Tage und dann liegt wieder eine angebrochene Packung rum.

Ich denke mal, dass ich alles mal durchsortiere und was doppelt vorhanden ist bzw. was ich meine, nicht mehr zu benötigen, bei der Apotheke abgebe.

Grundsätzlich möchte ich aber mal sagen, dass Packungsgrössen von 50 Tabletten, die man nicht ständig nehmen muss, total unwirtschaftlich sind wenn nur 10 Stück – und selbst wenn es 20 Stück sind – davon benötigt werden. Und da wird immer von der Kostenexplosion um Gesundheitswesen geredet! Wenn abzusehen ist, dass ein Medikament voraussichtlich nur vorrübergehend eingenommen werden muss, sollten 20 Tabletten ausreichend sein. Der Arzt kann ja immer noch einen Nachschlag verordnen, wenn die Krankheit länger dauert. Vermutlich ist es aber so, dass die Pharmaindustrie gar keine kleinen Packungen verkaufen will. Sie verdient ja schliesslich an der Menge der verkauften „Drogen“. Ich persönlich glaube, dass die Pharmaindustrie den grössten Beschiss veranstaltet mit ihren Produkten. Denn nirgends sind Medikamente so teuer wie in Deutschland.

ESC – Finale

Am Tag 2 nach dem ESC in Malmö melde ich mich nun auch zu Wort nachdem ich in einigen Blogs schon über die Veranstaltung gelesen habe. Dabei habe ich festgestellt, dass die unterschiedlichsten Meinungen zu den diversen Beiträgen vorhanden sind. Der Musikgeschmack ist also ziemlich breit gestreut – und das ist auch gut so!

Dänemark hat also in diesem Jahr den Musikpreis gewonnen, den weltweit mehr als 100 Millionen Zuschauer verfolgen. Sogar in Australien gibt es eine Gruppe von Interessierten, die eine interne Abstimmung machen, so wie es auf vielen privaten ESC-Parties schon zur Tradition gehört.

Unser ESC-Abend war eingebettet in ein Spargelessen, und zwar im Neubau, in dessen Rohbau wir im Januar schon zur Eisparty gewesen sind. Es gab also für etwa 20 Leute Spargel, Holsteiner Katenschinken, Kartoffeln und wahlweise zerlassene Butter oder Sauce Hollandaise. Alles sehr sehr lecker. Kurz vor dem Beginn der Übertragung gab es im zukünftigen Carport eine kleine Tanzeinlage der Tochter des Hauses mit ihrer Freundin. Und dann ging es los.

Es ist ein wenig schwierig, im Nachhinein noch viel über den Abend aus Malmö zu schreiben. Doch ein paar Anmerkungen seien mir noch gestattet:

Für das Lied aus Dänemark habe ich per ESC-App abgestimmt. Genauso gut hätte ich auch für Aserbaidschan oder Rumänien anrufen können, doch die Nachbarn in Norden sind mir irgendwie lieber als die Osteuropäischen Länder. Also war das meinerseits eine politische Entscheidung. Warum sollte ich es anders machen als alle die, von denen Deutschland keine Punkte bekommen hat. Oder war es vielleicht der süsse Flötenspieler, der ausschlaggebend für meine Punktevergabe war? Ein wenig erinnert mich „Teardrops“ an den Dänischen Siegertitel der Olsen Brothers im Jahr 2000, „Fly on the Wings of Love“. Beide Titel schweben so leicht daher.

Warum Ungarn so weit vorn gelandet ist, ist mir völlig unverständlich. Erstmal hasse ich diese unförmigen Strickmützen. Zweitens ist der Song total langweilig. Dass ausgerechnet aus Deutschland 12 Punkte dafür vergeben wurden, verusachte bei mir ein grosses Aufstöhnen.

Der Auftritt von Cascada war genial. Sozusagen auf den Punkt hat Cascada nicht nur ihr bestes gegeben, nein, sie war in topform, mitreissend! Warum sie es nicht unter die ersten 10 geschafft hat, ihr wurde an mancher Stelle sogar die Möglichkeit des 1. Platzes vorhergesagt – darüber werden sich wohl die Fachleute die Köpfe zerbrechen.

Vom ESC, Strumpfhosen und Hasenpfoten

Heute Abend findet in in der Südschwedischen Stadt Malmö das Finale des diesjähren ESC statt. Wir werden den Abend zusammen mit netten Menschen verbringen und hoffen, dass wir viel Spass haben und ordentlich ablästern werden.

Für uns wird das dann aber eine kurze Nacht. Kurz nachdem das Ergebnis feststeht werden wir uns auf den Heimweg machen denn wir müssen morgen früh aufstehen. Gegen 08:30 Uhr geht unser Zug von Hamburg nach Dresden, wo wir uns morgen Abend Männer in Strumpfhosen und Hasenpfoten im Schritt anschauen werden.

Mein Fazit des heutigen Abends und des Ausflugs nach Dresden wird nicht vor Montagnachmittag hier zu finden sein.