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Duftstrauss

Gleich hinter dem Ortseingang – aus Richtung Hamburg kommend – von Geesthacht, ist das Frucht- und Pflanzenparadies Zillmann (eine Homepage gibt es nicht, aber das kleine Paradies kennt eh jeder). Dort sind wir mehrmals jährlich, besonders in der Plfanzsaison, und ergänzen unsere Terrassenbepflanzung. Ausserdem kaufen wir da unsere Adventsgestecke und unseren Weihnachtsbaum. Ausser Gemüse, Obst und Pflanzen gibt es auch eine vielerlei Dekozeugs und Floristik. Inhaber und Personal sind sehr nett und locker drauf: „Ach, heute allein? Muss er arbeiten?“ – so wurde ich letzens dort auf einem Samstag empfangen. Man kennt sich halt.

Gestern war ich dort weil ich noch was für die Terrasse benötigte. Nachdem ich fündig geworden war und ich an der Kasse stand, entdeckte ich die Pfingstrosen, auch Bauernrosen genannt. Dicke orangeroterosa kugelige Knospen weckten mein Interesse, ein Stiel 2 Euro. Ich orderte 5 Stiele, zum Strauss gebunden. Die Frage der Floristin, ob der Strauss in Folie oder Papier verpackt werden sollte, beantwortete ich etwa so: Papier bitte, ich beschenk mich selbst.

Die Knospen sind mittlerweile aufgegangen und verströmen einen leichten Duft hier im Arbeitszimmer, wo der Strauss jetzt steht. Hier halten wir uns am meisten auf und haben deshalb am meisten vom Anblick und vom Duft.

Selbst das Innenleben der Blüte ist sehenswert:

Schattenseite

Mittagspause, 28 Grad, in der Sonne sicher noch weit mehr obwohl der Himmel wieder leicht durch Saharastaub verschleiert ist. Wenn es morgen Regen geben sollte, haben wir wieder Schlieren vom Saharastaub auf der Terrasse.

Da Bewegung gut für den Rücken ist und ich nicht ständig im Büro sitzen will, mache ich trotz des warmen Wetters meine Runde um die Binnenalster, ganz langsam. Und obwohl ich mir, da wo es möglich ist, die Schattenseiten aussuche, gerate ich in Schweiss.

Gut haben es die Gäste eines Restaurants in der Europapassage. Sie sitzen sozusagen in der ersten Schattenseite, können einen Imbiss zu sich nehmen und ein kühles Getränk, garniert mit einem Blick über die Alster.

Heute undenkbar

In den Jahren von 1959 bis 1963 wurde die Vogelfluglinie erbaut, die der damals grössten Deutschen Insel Fehmarn einen Festlandanschluss bescherte, und zwar per Brückenschlag. Die fertige Brücke bekam schnell den Spitznamen „Kleiderbügel“. Wer die Brücke jemals gesehen hat, wird wissen warum.

Desweiteren wurde in Puttgarden auf Fehmarn ein Fährhafen gebaut für die kürzeste Seeverbindung nach Skandinavien mit dem Zielhafen Roedbyhavn auf der Dänischen Insel Lolland.

Über den Bau der Brücke über den Fehmarnsund und den Bau des Fährhafens gibt es eine Dokumentation im Internet, auf die mich Gerrit aufmerksam gemacht hat. Wer ca. 45 Minuten seiner Zeit erübrigen kann, sollte sich die Dokumentation einmal ansehen und auf ein paar Einzelheiten achten:

Schutzhelme sieht man nur vereinzelt bei den Arbeitern. Stattdessen werden Pudelmützen getragen. Gehörschutz – was ist das denn? Wenn die Nieter nicht taub geworden sind, haben sie sicher Tinitus bekommen. Dampfloks wurden zu Testzwecken auf die Brücke gefahren. Für die Rammarbeiten gab es noch Dampframmen. Und teilweise wurde – aus heutiger Sicht – mit recht primitiven Mitteln gearbeitet. Wirklich ein interessanter Film, den es sich lohnt, anzuschauen.

Heute ist eine Tunnellösung zwischen Fehmarn und Lolland in Planung. Ob der Fährbahnhof in Puttgarden dann eines Tages überflüssig ist, wird sich zeigen.

Der 90. Geburtstag

Es war kein Dinner for One! Wir waren 24-1/2 Personen auf dem Abendessen, zu dem Mutter anlässlich ihres 90. Geburtstag eingeladen hatte. Die ganze Familie war zusammengekommen und Freunde meiner Mutter. Sie war an diesem Abend natürlich die Älteste.

Das jüngste Familienmitglied, unsere Enkelin Ida, wird im August 2 Jahre alt. Vier Generationen unserer Familie haben sich gestern Abend getroffen. Ich hatte vor dem Geburtstag mal die Idee, ein gemeinsames Foto von den 4 Generationen zu machen, also Mutter, ich, Oliver und Ida, sowie ein Foto mit der gesamten Familie, also mit Nichten und Neffen und den dazugehörigen Partnern. Leider habe ich nicht mehr daran gedacht. Chance vertan – leider! Die nächste Möglichkeit würde am 19. September bestehen, vorausgesetzt, meine Mutter traut sich zu, in die kleine Stadt an der Elbe zu kommen.

Auch wir sind Conchita

Einer der Autoren des diesjähren ESC-Siegertitels „Rise like a Phoenix“ ist Alexander Zuckowski, Sohn des bekannten Komponisten und Kinderliederschreibers Rolf Zuckowski. Somit hat auch Deutschland einen Anteil am Erfolg Österreichs bzw. am Erfolg von Conchita Wurst. Und da Alexander Zuckowski Hamburger ist, hat auch Hamburg einen Anteil daran. Das schmälert aber nicht den Erfolg, den Conchita Wurst für Österreich hatte.

Europa hat gewählt

Ein schöner Abend war’s mal wieder bei unseren Gastgebern. Gastgeber? Also teilweise. Denn jeder Gast war für irgendwas zuständig, wir z.B. für den Wein. Die Gastgeber stellten ihre Wohnung und den Spargel vom Spargelbauern nebenan zur Verfügung. Schinken, Kartoffeln, Dessert, Knabberkrams für danach und den Schnaps für danach – alles wurde von jemandem mitgebracht. Ach ja, wir steuerten ja noch die Wahlzettel von Ossi bei.


Auf dem grossen Flatscreen schauten wir dann die Wahlveranstaltung aus Kopenhagen. Und in so einer grossen Gruppe, 14 Personen, wurde mit Kommentaren nicht gegeizt. Dementsprechend laut war’s, die machnmal bissigen Kommentare von Peter Urban gingen dann ab und zu unter. Aber wir ja waren zusammengekommen, um die grossartige Show aus Kopenhagen zu sehen und um gespannt auf das Wahlergebnis zu warten.

Die Damen der Runde schienen einen Hang zur Ballade zu haben, wie man den Äusserungen entnehmen konnte. Und die Herren? Na klar, die waren für Polen – wohl weniger wegen des flachen Liedguts als vielmehr wegen des gar nicht flachen Dekolletés der schlübberwaschenden Polin. Was sagte ich schon beim 2. Semi?: Sex sells.


Aber gereicht hat es nicht, die Hupen nochmal als Sieger auf der Bühne zu sehen. Schon ziemlich schnell war deutlich zu erkennen, dass Conchita Wurst aus Österreich auf den vorderen Plätzen landen würde, zusammen mit Schweden und Holland. Letztendlich machte Österreich das Rennen. Herzlichen Glückwunsch! Neidlos gönne ich unseren Nachbarn den Sieg. Da spielt es überhaupt keine Rolle, wo Deutschland denn gelandet ist. War ja eh klar, dass wir allerbestenfalls einen Platz im Mittelfeld ergattern würden.

Die Frage, wem ich denn 12 Punkte geben würde, gestaltete sich für mich recht schwer. Holland, Schweden, Österreich? Gewonnen hat bei mir dann Griechenland. Eine gemeinsame Auswertung der Punkte haben wir nicht gemacht. Wir sollten das vielleicht für das nächste Jahr ins Auge fassenn – oder nach Wien zum Finale reisen.

Habt ihr schon mal was von einem Streubart gehört? Das ist ein künstlicher Bart, den man sich ins Gesicht streut und der dann fixiert wird damit die Fusseln nicht wieder abfallen. Tina vermutet, dass Conchita sowas im Gesicht hat. Vielleicht sollte ich meine Stoppeln mal als Streubart verkaufen, so als kleines Zubrot wenn ich im nächsten Jahr Rentner bin.

Das Headerbild zeigt Conchita Wurst im Moment des Sieges, als klar war, dass sie von Schweden oder Holland nicht mehr überholt werden könnte.

Es kann losgehen

Den Wein hab ich heute morgen schon abgeliefert. Gerade bin in der Wanne entstiegen. Die Votingsheets für 15 Personen sind gedruckt, dieses Mal nicht in bunt, bunt ist nämlich leer. Aber es wird auch so gehen. Oskar hat sich, wie in jedem Jahr, die Mühe gemacht, die Stimmzettel vorzubereiten und online zu stellen, in bunt! Vielen vielen Dank!

Ich wünsche allen ESCern einen unterhaltsamen Abend.

ESC 2014 – 2. Semi in Kopenhagen

Nun stehen sie also fest, die Teilnehmer für das grosse Finale des ESC morgen Abend in Kopenhagen. Zum 2. Halbfinale gestern Abend veranstalteten die Dänen eine tolle Show. Allein das Entree war schon phantastisch und zauberte mir eine Gänsehaut auf den Rücken. Die beiden anderen Tanzeinalagen waren ebenfalls sehenswert: Eine Tanzgruppe aus Australien, wo die grösste Musikveranstaltung der Welt ebenfalls verfolgt wird, sowie eine zusammengewürfelte Schar Dänen jeden Alters, von Kindern im Grundschulalter bis zur über achtzigjährigen Omi. In der Halle herrschte Finalstimmung. Sind die Dänen in der Lage, für morgen Abend noch ein Brikett draufzulegen? Man mag es kaum glauben.

Und wer ist weiter und wer nicht? Alle Teilnehmer hier persönlich zu werten würde zu weit führen. Aber einige möchte ich doch erwähnen.

Für das Finale haben sich qualifizert:
Österreich mit Conchita Wurst, der „Frau“ mit Bart. Ganz grosses Kino, was uns da geboten wurde. Schön, dass Österreich es ins Finale geschafft hat.
Polen – mein Gott, mit einer Trachtengruppe, die aus irgenwelchen Hupfdolen besteht, die im Vordergrund eine Polin mit grossen Hupen und offener Bluse platziert haben, die lasziv ihre Schlübber wäscht. Klischee pur für polnische Frauen. Sex sells!
Schweiz – das hätte nicht sein müssen.
Malta – sehr nett anzuhören und anzusehen.
Griechenland – ein Gutelaunesong.
Belarus – ein Zwilling von Tim Mälzer hat es geschafft, morgen Abend im Finale aufzutreten. Ganz nett anzusehen und anzuhören.
Norwegen – eine grosse Balade, aber eher langweilig. Wer’s mag…
Finnland – die Schulbubis waren ganz ok aber das war nichts besonderes.
Rumänien – die Beiden hatten schon mal einen Auftritt im ESC-Finale. Na ja, kann man hören.
Slovenien – die Dame mit der langen Flöte. Ist das Penisneid? Jedenfalls voll langweilig und gut für die Pinkelpause.

Draussen ist leider Irland, trotz meines mehrmaligen Votings. Schade, nicht nur deswegen, weil ich dem rothaarigen Stepper doch gern mal unter den Rock geschaut hätte. Am liebsten würde ich Irland gegen Slovenien eintauschen. Aber so ist das nun mal, wir sind ja tolerant.

Morgen Abend werde ich dann mal sehen, wer mein Favorit wird. Ich entscheide da ganz spontan.
Wie auch in den vergangenen Jahren, werden wir das Finale zusammen mit ca. 12 sehr netten Menschen sehen. Es wird wieder lustig werden.

ESC 2014 – 1. Semi in Kopenhagen

Gestern Abend wurden die ersten zu wählenden 10 Teilnehmer für das Finale des ESC am 10. Mai in Wonderful Copenhagen gekürt. Die Veranstaltung findet in einer alten, hergerichteten Schiffbauhalle statt. Die Bühnentechnik hat uns sehr gut gefallen. Es ist ja auch nicht immer einfach, jedes Jahr etwas neues tolles zu kreiren. Die Moderatoren machten auf mich einen aufgesetzt lustigen Eindruck. Einzig die Dame im Trio wirkte etwas lockerer.

Nun meine Meinung zu den zur Abstimmung gestellten Titeln, die es ins Finale am Samstag geschafft haben:

Armenien wird ja zurzeit bei den Wetten als die Nummer Eins gesehen. Der Gesang selbst wirkte etwas flach aber die Musik ist bombastisch. Das wird vermutlich das Abstimmungsergebnis positiv beeinflussen.
Aserbaidschan – eine Schlaftablette, mehr ist dazu nicht zu sagen.
Ungarn stand nicht auf meiner Favoritenliste. Ich vermute, dass das Thema Kindesmisshandlung ein paar Punkte gebracht hat.
Holland ist in diesem Jahr mit einem ruhigen Duett dabei, sehr schön.
San Marino hat den Altmeister des Grand Prix, Ralph Siegel, bemüht. Und er hat sich bemüht, ein Titel der mir gut gefällt, was sehr erstaunlich ist. Ralph Siegel hat die Sängerin übrigens höchstselbstpersönlich am Flügel auf der Bühne begleitet.
Die Ukraine und Russland werden im Finale sozusagen gegeneinander antreten. Beide sind mit eingängigen Melodien dabei. Die Buhrufe bei der Nominierung Russlands waren fehl am Platz. Aber wo lässt sich die Politik heute noch draussen lassen?!
Island ist mit ein paar bunten und schrägen Vögeln dabei und fällt mit seinem Song aus dem Rahmen. Mein Geschmack ist das nicht.
Schweden hat es auch geschafft, ins Finale zu kommen, in diesem Jahr mit einer Ballade. Ja, ist ok für mich.
Montenegro – ok, es gibt schlechteres, aber das ist nicht mein Ding. Meinetwegen hätte es draussenbleiben können.

Morgenabend werden die nächsten 10 Teilnehmer für das Finale am Samstag gesucht. Wir sind gespannt, was uns morgen präsentiert wird.